Stimmung: minus drei
Musik: stille
lass uns darüber reden- ich habe das bedürfnis, darüber zu reden- wir müssen da noch weiter drüber reden- denk noch mal drüber nach- schlaf 'ne nacht drüber... warum. es hilft mir nicht. es ändert sich ja doch nicht. nichts. in regelmäßigen abständen, die immer kürzer werden, zusammenbrüche. erschöpfung. keine krise, nach der man über'n berg ist. ich schaffe den blöden berg nicht. warum geh ich überhaupt weiter. ich kapier das system nicht. weitergehen. ha. wohin denn. auf den abgrund zu. und dann? wozu wozu wozu? und es versteht ja doch niemand. aus was für einem seltsamen geschlecht bin ich entsprossen. ach, die kennen mich auch nicht. ich will nicht mehr kämpfen müssen. aber was dann. aufgeben. verbrennen, lodern, endlich. und dann auferstehen? aus der asche. oh nein, das kenne ich, eine auferstehung gibt es nicht, es ist ja doch immer nur ein traum. warum also brennen, wenn doch kein verbrennen stattfindet, keine veränderung, immer nur sengen, ein immerwährender schwelbrand. der nie ausbricht- nie endgültig vernichtet. erkläre dich. ich möchte mit dir reden. vergiss es. du verstehst mich ja doch nicht, verstehe mich ja selbst nicht. wie soll ich mich denn erklären. und es hilft ja auch nicht. niemandem. es kommt immer wieder, wie es kommen muss. ich erkläre das nicht mehr.