bitchwitch's way to paradise

19.09.2006 um 13:30 Uhr

Herbstäquinox - Mabon

von: bitchwitch   Kategorie: Jahreskreisfeste   Stichwörter: Mabon, Pagan, Hochfeste

Das Herbstäquinoktikum (Herbst-Tagundnachtgleiche) tritt ein, wenn die scheinbare geozentrische Länge der Sonne 180° beträgt. In diesem Jahr ist dies der 23. September. Mit Mabon – wie das Herbstäquinox in den letzten Jahren auch bezeichnet wird - wird das vorletzte der acht heidnischen Hochfeste im Jahreslauf gefeiert. Dieser, in der heidnischen Szene inzwischen recht weit verbreitete, Name ist eher eine relativ neue, neo-heidnische Kreation ohne echte historische Belege. Einige heidnische Gruppierungen lehnen den Begriff deswegen ab. Doch neu ist nicht immer schlecht, und die Bezeichnung „Mabon“ wird sich aus sprachwissenschaftlicher Sicht wohl auch wegen der besseren Artikulationsmöglichkeit so weit durchgesetzt haben.

Thematisch gehört diese Feier zu den Sonnenfesten und ist vom Dank an die Götter, für die Früchte die der Mensch während der fruchtbaren Jahreszeit mit seiner (materiellen, oder spirituellen) Arbeit erlangt hat, bestimmt. Trank- und Speiseopfer an Göttin und Gott begleiten traditionell das Fest, auch um in den „toten“ dunklen Wintermonaten den Segen der Götter zu behalten. Nicht nur zufällig liegt das christliche Fest „Erntedank“ im selben Zeitraum, zeugt es doch so von uralten, vorchristlichen Ängsten und Ursprüngen. Ähnliche Feiertage, verbunden mit Dankopfern an die verschiedensten Götter sind aus vielen Kulturen bekannt.

Wie der lateinische Name es schon verrät: Tag und Nacht sind heute gleichlang, die Kräfte von Licht und Dunkelheit halten sich an diesem Tag in der Waage, befinden sich im perfekten Gleichgewicht (passend zum derzeit vorherrschenden Sternbild Waage). Waren bisher die Tage länger als die Nächte, neigt sich die Waagschale nun - im wahrsten Sinne des Wortes - in die andere Richtung. Die Kraft der Sonne zieht sich endgültig zurück. Ein letztes Genießen ihrer Kraft und Wärme ist möglich. Die reiche Ernte des Jahres wird eingebracht während die Göttin als reife Frau und Mutter einher schreitet. Sie symbolisiert das Jahr, das sich in seinem Kreislauf nun langsam dem Ende nähert. Der Gott, der an Lughnasad, dem Schnitterfest, geopfert wurde, steigt nun in die Dunkelheit hinab, bevor an Samhain das Jahresrad sein Ende findet. Währenddessen geht die Muttergöttin mit dem neuen Leben in sich schwanger, um an Yul – dem ersten Fest des neuen Jahres - den Gott, den Lichtbringer erneut wiederzugebären. Hier tritt stark der Mutteraspekt der Göttin in den Vordergrund, der Genuss des Lebens, der Wärme, der letzten Strahlen der Sonne und der Gaben der Erde im Bewusstsein der kommenden und immerwährenden Vergänglichkeit und der Wiedergeburt. Während das Korn und die anderen Früchte sicher in Speichern verwahrt werden um uns im Winter zu nähren, streckt die Göttin in ihrem dritten Aspekt als todbringende Alte und Zerstörerin des Lebens (Symbol für den unwirtlichen Winter) langsam ihre Finger aus, um unerbittlich die Herrschaft über Land und Lebensrhythmus der Menschen einzufordern, bevor sie sich an Samhain endgütig offenbart.

