find ich nicht wieder
Musik: apocalyptica - beyond time
ich hab was kommentiert und nun finde ich den blog nicht wieder...
wie mach ich das?
gibt es eine suche oder kann ich irgendwo meine abgegebenen kommentare nachsehen?
Musik: apocalyptica - beyond time
ich hab was kommentiert und nun finde ich den blog nicht wieder...
wie mach ich das?
gibt es eine suche oder kann ich irgendwo meine abgegebenen kommentare nachsehen?
Musik: stille
Musik: music del mar
wenn ich krank bin, sitzt niemand an meinem bett. naja, meistens bin ich auch nicht im bett. lass mir ja nie was anmerken. ich bin allein hier, auf mich gestellt. will das auch so. stolz darauf. lasst mich alle in ruhe. sprechen strengt mich eh so an. wenn ich aber so darüber nachdenke, weil- weil...
weil ich insulin für meine katze brauchte... zu krank war, um es selbst holen zu können, ich wusste ja, dass es noch bis montag reichen würde, wusste aber nicht, dass ich so krank werden würde, da- da merkte ich, dass
ich eben allein bin.
Musik: stille
Musik: paramore- decode
Musik: stille - regen
am siebzehnten juli wurde dieser blog zwei jahre alt. obwohl ich kurz vorher dran gedacht hatte, hab ich es dann doch verdrängt. und vergessen. ich habe selten geschrieben, aber ich bin doch froh, dass es ihn noch gibt. dass es euch gibt. auch wenn hier wenige bis gar keine lesen. hier zu schreiben ist manchmal letztes und einziges ventil. vielleicht guck ich demnächst mal, wie es ayaruk geht. wahrscheinlich liegt sie immer noch irgendwo bewusstlos am boden...
wenn ich sehr viel in ordnung bringen muss, und unter der last des wirrwars fast zusammenbreche, dann suche ich mir aus der hintersten chaosecke ein durcheinandergeratenes bündel schnüre und fange an, sie ganz langsam und ganz akribisch zu entknoten, zu ordnen und neu wieder aufzuwickeln. oder ich zupfe unkraut auf der straße...
das braucht man:
2 kg rhabarber (möglichst viele rote stiele)
2 tassen wasser
ca. 50 ml aroniasaft (gibt es im bioladen als muttersaft) oder apfelsaft
500 g zucker
saft von 2 zitronen
15 g zitronensäure (apotheke oder in kleinen tütchen aus der backabteilung)
so geht das:
den rhabarber gut waschen, aber nicht putzen. in stücke schneiden, in einen großen topf tun (rhabarber schäumt beim kochen) und mit dem wasser köcheln lassen, bis er weich und vollständig zerfallen ist.
das rhabarbermus in ein sieb schütten und die flüssigkeit in einem zweiten topf auffangen. evt. durch ein sauberes tuch abseihen und auspressen. man kann es auch über nacht stehen und gut abtropfen lassen. messen, wieviel flüssigkeit man bekommen hat. mit dem aroniasaft oder mit apfelsaft oder mit beidem auf einen liter auffüllen. aroniasaft habe ich genommen, weil er schön sauer und etwas herb ist und den sirup noch röter färbt. nimmt man aber zuviel, sieht es gar nicht mehr nach rhabarbersirup aus, sondern wie johannisbeersaft... den zucker und die zitronensäure und den zitronensaft einrühren. aufkochen, oder evt. auch bei weniger hitze etwas einkochen lassen.
noch heiß in sehr gut ausgespülte flaschen füllen (ich stelle sie dabei in die spüle auf ein klitschnasses geschirrhandtuch, und mir ist noch nie eine flasche gesprungen). sofort mit ausgekochten deckeln verschließen.
mit mineralwasser aufgießen und genießen. oder auch in sekt schütten, oder über eis gießen oder mit joghurt verrühren. man kann auch laut einigen rezepten vor dem einkochen noch 5 g natron hinzugeben- um die oxalsäure ein wenig zu neutralisieren, die die zähne angreift und dabei so stumpf macht... aber das hat bei mir so extrem und so ausdauernd geschäumt, dass ich es seitdem ohne mache. und das schmeckt hinterher genau so gut.
es ist jetzt sehr warm, und das ist gut.
ich habe einen zweiten rhabarbersirupversuch gestartet, und ich glaube, nun ist er gut geworden. sauer und ein bißchen süß. und rötlich.
