après - Danach

21.08.2013 um 21:24 Uhr

Glückspilz

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Ich bin ein Glückspilz. Ich bin so ein unglaublicher, gottverdammter Glückspilz. Bitte daran erinnern, wenn ich das nächste Mal wieder rumjammere, wie schlecht doch alles ist.

08.06.2013 um 21:25 Uhr

Auf und ab, wieder und wieder

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Ich wundere mich immer wieder darüber, wie ein einziger Mensch soviel Macht über mich haben kann. Nur er schafft es, dass ich vor Glück manchmal zerspringen möchte. Und genauso schafft nur er es, mich in unendlich tiefe Löcher zu stürzen. Dieses Auf und Ab macht mich krank. Er macht mich krank. Wenn wir gerade in einer guten Phase sind, denke ich, ich kann über die anderen Dinge hinwegsehen. Diese Momente des unbeschreiblichen Glücks wären es wert, denke ich. Aber wenn ich wieder tief unten in einem von ihm verursachten Loch liege, frage ich mich, warum ich mir das eigentlich antue. Auch in dem Wissen, dass es mir in ein paar Tagen wieder besser gehen wird, Gras über die Sache wachsen wird und wir uns, ohne weitere Worte darüber wieder versöhnen  - auch in diesem Wissen frage ich mich manchmal, ob es nicht besser wäre, alles einfach zu beenden. Ich frage mich, ob es wirklich so gut ist, um des lieben Frieden willen beim nächsten Treffen wieder so zu tun, als wäre nichts gewesen. Im Moment habe ich wirklich keine Lust mehr dazu. Und keine Kraft. Ich fühle mich so erschöpft wie selten, in dem Wissen, dass sich nie etwas ändern wird. Ich will ihm sagen, wie sehr er mich mit seinem Verhalten immer wieder verletzt, aber ich weiß, dass er es gar nicht verstehen wird. Also wozu das alles?

Er hatte Geburtstag, vorgestern. Heute wollte ich ihm sein Geschenk geben. Eine Kette. Ich wollte sie ihm schenken, damit er etwas hat, was ihn an mich erinnert, wenn wir irgendwann einmal nicht mehr zusammen unterwegs sind. Weil ich weiß, dass ich hier weg muss, früher oder später. Weil ich hier unglücklich bin. Welch Ironie, dass er ein Teil dieses Unglücks ist.

Das Geschenk liegt immer noch hier und ich werde mir wieder einmal heulend eine schlaflose Nacht um die Ohren schlagen.

13.04.2013 um 22:40 Uhr

Gutes Gefühl

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Irgendwo zwischen Tanzen gehen, Bachelorarbeit schreiben und die ersten zögerlichen Sonnenstrahlen genießen macht sich ein gutes Gefühl breit.

07.04.2013 um 01:25 Uhr

In der Luft

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Irgendwas liegt seit neuestem in der Luft zwischen uns. Ich weiß nicht, was es ist, oder ob ich es mir vielleicht auch nur einbilde, aber ich fühle, dass etwas anders ist. Positiv anders. Als hätten wir uns auf eine neue, tiefergehende Ebene begeben. Und da gefällt es mir sehr gut.

Ach mensch...

30.01.2013 um 21:48 Uhr

Genug?

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Jedes Mal, wenn er mich umarmt. Jedes Mal, wenn er mit mir Händchen haltend über die Tanzfläche geht. Jedes Mal, wenn er mich anlächelt. Jedes Mal, wenn wir gemeinsam vor Lachen schier am Boden liegen. Jedes Mal, wenn er mir unbedarft oder auch stolz etwas aus seinem Leben erzählt. Jedes Mal frage ich mich: "Kann es nicht noch mehr geben?" Und gleichzeitig: "Ist es nicht schon genug?"

24.01.2013 um 21:23 Uhr

Lebenskonzept

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Letztens im Zug gehört: "Nein, er passt einfach nicht in mein Lebenskonzept!"