Nach diesem letzten, lebenssprühenden Herbstfest, wird nun eine beginnende Ruhzeit wird eingeläutet. Sichtbar daran wie sich langsam das pralle, pulsierende Leben in der Natur zurückzieht, sich in einen Totenähnlichen Schlaf begibt. Leider entspricht die anbrechende Periode der Ruhe nicht mehr unserem heutigen Lebensrythmus und Geschäftsleben. Hilfreich ist es sich bewusst kleine Auszeiten der Stille und Einkehr zu gönnen. Ob nun als spirituelle Meditation, oder als schläfriges Nachdenken auf dem heimischen Sofa über sich selbst.

Assoziierte Farben:
Alles was die herbstliche und erdig anmutende Farbpalette zu bieten hat von leuchtendem Orange über Rot bis hin zu tiefen Grün und Brauntönen.

Möglicher Altarschmuck:
Alles was die Natur her gibt, Kornähren (geflochten zu Kornkränzen), Beeren, Pilze, Nüsse, Wein, Weinblätter, reife Früchte wie Äpfel, Birnen, Pflaumen aber auch Kartoffeln, Hollunder (der Holla geweiht)/ Hollundersaft, Gräser, Eicheln, Tannenzapfen, Kastanien, buntes Herbstlaub und Kräuter wie Salbei, Minze, Thymian und Rosmarin, in Kränze hinein gewunden, oder als schmückender Strauß.

Magischer Aspekt:
Die Ernte wird eingeholt, auch im übertragenen Sinne - Wir ziehen Bilanz. Man streift die sommerliche Leichtigkeit langsam ab, es bricht die Jahreszeit an, in der man gut den Blick nach Innen richten und sein eigenes Selbst verschärft wahrnehmen und überprüfen sollte. In sich vertiefende Rituale, oder zum Beispiel Schutzmagie, oder einfache Reflektion der Taten.

Ein kleiner Griff in die Hexenküche, ein leckerer Wein für das Ritual, oder fürs Gelage danach….
Holunderbeerlikör
Das Rezept soll ca. 2 Flaschen à 700 ml ergeben (noch nicht von mir persönlich in der Form getestet)

Zutaten:
2 1/2 liter Holundersaft
1,5 kg Zucker
1 Vanilleschote
1 große Stange Zimt
Saft von 2 Zitronen
hochprozentiger Rum nach Geschmack (~ 500 ml.)

Zubereitung:
Den Holundersaft (leicht selbst herzustellen: mit Wasser aufgekochte und abgeseihte Holunderbeeren) mit dem Zucker, der aufgeschnittenen Vanilleschote der Zimtstange und dem Zitronensaft aufkochen. Etwas abkühlen lassen und den Rum unterrühren. Den Holunderlikör nun noch durch ein Tuch, oder einen Kaffeefilter abseihen, auf Flaschen ziehen und fest verschließen.
Der Likör sollte 6-8 Wochen „reifen“.

Als Tip: Verdünnt mit etwas Wasser gibt ergibt der erhitzte Holunderlikör in den dunklen Monaten auch einen schönen Holunder-Grog.

Erntegebet zu Mabon:
Der Kreis beginnt sich zu schließen.
Wir haben in unseren Leben
gesät, gepflanzt und reich geerntet.
Dank an die Göttin und
Dank an den Gott
für die Gaben die sie
uns reichlich gewährten.
(C) S.A.

01.05.2006 um 02:00 Uhr

Beltaine

von: bitchwitch   Kategorie: Jahreskreisfeste

ich wünsche euch ein schönes Beltaine - wo auch immer ihr es verbingen oder feiern mögt :-)
und, um es etwas pathetisch abzurunden (hach! ihr wollt es doch nicht anders, gebt es zu!): Möge der Segen der Göttin mit euch sein.

blessed be, eure
bitchwitch.

(jaaa dakini ich lebe noch :-) ... so leicht verschwinde ich nicht *lächelt*)


und hier noch etwas information für eure kleinen köpfchen..
quelle: hexen-portal.org
autorin: morla


Beltane

Die zu Ostara begonnene Liebelei führt an Beltane zur Vereinigung des Sonnengottes mit der Erdgöttin. Aus ihr entsteht das Kind der Verheißung, der Lichtbringer, das an Jul geboren werden wird. Es ist die Hochzeit von Himmel und Erde, die heilige Hochzeit des Männlichen und des Weiblichen.