Musik: stille
es ist so kalt und dabei ist es doch - sommer. morgen ist der längste tag des jahres. mittsommernacht. ist es nicht auch der offizielle sommeranfang?
oh bitte, fang an, sommer. mir ist so kalt!
diese tomate aus dem ausguss meiner spüle, die hatte ich tatsächlich bis vor ein paar tagen. sie war schon über einen meter groß, zitterte in der heizungsluft, war mit dem wenigen licht zufrieden und wartete auf meiner südlichsten fensterbank auf die eisheiligen. und nun hab ich- ich hab-
ich wollte ihr wirklich nur etwas gutes tun!
ich hatte kartoffeln gekocht und dachte, ich gebe ihr das kochwasser, mit vielen vitaminen und noch etwas erde und so. und dann ließ sie plötzlich die blätter hängen als hätte sie durst. ich goss mehr. aber es half nichts. plötzlich fiel es mir wie schuppen von den augen: ich hatte das kochwasser gesalzen. ich hasse mich. ich hab sie umgebracht. sie ist verdurstet. ich holte sie in windeseile aus dem topf, spülte sie hundertausendmal in der badewanne ab, pflanzte sie in frische erde- aber es half nicht. sie ist vertrocknet. und es ist bloß eine tomatenpflanze. und doch haut mich das um. es haut mich einfach um.
Musik: stille
und dabei hab ich doch sogar was positives zu berichten:
mein kleiner tiger, mein caspar, der hatte doch diabetes, was mich sehr beschäftigt und uns beide ziemlich gestresst hat... im august waren wir nochmal bei der tierärztin, die uns sagte, der langzeitzuckerwert sei immer noch sehr schlecht und ich solle mehr insulin spritzen. gut, dass ich den zuckerwert so oft es ging selbst gemessen habe... ich hatte mir auch inzwischen ein homöopathisches mittel herausgesucht und kurz vorher begonnen, es ihm zu geben, und am selben abend noch habe ich aufgrund des niedrigen wertes nicht mehr insulin, sondern nur die hälfte gespritzt. und ab dem nächsten morgen habe ich gar nicht mehr gespritzt. seitdem messe ich nur noch alle zwei tage und seine werte sind gut. dieser zustand hält bis heute an. caspar bekommt allerdings kein trockenfutter mehr und kein futter mit zucker- oder getreidegehalt. ich rechne nach einer formel den kohlenhydrat-anteil in der trockenmasse aus und ich weiß nun nicht, ob sich sein diabetes über das futter und die chromgaben reguliert hat- oder ob seine bauchspeicheldrüse sich vielleicht komplett regeneriert hat... es ist jedenfalls fantastisch und wie ein wunder. caspar geht es wieder wie früher und ich bin frei und könnte sogar wieder verreisen, ich dachte, das wäre nie wieder möglich, da keiner sich traute, ihn zu spritzen und auch noch sechsmal täglich den blutzucker zu messen. es ist einfach nur gut, gut, gut für uns beide. caspar hat auch wieder vertrauen und schläft nachts wieder unter meiner bettdecke, was kuschelig und warm und einfach nur schön ist. neulich sah ich zu, wie caspar einen zaunkönig aus der luft fing. seit jahren hatte er keinen vogel mehr erwischt. er war zu müde und zu schwach. den zaunkönig konnte ich leider nicht retten. geschimpft hab ich und geweint habe ich auch um das kleine zarte kerlchen, und doch war in mir das sichere gefühl, dass caspar wieder fit ist und er wieder interesse an seiner umwelt hat. wie gesagt. das ist doch positiv, oder?
