Bibelblog

15.06.2011 um 12:49 Uhr

Jesaja 65 17-25

von: Christ   Stichwörter: Bibelstelle

In Jesaja 65 Vers 17 bis 25 wird eine biblische Zukunftsversion vorgestellt. Es wird ein neuer Himmel und eine neue Erde erschaffen, die mit dem Früheren nichts mehr zu tun hat. Die Menschen sollen jubeln, weinen oder lautes klagen soll man nicht mehr hören.

Die Menschen werden in dieser neuen Welt sehr alt, „wer als Hundertjähriger stirbt, gilt noch als jung.“ Außerdem werden sie in Häuser leben die sie auch selbst gebaut haben und das Gepflanzte auch selbst genießen. Niemand nimmt ihnen etwas mehr weg.

Auch erfährt man etwas von einem universellen Frieden, der die ganze Schöpfung beinhaltet. Denn „Wolf und Lamm weiden zusammen“, „der Löwe frisst Stroh wie das Rind“.

Außerdem gibt es nichts Böses mehr, es werden keine Verbrechen begangen.
Das Ganze klingt sehr nach einer Utopie und tatsächlich kann man Jesaja 65 mit der Utopia von Thomas Morus vergleichen. Dabei wird man viele Parallelen aber auch Unterschiede vorfinden. So wird in der neuen Welt von Jesaja 65, wie auch in Utopia gearbeitet. Arbeit gehört immer noch zum alltäglichen Leben, auch wenn es Utopien sind. Weitere Überschneidungen ergeben sich im Frieden, es gibt nichts Böses und keine Verbrechen. So auch in Utopia, einer Gesellschaft die Klassenlos ist und es keinen Privatbesitz gibt und damit auch kein Neid. Alles ist für Alle da, ein Diebstahl wäre völlig überflüssig. Auch eine gute Versorgung gibt es in Utopia. Zwar ist Morus nicht so konkret, also dass die Menschen über 100 Jahre alt werden, aber Utopia zeichnet sich aus, dass es eine gute Versorgung hat das man sich und auch alte und kranke Menschen kümmert.
Unterscheiden tut sich der Jesaja Text und Utopia aber dahin gehend, das Utopia ein Werk der Gesellschaft ansich ist, ohne das Einmischen eines Gottes. Bei Jesaja hingegen schafft Gott explizit die neue Welt und damit die neue Gesellschaft. Zwar spielen Religionen in Utopia auch eine Rolle, lange aber nicht eine so tragende wie im Jesaja Text. Auch wird darin unterschieden, dass Utopia natürlich rein fiktiv ist, während der Jesaja Text mit der Stadt Jerusalem durchaus existente Orte erwähnt.

07.05.2011 um 08:36 Uhr

Matthäus 25, 31-46

von: Christ   Stichwörter: Bibelstelle

In Matthäus 25, 31-46, dem sogenannten Jüngsten Gericht, tritt Jesus als Richter auf, der die Menschen als Schafe zu seiner Rechten und als Böcke zu seiner Linken teilt. Zu den Menschen zu seiner Rechten sagt er, dass sie gesegnet sind und das Reich in Besitz nehmen können, das seit der Erschaffung der Welt für sie bestimmt ist. Denn sie haben ihm zu essen gegeben als er hungrig war, haben ihn etwas zu Trinken gegeben als er durstig war, haben ihn aufgenommen als er fremd und obdachlos war, haben ihm Kleider gegeben als er nackt warm haben ihn besucht als er krank war und sind zu ihm gekommen, als er im Gefängnis war.

Die Gerechten fragen sich nun, wie das sein kann, sie haben Jesus nie geholfen. Dieser erwiedert aber, „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Die zu seiner Linken die „ihm“ bzw. den Geringsten nicht geholfen haben, verdammt er: „Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“

Während sie also die ewige Strafe erhalten, schenkt Gott den Gerechten das ewige Leben.

Nach meiner Meinung wird hier noch einmal deutlich auf die Nächstenliebe und die Gleichheit aller Menschen hingewiesen. Man sollte seinen Gegenüber genauso behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Das Kriterium über Segen und Fluch ist der Umgang mit den Mitmenschen. Wer ihnen hilft, der wird im jüngsten Gericht auch nicht verurteilt und bekommt das ewige Leben.

15.04.2011 um 18:26 Uhr

Apokalypse 21, 1-8: Entstehung einer neuen Welt

von: Christ   Stichwörter: Bibelstelle

Unter einer Apokalypse (griechisch: Enthüllung) versteht man die Vision des Weltendes und der damit verbundene neue Anfang einer Welt. Nachfolgend möchte ich auf die Verse 1-8 der Johannesapokalypse eingehen.

In Vers 1 wird beschrieben, wie der Verfasser einen neuen Himmel und eine neue Erde sah, nach dem der erste Himmel und die erste Erde, sowie das Meer, vergangen waren. Er sah dann die heilige Stadt, das neue Jerusalem. Weiter stellt er fest, dass „der Tod nicht mehr sein“ wird. Es gibt „keine Trauer, keine Klagen, keine Mühsal“. Gott auf dem Thron sprich: „Seht, ich mache alles neu“.

Weiter lässt Gott aufschreiben, dass er den Durstigen aus seinen Quellen umsonst trinken lasse, in denen das Wasser des Leben strömt.Er möchte den Sieger sein Gott sein und der Sieger soll sein Sohn sein. Die Feiglinge, Treulose, Befleckten, Mörder und Unzüchtige, Zauberer, Götzendiener und Lügner sollen aber in die Hölle fahren. „Dies ist der zweite Tod.“

23.08.2010 um 13:03 Uhr

Die Liebe Gottes und die Liebe zum Bruder – 1. Johannes 4, 7-16

von: Christ   Stichwörter: Gotteserfahrung

In 1. Johannes 4, 7-16 wird noch einmal die Liebe von Gott aufgezeigt, der selbst seinen eingeborenen Sohn auf die Erde geschickt hat, damit wir Menschen leben können. Jesus starb für unsere Sünden am Kreuz. Damit ist Gott liebe und Gott wird als liebender Gott erfahren.

24.07.2010 um 04:55 Uhr

Philipper Hymnus - Philipper 2, 1-11

von: Christ   Stichwörter: Gotteserfahrung

In Philipper 2, 1-11 wird beschrieben, wie Gott sich in Gestalt eines Menschen erniedrigt hat und sogar am Kreuz gestorben ist. Hier wird noch einmal deutlich, dass Gott kein im Himmel thronender Kapitalist ist, wie es z.B. Marx in seiner Religionskritik formuliert. Gott offenbart sich auf der Erde in Gestalte Jesus nämlich genau im Gegenteil. In diesem Philipper-Hymnus wird Gott als Mensch erfahren, als ein erniedrigter Gott.