arinnas mikrokosmos

29.11.2008 um 03:01 Uhr

winterschlaf

von: arinna

Stimmung: krank
Musik: nächtliche stille

nicht schlafen können. der kopf dröhnt und lässt mich nicht ein ins traumland. keine luft zum atmen kriegen. und eisige kälte - auch unter tausend decken kein fleckchen wärme. ach, könnt ich doch in winterschlaf fallen... und aufwachen, wenn wieder die strahlen der sonne auf meinen körper scheinen und ihn erwärmen können. oder ich verbringe den winter in einem becken mit heißem wasser. aber das geht wohl nicht. ein nest aus wolle...

22.11.2008 um 12:02 Uhr

ruhe und kälte

von: arinna

Stimmung: null
Musik: stille

nun wieder alles ruhig, die kälte ist geblieben aber der wind fegt nicht mehr durchs haus. wie damals das wasser. ein haus bietet auch nur bedingten schutz... schneestaub auf den dächern, dem rasen hinter dem haus. manchmal ein sonnenstrahl, und hin und wieder die eine oder andere flocke. ich muss noch meine pflanzen retten- schlimm genug, dass ich sie in der nacht dem sturm und der kälte, dem schnee und dem peitschenden regen ausgesetzt hatte...

21.11.2008 um 13:48 Uhr

sturm

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: sturm

sturm. die wolken fegen über den himmel. eine hand voll krähen taumelt durch die luft wie geworfen. und ich, ein baum ohne wurzeln, weiß nicht, wo ich mich festhalten soll.

19.11.2008 um 01:22 Uhr

aufhören

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

aufhören
es geht über alle grenzen
über alle kraft
ein ende aus wolle
eine wärme aus filz
eine sehnsucht aus glas
hüll mich ein
bleib bei mir, bleib bei mir.
schick ein licht
aber rühr mich nicht
an-
rühr mich nicht an- ich
zerrinne

19.11.2008 um 01:18 Uhr

nicht geboren

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

ich bin unsichtbar-
unhörbar.
ich schreie in die nacht hinaus
in den nebel
bis nichts mehr kommt.
kein laut.
die silben verschwimmen,
bilden keine worte, keinen
sinn.
ich stecke tief in mir.
ich verstumme.
die fruchtblase um mich-
bleibt.
geboren-
werde ich
nicht.

19.11.2008 um 01:16 Uhr

aus dem system

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

ich kann nicht
mehr
stehe im nichts
die worte
die silben sind
leer
ohne sinn
wie sagt man denn
wie fühlt man denn
wo ist denn der weg
wo ist-
ich kann nicht
liebe geben
ja
nehmt mich heraus
aus dem system
es läuft
schief

19.11.2008 um 01:13 Uhr

zeit

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

die augen geschlossen
die zeit
ach sand...
rinnt durch die finger
kein halt
es ist kalt
in der ferne
kalt

19.11.2008 um 01:10 Uhr

ein klopfen

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

ein klopfen. im ohr, an der türe.
geh weg geh
fort-
ich kann nicht.

nein
bleib da, sei da
bin allein
das system funktioniert nicht
wo bist du.
kann dich nicht orten
ein klopfen
im ohr.
an der türe...
ein riss in der seele
die schneide des schwertes
ein schmerz
aus den wolken
in mir
geh weg, bleib fern
ich zerrinne
im regen

bleibe allein

15.11.2008 um 13:29 Uhr

im irrgarten

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: every little thing she does is magic

dinge, die ich mal gesagt, (weil ich nicht wusste, was ich sagen konnte, weil ich versucht habe, eure sprache zu sprechen, mich erklären, rechtfertigen wollte, bilder benutzt habe, die nicht ganz stimmten, die zum teil gar nicht stimmten), werden nun gegen mich verwandt. oh hätte ich nie gelogen, hätte ich nie eine sprache benutzt, derer ich nicht wirklich mächtig bin. wollte den moment retten. und nun! und nun sitz ich in den trümmern der kleinen lügen, finde nicht mehr heraus aus dem irrgarten. ein irrgarten ist kein labyrinth, kleines, da geht's nicht zur mitte. du wirst den weg nie finden.

