Andrea Weber: mein politischer Blog

05.02.2007 um 20:33 Uhr

ARD- und ZDF-Programm "stärkt Islam-Angst"

von: Andra

ARD- und ZDF-Programm "stärkt Islam-Angst"

Erfurter Studie: Politsendungen im Ersten und Zweiten berichten einseitig über Muslime

Ein vernichtendes Urteil fällen Medien- wissenschaftler der Universität Erfurt über die Islamberichterstattung bei ARD und ZDF. Die Sender ließen sich offenbar von einem "simplifizierten Bild des Kampfes der Kulturen" leiten, heißt es in einer Studie.

 

Frankfurt a. M. - Von Mitte 2005 und bis Ende 2006 nahmen die Forscher um Professor Kai Hafez 37 Talk- und Magazinsendungen unter die Lupe, darunter so renommierte Programme wie "Report", "Frontal 21", "37 Grad", und Dokumentationen sowie die Talk-Flaggschiffe "Sabine Christiansen", "Berlin Mitte", "Beckmann" und "Kerner". Gefragt wurde, aus welchem Anlass die Sendungen über Islam und Muslime berichten.

 

Das jetzt veröffentlichte Ergebnis ist niederschmetternd: In vier von fünf Fällen greifen die Redakteure das Thema Islam erst dann auf, wenn es um Gewalt oder Konflikte geht, zum Beispiel um Terror, Benachteiligung von Frauen, Ehrenmorde, Integrationsprobleme oder religiöse Intoleranz. Neutrale oder positive Berichte machen nur 19 Prozent der Sendungen zum Islam aus. Der Studie zufolge ist die Zeit längst vorbei, in der Islam ein "Minderheitentopos" war, dem durch engagierten Journalismus mehr Aufmerksamkeit verschafft werden musste. Sie warnt vielmehr vor einer "übertriebenen Islamisierung der Medienagenda".

 

So werde für Probleme wie innerfamiliäre Gewalt gegen Frauen oder auch den nahöstlichen Terrorismus oft zu pauschal "der Islam" verantwortlich gemacht, obwohl sie viel komplexere Ursachen hätten - etwa patriarchale Familientraditionen und autoritäre Staatsstrukturen. Auf der anderen Seite werde über extremistische Auswüchse in anderen Religionen viel weniger berichtet.

 

Die Erfurter Forscher fordern daher eine "Revision der Islamberichterstattung" in ARD und ZDF. Es geht ihnen nicht um zusätzliche Sendungen, sondern darum, "alle Bereiche des muslimischen Lebens" abzubilden. In seiner jetzigen Form trage das Polit- und Talkprogramm der Sender eher dazu bei, die "demoskopisch messbare Islam-Angst in Deutschland weiter zu steigern".

Ein mögliches Instrument zur Besserung sieht die Studie darin, Vertreter des Islam in die Verwaltungs- und Rundfunkräte der Sender zu berufen. So könnten sie bei der Programmplanung mitreden. Das hatten auch der Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß, und die Bundes-Integrationsbeauftragte Maria Böhmer vorgeschlagen. Vertreter der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinden sitzen bereits jetzt in den Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Anstalten. Ursula Rüssmann

ARD und ZDF: Dokumente, Magazine und Talkshows

Muslime

In Deutschland leben rund 3,2 bis 3,5 Millionen Menschen mit muslimischem Hintergrund. Einen Dachverband, der wie die Kirchen einen Rundfunkbeauftragten benennen könnte, haben die Muslime nicht. Deshalb schlägt die Studie ein Rotationsmodell unter den islamischen Organisationen für den Posten vor. rü

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?cnt=1065190

23.02.2006 um 16:43 Uhr

Karikaturen Streit Umfrage

von: Andra

Auch auf meiner Homepage gibt es die Karikaturen Streit Umfrage. Mach mit, wenn du willst!

mein TED

23.02.2006 um 15:50 Uhr

Christliche Meinungsfreiheit

von: Andra

Aggressive Hetze in Leserbriefen gegen Muslime wüten in den anerkannten meisten rechten Zeitungen. Aggressive fanatische rechte Christen schreiben voller Hass gegen Muslime. Die Christen wollen in der europäischen „Demokratie“ natürlich ihre Meinungsfreiheit bewahren. Es ist allein auch ihre Meinungsfreiheit. Es ist allein auch ihre Pressefreiheit. Es ist das christliche „demokratische“ Eigentum. Es muss unbedingt gelten, und wenn ein aggressives christliches dänisches rechtsradikales Hetzblatt eine beleidigende Karikatur über den „Prophet“ Mohammed veröffentlichte. Die Christen müssen ja unbedingt auf den Muslimen herum trampeln. Ein durchgeknallter Affe fängt an, und alle nächsten Affen, die Deutschen und Franzosen machen es nach.

