Die eierlegende Wollmilchsau

29.01.2012 um 14:27 Uhr

stocksteif

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ich wurde eben das Opfer eines unglaublich bösen, widerwärtigen Streiches. Ein Kumpel zeigte mir einen Comic (nichts, wirklich nichts für Menschen, die es absolut wie die Pest hassen, sich zu erschrecken. Das meine ich wirklich wirklich ernst). Ich, gutmütiges, doofes Ding, scrolle runter und runter und... WAH! Herzkasper. Schock. Beinahe den Kaffee umstoßen. Meine Fresse, hab ich mich erschrocken! Ich wollte den Kumpel schon anschreien, was der Dreck soll, dass ich mich halb zu Tode erschrocken hab, da musste ich grinsen.

Klar, die stocksteife ame mal wieder toternst.  Ich verkniff mir also die Schimpftirade und spürte dem Herzrasen und der Angst nach. Um so länger ich es einfach hinnahm und akzeptierte, desto besser ging es mir. Eigentlich ist der Comic verdammt gut gemacht, wenn man nicht gerade zu Herzkasper neigt ^^. Und es gibt noch einen zweiten. Ich überlege mir beinahe, ihn mir auch noch anzuschaun - einfach, weil ich es gerade doch ganz interessant finde, das Erschrecken und Gruseln. Kenn ich eigentlich gar nicht von mir. *g* Ein mal nicht alles stocksteifbitterernst nehmen, sondern spaßig. Auch wenn ich wahnsinnig schreckhaft bin und das manchmal im Alltag wirklich lästig ist - ein bisschen Spaß muss sein... :)

 

 

Edit: Links rausgenommen. Ich möchte nicht jemanden dazu verleiten, dem es am Ende aber gar nicht gut tut. 

 

12.01.2012 um 01:36 Uhr

immernoch am leben ^^

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ja, mich gibt es noch, auch wenn es hier still geworden ist. Das liegt vor allem daran, dass ich derzeit nicht wüsste, worüber ich schreiben könnte. Das Leben plätschert so vor sich hin, ich fange langsam mit meiner Diplomarbeit an und auch sonst läuft alles soweit. Schrecklich unspektakulär ist es geworden, beinahe langweilig ^^.

Eine Freundin hat den Blog hier entdeckt und auch ein wenig herumgelesen. Es hat mich nicht weiter gestört, da ich ihr vertraue. Sie meinte, sie würde nie wieder hier her kommen und das glaube ich ihr auch, aber irgendwie wurde mir bewusst, wie "unsicher" das Bloggen doch ist (natürlcih weiß man es auch schon vor solch einem Ereignis, aber damit wird es einem erst wirklich bewusst). Das ist auch ein Grund, weswegen ich kaum noch Lust habe, hier etwas zu schreiben. Vielleicht wäre ein neuer Nick angebracht, ein vollkommener neuer Blog und den hier löschen? Keine Ahnung, beizeiten werde ich das herausfinden - spätestens, wenn es mal doch wieder etwas zu berichten gibt und ich das Bedürfnis habe, hier vorbeizuschauen.

Bis dahin: lasst es euch gut gehn und achtet auf euch! :)

 

 

12.11.2011 um 21:45 Uhr

Mir fällt kein Titel ein. Was schreiben wir dann?

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.
(Voltaire)

