Schatten sind viele

07.04.2017 um 20:46 Uhr

Hiersein

von: Alcide

Keimendes Sein,
sehnsuchtsschwer
gehüllt in Erde,
voll von
Blut und
Atem

nachtwandernd
kreist dein Dunkel
um sanfte Sonnen

und still tropfen
die Träume
unsichtbar
fernen Wäldern
entgegen

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenLyriost schreibt am 10.04.2017 um 13:59 Uhr:Wessen Wahn?

    Kein Keimen ohne die
    Sehnsucht im Keim
    und ohne Keimen kein
    späteres Ersticken

    Sind nicht all das Blut
    die tropfenden Tränen
    nur die Folge
    von sehnsuchtsbefeuertem
    augenlosem Daseinswahn

    Träume des Leblosen
    vom Leben


  2. zitierenAlcide schreibt am 10.04.2017 um 20:40 Uhr:Mein Ich hält an diesem Leben fest. Klammert sich an Existenz wie ein Schiffbrüchiger an ein Stück Holz im tobenden Meer. Der "Wahn" ist unsere genetische Vorprägung.
    Wir wären heute ja nicht hier, hätten nicht alle unsere Vorfahren bis hin zu Alge und Pantoffeltierchen das Dasein gegenüber einem Nicht-Dasein bevorzugt.
    Also: besser mit der Illusion verschränkt, als von der Illusion besessen zu sein, dass es so etwas wie Illusionslosigkeit geben könnte.
  3. zitierenLyriost schreibt am 11.04.2017 um 09:20 Uhr:Nur Illusion

    Einsames Entwähnen
    im fremden Wahn
    schweigsames Stöhnen

    dem Wahne entwöhnen
    das Blut aus der Bahn
    ...

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