Where Rainbows End.... x3

31.12.2013 um 02:52 Uhr

~> Wie ein Phönix aus der Asche - oder mein Jahr 2013

Es ist mitten in der Nacht. Um mich ist nichts als Stille und endlich habe ich einen Moment für mich. Einen Moment ohne Stress, ohne Hektik, ohne irgendwo unterwegs zu sein, sodass ich schreiben kann. Einfach nur schreiben... Denn ohne einen Jahresrückblick kann ein Jahr bei mir einfach nicht enden... Ich fühle mich nicht vollständig, wenn ich nicht all das aufschreibe, was mich beschäftigt hat in den letzten 365 Tagen.

Gerade kann ich es irgendwie kaum glauben, dass heute der letzte Tag dieses Jahres ist. Wo ist all die Zeit geblieben? Wo sind all die Momente und all die Augenblicke hin? Gefühlt bin ich noch irgendwo im Mai... Es ist das erste Jahr, bei dem ich bis zum Ende nicht geschafft habe das Datum auf Anhieb richtig zu schreiben. In meinem Tagebuch stand bei so vielen Monaten November, obwohl es bereits Dezember war und gefühlt war ich doch irgendwo ganz anders. Es war das reinste Chaos. Das ganze Jahr war es.

Es war eine einzige Achterbahnfahrt in jeder Hinsicht. Und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Es war als hätte ich in zwei Welten gelebt. Zwei Welten, die nicht unterschiedlicher sein könnten. In manchen Momenten hat es mich innerlich fast zerrissen. Nicht weil diese Welten existieren, sondern weil sie so unterschiedlich sind... In der einen habe ich wirklich gelebt. Dort habe ich mich zu Hause gefühlt und willkommen. Dort war ich frei und selbstständig. Dort konnte ich ich sein und nichts könnte mir mehr bedeuten. Ich war angekommen und das Glück kannte keine Grenzen. Doch sobald ich meinen Fuß über die Grenze gesetzt habe war alles anders. Es war nicht nur eine Ländergrenze, sondern auch eine in meinem Inneren. Auf einmal bedeutete mein Heimatland Konflikte. Auf einmal bedeutete es, mich eingesperrt zu fühlen und mit jedem Tag um meine Identität zu kämpfen. Es gab so viel Streit, es flossen so viele Tränen und so fühlte ich mich immer weniger dort zu Hause, wo ich dachte, das Zuhause-Gefühl könnte niemals verschwinden.

Beinahe verlor ich alles, was mir lieb und teuer ist. Einfach dadurch, dass ich mich unverstanden fühlte. Dadurch, dass ich mich unfair behandelt fühlte. Dadurch, dass ich aufhörte der Spielball für die Emotionen anderer zu sein. Erst verlor ich mich selbst, dann beinahe den Menschen an meiner Seite, den ich so grenzenlos liebe und am Ende auch fast noch meine Familie.
Es war ein Jahr, das mich zermürbt hat. Je länger ich in Deutschland war, desto schlimmer wurde es. Es gab keinen Tag, an dem ich mich nicht zurück nach Wien wünschte, einfach weil ich es nicht mehr ertragen habe, nachts nicht mehr schlafen zu können... Weil ich es nicht mehr ertragen konnte, dass ich nicht aufhören konnte zu weinen. Weil es für mich die reinste Hölle war und niemand hat es verstanden.
Niemand hat mich verstanden. "Es ist doch alles ok, wo ist denn dein Problem?" - dabei war nichts ok. Nicht das Geringste.

Ich hatte das Gefühl innerlich gestorben zu sein. Ich habe mich noch niemals so sehr am Ende gefühlt. Doch als ich endlich zurück nach Hause konnte, war es als hätte dieser Ort mich geheilt. Ich stieg aus dem Flugzeug und hatte Tränen in den Augen. Ich war zurück. Ich war wieder frei und vor allem war ich wieder ich. Es war als wäre ich wieder auferstanden. Wie ein Phönix aus der Asche. Noch strahlender, noch schöner als je zuvor. Ich leuchtete von innen heraus und das Glück kannte keine Grenzen. DAS war mein Leben. DAS war das, was mich ausmacht... Und ich schwor mir, dass ich es niemals wieder vergesse.

All der Stress ließ mich zweimal durch eine riesige Prüfung fallen. Ich konnte nicht bestehen, weil ich nicht mit mir selbst im Reinen war. Weil all die Umstände es nicht zugelassen haben mich damit auseinander zu setzen. So habe ich ein Jahr verloren und doch so viel gewonnen. Ich hatte Frieden geschlossen damit. Denn viel wichtiger als ein Studium in Regelzeit zu schaffen ist, dass ich niemals aufgebe und dass ich am Ende glücklich bin, mit dem was ich tue. Es war nicht geplant, dass es so läuft, doch nun mache ich das Beste daraus. Ich bin glücklich dabei und das ist das einzige, was zählt.
So füllte ich die Zeit anders. Ich meldete mich für Kurse an und machte zwei Dinge, die ich unbedingt einmal in meinem Leben lernen wollte und ich kann nicht ausdrücken, was mir das bedeutet. Wenn ich dort bin, komme ich aus dem Lachen nicht heraus und nichts könnte schöner sein...