 
Perfekt! ^^
Ich lebe noch, es geht mir soweit gut, die Prüfungen sind vorbei und 
ich will nichts anderes mehr tun, als mich zu entspannen. Nach
Power-Lernen Literatur-Gewälze lasse ich es mir gerade so richtig gut
gehn. Naja, für meine Verhältnisse war auch die Prüfungszeit
entspannt. Hin und wieder Panik, hin und wieder "verdammter Scheiß,
ich werf einfach alles hin, ich hab keinen Bock mehr!" - aber alles in
allem war es eine gute Zeit. Anstrengend, aber gut. Schritt für Schritt,
immer ein wenig mehr abgehakt. Mein Zeitplan hat immer halbwegs
gepasst, daher hielt sich der Stress in Grenzen. Keine Nachtschichten,
spätestens 02:00 lag ich immer im Bett und wenn an einem Tag mal
nicht so viel ging, war es eben so.
Gott sei Dank hab ich viel mit einer Freundin (K.) lernen können. 
Besonders vor einer Prüfung hatten wir beide Angst (die einzige
Prüfung, bei der ich hart an der Grenze war). Es gab Horrorgeschichten
zum Prüfer ("Wenn du eine Sache nicht weißt, dann bohrt der ewig
rum und lässt nicht locker! Und dann fällst du entweder durch oder
kriegst ne 4!"), von allen Seiten immer wieder das Gleiche und bei
einem dicken Skript von 500 Seiten kann man nunmal nicht alles
wissen. Es geht nicht. Ich kann mir nicht jedes Detail, jede Zahl, jeden
Namen und jede Theorie merken. Dafür war es einfach zu wenig Zeit,
obwohl ich die Zusammenfassung des 500-Skripts Gott sei dank schon
während des Semesters gemacht habe. 1,5 Wochen für
Vertiefungsthema und Skript in- und auswendig lernen reichen einfach
nicht. Tja, wir haben gebibbert, haben uns hoch und runter abgefragt, damit
wir überall einen guten Überblick haben und - sofern es die Zeit zuließ -
ein paar Details auswendig wussten. Wir haben uns wirklich den
Allerwertesten abgelernt, z.T. 14 Stunden am Tag. Wir haben alles
gegeben, reingehaun, zusammen über den Prüfer geschimpft und uns
wieder aufgebaut. Wir wussten beide: wenn er nicht in die Tiefe fragt
und wissen will, was Detail A zu Theorie B von Übertheorie FY sagt,
schaffen wir's. Tja, aber was, wenn er wirklich diese Details will - und
nicht locker lässt, wenn man sie nicht weiß?
Prüfungstag - Paniktag. K. hat mich morgens angerufen, dass sie ein 
wenig "Leidteilen" braucht, weil sie sich bereits drei Mal übergeben
hätte. Stressmagen. Ich beruhigte sie - und übergab mich nach dem
Telefonat erstmal selbst *lach*. Am Ende bin ich mit einer
Scheißegal-Haltung in die Prüfung gegangen. Ich hab durchgelernt, ich
hab so viel gemacht, wie möglich war, ohne mich zugrunde zu richten
- wenn der Prüfer meinte, einen trotzdem durchfallen zu lassen, sollte
er es halt machen. PAH! Ende vom Lied? Ein Überbegriff war mir entfallen, dafür konnte ich die Details aufzählen
(hätte ich nie gedacht *lach*). Er half mir auf die Sprünge, ganz mir
Tipps, ich versuchte es, kramte im Hirn rum, wusste genau, wo der
Begriff stand - aber es fiel mir nicht ein. Er versuchte weiter mir zu
helfen (moment, sagten nicht alle, er würde bohren? Er wollte mir
helfen, ich glaube ich war mehr davon irritiert, weil ich dachte, er
zerpflückt mich gleich), aber ich wusste es einfach nicht mehr. "Ach, macht nichts, Frau ame. Es sind die projektiven Tests." - "Natürlich, klar." War das nun die 4? Konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen, weil er
so lieb, nett und angenehm war. Eine entspannte Atmosphäre - wann
würde es denn höllisch werden?
Es wurde nicht mehr höllisch. Sogar, als ich zwei Methoden miteinander 
verwechselte, korrigierte er mich einfach kurz und gut war. Nix
Schlimmes, nix Dramatisches, kein Horror, kein Arsch, n i c h t s !
Ganz einfach und entspannt. Den Rest wusste ich, konnte alles
erzählen, Verknüpfungen ziehen - und siehe da, es war nicht schlimm,
dass ich einen Überbegriff nicht wusste und zwei Methoden vertauscht
hatte. Ich musste herzhaft lachen. Ein halbes Jahr zuvor hatte ich eine
Kommilitonin getroffen, bei der es nicht gut lief und von der ich eine
der Horrogeschichten hörte. Nach mir war eine Dame in der Prüfung,
die auch diese Horrorgeschichte zum Besten gab. Ich frage mich wirklich, was da los war und weshalb genau es bei ihnen
so blöd war. Ich versteh es nicht - ich fand ihn klasse und hätte
nichtmal einen Bruchteil der Angst haben müssen, die ich gehabt hatte.
*gg* Wieder was gelernt: verlass dich nie voll und ganz auf
Schreckensgeschichten Anderer ^^. Vielleicht lag er mir, weil mir das
Thema Spaß gemacht hat. Anders kann ich es mir nicht erklären ^^.
 
Tja, so  gingen die Prüfungen vorbei, wir haben gefeiert, ich war 
endlich mal wieder bei meiner Familie - und nun geht es entspannt
weiter. Nebenjob, Diplomarbeit, drei Veranstaltungen in der Uni, die
ich gerne noch mitnehmen möchte. Alles entspannt, alles in Ordnung.
Zwischendurch anstrengend, zwischendurch will man alles hinwerfen,
aber am Ende geht man doch einfach nur einen schritt nach dem
anderen. Und dann ist alles gut. Einfach nur gut.
 
