arinnas mikrokosmos

15.01.2009 um 01:04 Uhr

ayaruk

von: arinna   Kategorie: ayaruk

ayaruk hockte lange auf dem stein, bis sie schließlich langsam wieder aus ihrer gedankenwelt auftauchte. sie bemerkte jetzt erst die kälte, die sie durchdrang. sie bewegte sich vorsichtig, bis sie ihre glieder wieder einigermaßen spürte. dann machte sie sich auf den heimweg. mikun war längst zurück zur hütte gelaufen und saß nun wartend auf dem schmalen fensterbrett neben der tür ihrer hütte. ayaruk nahm sich einen arm voll holz, trat ein und legte einige scheite auf das fast erloschene feuer. mikun sprang auf den stuhl und begann sich umständlich zu putzen. ayaruk zitterte nun vor kälte. sie holte die rostrote wolldecke aus ihrem bett und hüllte sich darin ein. ihre füße waren wie eis und fühlten sich wie vom körper abgetrennt an. es würde lange dauern, bis sie sich einigermaßen aufgewärmt haben würde.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 15.01.2009 um 01:30 Uhr:Liebe arinna,
    du beschreibst es wunderschön.
    Ja, ich kenne dieses auch, das Gefühl der fast nicht mehr zu einem gehörenden Füsse, der Katze die stolz vor oder hinter einem läuft, sich hin und wieder einem dabei auch vor die Füsse wirft, oder um zu zeigen was sie kann, an einem Baum kratzt. Ein Arm voll Holz mit reinnehmen und darauf zu warten, dass es wieder warm wird. Ja, sogar das schimpfen des Eichelhähers, es sind so wunderbare Vögel.
    Liebe Grüsse an dich.
    sternenschein
  2. zitierenarinna schreibt am 15.01.2009 um 09:33 Uhr:danke, sternenschein.
    ein neuer versuch von mir, mich auszudrücken... ich selbst bin noch nicht so begeistert, merke, dass ich nicht weiß, wohin mich das führen wird, dass ich meine ideen nicht umsetzen kann, und dass das sehr wohl wieder eng mit mir zusammenhängt, obwohl ich doch abstand schaffen wollte...
  3. zitierensternenschein schreibt am 19.01.2009 um 03:04 Uhr:Liebe Arinna,
    meintest du damit Abstand von dir selbst? Wie soll das gehen, sich von sich selbst zu trennen und ist dieses wünschenswert, nicht bei sich selbst zu sein?
    Ich hoffe diese Frage verwirrt dich nicht, sollte sie jedenfalls nicht. Ich frage es nur, weil ich immer gerne ganz bei mir sein will, eben um auch ein ganzes sein zu können.
    Es gab natürloch auch bei mir Zeiten, zu denen ich mich selbst gesucht habe, neu sortiert habe um zu sehen was ich will.
    Und manchmal ist es auch heute so, dass ich mir selbst nachspüre, um zu schauen, was das richtige für mich ist.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  4. zitierenarinna schreibt am 20.01.2009 um 09:41 Uhr:ja, das meinte ich, oder? abstand von mir selbst, von den immer gleichen denkbahnen, dem eingeengten fühlen. dem erleben. ich dachte, ayaruk könnte mir neue wege zeigen, aber sie beharrt darauf, mich zu benutzen und dasselbe zu tun wie ich. hm, nun bin ich doch ein wenig verwirrt, denn vielleicht sind diese einengungen ja sehr fern von mir und lassen mich nicht heran an mich. kann auch sein. es fühlt sich jedenfalls nicht gut an- und ich kann das alles nicht mehr auseinanderhalten...

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