arinnas mikrokosmos

03.08.2008 um 13:11 Uhr

für immer

von: arinna

Stimmung: weit unter null
Musik: stille

zu offen. wieder, wieder zu offen. offen oder zu. keine alternative. ich will einen schildkrötenpanzer! jetzt! nein. keinen panzer. eine membran. ich brauche eine hülle, die das schlimmste abhält und doch empfänglich bleibt. gibt es das überhaupt? lass die türen auf- alles dringt ein. und es ist- nicht vorhersehbar, kann nicht in deckung gehen. mach sie zu- du bist allein. allein. ich hasse es. es schmerzt mich entzwei, ja kaputt. ich schließe für immer zu. gehe in die verpuppung. ein kokon, ja ein kokon. aus seide. fest. weiß. ich bleibe dort, bis ich mich verwandelt habe, nicht in einen schmetterling, nein- zu schön, zu- verletzlich. in was auch immer. es muss hoffnung geben. ich kann nicht mehr. nicht so! ich bin doch schon groß...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierengrenzgaenger schreibt am 03.08.2008 um 13:42 Uhr:einen dauerhaften mittelweg zwischen offen, transparent und empfänglich und dicht habe ich auch noch nicht gefunden. entweder, meine filter - und damit ich - sind viel zu weit offen, viel zu durchlässig, was mich viel zu sensibel und verletzlich macht, oder ich bin dicht, die emotionale oberfläche hart wie finnischer granit, kein herein-, aber auch kein herauskommen möglich. zustand zwei (dicht) ist nicht selten eine reaktion auf zustand eins. bin ich aber wirklich mal bei mir, kann mich fühlen und auf mich schauen, dann sind das unglaublich schöne momente.
    das einzige, das hilft, ist immer und immer wieder stehen bleiben, in welchem zustand auch immer, hingucken, auseinander nehmen, reflektieren, auch wenn das meistens unglaublich anstrengend ist und weh tut. das aushalten ist der erste schritt hin zum überwinden der problematik, der erste schritt auf dem weg hin zu sich selbst. dauerhaft.

    ganz liebe grüße.

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