Kann es so etwas überhaupt geben? Ein Lebenskonzept? Und kann man jemanden wirklich davon ausschließen, weil er oder sie da nicht reinpasst?
Ist es nicht gerade das "Unkonzipierbare", was das Leben erst zum Leben macht? Dass sich stets alles ändern kann und man sich selbst ebenfalls verändert, ob man will oder nicht? Sicher, man kann seinen Leben bestimmte Linienund Prinzipien geben. Aber ein Konzept ist für mich etwas, was ich mit Aufsätzen, Präsentationen, Geschäftsideen etc. in Verbindung bringe.

Die Diskussionsrunde ist eröffnet.

26.12.2012 um 21:00 Uhr

Hochmut kommt vor dem Fall und all das

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Man sollte nicht glauben, irgendetwas hätte sich geändert oder gar dem Irrglauben unterliegen, man selbst hätte sich geändert, so lange man nicht handfeste Beweise dafür hat. Letzten Endes holt man sich doch irgendwie immer selbst ein. Trotzdem... bin ich von Herzen dankbar, eine Zeit lang diesem Irrglauben gefolgt zu sein. Doch, es war eine sehr schöne Zeit, die diesmal, im Vergleich zu sonst, den Aufprall in der Realität nicht umso härter gemacht, sondern eher etwas abgefedert hat. Und weil sie die Hoffnung in sich trägt, dass so ein perfekter Selbstbetrug vielleicht wieder einmal kommt. Man sagt zwar immer, nur Ehrlichkeit bringt einen weiter, aber in den letzten Monaten habe ich mal wieder die ultimative Bestätigung dafür bekommen, dass es nicht so ist. Und ich bin nicht einmal traurig darüber. Ganz im Gegenteil. Also hat sich letzten Endes ja wohl doch etwas verändert, vielleicht ;-)

26.12.2012 um 00:09 Uhr

Gleich und gleich

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Es ist schon irgendwie ein bisschen merkwürdig, jemanden kennenzulernen, der so sehr wie man selbst ist. Ständig entdecke ich neue Ähnlichkeiten an uns. Die gleichen Wesenszüge, die gleichen Interessen. Der gleiche Humor. Die gleichen Abneigungen. Sogar äußerlich sehen wir uns ein wenig ähnlich. Ich mag sie sehr, diese Art von Seelenverwandte. Ich frage mich nur: wenn ich jede ihrer kleinen Eigenarten so sehr mag und sie gerade deshalb umso mehr schätze, wieso fällt es mir dann immer noch so schwer, die selben Eigenarten an mir selbst zu lieben?

30.10.2012 um 00:00 Uhr

Fast

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

In manchen Momenten spüre ich die Zuneigung zu dir so tief, so allumfassend und überwältigend, dass ein "Ich liebe dich" eigentlich gar nicht ausreicht, um all das zum Ausdruck zu bringen. Und doch... komme ich mit jedem Mal etwas näher heran, es auszusprechen.

28.10.2012 um 19:12 Uhr

"Du..."

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Nur dieses kleine, klitzekleine Wort. Nur ganz leise gesagt.

Und doch die Welt.

21.10.2012 um 00:01 Uhr

Why do we fall in love so easy?

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Kennt ihr das: man lässt sich so nebenbei von irgendwelcher Musik berieseln, üblicherweise Radio, hört eigentlich gar nicht bewusst hin - und plötzlich, als würde irgendein Schalter umgelegt, hört man aus dem Geriesel eine Textzeile heraus, eine Zeile, die nicht nur das Ohr, sondern auch den Kopf und das Herz aus dem Nichts heraus trifft. Man weiß nicht, was das für ein Lied ist oder wer da singt, es ist auch völlig unwichtig, so wie der Rest des Songs es ebenfalls ist - aber diese eine Zeile, sie bleibt.

30.09.2012 um 21:43 Uhr

Loslassen

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Vielleicht wirst du eines Tages aus meinem Leben verschwinden. Sehr wahrscheinlich sogar werden wir irgendwann und vielleicht sogar schon sehr bald nicht mehr ständig zusammen die Tanzflächen der Nation unsicher machen. Und die Tatsache, dass mir das keine schlaflosen Nächte voller panischer Verlustängste mehr bereitet, zeigt mir am besten, wie viel sich bei mir verändert hat. Ich kann endlich loslassen. Dank dir.

