Stimmung: minus drei
Musik: stille
verloren in der zeit. das neue jahr hat begonnen- aber nicht für mich. die vögel kommen, stürzen hinab, und wissen es auch nicht. nur sie haben nicht alle hoffnung in das neue jahr gesetzt- haben nicht versucht, das alte abzuschütteln, die not, die verzweiflung. wie nur kann es weitergehen. entscheidungen, die nicht getroffen wurden, der schnee, der liegenbleibt. das knirschen der schuhe, die weißen ränder, die sich nicht entfernen lassen. die verschwundenen freunde, die alleingelassenen kinder. die ungeborenen. das schlimmer-schlimme, die schussfahrt ins tal.
weglaufen funktioniert nicht .. egal wo ... man ist immer man selbst und dem muss man sich stellen ... mit allem was dazu gehört ... falsche und richtige oder auch nichtgefällte entscheidungen ...
ich weiß. aber ich kann das nicht. ich laufe weiter weg so schnell ich kann.
Ein Tier sein... Osho sagt, wir sollten mehr das Tiersein in uns fühlen und zulassen... das, was es bedeutet: präsent sein, nicht an morgen denken.
Danke für Eure Gedanken... bin gerade einigermaßen aufgewühlt...
ja, angst. angst und scham. und das gefühl, zu lügen- wenn ich mir nicht sicher bin.
serena hat es sehr gut beschrieben, man kann sich selber treu sein, doch täglich ändern sich meine einstellungen, prinzipien werden über den haufen geworfen, neue erkenntnisse kommen dazu, dann gefühle wie angst, unsichereit, müdigkeit, kraftlosigkeit, mutlosigkeit ... der kampf gegen die gesellschaft, die auch noch krampfhaft versucht ein bild von dir zu haben, ob es dir nun passt oder nicht ... manchmal da ist es soviel das ich kaum weiß ob ich den tag heil überstehe ... aber was am wichtigsten ist, das man sich selbst akzeptiert, mit allem was dazu gehört, das ist ein langer weg und wird einem auch durch gesellschaft und vorwürfen schwergemacht ...
ein ähnliches thema "stabilität" hatte serena und ich in ihrem blog
http://www.blogigo.de/SerenasGedanken/Nichts-in-vielen-Worten/1197/
auch ich bin zur zeit ziemlich aufgewühlt ... finde aber das ventil noch nicht
das suchen, das finden und wieder verlieren, oder das finden und schon sekunden später unsicher werden. ich traue mir nicht. ich kann das nicht akzeptieren. ich möchte auch unverletzlich sein! und doch kann jedes kleine wort mich umhauen, in jeder hinsicht. und das, was ich manchmal so finde, erstaunt mich, erschreckt mich.
ja serena, mit deinem eintrag hast du mir irgendwie aus der seele geschrieben, wie auch arinna hiermit heute ....
Der Welt kann man auch nicht trauen...
Gute Nacht, liebe Arinna... ich versuch zu schlafen, was mir in letzter Zeit nicht so gut gelingt, hoffentlich heute nacht...
Doch Serena sagt etwas sehr treffendes, wir sind geschützt, nicht verwundbar, wir werden getragen und beschützt, uns kann nicht wirklich etwas geschehen, egal was uns geschieht. Ebenso wie wir ein ganz kleines Tier vielleicht schützend in unseren Händen halten um es an einem ungefährlichen Ort wieder abzusetzen, ebenso befinden wir uns in schützenden Händen. Nur oftmals vergessen wir es. Die Verletzungen sind nur äusserlich, unser Kern ist unverletzlich und heil.
Uns selbst zu finden ist nicht immer eine leichte Aufgabe, denn viele Dinge die wir in uns finden wollen wir garnicht sehen, von uns abtrennen und doch gehören sie zu uns dazu. Wir müssen auch sie annehmen um mit ihnen leben und umgehen zu können. Um ein ganzes werden zu können.
Um zu der inneren Harmonie und zu uns selbst zu finden.
Weshalb solltest du dich schämen, weshalb sollte es gelogen sein, diese Facetten des Seins gehören auch zu dir, das bist du auch. Es ist nicht dein ganzes Sein, aber ein kleiner Teilaspekt, er gehört aber wie der ganze übrige Rest mit dazu. Nur was man sehen kann, kann man ändern oder den Platz zuweisen, der ihm gebührt.
Liebe Grüsse und alles Gute
Nein, es ist nicht mal, dass ich besonders viel denke... ich weiß nicht warum. Diese Nacht aber hab ich doch gut geschlafen... Schön zu lesen, dass es Dir heute besser geht und Du Dich freier fühlst... :-)