arinnas mikrokosmos

04.08.2008 um 22:40 Uhr

verbrennen

von: arinna

Stimmung: null
Musik: stille

es ist, wie- ...sehen, wie ein haus abbrennt. beißender qualm, heiße flammen, zerstörungswut. niederstürzende balken. ich kann nicht mehr atmen, nicht mehr sprechen. meine zunge formt die laute nicht, bildet nicht worte. wie fremd bin ich denn. ich kann nicht hinaus. der schmerz ist nicht länger anhaltspunkt. ich gewinne den kampf gegen das fühlen. ein unfühlbarer schmerz, ein zerbrechen. endlich zerstört, endlich zerschlagen. ich liege in trümmern und weiß nicht, wozu noch hoffen, wozu noch versprechen- ich habe nie ehrlichkeit versprochen. lass los. ich gehe nicht mehr mit. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierengrenzgaenger schreibt am 04.08.2008 um 22:57 Uhr:ein furchtbar quälender zustand, den du beschreibst, ein zustand, den ich nur zu gut kenne, gegen den auch ich momentan versuche anzukommen. leider kommt aus dem schlauch kein tropfen wasser. er ist nichteinmal an die wasserquelle angeschlossen, liegt nur leb- und nutzlos neben dem hydranten, löschen nicht möglich. irgendwo drinnen, tief drinnen sind emotionen, erfolgreich eingeschlossene, sie toben wie wilde tiere und führen damit doch nur dazu, dass wir die tür noch fester zudrücken, verschließen, verrammeln. nägel reinschlagen, einen um den anderen, anstatt einen schritt zurückzutreten und platz zu machen. ich glaube, es ist die angst, die angst vor diesem schritt zurück, vor dem platzmachen, vor dem nicht wissen, was herauskommt. kontrollverlust der allerübelsten sorte. und doch ist es das loslassen, das annehmen, ist genau das das einzige, was guttut und hilft.

    feuer kann man mit wasser bekämpfen. aber auch mit feuer. und zwar mit feuer, das noch gewaltiger ist, das das, was es zu ersicken gedacht ist. versuch es, lass die wilden tiere raus. sag ihnen, sie sollen kommen. vielleicht werden sie nicht unkontrolliert hervorstürzen, wenn sie merken, dass sie kommen dürfen, angenommen werden. vielmehr werden sie zögern und sich schritt für schritt ans licht wagen. dann kannst du sie unter die lupe nehmen. und irgendwann in den arm.
  2. zitierengrenzgaenger schreibt am 04.08.2008 um 22:58 Uhr:... als das... und ersticken. ;-)

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