graugnomenspinne
Musik: stille
heute getroffen und gleich in sie verliebt...
Musik: stille
heute getroffen und gleich in sie verliebt...
Stimmung: null
Musik: stille
Stimmung: null
Musik: arvo pärt - de profundis
kann es sein, dass menschen eine hülle haben. kann es sein, dass diese hülle verloren geht. wo kann sie denn hin sein, und wie kriegt man sie wieder. scheint so, als wäre das letzte bisschen hülle von mir gewichen. und schutzlos stehe ich wie im regen und jeder tropfen ist ein schmerz, wie ein stich, wie eine wunde, die lange zum heilen braucht. ich weiß gar nicht, warum. das kann doch nicht sein. ich brauche aber ein hülle. oder sollte ich doch in die höhle... aber wo. wie. wann. ich glaube, man kann sterben ohne hülle. früher oder später. und schlafen hilft schon lang nicht mehr.
Stimmung: minus drei
Musik: de profundis - arvo pärt
de profundis clamavi ad te Domine
Domine exaudi vocem meam
fiant aures tuae intendentes
in vocem deprecationis meae
si iniquitates observabis Domine
Domine quis sustinebit
quia apud te propitiatio est
propter legem tuam sustinui te Domine
sustinuit anima mea in verbum eius
speravit anima mea in Domino
a custodia matutina usque ad noctem
speret Israhel in Domino
quia apud Dominum misericordia
et copiosa apud eum redemptio
et ipse redimet Israhel
ex omnibus iniquitatibus eius.
... Out of the Depths
Out of the depths I cry to Thee, O Lord!
Lord, hear my voice!
Let Thy ears be attentive to the voice of my supplications!
If Thou, O Lord, shouldst mark iniquities,
Lord, who could stand?
But there is forgiveness with Thee,
that Thou mayest be feared.
I wait for the Lord, my soul waits,
and in His Word I hope;
my soul waits for the Lord more
than watchmen for the morning,
more than watchmen for the morning.
O Israel, hope in the Lord!
For with the Lord there is steadfast love,
and with Him is plenteous redemption.
And He will redeem Israel from all His iniquities.
Thus far the Word of the Lord our God.
Stimmung: minus drei
Musik: stille
Stimmung: null
Musik: stille
die augen
geschlossen
ach sand
rinnt durch die finger
kein halt
es ist kalt
in der ferne
kalt
Stimmung: minus zwei
Musik: stille
Stimmung: minus eins
Musik: stille
Stimmung: minus drei
Musik: stille
Stimmung: minus eins
Musik: schritte im treppenhaus
Stimmung: minus drei
Musik: geschrei aus der ferne
meine sprache ist eine fremdsprache. keiner versteht sie. mein körper spricht ebenfalls eine fremde sprache. die zeichen sind nicht kompatibel mit der welt, den menschen. und in mir selbst, im eigenen system, bin ich nicht kompatibel. meine zeichensprache entspricht nicht dem inhalt meiner gedanken, nicht dem inhalt meiner gefühle, ein ich scheint es gar nicht zu geben- oder doch. ein chamäleon-ich. ein wandelbares ich, welches die farbe seines untergrundes, nein, seines gegenübers, annimmt. pfeilschnell. gedanken liest- nein, vermutet, und dennoch: falsch liegt. die farbe. nie ganz kongruent. verständigung nicht möglich, trotz gleicher farbe. resignation. ich möchte nicht mehr reden. wozu mit den armen rudern, mit der eigenen zunge ringen, den körper verbiegen.
auf null gehen. eine nulldiät im sprechen. es hat keinen sinn. alle versuche verlaufen im nichts, oder nein, schlimmer- in einer katastrophe. verstummen. das geheimnis wahren, die eigene sprache geheimhalten, verstummen. die worte haben eine bedeutung für mich. musik- hat eine bedeutung für mich. die farben haben eine bedeutung für mich. oder nein. eher einzelne töne, bruchstücke, phrasen. sie sind normalerweise miteinander verknüpft, bilden ein größeres ganzes, welches ich nie verstehe. warum kann ben das. was ist an mir anders. aber sie sind sie selbst, die worte, aber sie bleiben fremd, die töne, berühren von fern, oder... schlagen ein- aber dienen können sie mir nicht. oh, diese anstrengung. ich bin so müde. ich möchte es nicht mehr erklären müssen. aber, ach: die träume. die angst, die bis hinein in träume reicht, mir in den schlaf folgt, mich quält. nicht locker lässt. ich brauche gewitter, die mich wecken, mit dumpfem schlag zwar, der übelkeit erregt, aber doch nachhaltig wach hält. traumschmerz, was ist das. warum tut das denn so weh. warum fällt mir alles aus der hand. warum fällt alles von mir ab. das verstehst du nicht, ich weiß. wie denn auch. vielleicht eine andere sprache? aber wofür. es funktioniert nicht- nicht in mir, nicht in dir. wie innen so außen. auf ganzer linie. wie auch immer. ich brauche einen neuen entwurf.
Stimmung: minus zwei
Musik: stille
mit ruhiger stimme rede ich zu dir. taumle nicht. stehe. spreche. höre. lache. du glaubst mir nicht- du verstehst nicht. du weißt nicht. was tun. fremd.
Stimmung: minus zwei
Musik: stille
meine träume. was ist schlimmer- dieser traum, nacht für nacht- das gewitter, welches mich mit einem donnerschlag weckt aus der folter. der schlag, dessen wucht ich jetzt noch spüre. der nicht nur meinen körper traf, mein gesicht, den knochen zertrümmerte. nur ein bild, ein bild für etwas- ich weiß es. weiß es genau. und kann es nicht ändern. bewusstsein- unterbewusstsein. meine angst. verdrängen hilft nicht. der traum übernimmt- hat die schlimmeren mittel. schweißgebadet. ich will hinaus- wüsste ich doch, wie man träume unterbricht. oder: die echtzeit, der schlag, der nur die seele trifft. lügen. verdrängen. unehrlich sein. fliehen, flehen, mein licht erloschen. scheffel. mein mund spricht worte, die ich nicht aufhalten kann, sagt nicht, was das gehirn befahl, sich wünschte. und ich stehe verzweifelt neben mir, höre mich sprechen und zerweine mich von innen heraus. wozu, wozu. alles vergeht, dehnt sich aus, und vergeht. ballen und lösen. und alles ballt sich zu ihm hin. chiffren. jaja. meine chiffren. was bleibt... ich habe angst vor der nacht. vor dem dunkel, vor- mir selbst.
was gutes dir die götter senden,
bewahr es treu in deinen händen.
bewahr, bewahr es treu
in deinen
händen.