arinnas mikrokosmos

29.10.2008 um 21:23 Uhr

darum

von: arinna

Stimmung: minus zwei
Musik: ich lieb dich überhaupt nicht mehr

weil wieder alles um mich herum zerbricht. darum. darum! keine chance, kein funktionieren. rätsel über rätsel- keine lösung in sicht. ich zerrinne immer auf's neue. immer auf's neue. was soll ich. was darf ich. was muss ich. soll ich um mich schlagen- wo seid ihr denn. warum kann ich euch bloß nicht hören, nicht fühlen. du bist nicht wie sie. nein. ich weiß. wie bin ich denn. aber vor allem, und das, obwohl schon so oft gefragt: wo bin ich denn. immer die gleichen worte. der gleiche weg, der kein ziel hat. nun. ich werde abwarten. es wird vergehen, wie immer. ein wenig. lass mich zurück im sand, der durch meine hände rinnt.

21.10.2008 um 16:05 Uhr

ich gehe zurück

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

mein kopf zerspringt. das rot in der nahrung. kann nichts mehr aufnehmen- es ist zu viel- es ist hereingefallen, ich bin herausgefallen... aus dem system. was sagst du. ich kann dich nicht hören, kann dich nicht verstehen- ein muster ohne sinn. ich rufe, ich klopfe, ich versuche- handzeichen? es schreit aus sich selbst heraus. wo bin denn ich. warum bist du nicht da. wer ergreift denn den- körper. wie heißt das nochmal- wer bin ich nochmal, warum bin ich nochmal- wo. herausgefallen. schon wieder. und doch nicht so unerwartet, wie ich dachte. ich gehe zurück, bleibe zurück, suche nach - mir.

20.10.2008 um 14:14 Uhr

wasser und wärme

von: arinna

Stimmung: null
Musik: ok - farin urlaub

herausgefallen. schon wieder. nur ein kleiner stolperstein, eine unerwartete begebenheit- ein wort, das trifft, eine berührung. schon geht nichts mehr. ich begreife nichts. es funktioniert nicht. das staunen über die welt. das herausfallen aus der welt. das eindringen, das abgrenzen. kopfschütteln, betroffen sein. aber es gibt sonne. sonne ist hoffnung. sonne ist wärme. immer die wärme. menschen brauchen immer wärme. warum nicht im wasser schwimmen, eintauchen. im fruchtwasser sein. lichtrote höhle, warme hülle, kaum laute, wenig empfindung. nicht schlucken müssen, nur wasser. nicht atmen müssen, nur wasser. kiemen entwickeln. treiben- abtreiben. absinken. wassermusik. klänge in sanfter harmonie. nie geboren werden. nie sterben. nur immer wasser und wärme.

16.10.2008 um 23:31 Uhr

orphans

von: arinna

Stimmung: minus eins
Musik: stille

oh. ich begreife langsam. es sickert in mich hinein und ...schmerzt. die erkenntnis, dass du- dass du nicht mehr hier bist, dass du -tot bist. du hast die erde verlassen. hast ein loch hinterlassen, einen schmerz, der ungeahnt sich ausbreitet- jetzt. du hattest gesagt: richtig tot ist man erst, wenn niemand mehr an einen denkt. und dann: wielange wirst du an mich denken? und da warst du noch nicht einmal krank. und jetzt bist du schon -tot. ich begreife es nicht. nur langsam öffnet sich ein gefühl vor meinen sinnen- eine ahnung. und es zerreißt mein herz. schon jetzt. ein waisenkind: ich.

16.10.2008 um 15:39 Uhr

innehalten

von: arinna   Stichwörter: innehalten

Stimmung: null
Musik: stille

ich weiß nicht. wie kann man wissen- wann man innehalten darf. wie lang man innehalten darf. ich kann nie von mir ausgehen. das schlechte gewissen ist so groß, dass es besser ist, nicht innezuhalten.

14.10.2008 um 15:53 Uhr

untergang

von: arinna   Stichwörter: sonnenuntergang, wolken, berge, meer, strand

Stimmung: zwei
Musik: the rip

14.10.2008 um 12:26 Uhr

acht an der zahl

von: arinna   Stichwörter: meer, sonne, wellen, horizont, vogel, gebirge, fische

Stimmung: zwei
Musik: stille

ich habe das meer gesehen. glitzernde sonnenstrahlen auf der wasseroberfläche, das plätschern am steg. fische mit silbrigen leibern, pfeilschnell. ein vogel, eisblauer rücken, taucht ganz ein, nach nahrung fischend. schwimmen. in langen ruhigen zügen, den wellen entgegen, manchmal wilder das wasser, manchmal klar und sanft am strand auslaufend. das gebirge am horizont. letzte sonnenstrahlen zwischen gipfeln und wolkenrändern hervorbrechend. die hitze, die kälte. ein sanfter wind markiert die grenze. eine winzige krabbe. streunende hunde mit bettelnden augen- acht an der zahl.