15.11.2008 um 13:22 Uhr

erkläre dich

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

lass uns darüber reden- ich habe das bedürfnis, darüber zu reden- wir müssen da noch weiter drüber reden- denk noch mal drüber nach- schlaf 'ne nacht drüber... warum. es hilft mir nicht. es ändert sich ja doch nicht. nichts. in regelmäßigen abständen, die immer kürzer werden, zusammenbrüche. erschöpfung. keine krise, nach der man über'n berg ist. ich schaffe den blöden berg nicht. warum geh ich überhaupt weiter. ich kapier das system nicht. weitergehen. ha. wohin denn. auf den abgrund zu. und dann? wozu wozu wozu? und es versteht ja doch niemand. aus was für einem seltsamen geschlecht bin ich entsprossen. ach, die kennen mich auch nicht. ich will nicht mehr kämpfen müssen. aber was dann. aufgeben. verbrennen, lodern, endlich. und dann auferstehen? aus der asche. oh nein, das kenne ich, eine auferstehung gibt es nicht, es ist ja doch immer nur ein traum. warum also brennen, wenn doch kein verbrennen stattfindet, keine veränderung, immer nur sengen, ein immerwährender schwelbrand. der nie ausbricht- nie endgültig vernichtet. erkläre dich. ich möchte mit dir reden. vergiss es. du verstehst mich ja doch nicht, verstehe mich ja selbst nicht. wie soll ich mich denn erklären. und es hilft ja auch nicht. niemandem. es kommt immer wieder, wie es kommen muss. ich erkläre das nicht mehr.

15.11.2008 um 00:03 Uhr

chancenlos

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

habe heute freiheit für den arm erkämpft, und nun will er die freiheit gar nicht und schmerzt und fühlt sich unsicher. warum kann das nicht heilegehen. ich fühle mich schuldig. ich kann es nicht ändern. ich will, dass du zurückkommst... alles zerbricht, zerfällt. ich kenne schon das gefühl, das geräusch. die trümmer, die splitter. wer dableibt, muss dumm sein. ich bin nicht dumm. ich versuche doch, mein bestes zu geben. war das nun wieder falsch. ich weiß nicht, ob die vorwürfe wahr sind. wenn ja, dann wäre das sehr schlimm. es kann sein, dass das andere gründe hat. aber wie kann ich das herausfinden. ich habe keine chance. wie soll ich das verstehen. ich tu etwas und denke dabei, dass das dumm ist, und ich tu es trotzdem. ich weiß, was ich tun müsste, und ich tu es trotzdem nicht. ich bin durcheinander und ich habe keine kraft mehr, zu ordnen, zu kämpfen für das gute in mir, dazubleiben.ich hasse mich. das kann ja nichts werden. ich funktioniere nicht. ich bin sowas von störend und gestört. ich will nur noch schlafen. schlafen. ich mach nicht mehr mit. und wahnsinniger traum: bleib weg. du bist nicht wahr. verzieh dich aus meinem tagesbewusstsein und komm nie wieder. ach. meine hand tut so weh...

13.11.2008 um 02:32 Uhr

dableiben

von: arinna

Stimmung: null
Musik: watermark - enya

hm. dableiben. gestern noch das gefühl, ich könnte das. dableiben, die welt aushalten. aber... ich kann es nicht. nein! ich will die welt nicht aushalten. zu laut, zu bunt, zu hell, zu dunkel, zu - ich weiß nicht. unberechenbar. wärme will nicht bleiben. alles wieder starr und kalt. warum. was mach ich falsch. warum. werde schuldig, immer wieder. und wieder. ich bin verantwortungslos. ich möchte so gerne ein jemand sein. da sein! so gerne, so gerne. bei dir sein. bei mir sein. es sind doch herbstblätter da. warum können die nicht bleiben, mich nicht halten. und der kater, der sich an meine beine schmiegt und das kind, welches in meinen armen einschläft. ich werde doch -gebraucht. warum bleib ich nicht da.

