28.04.2009 um 20:06 Uhr
27.04.2009 um 22:16 Uhr
27.04.2009 um 21:39 Uhr
niemand, für-
Stimmung: minus drei
Musik: stille
zum heulen. zum heulen. oh tiefe wunde. niemand da. niemand, für den es sich lohnen würde. alle weg. fort. allein. nicht all-ein. nie- gewesen. verzweiflung! es geht so nicht. hört das denn nie auf. alles zerbricht. und die lust auf kämpfen ist nicht-
26.04.2009 um 23:11 Uhr
im herzen des tals
Stimmung: null
Musik: stille
das braunellenweibchen hatte den lastwagen kommen gehört und gesehen, wie er mit bedrohlichem tuckern stehen blieb.
...
jetzt grub sich das große schwarze ding vor ihnen in den boden und schleuderte schlammbrocken und gras durch die zweige. ein heftiger ruck, das untier sprang vorwärts, erfasste den zweig, auf dem das nest stand, und riss ihn mit sich.
...
der sockel des nestes löste sich auf, und die gepolsterte mulde wurde mitsamt den eiern auf den boden geschleudert. zwei eier wurden von den hinterrädern des lastwagens zermalmt, das dritte zerbrach, als es auf dem boden aufschlug, und das vierte landete unbeschädigt in einem grasbüschel.
...
der dichte regen hatte den gallertigen inhalt der zerbrochenen eier schon aufgelöst, und während sie das grausige werk der zerstörung betrachteten, fühlten die beiden vögel den kalten hauch des todes. verstört flogen sie auf, kehrten aber gleich wieder zurück.
...
der regen spülte das noch unversehrte eidotter an den straßenrand, wo das wasser jetzt schnell dahinschoss. als es von der strömung erfasst wurde, drehte es sich im kreis, und man sah das netz der blutgefäße, die von dem dunklen fleck ausgingen, an dem sich der embryo entwickelt hatte. die braunelle flog ein paar meter weiter, legte den kopf schief und sah zu, wie es an ihr vorbei auf den kanal zutrieb, durch den das wasser unterirdisch zum fluss geleitet wurde. als es verschwand, flog sie, von hilflosem zorn überwältigt, verzweifelt piepsend in die abenddämmerung hinaus.
...
erschöpft und halb blind in der zunehmenden dunkelheit kehrte sie schließlich zur hecke zurück. sie zwängte sich noch einmal durch die zweige, um die bruchstücke der eierschalen zu betrachten. am rande ihres gesichtsfeldes erblickte sie etwas, das wie ein größeres stück schale aussah und in einem grasbüschel steckte. sie glitt hinunter und fand das unversehrte ei. hoch über ihrem kopf sammelte sich am ende eines blattes das regenwasser und tropfte genau auf das ei, das auszukühlen begann. die blutzufuhr zum embryo hatte beinahe aufgehört, aber das weibchen spürte, dass noch leben in dem ei war.
...
verzweifelt hüpfte sie schließlich zu dem ei hin und legte sich schützend darüber, so als könnte sie hier auf dem boden weiterbrüten. doch es fühlte sich unter ihr kalt an, und sie schoss in die höhe, als wäre sie mit dem tod in berührung gekommen.
...
stunden später hörten sie, wie etwas raschelnd am fuß der hecke entlangschlich. trotz des scheußlichen wetters hatte der duft von zerbrochenen eiern, den der wind ihm zugetragen hatte, den igel aus seiner höhle am ufer gelockt. er war hungrig aus dem winterschlaf erwacht, und der geruch hatte seinen hunger verschärft.
...
er trippelte durch das schnellfließende wasser am straßenrand, blieb witternd stehen, um sich davon zu überzeugen, dass alles in ordnung war, und näherte seine nase vorsichtig dem ei. dann sperrte er das maul weit auf, seine spitzen vorderzähne schlugen sich in die schale, und noch ehe ihr inhalt ausfließen konnte, schleckte und saugte er sie aus, wobei der schmerz in seinem magen nachließ. als er in seine höhle zurückkehrte, war ihm bereits wärmer, und er fühlte sich gestärkt. das leben war gut zu ihm gewesen.
aus: im herzen des tals, von nigel hinton
25.04.2009 um 21:26 Uhr
sag mir, wo die blumen sind
Musik: little dragon - twice
25.04.2009 um 17:16 Uhr
retour
Stimmung: minus zwei
Musik: stille
heute im postkasten: zwei briefe, die ich selbst verschickt hatte, zwei briefe, die seit monaten überfällig waren- die ich mit meiner letzten kraft, so kam es mir vor, verfasst habe. bei denen es ewig gedauert hat, bis ich die nötigen unterlagen dafür zusammen hatte. kaum erleichterung, als sie dann endlich mit der richtigen adresse und einer passenden briefmarke bei der post waren. und heute: wieder da. retour an den absender. beide. ist es, weil ich die adresse neben das vorhandene sichtfenster geschrieben habe und nicht auf dem brief selbst hatte? kann denn die postmaschine nicht die schrift erkennen? sucht sie denn nur nach sichtfenstern im umschlag, und- steht da nix drin- kommen die briefe zurück? ich verstehe das nicht.
und es raubt mir alle hoffnung, dass ich überhaupt noch etwas auf die reihe kriegen kann. ich kann nicht einmal mehr briefe verschicken. nun, es ist wenigstens ein geschehnis, was außerhalb meines kopfes stattgefunden hat und welches ich versuchen kann, zu beschreiben...
was solls.
