après - Danach

26.01.2012 um 22:03 Uhr

(Un)Sichtbar

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Ich bin eigentlich meistens darum bemüht, möglichst unsichtbar zu sein. Aber offensichtlich mache ich dabei irgendetwas Entscheidendes falsch. Denn dann, wenn ich tatsächlich überhaupt nicht wahrgenommen werden möchte, bin ich anscheinend am auffälligsten: auf der Straße, wenn die Leute mich anstarren, als hätten sie noch nie eine große Frau gesehen. Die, die im Vorbeilaufen zeigen und tuscheln und kichern. Die, die mir Dinge hinterherrufen wie "Ey Alte, du bisch voll hässlich!" "Boah guck mal, wie die Tuss da aussieht!" und andere nette Dinge. Ich hasse das.
Aber dann, wenn ich ausnahmsweise tatsächlich gesehen und bemerkt werden möchte, klappt das mit dem Unsichtbarsein auf einmal prima. Im Restaurant, wenn alle ihr Essen bekommen, nur meine Bestellung hat man irgendwie vergessen. Am Marktstand, wenn alle bedient werden außer mir, obwohl ich schon viel länger dastehe. Wenn ich etwas gut und richtig mache und dafür gerne eine Bestätigung hätte - man sieht mich aber erst wieder dann, wenn ich einen Fehler mache, dann bin ich plötzlich wieder sehr sichtbar und der Fehler noch viel mehr. Wenn ich mit mir lieben Menschen zusammensitze, aber alles andere wichtiger ist als ich: die anderen, fremden Leute, das Handy, sie selbst. Wenn man mir bei den wenigen Gelegenheiten, zu denen ich tatsächlich mal was sagen kann und will, gar nicht zuhört und sofort ins Wort fällt. Wenn ich nur hinterher erfahre, was für einen tollen Abend man zusammen verbracht hat, ohne mich. Wenn ich nicht mal sichtbar genug bin, dass man wenigstens ehrlich zu mir ist. Das hasse ich noch viel mehr.

22.01.2012 um 20:25 Uhr

Nieder mit der Meinungsfreiheit!

von: apres

Wozu braucht man dieses unnötige Recht überhaupt? Bringt doch schließlich nur Ärger, wenn mal mehrere Leute verschiedene Meinungen haben sollten (und seid euch gewiss: dies kommt öfters vor, als man denkt!) und aber natürlich alle der Meinung (!) sind, sie hätten jeweils die einzig wahre Wahrheit gepachtet.
Ach, wo sind nur die schönen Zeiten dahin, als man noch von oben herab diktiert bekam, was man zu glauben und zu meinen hatte! Nie gab es da Unstimmigkeiten, und nie wäre irgendjemand auf die Idee gekommen, einem anderen ans Bein zu pinkeln, weil dieser eine eine abweichende Ansicht pflegt - schließlich hatten ja alle die gleiche Ansicht! *wehmütig seufz*

Aber jetzt mal ernsthaft: über manche Begebenheit in punkto Meinungsfreiheit kann man wirklich nur den Kopf schütteln:
Da wollen ein Autor und dessen Verlegerin gerichtlich gegen eine Bloggerin vorgehen. Der Grund? Eine negative Rezension der Bloggerin über ein Buch des besagten Autors. Hier der ganze Artikel: >>klick<<

Und hier die Rezension, um die es geht: >>klick<<

Macht euch am besten selbst ein Bild, mir fehlen grad ein wenig die Worte, um diese Angelegenheit halbwegs sachlich zu schildern. Nicht, dass ich am Ende noch als böse Mitverschwörerin ebenfalls verklagt werde...

Da ich ja schon seit langem am überlegen bin, selbst ein Bücherblog zu erstellen, interessiert mich der Ausgang dieser Angelegenheit natürlich sehr.
Eigentlich kann ich fast nicht glauben, dass Autor und Verlegerin tatsächlich rechtliche Schritte einleiten werden. Das klingt alles eher nach großem Tamtam, um die Rezensentin einzuschüchtern und unliebsame Kritik zu entfernen. Und falls sie es doch tun sollten, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sie damit Erfolg haben werden. Diese Angelegenheit ist doch einfach zu schwachsinnig. Oder steckt am Ende nicht vielleicht doch die organisierte Kriminalität dahinter? ;-)

13.01.2012 um 20:17 Uhr

Licht aus

Licht aus

11.01.2012 um 23:14 Uhr

Selbstreparatur? Auch gut

Sehr merkwürdig, da hab ich mich eine gefühlte Ewigkeit mit der Seitenleiste hier auseinandergesetzt, die ja plötzlich verhunzt war und einfach nicht mehr so aussehen wollte wie vorher und jetzt hab ich nur irgendwas rausgelöscht und auf einmal ist alles wieder super o.O

Wenn nur alles im Leben so einfach wäre!

