Herbstäquinox - Mabon
Das Herbstäquinoktikum (Herbst-Tagundnachtgleiche) tritt ein, wenn die scheinbare geozentrische Länge der Sonne 180° beträgt. In diesem Jahr ist dies der 23. September.
Mit Mabon – wie das Herbstäquinox in den letzten Jahren auch bezeichnet wird - wird das vorletzte der acht heidnischen Hochfeste im Jahreslauf gefeiert. Dieser, in der heidnischen Szene inzwischen recht weit verbreitete, Name ist eher eine relativ neue, neo-heidnische Kreation ohne echte historische Belege. Einige heidnische Gruppierungen lehnen den Begriff deswegen ab. Doch neu ist nicht immer schlecht, und die Bezeichnung „Mabon“ wird sich aus sprachwissenschaftlicher Sicht wohl auch wegen der besseren Artikulationsmöglichkeit so weit durchgesetzt haben.
Thematisch gehört diese Feier zu den Sonnenfesten und ist vom Dank an die Götter, für die Früchte die der Mensch während der fruchtbaren Jahreszeit mit seiner (materiellen, oder spirituellen) Arbeit erlangt hat, bestimmt. Trank- und Speiseopfer an Göttin und Gott begleiten traditionell das Fest, auch um in den „toten“ dunklen Wintermonaten den Segen der Götter zu behalten. Nicht nur zufällig liegt das christliche Fest „Erntedank“ im selben Zeitraum, zeugt es doch so von uralten, vorchristlichen Ängsten und Ursprüngen. Ähnliche Feiertage, verbunden mit Dankopfern an die verschiedensten Götter sind aus vielen Kulturen bekannt.
Wie der lateinische Name es schon verrät: Tag und Nacht sind heute gleichlang, die Kräfte von Licht und Dunkelheit halten sich an diesem Tag in der Waage, befinden sich im perfekten Gleichgewicht (passend zum derzeit vorherrschenden Sternbild Waage). Waren bisher die Tage länger als die Nächte, neigt sich die Waagschale nun - im wahrsten Sinne des Wortes - in die andere Richtung. Die Kraft der Sonne zieht sich endgültig zurück. Ein letztes Genießen ihrer Kraft und Wärme ist möglich. Die reiche Ernte des Jahres wird eingebracht während die Göttin als reife Frau und Mutter einher schreitet. Sie symbolisiert das Jahr, das sich in seinem Kreislauf nun langsam dem Ende nähert. Der Gott, der an Lughnasad, dem Schnitterfest, geopfert wurde, steigt nun in die Dunkelheit hinab, bevor an Samhain das Jahresrad sein Ende findet. Währenddessen geht die Muttergöttin mit dem neuen Leben in sich schwanger, um an Yul – dem ersten Fest des neuen Jahres - den Gott, den Lichtbringer erneut wiederzugebären. Hier tritt stark der Mutteraspekt der Göttin in den Vordergrund, der Genuss des Lebens, der Wärme, der letzten Strahlen der Sonne und der Gaben der Erde im Bewusstsein der kommenden und immerwährenden Vergänglichkeit und der Wiedergeburt. Während das Korn und die anderen Früchte sicher in Speichern verwahrt werden um uns im Winter zu nähren, streckt die Göttin in ihrem dritten Aspekt als todbringende Alte und Zerstörerin des Lebens (Symbol für den unwirtlichen Winter) langsam ihre Finger aus, um unerbittlich die Herrschaft über Land und Lebensrhythmus der Menschen einzufordern, bevor sie sich an Samhain endgütig offenbart.
Nach diesem letzten, lebenssprühenden Herbstfest, wird nun eine beginnende Ruhzeit wird eingeläutet. Sichtbar daran wie sich langsam das pralle, pulsierende Leben in der Natur zurückzieht, sich in einen Totenähnlichen Schlaf begibt. Leider entspricht die anbrechende Periode der Ruhe nicht mehr unserem heutigen Lebensrythmus und Geschäftsleben. Hilfreich ist es sich bewusst kleine Auszeiten der Stille und Einkehr zu gönnen. Ob nun als spirituelle Meditation, oder als schläfriges Nachdenken auf dem heimischen Sofa über sich selbst.
Assoziierte Farben:
Alles was die herbstliche und erdig anmutende Farbpalette zu bieten hat von leuchtendem Orange über Rot bis hin zu tiefen Grün und Brauntönen.