Ich fing an auf der Kleintierintensivstation zu arbeiten... Es ist so viel Verantwortung, die wir dort haben und mit jeder Stunde, die ich dort sein darf, lerne ich so unheimlich viel. Momente wie diese sind es, die ich mir vor Augen halte, wenn ich einmal vergesse, wofür ich all das tue. Wenn ich vor lauter Physik und Chemie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. Momente wie diese lassen mich spüren, dass ich meinen Traum lebe und die Dankbarkeit darüber kennt keine Grenzen. Es könnte nichts Schöneres geben als Tieren auf diese Art und Weise helfen zu dürfen.

2013 war ein hartes Jahr und doch habe ich sehr viel daraus mitgenommen. Ich durfte spüren, was es bedeutet aneinander zu wachsen. Mit dir in einer Beziehung zu sein ist die schwierigste Aufgabe, die ich je in meinem Leben hatte und doch möchte ich sie um nichts in der Welt missen. Es ist wirklich nicht leicht und erfordert viel viel Geduld und wärst du nicht du, wäre ich schon lange gegangen… Ich habe gelitten, ich habe geweint, mehr als ich jemals ausdrücken könnte. Und doch ist da noch immer dieses Gefühl, dass du der Mensch bist, mit dem ich mein Leben verbringen möchte. Ich liebe dich. Noch immer und immer wieder und es wird niemals aufhören. Manchmal war ich kurz davor alles zu hinzuschmeißen, aufzugeben, einfach weil ich nicht mehr konnte. Doch wenn ich dir in die Augen schaue und bis auf den Grund deiner Seele blicke, ist da nichts als Liebe… So grenzenlose Liebe. Und nichts könnte sich falscher anfühlen als zu gehen. So begegnen wir uns immer wieder neu, lernen mit jedem Tag mehr wie wir miteinander umgehen müssen und finden immer ein kleines Stückchen weiter zusammen. Es ist unglaublich, wie viel wir zusammen schon geschafft haben. Wie weit wir schon gekommen sind… All das lässt mich an uns festhalten, denn es zeigt mir, dass es sich auszahlt Geduld zu haben, auch wenn es alles andere als leicht ist.
Manchmal denke ich zurück wie alles anfing und noch immer berührt es mich so sehr, dass es mich zum Weinen bringt. Unsere Geschichte ist voller Magie und ich wünsche mir nichts mehr als dass wir dieses Gefühl immer bewahren können, zusammen mit der Liebe, die uns verbindet.

Doch das letzte Jahr war nicht nur hart, sondern auf seine Weise auch wundervoll und unendlich besonders. Es war ein Jahr der Begegnungen und ich möchte keine einzige davon mehr missen. Ich habe alte Menschen neu kennengelernt und bin neuen Menschen begegnet, die von Anfang an ihren Platz in meinem Herzen hatten, so als wären sie schon immer Teil meines Lebens gewesen und als würde ich sie schon ewig kennen.
Ich durfte neue Freunde finden, die mich auf ihre Art unendlich bereichern, einfach dadurch, dass sie sind wie sie sind. Und die Dankbarkeit darüber kennt keine Grenzen.

Danke, dass ihr seid wie ihr seid. Ihr berührt mein Herz und bringt mich zum Lächeln. Es ist so schön, dass es euch gibt.

Und auch dieses Jahr hatte ich die Gelegenheit ein fremdes Land zu sehen. Ich habe einen Ort besucht, an dem ich noch nie gewesen bin. Eine Stadt, die ich schon immer einmal sehen wollte, doch bisher hat es sich nie ergeben. Ich weiß schon jetzt, dass ich nicht das letzte Mal an diesem zauberhaften Ort war… Ganz gewiss nicht.

Ja, was soll ich sagen? Ich habe viel gesehen in diesem Jahr, viel erlebt und noch mehr gefühlt. Ich war umgeben von Dunkelheit und doch gab es zwischendurch immer wieder Sterne, die alles ein wenig erhellten. Es gab immer wieder Blumen am Wegesrand und Wunderperlen, die ich auf meine Lebenskette aufziehen durfte und nur darauf kommt es an. All diese Kleinigkeiten sind es, die das Leben märchenhaft und lebenswert machen. All diese Kleinigkeiten, die mich glücklich machen und ich bin so dankbar, dass ich sie sehen darf. Ich bin so dankbar, dass ich fähig bin all das auf diese Weise zu empfinden. Ich habe nicht einmal Worte dafür, was mir das bedeutet.

In diesem Gefühl wünsche ich euch ein neues Jahr voller Wunder und voller Märchen. Ein Jahr voller Begegnungen und Momente, die euch sprachlos machen. Ein Jahr, in dem das Herz tanzt und die Seele nicht aufhören kann zu lächeln.

