après - Danach

12.02.2012 um 13:01 Uhr

Zum Ende kommen

Das kommt davon, wenn man sich ständig selbst überschätzt! Ich hatte gehofft, wenn ich einfach so tue, als würde mich C. nichts mehr angehen, ihn einfach aus meinem Leben verbanne, dass ich unter diese ganze unerfreuliche Angelegenheit früher oder später einen Schlussstrich ziehen kann. Sich die Sache quasi von selbst erledigt. Aus den Augen, aus dem Sinn, oder so. Hatte ihn aus meiner FB-Liste gelöscht, um nicht ständig irgendwelche Belanglosigkeiten aus seinem Leben zu erfahren, bin nicht mehr ins Café gegangen, hab A. und D. gesagt, sie sollen mir nichts mehr von ihm erzählen, etc. So weit so gut. Nicht.

Denn in der eigenen Vorstellung klappt sowas ja immer viel besser als in der harten Realität. Tatsache ist, dass von Schlussstrich ziehen überhaupt keine Rede sein kann. So lange ich von ihm keine klare Ansage bekomme, selbst wenn es doch eigentlich offensichtlich ist was Sache ist, ist für mich das alles nicht erledigt, brodelt irgendwo in einer dunklen Ecke auf einer halbvergessenen Herdplatte vor sich hin und droht ständig überzukochen. Ich dachte, ich könnte da drüberstehen - falsch gedacht.

Also bleibt nur, ihm doch noch irgendwie die Pistole auf die Brust zu setzen. Die große Preisfrage ist nur: wie denn eigentlich? Ich will ihm nun wirklich keine Szene am Arbeitsplatz machen, und seid versichert, das wird eine ganz gewaltige Szene werden, wenn ich erstmal in Fahrt komme. Ich könnte ihn ja einfach um ein Treffen bitten. Aber da er da ja in der Vergangenheit ja auch nur mit Schweigen bzw. mit haltlosen Versprechungen auf solche Anfragen reagiert hat, sehe ich keinen Grund, warum es jetzt anders sein sollte, wenn dieses Treffen für ihn eine noch unangenehmere Angelegenheit darstellen wird als mögliche Dates davor. Und da steh ich wieder dumm da und darf grübeln und mich quälen. Eine Mail schreiben? Mit der eindringlichen Bitte auf Antwort? Eigentlich mag ich so was nicht. Es ist so... unpersönlich irgendwie. Aber wenn es persönlich nunmal nicht geht? Vielleicht ist ein Brief besser? Aber wer schreibt heutzutage noch Briefe? Außerdem ist die Mühe, darauf die antworten, ja viel größer, als bei einer Mail einfach schnell auf "Antworten" zu klicken und ein paar Worte einzutippen. Die Gefahr, wieder mal antwortlos zu bleiben, ist sicherlich viel größer als bei einer Mail. Wie man's macht, ist es falsch...

Während ich das so schreibe, drängt sich mir der Gedanke auf, dass so eine Aktion doch eh nichts bringt. Ich meine, wer macht so was überhaupt? Die meisten haken doch einfach in Gedanken die Sache ab und leben weiter und schauen nach vorne - nur ich bin mal wieder so krank im Hirn, das nicht zu können. Oder einfach nur ungeduldig. Oder egoistisch. Oder was weiß ich.
Er wird das lesen (wenn er es überhaupt liest) und sich denken, die Frau hat doch eine Vollmeise und sich gar nicht erst die Mühe machen, überhaupt nur einen weiteren Gedanken an mich zu verschwenden. Wozu auch? Ihm laufen die Frauen ja in Scharen hinterher, da ist er nun wirklich nicht auf einen Klotz am Bein wie mich angewiesen, ganz im Gegenteil.

Wie man's macht, ist es falsch.... Erwähnte ich das schon?!

11.02.2012 um 23:11 Uhr

Lass dir nichts vorschreiben!

