arinnas mikrokosmos

31.03.2009 um 16:29 Uhr

abmeldung

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: null
Musik: stille

ich meld mich für 'ne woche ab.

alles liebe euch.

arinna

29.03.2009 um 23:34 Uhr

wohin mit den blattläusen

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus zwei
Musik: stille

so, so müde. auf der kippe. nun weiß ich, was das bedeutet: "die sorgen fressen einen auf". aufgefressen werden. es nagt und nagt, weiß nicht, um wen ich mich zuerst kümmern soll. ich bin gar nicht mehr ganz. ich gehe kaputt. gehe schief, gehe ein. ich kann dem nicht immer standhalten, falle von einem extrem ins andere. abwehr. fallen? nein, dastehen. stehen. versuchen zu verstehen. bei mir bleiben, mich suchen- ...nicht finden. bin ganz durcheinander. die pflanze. meine pflanze, sie wächst. faszination. wichtigkeit, bedeutung. ich gieße, sie wächst. sie möchte gedeihen. plötzlich: läuse an den blättern. viele, viele. ich sammle sie ab, vorsichtig, vorsichtig. ich schaffe es nicht. eine blattlaus fällt, landet in einem wassertropfen. ich sehe sie in panik geraten. sie streckt die beinchen aus, rudert. ich sehe ihre augen. dunkle punkte, schwarz vor angst. mich überkommt auch angst. die gleiche angst, wie bei jonathan und caspar. ich sehe sie kämpfen, ich helfe. ich rette, ich bin verwirrt. wohin mit den blattläusen, warum dieses gefühl. wen retten, die pflanze? die läuse? wohin soll das noch führen. keine grenzen mehr, alles gleich wichtig, alles gleichlaut. das ist doch falsch. das stimmt doch alles nicht. es verändern sich die maße der dinge. wo fange ich an, wo höre ich auf. töten. wie könnte ich eine blattlaus zwischen den fingern zerdrücken. kann es nicht. und sehe meine clematis, sehe, wie sie sich nicht gegen die läuse wehren kann. ich kann nicht ein-ordnen, und mich nicht einordnen. was tun. wer bin ich, wo bin ich. und: warum.

24.03.2009 um 11:33 Uhr

Ich liebe Dich. Ahmed.

von: arinna   Kategorie: makro

Musik: stille

Die Sache
Ein alter Araber wohnt seit mehr als 40 Jahren in Chicago. Sein Sohn studiert seit einiger Zeit in Paris. Der Alte würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach.
Er schreibt eine E-mail an seinen Sohn und erklärt das Problem. „Lieber Ahmed, ich in sehr traurig, weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin icher, wenn Du hier wärest, würdest Du mir helfen und meinen Garten umgraben. Dein Vater.“
Am folgenden Tag erhält der alte Mann eine E-mail: „Lieber Vater, bitte berühre den Garten nicht. Dort habe ich die Sache versteckt. Ich liebe Dich. Ahmed.“
Um 4 Uhr morgens kommt das FBI, der CIA und eine Abordnung vom „Heimatschutz“ zu dem Haus des alten Mannes. Sie suchen überall, nehmen den ganzen Garten auseinander, suchen jeden Millimeter ab, aber finden gar nichts. Enttäuscht gehen sie weg.
Am folgenden Tag erhält der alte Mann wieder eine E-mail vom Sohn: „Lieber Vater, sicherlich ist jetzt der Garten voll umgegraben und Du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich nicht für Dich tun. Ich liebe Dich. Ahmed.“
Gefunden in der Hauszeitung vom Nikolaus Cusanus Haus

20.03.2009 um 15:31 Uhr

caspar

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: keine ahnung
Musik: stille

mein katerchen, mein caspar hat diabetes. die tierarztrechnung ist jetzt schon bei 365 €. dazu das insulin, das zubehör, das neue futter. oje, oje, da kommt einiges auf uns zu: geregeltes fressen, spritzen, einsperren, und ich bin doch das ganze wochenende unterwegs mit auftritten... muss ihn hier alleine lassen. dann muss ich noch sein fieber kontrollieren, welches nicht runtergeht, und ob er wasserlassen kann. er hat nämlich auch eine schlimme blasenentzündung. alles folgeerscheinungen. und ich hab es nicht gemerkt! mein armer, armer caspar. warum? er ist der liebste kater der welt. er ist schon so lange bei mir. ach, was soll's. das schaffen wir jetzt auch noch.