23.09.2012 um 18:54 Uhr

Dirndl-Wahn

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Es ist ja gerade mal wieder so weit: das Oktoberfest zu München hat begonnen und es darf gesoffen, gefressen, gesungen und gegrapscht werden.

So weit, so gut, soll jeder ruhig mal seine eigenen Festivitäten abhalten, aber genau da liegt das "Problem": wo ich im Moment auch hinkomme, überall sehe ich großformatige Plakata für irgendwelche Oktoberfeste in irgendwelchen Käffern. Und nein, die heißen nicht nur so, sondern die sind auch so: kleine Imitationen des bayrischen Originals und wir leben hier NICHT in Bayern. 

Auch meinen ja gerade alle Frauen, im Dirndl rumrennen zu müssen. Die Teile gibt es ja mittlerweile sogar schon im Supermarkt zu kaufen. Der Göttergleiche meint auch, als Frau MÜSSE man ja ein Dirndl haben. Aha.
Nun, da ich weder in Bayern lebe, noch bayrischer Abstammung bin, sehe ich keinen Grund darin, mir eine bayrische Tracht zuzulegen. Und auf meiner Prioritätenliste gibt es vor einem Besuch des (Original-)Oktoberfestes auch noch eine ganze Menge anderer Dinge.
Abgesehen davon, glaube ich nicht, dass so eine Klamotte an mir besonders gut aussehen würde (zu wenig Holz vor der Hüttn, ihr versteht?!) und es bei meiner Größe ja auch kein Dirndl von der Stange tun würde, das ganze also wahrscheinlich ziemlich ins Geld gehen würde. Und das Argument "aber ALLE haben sowas" ist bei mir eher im Gegenteil ein guter Grund, eben NICHT der Masse hinterher zu rennen...

Gut, es gibt natürlich wichtigere Dinge auf dieser Welt, über die man sich aufregen könnte, aber ein bisschen fragwürdig finde ich das alles schon. Als hätte man keine eigenen Traditionen und Gebräuche, die man pflegen kann. Sind denn die Bayern mit ihrem Oktoberfest cooler oder was? Oder die Amis mit ihrem Halloween? Oder was sonst noch alles von irgendwo anders abgekupfert wird?

Nun ja, wie dem auch sei. Soll jeder machen, was er will, aber mich möge man bitte damit in Ruhe lassen, so! O'zapft is!

03.09.2012 um 02:12 Uhr

Geschenke

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Und ich glaube, die große Kunst ist es, alle Dinge als Geschenke zu begreifen, die das Leben uns macht. Man hat keinen Anspruch auf diese Geschenke, man bekommt sie einfach und dann liegt es in der eigenen Hand, was man damit macht.

Dass er in mein Leben gestolpert ist, war sicherlich eines der wundervollsten Geschenke, denn durch ihn habe ich das erst begriffen. Und plötzlich ist jede nette Begegnung, jede gute Unterhaltung und jeder schöne Augenblick ein solches kostbares Geschenk, das mir ein anderer Mensch gibt und dann ist es an mir, es zu nutzen. Genauso wie ich selbst anderen ständig Geschenke mache und es ganz allein in ihrer Hand liegt, was sie damit anstellen.

So. Ich hab fast 26 Jahre gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, also wird sie ja wohl stimmen ;-)

28.08.2012 um 14:49 Uhr

Oh je

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Wenn man morgens beim Empfang einer SMS freudige Quietschlaute von sich gibt, dann...

 

...ist eindeutig alles verloren :-D

26.08.2012 um 21:29 Uhr

Kein Kompliment

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Ich mag Komplimente nicht.
Warum?
Weil sie in 90% der Fälle gar nicht ernst gemeint sind. Man labert das halt mal so raus. Weil einem gerade nichts Besseres einfällt. Oder "weil man das eben so macht".
Und weil ich sie nicht annehmen kann. Weil ich zu überzeugt davon bin, dass sie einfach nicht stimmen.