 

23.09.2011 um 20:49 Uhr

it's going on and on and on

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Und es geht weiter: die mündlichen Prüfungen warten, aber das wird auch noch. Der Lernstoff hat sich natürlich nicht unbedingt verringert, aber immerhin habe ich gerade viele Themen, die mir Spaß machen - und in die ich nicht so tief einsteigen muss, wie es bei den Schriftlichen der Fall war. Das heißt: viel Abwechslung, viele verschiedene Dinge und das tut gut. Das tut wahnsinnig gut.

Allgemein geht es mir auch so: gut. Ich bin etwas gestresst natürlich, hin und wieder denke ich nur "Mann, ich hab keinen Bock mehr", aber es geht gut voran. Ohne die kleinen "ich werf alles hin" wäre es ja auch zu langweilig *g*. 

Und ja, viel mehr gibt es schon nicht mehr zu erzählen. Ich lerne, esse, schlafe, treffe mich mit Freunden oder Kommilitonen - aber die meiste Energie geht in's Lernen. Und die meiste Zeit. Natürlich ^^. Und zwischendurch schaue ich immer mal wieder online nach, ob die Noten der Schriftlichen schon da sind. Wuah, alles so spannend! Und daneben gibt es einfach nichts zu erzählen. Spannend, dass man die positiven Zeiten weit weniger festhält, als die negativen. 

 

13.08.2011 um 16:49 Uhr

Die Welt ist noch heil

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

So war das also, die Aktion "Übernachtung". Ganz ehrlich: Ich weiß wieder, warum ich es wie die Pest hasse!

Die Zugfahrt war okay. Abgesehen davon, dass sie zu lang und anstrengend war (ständig aufpassen, wo man ist, wann man umsteigen muss, in fremden Bahnhöfen orientieren und herausfinden, wo man hinmuss), war die Feier an sich sehr schön. Die liebe L. hat sich sehr gefreut und es war einfach schön, sie so glücklich sehen zu dürfen. Ach, die zwei gehören zusammen, ein perfektes Paar, wenn man so will *smile*. Und auch die Leute waren sehr lieb. Obwohl ich keinen kannte, musste L. sich nicht extra um mich kümmern. Irgend jemanden, der mit einem redete, fand man immer. Eine nette Runde, nette Leute und eine überglückliche L., die immer wieder kam, mich in den Arm nahm und immer wieder sagte, wie glücklich sie sei, dass ich da bin. Aw. Immer wieder aw. 

Am Ende war ich dann aber tatsächlich froh, als es hieß, schlafenszeit. Ich war unglaublich müde und erschöpft. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, geschlaucht - hallo Bett! Erst als ich allein in dem Zimmer stand, wurde ich nervös. Tief durchatmen - alles okay. Hörbuch an, wie immer, hinlegen und, tadaaaaa, sofort eingeschlafen! Ein Erfolg, wie geil! Ich war so fix und fertig, dass ich sofort eingeschlafen bin. Aber leider hielt das Glück nicht lange an. Nur ca. 1-2 Stunden später war ich wieder wach - und so blieb es dann auch den Rest der Nacht über. Herumwälzen, an die Decke starren, angespannt und verspannt. Angst, zusammenzucken. War da nicht etwas? Nein nein. Tief durchatmen, sich entspannen. Die Dämmerung beobachten, die Uhrzeit auf dem Handy überprüfen, herumwälzen, nochmal Hörbuch anmachen, nochmal versuchen, mit Hilfe der Geschichte ein wenig zu schlafen - aber es gelang nicht. Trotz allem, was ich mir zurecht gelegt hatte (Mantra, Meditation, Atemübung, Hörbuch,...) wollte es nicht mehr klappen.

Als ich dann aufstand, packte und mich fertig machte, war ich wieder so geschlaucht und fertig wie am Abend zuvor. L. fragte besorgt, wie es mir geht, ob alles okay sei, wie die Nacht denn war. Lächeln, sagen, dass alles okay ist, Thema wechseln.  Ich war froh, als ich mich in den Zug setzen und den Heimweg antreten konnte.

 

Die Feier an und für sich war wirklich wirklich schön. Und L. so zu sehen hat mich wahnsinnig gefreut. Aber es hat sich wiedermal bestätigt: fucking Übernachtungen. Tortz aller Techniken und "Tricks" und Beruhigungen hat es nicht geklappt. Vielleicht war ich doch zu sehr davon überzeugt, dass die Übernachtung scheiße werden musste und war deswegen so nervös. Wer weiß. Ich bin froh, dass es vorbei ist, aber bin auch froh, dort gewesen zu sein. In nächster Zeit aber werde ich erstmal nur in meinem Bettchen schlafen. Meeeeeeeeeeeeeeeeeeein Bett. ^^

 

 

10.08.2011 um 23:08 Uhr

Hugh!