20.03.2009 um 13:57 Uhr

nein nein nein

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: keine ahnung
Musik: stille

es hilft nicht. die scheinende sonne- hilft nicht. der dampfende tee- hilft nicht. das wärmende bett- hilft nicht! nicht mehr lang, und ich kann nicht mehr. wann kriege ich das endlich in den griff? mich in den griff? nichts geht mehr. und jetzt auch noch ohne caspar sein. es geht nicht!!! ich halte den gedanken nicht aus, ihn in der box beim tierarzt leiden zu wissen, nicht begreifend, wie ihm geschieht, es zerreißt mir das herz, es tut so weh! und dann jonathan, mein schlecht laufender job, die ganzen mühen, die ganze anstrengung, das sich-nicht-gesund-und-kräftig-fühlen, die hässliche, dreckige, stinkende wohnung, das ohne-kinder-sein, das nicht schlafen können, das fallengelassene instrument, der ärger mit der versicherung, die zeit nicht einschätzen können, kein geld mehr haben- die aufführungen gut machen wollen und doch eigentlich nicht mehr können. und du fehlst! ich kann mich nicht damit abfinden. es fehlt ein winziges bisschen und ich würde mich einfach ganz fallenlassen, müsste aufgeben, herausfallen aus dem system. krank werden. ruhe finden.ich will meine katze zurück! jetzt! wäre er gestorben in der nacht, ich hätte mich damit abfinden müssen, aber er leidet, lebt, weiß nicht, was mit ihm geschieht! es schneidet mir mein herz kaputt, alles verschwimmt- es ist nicht zum aushalten.

wie verdammt, wie geht das? leben! verantwortung übernehmen, zufrieden sein! ich will ja, will ja, will ja, ehrlich, aber es läuft immer immer wieder in die schiefe bahn. eine katastrophe nach der anderen. ich kann nicht geradeaus gehen, ich versuche, auf dem weg zu bleiben, aber ich drifte ab, immer wieder und wieder und finde mich im dreck liegend und mich selbst bemitleidend. 

herrgottnochmal, mach halt die augen auf!  

19.03.2009 um 15:16 Uhr

fallenlassen und auftauchen

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus 3
Musik: stille

fallen. fallenlassen, entgleiten. war mir entglitten. ich. mir. die beständig fallende der beständig auftauchenden. und ein weiteres fiel- entglitt mir, meinem zugriff. die zeit bleibt stehen, verlangsamt sich und der atem - setzt aus. das geräusch der zerspringenden stücke, die unaufhaltsamkeit. kostbar gewesen, nun zerfallen. zurückgekehrt in die alleinheit. für mich: zerstört. kostbares glas, nicht meines, traurigkeit und verlust. scham. was ich berühre, zerspringt unter meinen fingern, was ich denke, zerbirst in meinem kopf. nicht halten können. die zeit rinnt. und ich zerrinne. wieder einmal. die schreie meines schwarzweißen tigers, haltepunkt in meinem leben- die qual. die angst. das mitleid, leid, welches mich, die beständig fallende, zerspringen lässt. die trennung, die machtlosigkeit- hoffnungslosigkeit. die enge der brust- das weh, der schmerz, der mich im fallen packt, an den haaren. auftauchen lässt, schlagartig. schläge in meinen gedanken- nackte angst, verlust in jedem winkel. vorahnung ohne grund, geboren aus furcht. ich will das nicht. bin spielball einer welt zwischen- immer und nie. 

15.03.2009 um 00:10 Uhr

abgeschminkt

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: minus drei
Musik: stille

alles läuft schief. meine nase tropft, mein hals ist ein einziges weh und mein kopf dröhnt und schmerzt. auftritt gehabt- wie macht man das, wenn die nase beharrlich tropft. eine stunde ununterbrochen auf der bühne, keine chance zum naseputzen, einmal kurz mit dem rücken zum publikum gestanden (mühsam drauf hingearbeitet)- hab überlegt, ob ich ich mir mit dem ärmel meines kostüms übers gesicht wische, aber mir fiel rechtzeitig ein, dass das sicher auch nicht sehr schön aussieht. nun, ich hab's überlebt-

aus der erschöpfung heraus habe ich dann ein sehr kostbares instrument fallen lassen- es ist mir einfach aus der hand geglitten, es war ein travertinklangstab. stein fiel auf stein, sehr klangvoll, und zerbrach in drei teile am boden. ich hab die hände vor's gesicht geschlagen und geweint und geweint. es war mir so egal, dass ich mitten in der alten feuerwache stand, dass ich schauspielerin bin-

was soll's: auch gut, da war ich gleich abgeschminkt.

