ayaruk
ayaruk irrte draußen ziellos umher und versuchte, sich zu konzentrieren. sie atmete mehrmals tief durch, aber als ob sie sie einatmete, wurde ihre unruhe davon nur immer größer. als sie an der alten buche vorbeikam, schlug ihr das herz bis zum hals, die hände zitterten und eine welle von panik machte sich in ihr breit. nein, stöhnte sie, nicht schon wieder, nicht jetzt. dann ließ sie sich vornüber fallen und lag nun auf der kalten erde. ein lichtblitz zuckte durch ihr bewusstsein. ein scheinwerfer, hinter einer kurve plötzlich auftauchend, sie blendend, das quietschen von reifen, ein schrei, dann krachen und dann diese stille, diese totenstille, die sie danach umgab. nacht. dunkle nacht. ayaruk wimmerte. irgendwann rollte sie sich auf die seite und wartete, bis sie wieder ruhiger wurde, bis die erinnerungen von ihr abließen, ihr bewusstsein freigaben. es war immer noch sehr kalt. die sonne begann bereits hinter den hügeln unterzugehen und tauchte den ort in ein rötliches licht. ayaruk versuchte, aufzustehen. sie lehnte sich an den stamm der dicken buche, wartete noch eine weile und sah zu, wie die dämmerung über die hügel kroch und schließlich von ihr besitz ergriff. als es vollends dunkel geworden war, stand sie auf und ging langsam zurück zur hütte. das feuer war erloschen- es war klamm und kalt. auf der fensterbank stand der vorteig. ayaruk nahm die schüssel, ging hinaus und schüttete die masse in die büsche hinter dem holzschuppen. sie ging wieder hinein. erschöpft ließ sie sich auf einen stuhl fallen und legte den kopf auf den tisch. Â