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Nachdem ich vorhin hyperventilierend durch's Zimmer gerannt bin, entspanne ich mich langsam wieder. Morgen geht es los. Jucheirassa.

Bis vor 10 Minuten hab ich noch über der Verbindung gegrübelt: die günstigste? die schnellste? Ja welche denn? So viel zur Auswahl - mal 2 mal umsteigen, mal 4 mal. Mal ICE, mal RE, mal RB, mal Bus. Alles dabei. Und welche ist nun wohl die Beste? Trotz Schwaben-Instinkt wählte ich nun für die Hinfahrt die längste und teuerste. Kurz: die sicherste. Zwar fahre ich hier ca. 30 Minuten länger, aber die Umsteigezeit gefällt mir viel besser. Und ich tingle nicht durch Dörfer, sondern durch Städte, aus denen ich noch wegkomme, sollte ich einen Anschlusszug verpassen. 

Für die Rückfahrt hab ich auch alles geplant - und hier wird dann der Schwabeninstinkt voraussichtlich gewinnen: zwar 45 Minuten mehr Fahrt, dafür aber nur der halbe Preis. Passt.

Und die Übernachtung? Ich werde das Kind schon schaukeln. Ich denke einfach gar nicht daran. Ich ignoriere, dass ich Übernachtungen hasse. Ich habe mir das Schlimmste vorgestellt. Zuerst wollte ich die Panik wegschieben, dann bin ich einfach in Gedanken das durchgegangen, was unter Katastrophenumständen passieren könnte. Und siehe da: jedes Mal war das Ende, dass die Welt nicht unterging und ich lebte. Zufall? Wer weiß. Vielleicht einfach nur die Bestätigung meines Verstandes, dass alles in bester Ordnung ist.

Nun möchte ich nur noch einen Text fertig machen und danach ins Bettchen gehen. Schritt für Schritt, eins nach dem anderen. Lernen - schlafen - aufstehen - packen - Zug fahren - feiern - Übernachten. Das Übernachten steht ganz am Schluss. Ganz am Schluss. Darüber denke ich heute noch gar nicht nach. Schritt. Für. Schritt.

 

02.08.2011 um 23:19 Uhr

Eindeutig

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ich widme hiermit diesen Eintrag feierlich der Flasche Wein, die neben mir steht (keine Sorge - seit Wochen [oder Monaten?] das erste Viertelchen). Irgendjemand muss ja schuld sein.

 

 

Eindeutig: ich brauch nen Kerl. Seit Wochen, nein, Monaten denk ich das immer mal wieder und wehre es dann mit dem Gedanken ab, dass

a) Liebe eh für'n Poppes ist und am Ende doch wieder alles nur weh tut.

b) ich keine Zeit für die Liebe habe, weil das Diplom vorrang hat.

c) ich nach ein paar Wochen sowieso wieder meine Freiheit vermissen würde.

Es sind nette Ausreden, gute Ausreden. Vor allem Ausrede b) ist überzeugend - eben einfach wahr derzeit. Aber etwas in mir macht tick, tack, tick, tack, tick, tack...

 

Ja, ich weiß: kommt Zeit, kommt Kerl und wer nicht sucht, sondern zufrieden wirkt, findet auch. Aber irgendwie hilft's nicht *g*.

 

 

01.08.2011 um 21:29 Uhr

Das Wetter?

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Allenthalben hört man Beschwerden über das Wetter [gewiss, wenn es auf die Gesundheit schlägt, ist das nochmal ein anderer Fall].

Ich antworte immer nur: "Ich liebe es gerade, es könnte nicht besser sein." und ernte mehr als verwunderte Blicke.

Aber das ist mein Ernst: ich liebe das aktuelle Wetter. "Sommer"regen, nicht zu warm, sodass ich gemütlich langärmlig rumlaufen kann ohne mir den Allerwertesten abzuschwitzen, und lange lange Helligkeit. So könnte es von mir aus immer sein.

 

23.07.2011 um 19:19 Uhr

What the!?

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Alter Verwalter, also jetzt reicht's hier aber! Wie kommt denn bitteschön diese Werbung auf meinen Blog? (Nichts gegen den Werbebanner im Allgemeinen - aber DIESE Werbung!?)