10.03.2009 um 16:41 Uhr

das große knospen

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: plus zwei
Musik: stille

ääähm- es ist so weit. jetzt bin ich im knospenrausch. knospentaumel. dank seren_as blog bin ich völlig aus dem häuschen wegen der schönheit von knospen. noch nicht einmal das wort entzieht sich mir. so oft ich es auch sage: knospe, knospe, knospe! es klingt weiter und bleibt da! ich werde hinaus müssen und knospen suchen müssen, ach was heißt suchen- finden! sie sind ja alle schon da, überall schreitet das große knospen voran und eh man sich versieht, sind sie womöglich schon keine knospen mehr- mal sehen was ich finde. welch verheißungsvolle vorstellung: das aufbrechen der knospe, welch jubel in meinem herzen, welches vielleicht... vielleicht... auch eine knospe ist.

10.03.2009 um 02:20 Uhr

schnellschlaf

von: arinna   Kategorie: makro

Musik: stille

also, über schlafstörungen kann ich mich nicht beklagen... dieser körper hier will schlafen, und zwar sofort. ohne übergang. schon die dritte nacht in folge will ich schlafen gehen, und merke, wie der schlaf mich überfällt, noch ehe ich zeit hatte, mich richtig hinzulegen, den tag zu rekapitulieren. vorgestern gar schon auf dem weg aufs kissen. der kopf lag noch gar nicht. gestern wollte ich kurz das angefangene buch noch nehmen. wenigstens drei sätze lesen. und dann wache ich morgens auf- das licht ist noch an, manchmal liegt das buch neben mir, oder auf mir. als hätte ich gar nicht geschlafen. ohne, dass ich überhaupt das buch aufschlagen konnte...

wie soll ich das machen, hm? mit einem hechtsprung ins bett hüpfen, am besten im dunkeln schon- und lesen ist nicht mehr, oder wie?

und der tigercaspar schaut mich staunend an. der schafft immer noch 'ne runde milchtritt und lautes schnurres, bevor er wegdämmert. aber ich hab gelesen: katzen sind nie müde. entweder sie sind wach, oder sie schlafen. 

10.03.2009 um 01:01 Uhr

vertrauen

von: arinna   Kategorie: mikro

Musik: magnificat - arvo pärt

vertrauen also.

dieses tückische-, dieses-

was bist du überhaupt für eins.

kein gefühl. nein. es ragt tiefer hinein. tiefer als alles.

tiefgehende pfahlwurzel

mühsam geknüpftes band-

jetzt

zerrissen.

und immer wieder falle ich

darauf herein-

etwas ist schön, ist

voller hoffnung, ist

voll von einem anflug von liebe.

dann wende. umkehrpunkt.

und mein nicht können- meine unfähigkeit.

mein

alles oder nichts.

 

verlassen.

07.03.2009 um 22:55 Uhr

hä? attacke?

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: null
Musik: monteverdi - magnificat

hm. da wollte ich gerade in dem blog birch tree ein wenig lesen, aber nein, ich kann die seite nicht mal öffnen:  

Als attackierend gemeldete Website!
Die Website auf www.blogigo.at wurde als attackierende Seite gemeldet und auf Grund Ihrer Sicherheitseinstellungen blockiert.
Attackierende Websites versuchen, Programme zu installieren, die private Informationen stehlen, Ihren Computer verwenden, um andere zu attackieren oder Ihr System beschädigen.

Manche Websites vertreiben bewusst Viren und ähnlich schädliche Software, aber viele Websites sind auch ohne das Wissen oder die Erlaubnis des Betreibers kompromittiert.

warum? was mag das heißen?

07.03.2009 um 19:55 Uhr

menschenschattentheater

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: null
Musik: little dragon - twice

probenintensivwochenende. in andere rollen schlüpfen, umzüge in sekundenschnelle. masken drücken einem die nase und die ohren ab. schwerer scheinwerfer, verkrümmte körperhaltungen. alles tut weh. seltsam, was schauspieler so auf sich nehmen. aber das ist hinter der schattenwand. vorne die geschichte, das bild, welches die menschen so weit in andere welten entführt. sie so tief berührt, dass sie weinen. na sowas.  

01.03.2009 um 23:02 Uhr

niemand

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus eins
Musik: cafe del mar - lux

ich verkrieche mich in den tönen eines liedes. in den klängen. ich suche den sommer. suche die stimmung, die sich in der stille verbirgt. die leichte bewegung der luft. den geruch nach erde. die wärme eines feuers. ich will zurück. wo bist du. warum- ich versuche nicht zu fragen. ich- die zeit geht weiter ohne dich. niemand. niemand soll ein stück wegs mit mir gehen- niemand. ich will allein sein- bin es. ich zerstöre sorgfältig und baue nie wieder auf. vorbei.