Möglicher Altarschmuck:
Alles was die Natur her gibt, Kornähren (geflochten zu Kornkränzen), Beeren, Pilze, Nüsse, Wein, Weinblätter, reife Früchte wie Äpfel, Birnen, Pflaumen aber auch Kartoffeln, Hollunder (der Holla geweiht)/ Hollundersaft, Gräser, Eicheln, Tannenzapfen, Kastanien, buntes Herbstlaub und Kräuter wie Salbei, Minze, Thymian und Rosmarin, in Kränze hinein gewunden, oder als schmückender Strauß.
Magischer Aspekt:
Die Ernte wird eingeholt, auch im übertragenen Sinne - Wir ziehen Bilanz. Man streift die sommerliche Leichtigkeit langsam ab, es bricht die Jahreszeit an, in der man gut den Blick nach Innen richten und sein eigenes Selbst verschärft wahrnehmen und überprüfen sollte. In sich vertiefende Rituale, oder zum Beispiel Schutzmagie, oder einfache Reflektion der Taten.
Ein kleiner Griff in die Hexenküche, ein leckerer Wein für das Ritual, oder fürs Gelage danach….
Holunderbeerlikör
Das Rezept soll ca. 2 Flaschen à 700 ml ergeben (noch nicht von mir persönlich in der Form getestet)
Zutaten:
2 1/2 liter Holundersaft
1,5 kg Zucker
1 Vanilleschote
1 große Stange Zimt
Saft von 2 Zitronen
hochprozentiger Rum nach Geschmack (~ 500 ml.)
Zubereitung:
Den Holundersaft (leicht selbst herzustellen: mit Wasser aufgekochte und abgeseihte Holunderbeeren) mit dem Zucker, der aufgeschnittenen Vanilleschote der Zimtstange und dem Zitronensaft aufkochen. Etwas abkühlen lassen und den Rum unterrühren. Den Holunderlikör nun noch durch ein Tuch, oder einen Kaffeefilter abseihen, auf Flaschen ziehen und fest verschließen.
Der Likör sollte 6-8 Wochen „reifen“.
Als Tip: Verdünnt mit etwas Wasser gibt ergibt der erhitzte Holunderlikör in den dunklen Monaten auch einen schönen Holunder-Grog.
Erntegebet zu Mabon:
Der Kreis beginnt sich zu schließen.
Wir haben in unseren Leben
gesät, gepflanzt und reich geerntet.
Dank an die Göttin und
Dank an den Gott
für die Gaben die sie
uns reichlich gewährten.
(C) S.A.
Thematisch gehört diese Feier zu den Sonnenfesten und ist vom Dank an die Götter, für die Früchte die der Mensch während der fruchtbaren Jahreszeit mit seiner (materiellen, oder spirituellen) Arbeit erlangt hat, bestimmt. Trank- und Speiseopfer an Göttin und Gott begleiten traditionell das Fest, auch um in den „toten“ dunklen Wintermonaten den Segen der Götter zu behalten. Nicht nur zufällig liegt das christliche Fest „Erntedank“ im selben Zeitraum, zeugt es doch so von uralten, vorchristlichen Ängsten und Ursprüngen. Ähnliche Feiertage, verbunden mit Dankopfern an die verschiedensten Götter sind aus vielen Kulturen bekannt.
Wie der lateinische Name es schon verrät: Tag und Nacht sind heute gleichlang, die Kräfte von Licht und Dunkelheit halten sich an diesem Tag in der Waage, befinden sich im perfekten Gleichgewicht (passend zum derzeit vorherrschenden Sternbild Waage). Waren bisher die Tage länger als die Nächte, neigt sich die Waagschale nun - im wahrsten Sinne des Wortes - in die andere Richtung. Die Kraft der Sonne zieht sich endgültig zurück. Ein letztes Genießen ihrer Kraft und Wärme ist möglich. Die reiche Ernte des Jahres wird eingebracht während die Göttin als reife Frau und Mutter einher schreitet. Sie symbolisiert das Jahr, das sich in seinem Kreislauf nun langsam dem Ende nähert. Der Gott, der an Lughnasad, dem Schnitterfest, geopfert wurde, steigt nun in die Dunkelheit hinab, bevor an Samhain das Jahresrad sein Ende findet. Währenddessen geht die Muttergöttin mit dem neuen Leben in sich schwanger, um an Yul – dem ersten Fest des neuen Jahres - den Gott, den Lichtbringer erneut wiederzugebären. Hier tritt stark der Mutteraspekt der Göttin in den Vordergrund, der Genuss des Lebens, der Wärme, der letzten Strahlen der Sonne und der Gaben der Erde im Bewusstsein der kommenden und immerwährenden Vergänglichkeit und der Wiedergeburt. Während das Korn und die anderen Früchte sicher in Speichern verwahrt werden um uns im Winter zu nähren, streckt die Göttin in ihrem dritten Aspekt als todbringende Alte und Zerstörerin des Lebens (Symbol für den unwirtlichen Winter) langsam ihre Finger aus, um unerbittlich die Herrschaft über Land und Lebensrhythmus der Menschen einzufordern, bevor sie sich an Samhain endgütig offenbart.