Es ist eine fragwürdige „Meinungsfreiheit“. Ich schreibe es hier spöttisch in Klammern, weil es diese demokratische „Meinungsfreiheit“ nicht für jeden gibt: eine Riesenlüge!

Für uns Atheisten gibt es keine „Meinungsfreiheit“. Die wenigsten Leserbriefe werden von uns veröffentlicht und wenn wir unsere „Meinung“ sagen „dürfen“, werden wir nicht ernst genommen. Ganz im Gegenteil: wir werden beschimpft! Alle anerkannten christlichen rechte Blätter, die was auf sich halten, veröffentlichen vorwiegend christlichen rechten Hass in Leserbriefen. Es zählt absolut nur die christliche „Meinung“, alle anderen werden ignoriert und verachtet.

Das ist „Demokratie" in Deutschland und Europa!

23.02.2006 um 15:27 Uhr

„IBKA“ und die „Meinungsfreiheit“

von: Andra

Was sagen andere? „Bundeskanzlerin“ Merkel bedauert die religiösen Gefühle der Muslime, die verletzt wurden, hält aber an ihrer „Meinungsfreiheit“ und „Pressefreiheit“ fest, wie viele andere auch.

Der „Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten“ („IBKA“) hält seine Predigt in seiner „Pressemitteilung“ vom 12.2.2006. Der „IBKA“ spricht sich für die absolute Freiheit der Religionskritik bis zur scharfen Satire aus. Er kritisiert die, die den Islam verharmlosend Frieden nennen. Islam heißt korrekt natürlich Unterwerfung. Es ist gut, dass in Debatten und Diskussionen dieses Karikaturenreligionsthema aufgearbeitet wird. Der „IBKA forderte die Medien dazu auf, die „Meinungsfreiheit“ nicht durch falsche Rücksichten auf religiöse Befindlichkeiten einzuschränken. Der „IBKA“ hält die Aussagen von Annan, Clinton, Merkel und Straw für falsch, weil sie, statt die „Pressefreiheit“ zu verteidigen, sich für die Menschenrechte entschuldigen und mahnen eine Selbstzensur der Medien nach den Vorgaben der Religionen an.

Aber der „IBKA“ besteht nicht wirklich aus „Atheisten“. Er besteht aus vielen unzufriedenen Christen, die eine christliche Erziehung hatten und irgend wann aus den Kirchen austraten. Der „IBKA“ unterscheidet sich auch hier nicht von der braunen christlichen Gesellschaft. Der große Fehler, den der „IBKA“ macht: statt das braune dänische Hetzblatt wegen seiner absurden Karikaturen an zu klagen, maunzt dieser „atheistische sektiererische Möchte-gern-Verein“ die religiösen Politiker an. Der „IBKA“ hat nichts gegen den dänischen Jyllands-Posten, der damals in den 30 er und 40 er Jahren des 20. Jahrhunderts in der NS-Zeit antisemitisch war. Ganz im Gegenteil! Er würde sonst nicht so fanatisch hinter der scheinheiligen „Meinungs und Pressefreiheit“ stehen. Kein Wort gegen den dänischen rechtsradikalen Jyllands-Posten, mit dem doch der Streit anfing! Da weiß man, welches Gedankengut der „IBKA“ wirklich vertritt!

23.02.2006 um 15:15 Uhr

Karikaturen Streit

von: Andra

Ein braunes christliches dänisches feindliches rechtsradikales Hetzblatt provozierte mit seinem absurden geschmacklosen Karikaturen über den "Prophet" Mohammed und löste organisierte Gewalttaten in den meisten arabischen Staaten aus. Die anderen europäischen Affen wie deutsche und französische Zeitungen machten es leider nach. Sie konnten alle nicht widerstehen: sie mussten dringend unbedingt auch darauf herum trampeln! Als Atheistin bin ich absolut gegen Glaube und Religion. Aber ich ärgerte mich auch über diese Karikaturen, weil ich mir diesen "Prophet" Mohammed nicht vorstelle, erst recht so nicht!

Der Anlass kam den islamistischen Fanatikern recht: sie organisierten die Angst und den Hass gegen die Demokratie und angebliche „Meinungsfreiheit" des Westens. Das nutzt auch der iranische Präsident Ahmadinedschad aus: die größte iranische Zeitung organisierte gar einen internationalen Karikaturenwettbewerb. Ausgerechnet der menschenverachtende Holocaust ist das Thema! Bravo, Chefredakteur Carsten Juste vom Jyllands-Posten. Das gelang: was für ein großer zweifelhafter Erfolg! Er hat absichtlich und bewusst diese scheußlichen Karikaturen veröffentlichen lassen. Dass das Abbild des „Propheten" Mohammed verboten ist, weiss er. Das ist klar wie das „Amen" in seiner Kirche. Er wollte diese Hetze und Provokation gegen die andere Religion. Ihm ist klar, was er anrichtete. Ein Brandstifter, ein rechter Hasser und Hetzer ist er!