arinnas mikrokosmos

31.05.2009 um 22:18 Uhr

graugnomenspinne

von: arinna   Kategorie: makro

Musik: stille

spinne

heute getroffen und gleich in sie verliebt...

 

24.05.2009 um 11:57 Uhr

totgeburt

von: arinna   Kategorie: mikro   Stichwörter: traum

Stimmung: null
Musik: stille

heute nacht: ich hatte eine katze. ein kleines zerbrechliches kätzchen, welches ich sehr liebte, welches ganz zart war und mir ungeheuer schützenswert vorkam. sein wohlergehen lag in meiner hand. meine ganze liebe und fürsorge galt ihm. ich trug es in meinen armen und spürte plötzlich bewegung in seinem leib. ich wusste, es trug leben in sich. es würde junge bekommen. heiße freude durchflutete mich. ich wusste, auch das neue leben, welches da heranwuchs, war ungeheuer zerbrechlich. ich traute mich kaum, die katze in meinen armen zu halten. aus angst, die jungen in ihrem leib zu zerdrücken. ich ging aus ungeklärten gründen zum waschbecken und ließ sehr heißes, dampfendes wasser ein. einen augenblick ließ ich das kätzchen aus den augen. als ich mich zum waschbecken umdrehte, war sie hineingefallen in das kochendheiße wasser. ihr leib war wie eine hülle, schlaff und leer. sie war tot. um sie herum schwammen im heißen wasser fünf kleine tote, nackte katzenkinder. voller verzweiflung griff ich in das wasser und hob sie alle heraus. das schuldgefühl war unermesslich. ich fiel rasend vor schmerz weinend und schreiend auf den boden. davon wachte ich auf.  

24.05.2009 um 01:32 Uhr

ich schaue in die welt

von: arinna   Kategorie: makro

Musik: eric whitacre - sleep

augen

21.05.2009 um 23:42 Uhr

und jeder tropfen ist ein schmerz

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: null
Musik: arvo pärt - de profundis

kann es sein, dass menschen eine hülle haben. kann es sein, dass diese hülle verloren geht. wo kann sie denn hin sein, und wie kriegt man sie wieder. scheint so, als wäre das letzte bisschen hülle von mir gewichen. und schutzlos stehe ich wie im regen und jeder tropfen ist ein schmerz, wie ein stich, wie eine wunde, die lange zum heilen braucht. ich weiß gar nicht, warum. das kann doch nicht sein. ich brauche aber ein hülle. oder sollte ich doch in die höhle... aber wo. wie. wann. ich glaube, man kann sterben ohne hülle. früher oder später. und schlafen hilft schon lang nicht mehr.

 

21.05.2009 um 00:17 Uhr

out of the depths

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: minus drei
Musik: de profundis - arvo pärt

de profundis - arvo pärt

de profundis clamavi ad te Domine

Domine exaudi vocem meam
fiant aures tuae intendentes
in vocem deprecationis meae

si iniquitates observabis Domine
Domine quis sustinebit

quia apud te propitiatio est
propter legem tuam sustinui te Domine
sustinuit anima mea in verbum eius

speravit anima mea in Domino

a custodia matutina usque ad noctem
speret Israhel in Domino

quia apud Dominum misericordia
et copiosa apud eum redemptio

et ipse redimet Israhel
ex omnibus iniquitatibus eius.


 

 ... Out of the Depths
Out of the depths I cry to Thee, O Lord!
Lord, hear my voice!
Let Thy ears be attentive to the voice of my supplications!
If Thou, O Lord, shouldst mark iniquities,
Lord, who could stand?
But there is forgiveness with Thee,
that Thou mayest be feared.
I wait for the Lord, my soul waits,
and in His Word I hope;
my soul waits for the Lord more
than watchmen for the morning,
more than watchmen for the morning.
O Israel, hope in the Lord!
For with the Lord there is steadfast love,
and with Him is plenteous redemption.
And He will redeem Israel from all His iniquities.
Thus far the Word of the Lord our God.

20.05.2009 um 23:20 Uhr

de profundis

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus drei
Musik: stille

de profundis. aus der tiefe rufe ich zu dir. wer immer du bist. ich kann nicht mehr! ich halte das alles nicht mehr aus. es schnürt mir den hals zu. krämpfe im kehlkopf. was soll denn das bedeuten. nicht mehr sprechen? oder was? hm? was denn noch. was soll ich denn noch alles. wann hört das auf. sieh mich an. aber nicht in die augen. ich will nicht mehr funktionieren müssen. ich sehe den weg nicht mehr. es soll aufhören. bitte.