Nach diesem letzten, lebenssprühenden Herbstfest, wird nun eine beginnende Ruhzeit wird eingeläutet. Sichtbar daran wie sich langsam das pralle, pulsierende Leben in der Natur zurückzieht, sich in einen Totenähnlichen Schlaf begibt. Leider entspricht die anbrechende Periode der Ruhe nicht mehr unserem heutigen Lebensrythmus und Geschäftsleben. Hilfreich ist es sich bewusst kleine Auszeiten der Stille und Einkehr zu gönnen. Ob nun als spirituelle Meditation, oder als schläfriges Nachdenken auf dem heimischen Sofa über sich selbst.
Assoziierte Farben:
Alles was die herbstliche und erdig anmutende Farbpalette zu bieten hat von leuchtendem Orange über Rot bis hin zu tiefen Grün und Brauntönen.
Möglicher Altarschmuck:
Alles was die Natur her gibt, Kornähren (geflochten zu Kornkränzen), Beeren, Pilze, Nüsse, Wein, Weinblätter, reife Früchte wie Äpfel, Birnen, Pflaumen aber auch Kartoffeln, Hollunder (der Holla geweiht)/ Hollundersaft, Gräser, Eicheln, Tannenzapfen, Kastanien, buntes Herbstlaub und Kräuter wie Salbei, Minze, Thymian und Rosmarin, in Kränze hinein gewunden, oder als schmückender Strauß.
Magischer Aspekt:
Die Ernte wird eingeholt, auch im übertragenen Sinne - Wir ziehen Bilanz. Man streift die sommerliche Leichtigkeit langsam ab, es bricht die Jahreszeit an, in der man gut den Blick nach Innen richten und sein eigenes Selbst verschärft wahrnehmen und überprüfen sollte. In sich vertiefende Rituale, oder zum Beispiel Schutzmagie, oder einfache Reflektion der Taten.
Ein kleiner Griff in die Hexenküche, ein leckerer Wein für das Ritual, oder fürs Gelage danach….
Holunderbeerlikör
Das Rezept soll ca. 2 Flaschen à 700 ml ergeben (noch nicht von mir persönlich in der Form getestet)
Zutaten:
2 1/2 liter Holundersaft
1,5 kg Zucker
1 Vanilleschote
1 große Stange Zimt
Saft von 2 Zitronen
hochprozentiger Rum nach Geschmack (~ 500 ml.)
Zubereitung:
Den Holundersaft (leicht selbst herzustellen: mit Wasser aufgekochte und abgeseihte Holunderbeeren) mit dem Zucker, der aufgeschnittenen Vanilleschote der Zimtstange und dem Zitronensaft aufkochen. Etwas abkühlen lassen und den Rum unterrühren. Den Holunderlikör nun noch durch ein Tuch, oder einen Kaffeefilter abseihen, auf Flaschen ziehen und fest verschließen.
Der Likör sollte 6-8 Wochen „reifen“.
Als Tip: Verdünnt mit etwas Wasser gibt ergibt der erhitzte Holunderlikör in den dunklen Monaten auch einen schönen Holunder-Grog.
Erntegebet zu Mabon:
Der Kreis beginnt sich zu schließen.
Wir haben in unseren Leben
gesät, gepflanzt und reich geerntet.
Dank an die Göttin und
Dank an den Gott
für die Gaben die sie
uns reichlich gewährten.
(C) S.A.