 

Ist euch schonmal aufgefallen, dass es immer die monotheistischen Religionen sind, die einen nerven? Atheisten oder Agnostiker machen sowas nicht (und polytheistische Religionen hab ich dabei auch noch nie angetroffen). Die quatschen nicht auf der Straße Menschen an, um ihnen zu sagen, dass sie falsch leben, wenn sie gläubig sind. Religionsfreiheit für alle - und das bedeutet auch: negative Religionsfreiheit für mich! Herrgottnochmal, diese Missionierung geht mir ja sowas von auf'n Keks, ich könnt gerade aus Wut aus dem Duplopapier neben mir eine Atombombe bauen und auf den Banner werfen. Erst gestern wurde ich wieder von zwei Christen angequatscht. "Mein Bruder und ich sind unterwegs im Glauben." - "Und ich glaub, hier hakt's gleich!", wollte ich antworten - aber dafür hab ich dann doch zu viel Schiss. Und ein höfliches "Danke, ich habe kein Interesse" lassen diese Herren natürlich auch nicht gelten. Nein, da wird ganz frech weitergequatscht und gelallt, während ich immer tiefer durchatme, um nicht gleich zu explodieren. "Freundchen, ich geb dir gleich Seelenheil, und zwar blau umme Augen - lass mich in Ruhe!" Ich sollte mal so dreist sein. Meine Fresse. Ne. Ne. Also ne! Ja, ich empfinde das als dreiste Belästigung und werde von Mal zu Mal empfindlicher.

N e g a t i v e R e l i g i o n s f r e i h e i t . Die Religionsfreiheit gilt schließlich nicht nur für euch.

 

17.07.2011 um 17:25 Uhr

Heute: Bis nichts mehr bleibt

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ich entdeckte eben, dass heute Abend, um 20:15 auf 3sat "Bis nichts mehr bleibt" kommt. Ein Film über Scientology und wie ein Familienvater um das Sorgerecht kämpft.

""Weil er antagonistisch ist" - also ein Feind -, will die kleine Sarah nicht zu Papa. Dennoch kämpft Frank (Felix Klare) ums Sorgerecht. Sarah, Mutter Gine (Silke Bodenbender) und ihr Anwalt (Kai Wiesinger) folgen den Scientology-Lehren: In ihrer Welt dreht sich alles um Macht, Manipulation und Geld. Vor Gericht hat Frank schlechte Karten, denn der Ex-Scientologe hat Frau und Kind selbst in die Psychoorganisation geholt. Es begann ja alles so harmlos, als ihn die charismatische Helen (Nina Kunzendorf) Mitte der 80er-Jahre zum "Persönlichkeitstest" einlud... In Rückblenden zeigt das brisante TV-Sektendrama, wie "normale" Menschen in die Fänge der antidemokratischen Scientology-Seelenfänger geraten: brillant gespielt, absolut packend und laut Insidern hochrealistisch."

(entnommen der Programmbeschreibung von tvtoday.de)

 

Ich bin gespannt..

 

21.06.2011 um 20:37 Uhr

Schweigen und Reden

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Manchmal denke ich, dass Schweigen das Schönste ist, was man tun kann. Hören, Sehen - und Schweigen.

Um so mehr verwundert es mich dann immer wieder, wenn ich doch etwas sage. Wie in diesem Augenblick jetzt. Wieso kann ich nicht im Schweigen verharren? 

 

17.06.2011 um 12:50 Uhr

Geht's noch abstruser?

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

 Vorneweg: sollte das alles wirklich nur ein Zufall sein, entschuldige ich mich. Zufälle soll es schließlich geben und ich will niemandem etwas unterstellen oder auf den Fuß treten. Aber langsam wird es dafür einfach zu abstrus.

 

 

Zuerst las ich den Eintrag von Manni. Der berichtete von Problemen mit seiner Freundin und was er tun solle. Er habe schon ein paar Ideen - dies möge sie, jenes auch - aber er wisse nicht, was das Richtige sei. Ich kratzte mir am Kopf, als ich das las - auf der einen Seite wäre eine Antwort ganz einfach. Auf der anderen Seite hatte ich ein eigenartiges Gefühl bei dem Blog. Ich ging einfach wieder...

...und schaute in die aktuellen Blogs, was sonst noch so gepostet wurde. Da traf ich auf Denise.  Wie es der Zufall will, hat auch sie Probleme mit ihrem Mann, hat eine Idee, wie sie ihre Partnerschaft retten könnte, aber braucht dennoch unbedingt Rat. Nun zog ich eine Augenbraue hoch UND kratzte mich am Kopf. "Denise und Manni sollten sich zusammen tun", dachte ich mir und gab einen Kommentar über meine Irritation ab.