19.04.2009 um 23:16 Uhr
menschen mit augen
Stimmung: minus drei
Musik: stille
19.04.2009 um 01:18 Uhr
omnipermeabel
Stimmung: minus drei
Musik: little dragon - twice
auf dem rücken liegend. die augen weit offen. tropfen. blinzeln. wie hypnotisiert den klängen folgend. treiben. der leib wie wund. ihr dürft nicht- dürft mich nicht anfassen. ich - löse mich auf. verbrenne von innen heraus. brenne aus. die tropfen. zählen. hülle, die nicht ist. seifenblase, in schillernden farben. gaukeln, vorgaukeln. ich bin kein - schmetterling. der regenwurm, der sich im wasser krümmt. stirbt. brennender schmerz. schwere gerüche, die von den pflanzen ausgehen. mein kopf, der ins gewitter fällt. dann der punkt. ein schnitt in der zeit. die faser zerreißt. omnipermeabel. alles strömt ein. mein ich strömt aus. das fass läuft über. das land der tränen, des schmerzes. wozu. ich selbst muss doch tröster werden. zerrinnen, zerrinnen. der atem, der nicht- zu viel. zu viel.
16.04.2009 um 22:43 Uhr
little dragon
Stimmung: minus drei
Musik: little dragon - twice
Twice I turn my back on you
I fell flat on my face but didn't loose
Tell me where would I go
Tell me what led you on I’d love to know
Was it the blue night
Gone fragile
Was it both men
In wonder steady gone under
Was it the light ways
So frightening
Was it two wills
One mirror holding us dearer now
Thought I had an answer once
But your random ways swept me along
Colossal signs so I got lost
With so many lovers singing soft
Was it the blue night
Gone fragile
Was it both men
In wonder steady gone under
Was it the light ways
So frightening
Was it two wills
One mirror holding us dearer now
little dragon
13.04.2009 um 12:44 Uhr
nicht bereit
Stimmung: minus drei
Musik: stille
13.04.2009 um 00:21 Uhr
die worte. das brot. der wein.
Stimmung: null
Musik: stille
12.04.2009 um 23:40 Uhr
o stern und blume
Stimmung: plus eins
Musik: stille
o stern und blume,
geist und kleid
lieb, leid und zeit
und ewigkeit
clemens brentano
11.04.2009 um 23:26 Uhr
was ist das II
Stimmung: plus zwei
Musik: stille
gleiches pflänzchen, andere perspektive.
11.04.2009 um 14:46 Uhr
ranunkel
Stimmung: plus zwei
Musik: stille
schaut doch nur! und sowas wächst hier in meinem verwilderten garten... und ich glaube, ich habe einen spontanen lernschritt mit dem fotoapparat gemacht.
10.04.2009 um 22:41 Uhr
was ist das.
Stimmung: plus zwei
Musik: stille
wer weiß es, was das für ein pflänzchen ist...?
10.04.2009 um 19:40 Uhr
triptychon
Stimmung: plus drei
Musik: bärenbude
hab heute gemalt und gemalt. wichtig ist nicht das ergebnis, sondern der vorgang des malens an sich...
ostern triptychon
09.04.2009 um 22:14 Uhr
wildkräutersalat
Stimmung: plus drei
Musik: stille
und- und außerdem, als ich da vorhin in der wiese lag, da hab ich blumen gepflückt. gänseblümchen. da waren sooo viele. und löwenzahn. und brennnesseln. und deswegen tut jetzt auch mein zeigefinger weh. und sauerampfer. und zitronenmelisse. so vieles ist schon da! wildkräuter! und das sah so aus:
und dann hab ich noch buchweizen geröstet und alles in eine schüssel getan und salat draus gemacht und hab es aufgegessen... und die brennnesseln haben total gebrannt im mund. brennt jetzt noch. war sehr abenteuerlich. also ein sehr abenteuerliches geschmackserlebnis. schmecken ja sehr kräftig, diese wildkräuter. bitter. und brennend und nach erde. und sauer. und herb. und blumig, und klebrig, und irgendwie toll.nach frühling und nach erde.
09.04.2009 um 21:46 Uhr
primel
Stimmung: plus drei
Musik: stille
und mein primelchen...
so zart, fast wie ein schmetterlingsflügel.
09.04.2009 um 21:33 Uhr
tulpe
Stimmung: plus zwei
Musik: stille
da war ich heute im garten und total enttäuscht von der ausbeute der bilder. und dann irgendwann merkte ich, dass ich die bilder in 18% der gesamtgröße anschaue. und dann hab ich mal auf 100% geklickt und wie mit einer lupe nach interessanten bildausschnitten gesucht, und plötzlich verwandelten sich die bilder, wurden tiefer und reichhaltiger. und da hab ich doch den einen oder anderen ausschnitt gefunden, der mich erfreut. naja. ich übe noch...
08.04.2009 um 10:10 Uhr
es geht nicht
Stimmung: minus eins
Musik: stille
