für immer
Stimmung: weit unter null
Musik: stille
zu offen. wieder, wieder zu offen. offen oder zu. keine alternative. ich will einen schildkrötenpanzer! jetzt! nein. keinen panzer. eine membran. ich brauche eine hülle, die das schlimmste abhält und doch empfänglich bleibt. gibt es das überhaupt? lass die türen auf- alles dringt ein. und es ist- nicht vorhersehbar, kann nicht in deckung gehen. mach sie zu- du bist allein. allein. ich hasse es. es schmerzt mich entzwei, ja kaputt. ich schließe für immer zu. gehe in die verpuppung. ein kokon, ja ein kokon. aus seide. fest. weiß. ich bleibe dort, bis ich mich verwandelt habe, nicht in einen schmetterling, nein- zu schön, zu- verletzlich. in was auch immer. es muss hoffnung geben. ich kann nicht mehr. nicht so! ich bin doch schon groß...

das einzige, das hilft, ist immer und immer wieder stehen bleiben, in welchem zustand auch immer, hingucken, auseinander nehmen, reflektieren, auch wenn das meistens unglaublich anstrengend ist und weh tut. das aushalten ist der erste schritt hin zum überwinden der problematik, der erste schritt auf dem weg hin zu sich selbst. dauerhaft.
ganz liebe grüße.