Kaum getan, fand ich einen weiteren Blog. Der Thomas, Spitzname Butcher, der nach dem richtigen Hochzeitsgeschenk für seine Frau sucht.  Okay, hier konnte ich ein klein wenig Sarkasmus nicht mehr unterdrücken. Und das war noch nicht alles, nein. Es geht weiter mit dem Mischa, der ein Problem mit seinem Sohn hat; dem Peter, der mit seinem Job hadert und der Annkathrin, die ein schönes Jahrestagsgeschenk für ihren Freund sucht - und alle brauchen unbedingt Rat!

 

Sollten das Bugs oder Fakes sein, dann frage ich mich wirklich, welcher Zweck denn da verfolgt wird. Denn dass das noch ein Zufall ist - daran möchte ich nicht glauben. Sollte jemand eine Idee haben, wär ich über eine Private Nachricht sehr dankbar. Einzige Erklärung bisher, die mir in den Sinn kommt: Werbung under cover. Wir machen schöne Vorschläge, was es nicht alles Tolles gibt und die Leser denken sich: "Oh jaa, das wär echt mal wieder toll." Keine Ahnung. Ansonsten heißt es wohl: Kopf schütteln und ignorieren.

 

 

17.06.2011 um 11:21 Uhr

...wie Porzellan

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Manchmal fühlt sich das Leben so an, als wäre es etwas unglaublich Feines und Zerbrechliches. Als könnte man bei einem falschen Schritt etwas Wunderschönes kaputt machen. Und genau in diesen Momenten habe ich das Gefühl, ein grobmotorischer Trottel zu sein.

Eigentlich würde ich gerade am liebsten mit einer Kommilitonin Kaffee trinken gehen. Wir hatten gestern keine Lust auf die nachfolgende Veranstaltung (nicht diplomrelevant, Text nicht verstanden, das Thema nervt immer mehr und mehr [Phä*nomen*ologie - einfach nicht meins, hinten und vorne nicht]...) und so kam es, dass wir fast vier Stunden dasaßen, rauchten und Kaffee tranken. Das war so..wunderschön. So wunderbar. Das ist einer der absolut (sic!) wenigen Menschen, bei dem ich mir vorstellen könnte, dass eine Freundschaft draus wird. Und das will bei mir was heißen (ich habe viele viele Bekannte - aber mein Freundeskreis ist klein. Wirklich klein. Dafür sind alles ganz besondere und einzigartige Menschen *smile*).
Wir haben schon öfter geredet, "kennen" uns länger, aber so ein intensives Gespräch war bisher nie drin. Es ging von Gott und der Welt über alles, von a nach z und von oben nach unten. Manchmal hab ich das Gefühl, wenn ich mit jemandem rede, dass es nur ein hin und her ist - du erzählst was, ich füge eine passende Situation aus meinem Leben dazu, du auch, und so geht es hin und her. Zwar sind solche Gespräche witzig - aber nichts Besonderes. Gestern tauschten wir zwar auch Erfahrungen aus, aber es war...ein anderer "Beigeschmack". Es war eine Ebene der Wertschätzung. Ich drehte ihr immer mal wieder eine Zigarette, weil ihre Schachtel bald leer war *g* und sie bedankte sich jedes Mal bei mir. Nicht ein "Nebenbei-Höflichkeits-Danke", sondern ehrlich. Es war für mich so greifbar, dass sie es wirklich schätzte, dass ich für sie eine Zigarette mitdrehe. Es war auf der einen Seite selbstverständlich und trotzdem war da eine eigenartige Wertschätzung, obwohl es nur so eine Kleinigkeit war. Ja, ganz eigenartig, aber auch wunderbar.
Und diese Stimmung hielt sich eben die ganze Zeit über... Eine gewisse Achtsamkeit, die in der Luft lag; "Ganz da sein". Ich kann es nicht beschreiben - es war einfach so eine ehrliche, achtsame und doch leichte Atmosphäre, dass ich immernoch berührt davon bin.

Und vielleicht kennt das der ein oder andere ja: es gibt Menschen, die kennt man nicht wirklich und trotzdem wird eine Umarmung zur Begrüßung standart. Nech? Bin ich eigentlich gar kein Fan von, aber es kommt vor, dass ich Menschen gerne zur Begrüßung umarme. Bei ihr hatte ich das Bedürfnis schon eine Weile, weil ich sie schon immer mochte, aber es war für mich klar, dass es nicht passen würde. Gestern kam dann der Abschied (im prasselnden Regen, yeah ^^) und plötzlich hatte sie mich umarmt.
"Ich war mir nicht sicher, ob das okay für dich ist.", grinste ich.
"Eigentlich mag ich es auch gar nicht. Aber bei dir.. Da ist das okay."
Ich lachte. "Das weiß ich zu schätzen."
Sie grinste. "Ich weiß."