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Irgendwie ein Widerspruch in sich, oder? ;-)

04.02.2012 um 22:47 Uhr

Wenn man schon vorher weiß, dass etwas nicht gut enden kann

...und es dann trotzdem tut, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn es noch übler wird.

D.  und A. hatten gefragt, ob ich nicht mitkommen möchte ins Café. Die letzten Wochen hatte ich mich aus bekannten Gründen immer mit irgendwelchen Ausreden erfolgreich davor gedrückt. Ich hatte auch diesmal keine Lust und war eh schon aus verschiedenen anderen Gründen ziemlich schlecht gelaunt. Das Blöde daran ist nur, dass ich mit diesem Verhalten langsam aber sicher auch die einzigen beiden Menschen, die ich hier noch am ehesten als Freunde bezeichnen kann, verliere. Und zuhause war die Stimmung auch nicht gerade prickelnd. Und vielleicht würde es ja doch nicht so übel werden. Vielleicht könnte ich ja einfach drüber stehen. Also habe ich mich aufgerafft.

Auf dem Weg ins Café erfahre ich, dass noch drei Freundinnen von D. mit dabei sind. Am liebsten hätte ich gleich wieder umgedreht. Ich kann grad einfach keine fremden Leute gebrauchen, ich will niemanden neu kennenlernen, ich will diesen ganzen Rotz nicht, ich will meine Ruhe. Aber jetzt sind wir ja schon fast da, mach jetzt bloß keine Szene und verdirb den anderen beiden nicht den Abend. Irgendwie hältst du das schon aus.

Ich halte es nicht aus. Diese drei Mädels sitzen schon am Tisch, am Nachbartisch hat sich eine fröhliche Runde breitgemacht und auch sonst ist es, wie immer, recht voll. Mir wird schwindlig, ich stehe länger als nötig in der ruhigen Garderobenecke und setze mich schließlich an den Tisch ohne die anderen zu begrüßen oder mich vorzustellen. Ich habe überhaupt keine Lust, meine schlechte Laune zu verbergen. Ich wende mich ab, schaue aus dem Fenster und halte mich aus den Gesprächen raus und wenn doch mal jemand das Wort an mich richtet, gebe ich knappe und betont unfreundliche Antworten, erfreue mich sogar ein wenig daran. Wie armselig. Das laute Lachen vom Nachbartisch klingt für mich wie hysterisches Gekreische. Je mehr ich versuche, alles um mich herum auszublenden, desto eindringlicher nehme ich es wahr. Ich zittere, nicht nur wegen der Kälte. Eine von D.'s Freundinnen, die mir schon entfernt bekannt ist, fragt mich, wie es mir denn so gehe und was ich gerade mache. Am liebsten würde ich sie angiften, sie soll nicht so dämlich fragen. Sie fragt ja nicht, weil es sie wirklich interessiert, sondern weil man das eben so macht. Wozu soll das gut sein, dieses geheuchelte Interesse? Ich will das nicht, es kotzt mich an. Was hab ich mit diesen normalen hübschen netten Mädels mit ihren normalen perfekten Leben zu tun? Und was die mit mir?

Und dann C. Ich danke Gott oder wem auch immer dafür, dass er an diesem Abend für die Küche eingeteilt ist. Was ihn natürlich trotzdem nicht davon abhält, zwischendurch an den Tisch zu kommen und in seiner nonchalanten und ewig gutgelaunten Art ein paar lockerflockige Sprüche zu reißen. Ich schaue ihn nicht an, ich rede keine Wort mit ihm, ich will weg hier, einfach nur weg, wann hat dieser Abend endlich ein Ende? Soll ich einfach aufstehen und gehen? Gleichzeitig sitze ich wie gelähmt auf meinem Stuhl, nicht mehr in der Lage, mich zu bewegen. Ich ertrage es kaum, seine Stimme zu hören, wenn er mit seinen Kollegen redet oder mit den Gästen plaudert. Mir wird schwarz vor Augen, mein Kopf fühlt sich an, als würde er jeden Moment zerspringen. Ich verschwinde auf die Toilette, bevor ich vor versammelter Mannschaft in Tränen ausbreche oder vom Stuhl kippe oder sonst was. Der zufällige Blick in den Spiegel macht das alles nicht besser. Aber wenigstens ein paar Minuten in wohltuender Stille.