Musik: stille
hm. wollte erst wieder schreiben, wenn ich was positives zu berichten hab. da kam aber leider nichts bei rum- war nicht so toll, die letzte zeit. ich bin so unendlich müde und ich konnte und wollte mich auch nicht mehr erklären. alles schlief ein, alle aktivität, alle kommunikation. ich sah irgendwann eine tomate in meiner spüle keimen, konnte lang nichts tun, als ihr einfach nur beim wachsen zuschauen. die hab ich nun behutsam eingepflanzt. obwohl es schon herbst wird. was soll's. dann hab ich seit urzeiten mal wieder abgewaschen. es ist alles so sinnlos. danke der nachfrage, grenzgängerin, manchmal denk ich, es ist so egal, ob man fehlt.
Stimmung: plus zwei
Musik: stille
ach ja, hätt ich es fast vergessen... dieser blog ist heute ein jahr alt. und ich bin etwas enttäuscht, hab ich doch bei vielen gelesen: ..."letztes jahr, da hatte ich noch dieses und jenes nötig", "dieses jahr geht es mir viel besser", "mensch, hast du dich entwickelt", etc... das kann man von mir ja nicht gerade behaupten. was soll's. hab immerhin ein jahr durchgehalten, wenn ich auch nicht jeden tag geschrieben habe.
Musik: stille
ich möchte so gerne helfen. wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch helfen. aber ich kann nicht. ich bin so müde. so müde. es gibt nur funktionieren oder schlafen. wenn jemand mich braucht, funktioniere ich, wenn nicht, kommt ein beinahe unbezwingbares schlafbedürfnis. mein körper passt irgendwie nicht zu mir. missbrauche ich meinen körper. oder missbraucht er mich? was soll mir das alles. ich verstehe noch immer nicht.
Musik: stille
„Zu den verschiedenen Gefühlen, die dem Menschen im Leben anhaften, gehört besonders das eigentliche Daseinsgefühl, das Lebensgefühl, die Freude am Leben überhaupt, am Drinnenstecken im physischen Körper. Darum ist es eine Hauptentbehrung, keinen physischen Körper mehr zu haben. Wir werden nun dadurch das furchtbare Schicksal und die entsetzlichen Qualen jener Unglücklichen verstehen, welche durch Selbstmord aus dem Leben scheiden. Beim natürlichen Tod ist die Trennung der drei Körper verhältnismäßig eine leichte. Selbst bei Schlagfluß oder sonst einer schnellen natürlichen Todesart ist in Wirklichkeit schon längst die Trennung dieser höheren Glieder voneinander vorbereitet worden; sie trennen sich leicht, und die Entbehrung des physischen Leibes ist dann nur eine sehr geringe. Aber bei einer so gewaltsamen plötzlichen Trennung vom Körper wie bei einem Selbstmörder, wo noch alles gesund ist und noch fest zusammenhält, da tritt unmittelbar nach dem Tode eine starke Entbehrung des physischen Körpers aus, die furchtbare Leiden verursacht. Es ist ein furchtbares Schicksal. Der Selbstmörder fühlt sich wie ausgehöhlt und beginnt nun ein grausiges Suchen nach dem so plötzlich entzogenen physischen Körper. Nichts läßt sich damit vergleichen."
(R. Steiner, GA 95, Vor dem Tore der Theosophie, S.
32.)
„Wenn der Mensch Selbstmord begeht, hat er sein Ich mit dem physischen
Körper identifiziert. Daher entsteht nachher um so heftiger die
Gier nach
dem physischen Körper. Er kommt sich dann vor wie ein
ausgehöhlter Baum, wie
einer, der sein Ich verloren hat. Er hat dann einen fortwährenden
Durst nach
sich selbst."
(R. Steiner, GA 93a, Grundelemente der Esoterik, S. 95/96.)
Musik: stille
ja, und das ist mein hummelkäfer, der morgens immer auf der brombeerblüte hockt, bevor die ameisen kommen und ihn wegschicken. leider weiß ich nicht, was das für ein insekt ist...