Ja, wunderbar war das... Und einfach nur schön. Sie hat gefragt, ob ich am Wochenende auch in der Stadt bin, aber ob wir jetzt schon nochmal zu solch einem Gespräch kommen ist dank ihres Fußes fraglich. Die Nuss hat sich die Bänder gezerrt und darf (noch) kein Auto fahren, während ich keines hab und Bus hilft nüscht. *g* Fieses Leben.  Mal sehen, was daraus noch wird. Vielleicht müssen wir donnerstags immer das Seminar ausfallen lassen... Das Gespräch hat mir so viel mehr mitgegeben, als die Phä*nomen*ologie.. *g* 

 

12.06.2011 um 14:48 Uhr

eigenartig

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

"Bist du bei Face*book?", wurde ich gestern auf der Hochzeit gefragt.
"Nein, tut mir leid, das hab ich bisher vermieden", antwortete ich.
Und gerade, als er nach meiner Nummer fragen wollte, kam meine Mom und ich nahm die Ablenkung dankbar entgegen.

Er war nett, hübsch, hatte einen guten Musikgeschmackt.. *gg* Aber ich merke - so sehr ich mir manchmal einen Partner wünsche, so wenig möchte ich es doch. Walt Disney und Hollywood haben uns belogen - es gibt die glückliche Zucker-Traumbeziehung nicht. Es gibt immer Konflikte, Streitereien, Auseinandersetzungen, und das ist auch gut so - wie sonst könnten wir in einer Beziehung wachsen und uns selbst neu kennenlernen? Aber es gibt nunmal auch Grenzen... Und ich will das alles - mit seinen positiven und seinen negativen Seiten - einfach nicht mehr.

Die bescheidene Ursache dafür: ich hatte meinen Traummann, genau den, den ich wollte. Und zwei Mal ging es schief. Ich will nichts Anderes als ihn, aber diese Sache ist zweifach abgehakt. Zweifach der deutliche Beweis, dass wir wie Feuer und Wasser sind - und so spannend und elektrisierend es all die Jahre auch war - entweder löscht das Wasser das Feuer, oder das Wasser verdampft im Feuer. So will ich, was nicht mehr sein wird, denn eine Vase, deren Scherben wieder zusammen geklebt wurden, halten doch kein Wasser. Lang ist es nun her, verdammt lang, und geändert hat sich daran trotzdem nichts. Jeder Kerl, den ich neu kennenlerne, muss sich an ihm messen lassen - und scheitert.

Ich weiß, dass ich dadurch vielleicht blind werde für andere Dinge, die ich lieben könnte. Ich weiß, dass ich vielleicht genau durch diese Einstellung d e n Mann meines Lebens verpasse, weil ich mein Maß nicht ändere. Und vielleicht halte ich das Maß auch nur bei, um mich nicht wieder auf jemanden einlassen und Nähe zulassen zu müssen. Wer weiß.

Walt Disney und Hollywood haben trotzdem gelogen..

 

07.06.2011 um 18:35 Uhr

Reklamiere das Wetter!

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Oh ja, ich bitte um eine große Wetterreklame. Zumindest schieb ich meinen Kreislaufkollaps dem Wetter zu. Also, hier, Petrus, nech? Morgen und so, gelle?

Wie schön, dass man trotz Kreislauf im Eimer und vier Seminare hintereinander trotzdem nicht den Humor verliert. Ginge auch gar nicht anders, wenn man mit der liebsten S. zwei Veranstaltungen hat. In der einen sitzt - schon das ganze Semester - immer ein schmucker Kerl neben mir. Und weil wir Mädchen sind, blöden wir - nach dem Seminar, unter vier Augen - immer ein wenig rum. Also, er ist ja wirklich schmucke... Vielleicht sollten wir ihn mal zum Kaffeetrinken einladen. *chrchrchr*
Keine Zeit zum Verlieben, ich weiß, und S. ist in festen Händen... Aber träumen darf man ja wohl noch. Schöne Hände hat er, hmmm... *lach*

Das ist der Kreislauf! Wirklich! Nur der Kreislauf!

 

05.06.2011 um 18:34 Uhr

big badaboom

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ich dachte, der Himmel fällt mir auf den Kopf.

Ich liebe Sommergewitter, nehme sie in mir auf, rieche sie, spüre sie, genieße sie. Aber heute hatte ich zweitweise wirklich Angst. Es donnerte nicht, nein, es ließ Schläge. Ich erschrak mehrfach heftig. Am Ende traute ich mich nicht mehr, auf dem Fensterbrett zu sitzen. Ich bin sehr schreckhaft - und ich wollte nicht aus Versehen aus dem Fenster fallen. Ich verstehe, wie Menschen auf die Idee kamen, dass Gewitter von wütenden Göttern gemacht wurden. 