20.05.2009 um 00:12 Uhr

die augen geschlossen

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: null
Musik: stille

die augen geschlossen

 

die augen

geschlossen

ach sand

rinnt durch die finger

kein halt

es ist kalt

in der ferne

kalt

19.05.2009 um 23:36 Uhr

aus der tiefe denke ich zu dir hinauf

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus zwei
Musik: stille

ich möchte den mund öffnen und sprechen. zu dir. mein herz formt worte, sie steigen auf, und möchten den wind fassen, aber kaum gelangen sie an den kehlkopf, werden sie zu einem weinen. ein wimmern. der sinn geht verloren, auf dem weg durch den leib. es bleibt nur schmerz. eine verzweiflung, die mich beinahe entzwei reißt. ich höre dich, und aus der tiefe denke ich zu dir hinauf- aber- ich kann nicht antworten, auch wenn es ein widerspruch ist. alles wäre falsch. ein traum. ein traum hat mich gelehrt zu schweigen, er zieht vor meiner seele auf und nieder und mahnt mich. alles falsch. verquer. und ich kann nur noch den kopf sachte schütteln und den blick senken. aber: was nicht gesagt wird, wird geträumt. wieder und wieder: ich nehme den stift zur hand und lasse ihn fallen, sehe ihn fallen, sehe ihn auftreffen- höre den laut. ich verstehe nicht. verzeih.

19.05.2009 um 21:13 Uhr

öffne mich nicht.

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus eins
Musik: stille

du brichst etwas auf in mir. ja, ich weiß, es war verschüttet, ist es noch. es war einmal da, war gut. half mir durch die welt. ließ mich die tage erkunden, wie das kind, welches nicht anfang noch ende kennt, wo die zeit nicht existiert und gestern und morgen noch fremdwörter sind. wo der mund noch den moment schmeckt und alles gleich wichtig wird, bis die hand kommt und dich leise hinwegzieht. und du gehst mit. aber nun war der panzer fast perfekt- ich hatte einen schutz, konnte funktionieren, zumindest ein wenig. führ mich nicht zurück. ich weiß, ich weiß, es wirkt verschlossen. stumm. aber verstehe: für mich gab es nur offen oder zu. keine wahl. ich habe so lange an dem panzer gearbeitet. öffne mich nicht- du hast gesehen, was passiert. ich habe angst.

17.05.2009 um 23:18 Uhr

traumgefühle

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus drei
Musik: stille

niemand ist da. allein. es muss so sein, ich weiß. ich weiß auch keine antworten mehr. ich mag nicht mehr reden, nichts mehr tun. dachte, ich wäre fertig mit allem. aber diese einsamkeit. und diese angst immer noch. sie wird deutlich in den träumen. schweißgebadet erwache ich und finde nicht heraus. glaube den traumgefühlen. die erleichterung: es war nur ein traum, nur ein traum! bleibt aus. wozu noch kämpfen. wo seid ihr. ich wäre so gern wie ihr. was habt ihr in meinen träumen zu suchen. ich möchte das nicht. ich bekomme nichts in den griff. ich verliere alles. was ich konnte- ich verliere es. falle zurück. ich kann das nicht. ben, jonathan, caspar. ich kann das nicht. ich will auch nicht mehr. auszeit, auszeit! ausfall. ich finde den weg nicht. nicht hinein, nicht hinaus. die vorwürfe, der selbsthass, das scheitern. ich finde keinen rhythmus. keine kraft mehr für den tag. für die aufgaben. diese verantwortung. ich träume von fallenden krügen, die nicht zerbrechen dürfen. von wasser, von kindern, die überfahren werden. die sterben. ohne, dass ich es verhindern kann. von schmerzen, von strafen, von schuld. von dir. bitte, lass mich wenigstens nachts in ruhe. ich weiß keine antwort, glaub mir. wo. wo ist nur meine hoffnung hin.

12.05.2009 um 21:41 Uhr

wichteln

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus eins
Musik: schritte im treppenhaus

seltsames gefühl. wer hat das getan. und vor allem. warum. ich bin gemeint und kann es nicht glauben. oder bin ich nicht gemeint. ein irrtum. halte ich das aus. ich weiß es nicht. warum tust du das. es bringt mich aber - auch auf ...eine gute idee. öfter mal wieder wichteln, was für ein spaß, was für eine vitaminspritze für das selbstwertgefühl. schöne ideen. der jugendlichen, die gestern so schrie- die beinahe das ganze haus zusammenschrie- etwas wichteln. etwas gutes tun. etwas, dass ihr nahe geht. sie soll sich gemeint fühlen. oder jemandem fremdes. gutes tun. durch die straßen laufen und nette dinge wichteln, verschicken. geheim, geheim. die erinnerung an etwas schönes. aber bitte nicht mit mir. ich halte sowas nicht aus.

