après - Danach

08.06.2013 um 21:25 Uhr

Auf und ab, wieder und wieder

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Ich wundere mich immer wieder darüber, wie ein einziger Mensch soviel Macht über mich haben kann. Nur er schafft es, dass ich vor Glück manchmal zerspringen möchte. Und genauso schafft nur er es, mich in unendlich tiefe Löcher zu stürzen. Dieses Auf und Ab macht mich krank. Er macht mich krank. Wenn wir gerade in einer guten Phase sind, denke ich, ich kann über die anderen Dinge hinwegsehen. Diese Momente des unbeschreiblichen Glücks wären es wert, denke ich. Aber wenn ich wieder tief unten in einem von ihm verursachten Loch liege, frage ich mich, warum ich mir das eigentlich antue. Auch in dem Wissen, dass es mir in ein paar Tagen wieder besser gehen wird, Gras über die Sache wachsen wird und wir uns, ohne weitere Worte darüber wieder versöhnen  - auch in diesem Wissen frage ich mich manchmal, ob es nicht besser wäre, alles einfach zu beenden. Ich frage mich, ob es wirklich so gut ist, um des lieben Frieden willen beim nächsten Treffen wieder so zu tun, als wäre nichts gewesen. Im Moment habe ich wirklich keine Lust mehr dazu. Und keine Kraft. Ich fühle mich so erschöpft wie selten, in dem Wissen, dass sich nie etwas ändern wird. Ich will ihm sagen, wie sehr er mich mit seinem Verhalten immer wieder verletzt, aber ich weiß, dass er es gar nicht verstehen wird. Also wozu das alles?

Er hatte Geburtstag, vorgestern. Heute wollte ich ihm sein Geschenk geben. Eine Kette. Ich wollte sie ihm schenken, damit er etwas hat, was ihn an mich erinnert, wenn wir irgendwann einmal nicht mehr zusammen unterwegs sind. Weil ich weiß, dass ich hier weg muss, früher oder später. Weil ich hier unglücklich bin. Welch Ironie, dass er ein Teil dieses Unglücks ist.

Das Geschenk liegt immer noch hier und ich werde mir wieder einmal heulend eine schlaflose Nacht um die Ohren schlagen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenconnaissance schreibt am 09.06.2013 um 16:45 Uhr:Wenn ein anderer Mensch Macht über einen hat, bedeutet das lediglich, dass man selbst nicht genug Macht über sich hat. Darum glaube ich nicht daran, dass ein anderer Mensch einen in Löcher stürzen kann. Vielmehr glaub ich, dass wir uns Bilder davon machen, wie jemand ist - und wenn das nicht der Fall ist, dann fallen wir in ein Loch. :-*
  2. zitierenapres schreibt am 09.06.2013 um 21:07 Uhr:Ganz ehrlich: im Moment ist es mir völlig egal, wie es immer wieder dazu kommt. Tatsache ist, dass er in irgendeiner Form der Auslöser dafür ist und dass sich daran auch nichts ändern wird, weil weder er sich noch ich mich ändern werde und alles, was ich mache, nur falsch sein kann.
  3. zitierenconnaissance schreibt am 10.06.2013 um 23:20 Uhr:Zwei Buchstaben: n ö .

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