Schließlich kassiert C. ab, ihm nur das Geld in die Hand zu drücken, ist eine einzige Qual. Was mach ich hier eigentlich, wieso tu ich mir das an? Es war doch klar, dass das so laufen wird. Warum brauchen die alle so lange, um ihre Jacken anzuziehen?

Endlich raus hier, endlich auf dem Heimweg, endlich die drei fröhlich plappernden Freundinnen los, endlich zuhause, endlich im Bett, endlich die Türe zu und die Decke über den Kopf, endlich Ruhe.

26.01.2012 um 22:03 Uhr

(Un)Sichtbar

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Ich bin eigentlich meistens darum bemüht, möglichst unsichtbar zu sein. Aber offensichtlich mache ich dabei irgendetwas Entscheidendes falsch. Denn dann, wenn ich tatsächlich überhaupt nicht wahrgenommen werden möchte, bin ich anscheinend am auffälligsten: auf der Straße, wenn die Leute mich anstarren, als hätten sie noch nie eine große Frau gesehen. Die, die im Vorbeilaufen zeigen und tuscheln und kichern. Die, die mir Dinge hinterherrufen wie "Ey Alte, du bisch voll hässlich!" "Boah guck mal, wie die Tuss da aussieht!" und andere nette Dinge. Ich hasse das.
Aber dann, wenn ich ausnahmsweise tatsächlich gesehen und bemerkt werden möchte, klappt das mit dem Unsichtbarsein auf einmal prima. Im Restaurant, wenn alle ihr Essen bekommen, nur meine Bestellung hat man irgendwie vergessen. Am Marktstand, wenn alle bedient werden außer mir, obwohl ich schon viel länger dastehe. Wenn ich etwas gut und richtig mache und dafür gerne eine Bestätigung hätte - man sieht mich aber erst wieder dann, wenn ich einen Fehler mache, dann bin ich plötzlich wieder sehr sichtbar und der Fehler noch viel mehr. Wenn ich mit mir lieben Menschen zusammensitze, aber alles andere wichtiger ist als ich: die anderen, fremden Leute, das Handy, sie selbst. Wenn man mir bei den wenigen Gelegenheiten, zu denen ich tatsächlich mal was sagen kann und will, gar nicht zuhört und sofort ins Wort fällt. Wenn ich nur hinterher erfahre, was für einen tollen Abend man zusammen verbracht hat, ohne mich. Wenn ich nicht mal sichtbar genug bin, dass man wenigstens ehrlich zu mir ist. Das hasse ich noch viel mehr.

22.01.2012 um 20:25 Uhr

Nieder mit der Meinungsfreiheit!

von: apres

Wozu braucht man dieses unnötige Recht überhaupt? Bringt doch schließlich nur Ärger, wenn mal mehrere Leute verschiedene Meinungen haben sollten (und seid euch gewiss: dies kommt öfters vor, als man denkt!) und aber natürlich alle der Meinung (!) sind, sie hätten jeweils die einzig wahre Wahrheit gepachtet.
Ach, wo sind nur die schönen Zeiten dahin, als man noch von oben herab diktiert bekam, was man zu glauben und zu meinen hatte! Nie gab es da Unstimmigkeiten, und nie wäre irgendjemand auf die Idee gekommen, einem anderen ans Bein zu pinkeln, weil dieser eine eine abweichende Ansicht pflegt - schließlich hatten ja alle die gleiche Ansicht! *wehmütig seufz*

Aber jetzt mal ernsthaft: über manche Begebenheit in punkto Meinungsfreiheit kann man wirklich nur den Kopf schütteln:
Da wollen ein Autor und dessen Verlegerin gerichtlich gegen eine Bloggerin vorgehen. Der Grund? Eine negative Rezension der Bloggerin über ein Buch des besagten Autors. Hier der ganze Artikel: >>klick<<

Und hier die Rezension, um die es geht: >>klick<<

Macht euch am besten selbst ein Bild, mir fehlen grad ein wenig die Worte, um diese Angelegenheit halbwegs sachlich zu schildern. Nicht, dass ich am Ende noch als böse Mitverschwörerin ebenfalls verklagt werde...