10.05.2009 um 23:22 Uhr

auf null gehen

von: arinna   Kategorie: mikro   Stichwörter: minus

Stimmung: minus drei
Musik: geschrei aus der ferne

meine sprache ist eine fremdsprache. keiner versteht sie. mein körper spricht ebenfalls eine fremde sprache. die zeichen sind nicht kompatibel mit der welt, den menschen. und in mir selbst, im eigenen system, bin ich nicht kompatibel. meine zeichensprache entspricht nicht dem inhalt meiner gedanken, nicht dem inhalt meiner gefühle, ein ich scheint es gar nicht zu geben- oder doch. ein chamäleon-ich. ein wandelbares ich, welches die farbe seines untergrundes, nein, seines gegenübers, annimmt. pfeilschnell. gedanken liest- nein, vermutet, und dennoch: falsch liegt. die farbe. nie ganz kongruent. verständigung nicht möglich, trotz gleicher farbe. resignation. ich möchte nicht mehr reden. wozu mit den armen rudern, mit der eigenen zunge ringen, den körper verbiegen.

auf null gehen. eine nulldiät im sprechen. es hat keinen sinn. alle versuche verlaufen im nichts, oder nein, schlimmer- in einer katastrophe. verstummen. das geheimnis wahren, die eigene sprache geheimhalten, verstummen. die worte haben eine bedeutung für mich. musik- hat eine bedeutung für mich. die farben haben eine bedeutung für mich. oder nein. eher einzelne töne, bruchstücke, phrasen. sie sind normalerweise miteinander verknüpft, bilden ein größeres ganzes, welches ich nie verstehe. warum kann ben das. was ist an mir anders. aber sie sind sie selbst, die worte, aber sie bleiben fremd, die töne, berühren von fern, oder... schlagen ein- aber dienen können sie mir nicht. oh, diese anstrengung. ich bin so müde. ich möchte es nicht mehr erklären müssen. aber, ach: die träume. die angst, die bis hinein in träume reicht, mir in den schlaf folgt, mich quält. nicht locker lässt. ich brauche gewitter, die mich wecken, mit dumpfem schlag zwar, der übelkeit erregt, aber doch nachhaltig wach hält. traumschmerz, was ist das. warum tut das denn so weh. warum fällt mir alles aus der hand. warum fällt alles von mir ab. das verstehst du nicht, ich weiß. wie denn auch. vielleicht eine andere sprache? aber wofür. es funktioniert nicht- nicht in mir, nicht in dir. wie innen so außen. auf ganzer linie. wie auch immer. ich brauche einen neuen entwurf.

08.05.2009 um 22:14 Uhr

fremd.

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus zwei
Musik: stille

mit ruhiger stimme rede ich zu dir. taumle nicht. stehe. spreche. höre. lache. du glaubst mir nicht- du verstehst nicht. du weißt nicht. was tun. fremd.

08.05.2009 um 21:15 Uhr

der schlag, der nur die seele trifft.

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus zwei
Musik: stille

meine träume. was ist schlimmer- dieser traum, nacht für nacht- das gewitter, welches mich mit einem donnerschlag weckt aus der folter. der schlag, dessen wucht ich jetzt noch spüre. der nicht nur meinen körper traf, mein gesicht, den knochen zertrümmerte. nur ein bild, ein bild für etwas- ich weiß es. weiß es genau. und kann es nicht ändern. bewusstsein- unterbewusstsein. meine angst. verdrängen hilft nicht. der traum übernimmt- hat die schlimmeren mittel. schweißgebadet. ich will hinaus- wüsste ich doch, wie man träume unterbricht. oder: die echtzeit, der schlag, der nur die seele trifft. lügen. verdrängen. unehrlich sein. fliehen, flehen, mein licht erloschen. scheffel. mein mund spricht worte, die ich nicht aufhalten kann, sagt nicht, was das gehirn befahl, sich wünschte. und ich stehe verzweifelt neben mir, höre mich sprechen und zerweine mich von innen heraus. wozu, wozu. alles vergeht, dehnt sich aus, und vergeht. ballen und lösen. und alles ballt sich zu ihm hin. chiffren. jaja. meine chiffren. was bleibt... ich habe angst vor der nacht. vor dem dunkel, vor- mir selbst.

 

03.05.2009 um 23:09 Uhr

alles gute für seren_a

von: arinna   Kategorie: makro

was gutes dir die götter senden,

bewahr es treu in deinen händen.

bewahr, bewahr es treu

in deinen

händen.

butterblume

 

  arvo pärt - für alina