11.11.2008 um 23:48 Uhr

unbezwingliche lebenskraft

von: arinna

Stimmung: vier
Musik: talk - coldplay

wärme! wärme durchströmt den ganzen körper. der kopf glüht, das leben macht sinn. ich bin nicht allein. ich kann helfen. feuerwerk in meinem mund: weihnachten und schärfe und süße und wärme und kraft wie flüssiges feuer. freude. freunde! ein sachtes empfinden von zuneigung, -liebe. da sein. hilfreich sein, wertvoll sein. halt geben. schmerz prallt an mir ab. tanze durch die nacht. sehe die blüten, die knospen. höre das wasser. unbezwingliche lebenskraft. sehnsucht nach sein. und dableiben. ich schau in die welt und es tut nicht weh! ich wachse. bin lichtriese und - hoffnung rinnt durch mein system.

11.11.2008 um 00:22 Uhr

warten auf die sonnenwende

von: arinna

Stimmung: zwei
Musik: tori amos - silent all the years

es ist früh dunkel geworden. das geht immer so plötzlich. in einem monat und zehn tagen aber, nach der längsten nacht und dem kürzesten tag des jahres, wird es wieder heller. die wintersonnenwende. noch vor der heiligen nacht wird es wieder heller werden. wartend, hoffend, harre ich aus. dass die sonne wieder erscheinen möge. kerzenlicht vor mir, die wärme der flamme, die wärme der musik. die schmerzen haben nachgelassen, es geht bergauf. ich will kerzen, ich will licht, ich will klänge, musik. ich will kämpfen, immer weiter, will weitergehen. trotz allem. will mich suchen und finden, will postkarten schreiben aus dem nichts. will helfen, will da sein. bei dir.

10.11.2008 um 02:33 Uhr

fessel

von: arinna

Stimmung: minus eins
Musik: every little thing she does is magic

die grenze wird fessel, der schutz zur qual. eingesperrt. kein entkommen. angeschwollen mein arm, der käfig passt nicht. das blut stockt. die knochen reiben aneinander. und die kälte dringt ein, und bleibt und bleibt. november und schmerz. und grenze. ein tier an der leine, welches, begrenzung nicht gewöhnt, zerrend und ziehend sich selbst schadet. die fragen, auf die ich keine antwort weiß. die bühne, auf der ein defektes glied nichts zu suchen hat. ein geruch zwischen den fingern. nun mach schon, geh weg. lass mich endlich wieder frei. und doch: sicherheit - trotz aller enge.

08.11.2008 um 08:58 Uhr

ruhiggestellt

von: arinna

Stimmung: null
Musik: waldesnacht

eine grenze gesetzt. den schmerz eingemauert- den arm ruhiggegipst. sei still, knochen, es wird ja alles gut. nun wachse du wieder an, und ich lasse dich heilen, trete zurück und frage mich: ob ich nachtwandlerin bin.

04.11.2008 um 05:22 Uhr

schmerz

von: arinna

Stimmung: minus drei
Musik: stille

hilfe- etwas ist seltsam- stimmt nicht. mein handgelenk steht in flammen. ist unbenutzbar geworden. kein schlaf. keine bewegung möglich- sonst strafe, in form von übelkeit erregendem schmerz, wie von messern, die die hand vom körper zu teilen gedenken. das verletzte gelenk eng an mich gepresst, lieg ich da und weine wie ein kind. nanu, mein körper. so ein zerbrechliches gebilde. doch der schmerz lässt sich nicht abtrennen. kriecht in den körper hinein, breitet sich aus. treibt mich dem wahnsinn zu. sucht raum und nahrung in mir. was bist du für eins. was willst du von mir- wesen des schmerzes. was, wenn du zu unrecht zu mir gekommen bist. was, wenn gar nichts passiert ist- denn ich weiß von keinem moment, der dich rief.