Da ich ja schon seit langem am überlegen bin, selbst ein Bücherblog zu erstellen, interessiert mich der Ausgang dieser Angelegenheit natürlich sehr.
Eigentlich kann ich fast nicht glauben, dass Autor und Verlegerin tatsächlich rechtliche Schritte einleiten werden. Das klingt alles eher nach großem Tamtam, um die Rezensentin einzuschüchtern und unliebsame Kritik zu entfernen. Und falls sie es doch tun sollten, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sie damit Erfolg haben werden. Diese Angelegenheit ist doch einfach zu schwachsinnig. Oder steckt am Ende nicht vielleicht doch die organisierte Kriminalität dahinter? ;-)

13.01.2012 um 20:17 Uhr

Licht aus

Licht aus

11.01.2012 um 23:14 Uhr

Selbstreparatur? Auch gut

Sehr merkwürdig, da hab ich mich eine gefühlte Ewigkeit mit der Seitenleiste hier auseinandergesetzt, die ja plötzlich verhunzt war und einfach nicht mehr so aussehen wollte wie vorher und jetzt hab ich nur irgendwas rausgelöscht und auf einmal ist alles wieder super o.O

Wenn nur alles im Leben so einfach wäre!

Da ist mir vorhin übrigens noch ein untrügliches Indiz dafür eingefallen, warum das mit dem Herrn Barkeeper gar nichts werden kann: Mademoiselle après hat nämlich letztens was gewonnen - was sie sonst nicht tut - und es heißt ja bekanntlich "Glück im Spiel, Pech in der Liebe", nech?! Also nicht, dass mein Liebesleben davor je glücklicher gewesen wäre, aber.... lassen wir das...

Schön, haken wir die Sache also ab und freuen uns auf die zukünftigen Milliarden, die mir bei meinem ständigen Liebespech ganz sicher sehr bald in Massen zufließen werden. In meinen Augen blinken schon die Eurozeichen.
Und wer hat eigentlich behauptet, Geld mache nicht glücklich? So.

09.01.2012 um 23:25 Uhr

Herr GOTT nochmal...

Ja, der kann mir auch nicht mehr helfen, sollte es ihn denn tatsächlich geben...
Ich weiß auch nicht: ist der Typ (also der Barkeeper, nicht Gott) einfach nur ungeheuer diplomatisch und rücksichtsvoll veranlagt und sagt mir deshalb nicht direkt, dass da nichts läuft oder ist er vielleicht tatsächlich so blind und doof, dass er selbst, wenn ich ihn mit der Nase drauf stoße, nicht mitkriegt, was Sache ist??? Ist dieses ständige Drumrumgelaber Feigheit oder tatsächlich nur Unwissen? Das ist doch zum wahnsinnig werden!! Die Krise...!!!
Ich geh bügeln.

09.01.2012 um 22:32 Uhr

Kontrastprogramm Teil 2

Kontrastprogramm

08.01.2012 um 23:44 Uhr

Kontrastprogramm

Da es ja tatsächlich trotz meiner zahlreichen Missionierungsversuche immer noch standhafte Wintergegner gibt und da das momentane Wetter hier tatsächlich eher eklig als winterlich ist, gibt es jetzt mal ein bisschen Kontrastprogramm. Läääääääät säää ssann schaaaiiiiinn.... *sing*

 

Kontrastprogramm