Das wünsche ich mir und das wünsche ich euch.

Habt ein zauberhaftes 2014. ♪ ♫

24.12.2013 um 01:42 Uhr

~> Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch zauberhafte und unvergessliche Weihnachten, ihr Lieben! ♥

Fühlt euch umarmt, wenn ihr wollt.

18.12.2013 um 18:37 Uhr

~> Ausgeliehen und wiederbekommen

Ich lieh einer Freundin ein Buch, obwohl ich eigentlich niemals Bücher verleihe... Sie gab es mir in Brotpapier eingepackt relativ schnell zurück und es sah noch immer aus wie neu.

Ich war so dankbar und freute mich und wusste, dass ich ihr Bücher leihen kann, auch wenn ich es sonst nicht tue.

Eine andere Freundin wollte dieses Buch ebenfalls lesen, so gab ich es ihr. Heute habe ich es nach fast einem Jahr wiederbekommen. Endlich. Und es sieht so zerhunzt und zerstört aus, dass ich fast weinen könnte... Das bricht mir das Herz.

Und ich weiß, das wird das letzte Buch gewesen sein, das ich ihr je geliehen habe. Vielleicht ersetze ich es mir selbst, weil ich diesen Anblick nicht ertragen kann.

Wie kann man denn so mit Büchern umgehen? Und dann noch mit fremden...

15.12.2013 um 23:14 Uhr

~> Gewachsen

Und manchmal darf man spüren, wie sehr man in all der Zeit aneinander gewachsen ist.

12.12.2013 um 23:21 Uhr

~> Keine Wunscherwiderung

Manchmal kann man die Wünsche einfach nicht erwidern, weil es einfach gelogen wäre.

12.12.2013 um 00:17 Uhr

~> Wie im Film

Da geht man nichts ahnend in einen Juwelier, um seine Uhr abzuholen und auf einmal wird eine Waffe auf einen gerichtet.

 

- und nein, nicht was ihr denkt. War alles harmlos ;) -

11.12.2013 um 23:35 Uhr

~> 11-12-13

11.12.13 ♥

10.12.2013 um 12:31 Uhr

~> Ich bräuchte Geschenkeinspiration...

Was schenkt man einem Menschen, der sich nur schwer über etwas freuen kann, beziehungsweise es kaum zeigen kann?

Und all das mehr als im Überfluss hat, was zu seinen Hobbies gehört?

Habt ihr irgendwelche kreativen Ideen?

Ich wäre für Vorschläge wirklich dankbar...

(Und ihr seid gerade auf dem gleichen Informationsstand wie ich eigentlich -g-)

07.12.2013 um 21:13 Uhr

~> Aufgelegt

"Wir müssen nicht auflegen."

- Doch müssen wir. Wenn du nicht bereit bist mir zuzuhören, auf mich einzugehen, bewusst da zu sein, dann müssen wir auflegen. Ich bin keine Nebensache. Ich warte nicht mehr darauf, bis du bereit bist vielleicht mit mir zu sprechen. Ganz gewiss nicht.

"Nur weil ich jetzt einen Abend Computer spielen möchte?"

Ja. Genau. Weil du es genau dann möchtest, wenn wir skypen, nachdem wir eh nicht viel voneinander gehört haben diese Woche.

Weil du es genau dann möchtest, wenn es mir ohnehin schon nicht gut geht. Das trifft mich schon sehr. 

07.12.2013 um 21:10 Uhr

~> Technik

Wieder einer dieser Momente, in denen ich mich frage, warum so manche Technik überhaupt existieren muss...

07.12.2013 um 17:04 Uhr

~> Ablehnung

Ich dachte immer, unser Verhältnis würde besser werden, wenn ich ausgezogen bin.

Aber irgendwie wird es schlechter und schlechter. Du merkst gar nicht wie sehr du mich ablehnst und sagst immer nur, ich würde dich ablehnen.

Wie könnte ich?... Ich liebe dich. Aber aus Selbstschutz gehe ich dir aus dem Weg, weil du mich eigentlich nur abwertest und schlecht machst. Weil du so negativ bist.... Weil ich das nicht ertragen kann, wenn du so zu mir bist.

07.12.2013 um 16:58 Uhr

~> Verloren

Das Gefühl dich nun vielleicht vollkommen verloren zu haben, bricht mir das Herz.

06.12.2013 um 20:30 Uhr

~> Kuh

So fühlt es sich also an eine Kuh zu streicheln...

04.12.2013 um 18:51 Uhr

~> Ausverkauft

Wird dies wirklich das erste Jahr meines Lebens ohne einen Adventskalender?

04.12.2013 um 18:50 Uhr

~> Märchen

Und dann ist alles wie ein Märchen.

04.12.2013 um 18:49 Uhr

~> Wiedertreffen

Manchmal trifft man sich wieder und alles ist wie ganz am Anfang...