Schön war es trotzdem. Schrecklich schön. Eben bis auf die unglaublich lauten Schläge. Vielleicht auch gerade deswegen? Denn obwohl ich mich zeitweise unwohl fühlte, wollte ich nicht weg vom Fenster. 

 

04.06.2011 um 17:57 Uhr

ich spüre das Gewitter

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ich legte mich nach dem Mittagessen ein wenig hin. Voller Bauch, viel zu warm - Siesta. Schlagartig wachte ich nach einer Stunde auf und dachte: "Ein Gewitter kommt!" Ich war beinahe ein wenig enttäuscht, als ich immernoch die Sonne strahlend hell in mein Zimmer scheinen sah. Als ich dann aber vor die Tür ging, um nochmal kurz einzukaufen, sah ich am Horizont, wie der Himmel dunkler wurde. Es zog sich langsam zusammen. Auf dem Nachhauseweg stellte ich zufrieden fest, dass der Himmel noch ein bisschen dunkler geworden ist. Die Luft schien zu knistern, es war so still, keine Vögel zu hören. Es war genau das Gefühl, das man vor einem Gewitter hat - vielleicht, weil eines kommt; vielleicht, weil ich es mir so wünsche.

Nun sitze ich auf meiner Fensterbank, lese und warte sehnsüchtig auf das Gewitter.

 

  Edit 19:47 - scheinbar verzieht es sich wieder. Schade. Mal sehen, was aus den dunklen Wolken noch wird. 

03.06.2011 um 17:27 Uhr

unglaublich

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ich erlebte eben etwas Unglaubliches - im negativen Sinne. Ich erlebte, wie irrational sich zwei Menschen benehmen können, die zwar in einer Beziehung - aber nicht bei sich selbst sind.

Ich atme tief durch und überlege, ein Honorar aufsetzen.

 

03.06.2011 um 15:01 Uhr

1 und 1 ergibt...?

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Manchmal wundere ich mich über diese unglaublich platten Manipulationsversuche. Sie erzählt ganz bestimmte Dinge vorneweg, stellt eine Frage - auf die sie eine bestimmte Antwort will - und was sie danach erzählt, passt auch genau in die Reihe "alles deutet in eine Richtung".

Aus Protest ignoriere ich diese Richtung, stelle mich blöd und sage gar nichts. Die Antwort weiß sie ja offensichtlich schon, bzw. sie weiß ganz genau, was ich nun im Optimalfall denken sollte... Das war sogar mir zu flach.

 

30.05.2011 um 17:14 Uhr

begeistert

von: ameamagao   Kategorie: saloppe Katatonie

Ich musste neue Kopfhörer kaufen - meine "alten" (ein halbes Jahr jung, argh!) haben nämlich den Geist aufgegeben (wie das passieren konnte, weiß ich nicht - ich passe immer gut auf meine Kopfhörer auf, nachdem ich schon so viele zu Grabe tragen musste *schnief* und Kabelbruch o.Ä. war auch nicht zu sehen).

Nun habe ich also neue gekauft. Dieses Mal nicht Phil*lips, sondern Senn*heiser. "Schirmt Außengeräusche ab" steht drauf. Ich finde es schön, wenn von Außen so wenig wie möglich durchkommt - wenn ich zur Abwechslung mit einem Ohr meine Umgebung hören will, mach ich einfach einen Stöpsel raus und gut ist. Tja, was soll ich nun aber sagen? Ich brauche keine Oropax mehr ^^.  Stöpsel ins Ohr und erstmal diese unglaublich angenehme Ruhe "vernommen". Eigentlich müsste ich gerade die Autos draußen vorbeifahren hören - aber nichts, und die Musik ist noch nichtmal an. Gaaanz leise, wenn ich mich stark konzentriere, höre ich mal ein "wuuuusch", aber auch nur, wenn ich es hören will. Himmlische Ruhe.

Nun schalten wir den MP3-Player an und stellen fest, dass wir erstmal viel viel leiser machen müssen! Der Klang ist so gut und voll und stark, dass ich gerade mal die hälfte der Lautstärke brauche.  Bei anderen Stöpseln war es locke 3/4, und wenn ich von außen nix mehr hören wollte volle Lautstärke - so aber, ach himmlisch... 

Ich bin gerade rundum glücklich und zufrieden. Ich habe ein Abschottungsgerät gefunden, muahahahaha! Wer auch sehr geräuschempfindlich ist, weiß, was das für eine Wohltat ist. Ruhe.. Himmlische Ruhe... Und ganz leise im Hintergrund Entspannungsmusik, nur diese hörend, alles andere ist nicht mehr da. Hach...