arinnas mikrokosmos

30.07.2008 um 09:34 Uhr

t-raumsichten

von: arinna

Stimmung: eins
Musik: rauchmelder

die nacht. farben eines traumes hinter der stirn. mein körper in den tiefen der bewusstlosigkeit. meine seele im zwischenreich. wieder und wieder der traum, von allen seiten. wie seltsam- wie neu. ein schweben, nach oben, nach unten. mein kind- ich sehe es wieder. wer bist du? sätze und klänge- worte, gefühle, die ich nicht kenne, nicht entschlüsseln kann. die augen fest geschlossen. und doch- freie sicht. freie sicht? verschleierte sichten, traumsichten, raumsichten. nischen der seele. wer bist du- wer bist du? wer bin ich?

28.07.2008 um 20:31 Uhr

langsam nach links

von: arinna

Stimmung: null
Musik: hiding underwater

wieder der schwindel - die welt kippt langsam nach links. der horizont verschiebt sich. im magen ein stein. schwere im kopf. ich sinke unter die wasseroberfläche - in den grund. stille. der druck in den ohren. das rauschen ebbt langsam ab. nimmt wieder zu, wird laut und - schwärze trifft mich von hinten. flucht nach vorn. nimm mich mit, bitte - lass mich nicht hier, nicht jetzt. halt mich fest. ich ertrinke.

28.07.2008 um 01:37 Uhr

und wieder

von: arinna

Stimmung: weit unter null
Musik: stille

und wieder. der himmel in verdunkelung. wolke über dem hang. gewitterblitze im kopf, hinter den augen. donnernde risse im ganzen körper. schmerzende vibration. wieder die wasser. wege im schlamm. gewaltsamer bruch durch die mauer. verzweifeltes schützen. press die luken zu. erschöpfung. frösche im wasserloch. das gitter - verriegelt.

27.07.2008 um 04:54 Uhr

landunter

von: arinna

Stimmung: zwei
Musik: the rip

landunter. sehe die wasser kommen. ströme, bäche stürzen heran - unhaltbar, mächtig. kalt. bahnen sich wege. durch mauern, alles durchnässt. alles. es spült mich durch. nackte füße. der schlamm. die grüne fläche - verschwunden. die pflanzen zerstört. mein innerstes läuft voll. der damm bricht. ...durst.

24.07.2008 um 00:39 Uhr

asche im herzen

von: arinna

Stimmung: dreieinhalb
Musik: knistern

mein atem in die glut. die sterne! die wärme, die meinen körper durchdringt, durchleuchtet - bis auf die knochenhaut. das herzblut: ein stein, in der brust geronnene liebe. gerüche ziehen vorbei. ziehen ein. das licht flackert die schatten entzwei. angebunden. ein feuer im käfig. doch die angst verglüht - asche im herzen. leuchtender schmerz und ewiges fallen ins ...sein.

23.07.2008 um 10:05 Uhr

entzwei

von: arinna

Stimmung: null
Musik: fall asleep now

zwei welten. ein schmerz. und schmerzt mich entzwei von innen heraus. ein zweifel - drängt heran - dringt ein - allmächlich das herzblut trinkend. zwingt zu boden. der körper schreit sich weg, schreit sich - herein. nein. nicht mein. nicht mir. nicht mich. bin nicht - ich.

 

 

21.07.2008 um 13:02 Uhr

plötzlich

von: arinna

Stimmung: über null
Musik: spieluhr

und plötzlich- ein schlag. die schönheit eines blattes. sonnenwärme. der sturz in die tiefe- der fall in den schlaf. ein wort, eine silbe nur tropft von den mauern und hoffnung färbt trümmer. und kälte bleibt- aber sie ist nicht länger ...eis.

19.07.2008 um 10:56 Uhr

tag und nacht

von: arinna

Stimmung: null
Musik: stille

tag ist es wieder. die dunkelheit hinter dem horizont. die luft noch immer von regen und tau durchfeuchtet. schlaf blieb fern, gedanken spannen mich aufs rad - schwindel erzeugend. der körper führt ein eigenleben, nach mir sehr fremden regeln. worte sickern in die seele, sinken in den leib. schmerzhafte materialisation. nun - auf ein neues...  ich bleibe.

 

17.07.2008 um 10:30 Uhr

der beginn

von: arinna   Stichwörter: anfang

Stimmung: unter null
Musik: old man

es beginnt also. ausgerechnet heute, ausgerechnet hier. wer, wenn nicht ich. wann, wenn nicht jetzt. grauer tag, die sonne im exil. das telefon klingelt ungehört, die tür bleibt geschlossen. wasser im glas. wolle auf der haut. ein weiterer gescheiterter versuch, der kälte zu entfliehen. herzblut konzentriert sich im kern, bleibt verborgen. die feuerkugel strömt nicht aus. hält sich bedeckt. unfalltag. nur wenige tage bergen so sehr gefahr wie der heutige. gib obacht.