Deshalb ist das schönste Kompliment, dass ich wohl jemals bekommen habe (und es auch annehmen und mich darüber freuen kann), eigentlich gar keines:

"Guck dir mal die ganzen anderen Tanzpaare an, die sind voll ernst und konzentriert! Kein Wunder, dass das bei uns nicht klappt! Wir lachen ja die ganze Zeit nur und schwätzen und gucken in der Gegend rum und lästern oder machen sonst irgendwelchen Blödsinn! Das kann ja gar nix werden!" sagt er und strahlt dabei über das ganze Gesicht.

Ich glaube, noch nie hat mir jemand auf so einfache und ehrliche Weise gezeigt, dass er gerne Zeit mit mir verbringt. Ob es wirklich so gemeint war? Ich weiß es nicht. Aber bei mir kam es so an. Und das reicht völlig aus. Danke.

30.06.2012 um 01:39 Uhr

Die Wurzel allen Übels

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

...ist doch, dass die Leute einfach nicht miteinander reden. Und nicht ehrlich zueinander sind. Was letzten Endes aufs Gleiche hinausläuft. Und dabei ist es völlig unwichtig, ob hinter diesem Verhalten böse oder gute Absichten stehen.

Ich selber nehme mich da gar nicht aus. Wollte es aber trotzdem mal gesagt haben.

20.06.2012 um 22:41 Uhr

Mal so, mal so

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Sie sagt: "Das musst du selber wissen."
Er sagt: "Du wirst schon das Richtige machen."

Zweimal die gleiche Aussage: es gilt eine Entscheidung zu treffen und ich soll dies nach bestem Wissen und Gewissen tun.
Ich mag sie beide sehr gern, sie und ihn. Sie sind beide sehr liebe Menschen. Der Ton ist bei beiden Aussprüchen freundlich. Aber aus ihrer Aussage lese ich unterschwellige Gleichgültigkeit, vielleicht sogar Missbilligung, völlig egal, wie meine Entscheidung ausfällt. Aus seiner hingegen spricht volles Vertrauen, Zustimmung.

Einbildung?

Immer diese lästigen Wertungen und Interpretationen...

12.06.2012 um 22:52 Uhr

Und mit 40 verändern wir die Welt!

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

Wir zwei nun wieder. Man kennt das ja: Freunde kommen und gehen, mal ist es schade drum, machmal auch nicht. Aber wir zwei, wir spielen auch noch nach fast 23 Jahren immer noch eine so große Rolle im Leben der jeweils anderen - das ist ein wunderbares Geschenk, das wir uns gegenseitig immer wieder machen können.

Und daher finde ich es auch so bezeichnend, wenn ich jetzt in deinen Schilderungen, deinen Eindrücken, deinen Gefühlen meine eigenen Erlebnisse und Gedanken wiederfinde. Dasselbe in grün. Als würde ich in den Spiegel blicken.

Ich danke dir für einen zauberhaften Nachmittag. Es ist schön, dass es dich gibt! :-*

10.06.2012 um 04:36 Uhr

Die Sache mit dem Spatz und der Taube

von: apres   Kategorie: Gewundert / Festgestellt

"Ich find das immer so unglaublich nervig, wenn dann eine was von mir will! Kann man denn nicht einfach nur zusammen weggehen ohne den ganzen Stress??" mault er rum und ich spüre einen Stich irgendwo in der Herzgegend. Na da hast dir ja wieder den Richtigen ausgesucht, flüstert sofort ein böses Teufelchen in mein Ohr.

"So wie wir! Wir sind doch auch einfach nur befreundet!" strahlt er mich dann an und das unangenehme Pieksen verwandelt sich sofort wieder zurück in die tiefe Zuneigung, die ich für ihn empfinde.
Und dann sitzen wir zwei nachts um halb vier in der örtlichen Fast-Food-Bude und reden über Gott und die Welt.

Das, was wir jetzt haben, ist so viel mehr wert als das, was sein könnte. Oder was ich mir möglicherweise wünsche.

Oder?