Da ist mir vorhin übrigens noch ein untrügliches Indiz dafür eingefallen, warum das mit dem Herrn Barkeeper gar nichts werden kann: Mademoiselle après hat nämlich letztens was gewonnen - was sie sonst nicht tut - und es heißt ja bekanntlich "Glück im Spiel, Pech in der Liebe", nech?! Also nicht, dass mein Liebesleben davor je glücklicher gewesen wäre, aber.... lassen wir das...

Schön, haken wir die Sache also ab und freuen uns auf die zukünftigen Milliarden, die mir bei meinem ständigen Liebespech ganz sicher sehr bald in Massen zufließen werden. In meinen Augen blinken schon die Eurozeichen.
Und wer hat eigentlich behauptet, Geld mache nicht glücklich? So.

09.01.2012 um 23:25 Uhr

Herr GOTT nochmal...

Ja, der kann mir auch nicht mehr helfen, sollte es ihn denn tatsächlich geben...
Ich weiß auch nicht: ist der Typ (also der Barkeeper, nicht Gott) einfach nur ungeheuer diplomatisch und rücksichtsvoll veranlagt und sagt mir deshalb nicht direkt, dass da nichts läuft oder ist er vielleicht tatsächlich so blind und doof, dass er selbst, wenn ich ihn mit der Nase drauf stoße, nicht mitkriegt, was Sache ist??? Ist dieses ständige Drumrumgelaber Feigheit oder tatsächlich nur Unwissen? Das ist doch zum wahnsinnig werden!! Die Krise...!!!
Ich geh bügeln.

09.01.2012 um 22:32 Uhr

Kontrastprogramm Teil 2

Kontrastprogramm

08.01.2012 um 23:44 Uhr

Kontrastprogramm

Da es ja tatsächlich trotz meiner zahlreichen Missionierungsversuche immer noch standhafte Wintergegner gibt und da das momentane Wetter hier tatsächlich eher eklig als winterlich ist, gibt es jetzt mal ein bisschen Kontrastprogramm. Läääääääät säää ssann schaaaiiiiinn.... *sing*

 

Kontrastprogramm

06.01.2012 um 01:25 Uhr

...und eine Katze!

Also, was war denn das bitteschön für ein Wetter die letzten zwei Tage? Das Wetter wechselte sich ja fast im Minutentakt. Morgens ging es los mit Nieselregen, wenig später konnte man die Sonne auf den Bergen rund ums Büro scheinen sehen, keine 10 Minuten später wurde es plötzlich zappenduster und es blitzte und donnerte und schüttete einer Sintflut würdig, nur um dann weitere 10 Minuten später wieder in Sonnenschein zu enden. Den kleinen Hagelschauer zwischendurch nicht zu vergessen.

Ja, Mademoiselle ist seit Montag wieder im Büro. Und hatte schon am ersten Tag Gelegenheit sich zu fragen, ob wir hier eigentlich alle den richtigen Job haben. Vier Angestellte plus die Mutter einer Angestellten haben es gemeinsam NICHT geschafft, ein anteiliges 13. Monatsgehalt auszurechnen. Schließlich hat sich eine dann ein Herz gefasst und hat die Chefin gefragt ("Nur mal so aus Neugier: wie rechnet man eigentlich....?"). Als die dann mit hochgezogener Augenbraue erklärt hatte, wie es ging, war es auch plötzlich ganz logisch.... Zum Glück haben wir ja nix mit Zahlen zu tun o.O

Und den ersten Schmunzler zwischendurch gabs auch schon:
Es klingelt an der Tür.
Undeutliches Gemurmel an der Gegensprechanlage
Chefin: "Wer kommt?"
Sekretärin: "Es kommt Frau S. Und eine Katze!"
:-D
Ja, unseren Bürokatzen geht's immer noch prima :-)

Sonst noch was? Richtig, Mademoiselle hatte vorhin, ich sage es offen und ehrlich, das erste Date ihres Lebens. Wobei, na gut, eigentlich doch nicht. War eher so ein "zwei Leute, die sich bisher nur übers Internet kennen, treffen sich jetzt mal persönlich"-Dingens. Ihr versteht?!
Nunja. War ganz nett, schreit aber nicht unbedingt nach Wiederholung. Was ich mich allerdings schon den ganzen Abend über frage: ob es nun eine gute oder schlechte oder völlig belanglose Idee war, ausgerechnet in das Café zu gehen, in dem C. arbeitet. Ich tippe ja eher auf letzteres. Auch wenn mir dieser Satz von ihm am Schluss vermutlich noch die nächsten Stunden völlig unnötig im Kopf herumgeistern wird: "Schon gesehen? Wir haben nächste Woche Betriebsferien. Also.... nur damit du es weißt...." Ich hätte die Gelegenheit nutzen und gleich wieder nach nem Treffen fragen sollen. Oder ich hätte sagen sollen "Keine Sorge, ich werd dich nicht wieder um ein Date bitten" und dann erhobenen Hauptes aus dem Laden stolzieren.
Aber solche Sachen fallen einem ja erst hinterher ein. Ob das nun im Einzelfall gut oder schlecht ist... keine Ahnung.