Beltane wird traditionell in der Nacht vom 30.4. auf den 1.5. gefeiert und liegt im Jahreskreis Samhain gegenüber.
Der Sonnegott, in der Zwischenzeit zum geschlechtsreifen Jüngling herangewachsen, übernimmt nun wieder die Herrschaft über die Zeit. Die Göttin ist zur fruchtbaren Jungfrau herangewachsen. Mann und Frau, männlich und weiblich sind nun herangereift, um Neues zu schaffen.

Die Zeit in der die Menschen wieder direkt von der Natur versorgt werden und nicht mehr auf Eingemachtes zurückgreifen müssen beginnt nun. Die Leichtigkeit greift um sich und die Zeit des Mangels und des Sparens ist vorbei.

In der Avalon-Sage wurde zu Beltane der neue Hirschkönig erkoren. Der Auserwählte musste mit bloßen Händen, während einer wilden Jagd, den kapitalsten Hirsch im Revier erlegen. Dadurch erwarb er sich das Ansehen, der neue Hirschkönig zu sein. Für den Rest der lichtvollen Zeit war er der Herrscher über Tiere, Pflanzen und Menschen. Anschließend vereinigte er sich mit der Hohepriesterin, welche sich durch rituelle Handlungen ebenfalls vorbereitet hatte.

Die Beiden galten an diesem Tag und zur Zeit ihrer Vereinigung als die menschliche Gestalt der Götter, sie als die Erdgöttin und er als Cernunnos, ihr gehörnter Gefährte und Herr des Waldes. Wenn daraus Kinder entstanden sind, sagte man diesen große innere Stärke und gute mentale Fähigkeiten nach.

Viele alte Bräuche haben sich bis heute gehalten. Der Maibaum, welcher in Bayern und Österreich sehr verbreitet ist, symbolisiert die Vereinigung von Himmel und Erde. Allerdings beweist er auch den erfolgreichen Baumkult der Kelten. Er vereinigt die Symbole für Phallus/Stab und Brunnen/Ring, den Koitus und damit die ungehemmte sexuelle Anziehungskraft, die dieser Jahresabschnitt zum Vorschein bringt.

Das Maibaumstehlen bzw. –umwerfen gehört zu den neueren Traditionen, die mit dem Christentum Einzug hielten und welches über die heidnischen Sitten siegen wollte. Beltane und die damit verbundene Vereinigung von Mann und Frau, sowie das öffentliche „zur Schau“ stellen dieses Aktes mittels des Maibaumes und das orgiastische Benehmen der Bevölkerung an diesem Fest war der Kirche ein Dorn im Auge.
Quellen und benutze Literatur:
Marian Green: „Ritualmagie“ Aurum Verlag
http://www.klammerafe.org
http://www.lichtfocus.de

21.03.2006 um 20:16 Uhr

Ob nun Frühlingssäquinoktikum....

von: bitchwitch   Kategorie: Jahreskreisfeste

(zu deutsch auch Frühlings tag- und nachtgleiche), Ostara, oder kurdisches Newroz (das erste nicht zu hause..*snif* und ich krieg keine narzissen..)...
für mich ist es eigentlich aus mehrfacher sicht heute ein feiertag...(leider bin ich viel, viel zu müde und geschafft, um das wirklich wahr zu nehmen *g*).

ich wünsche euch trotzdem allen einen schönen abend :-)

blessed be,

bitchwitch.


22.12.2005 um 11:51 Uhr

YUL / X-mas

von: bitchwitch   Kategorie: Jahreskreisfeste

Zunächst einmal wünsche ich euch ein schönes Fest und wunderbare Feiertage. (Mal sehen, wann ich das nächste mal poste und Hilfeschreie aussende.. habe an Weihnachten meine Eltern PLUS Schwiegermutter & Co. da. Alle für sich genommen sehr lieb.. aber gesammelt...uhm.. ich hab meine Befürchtungen...)
So... Kekse sind gebacken und in Dosen gebunkert, die kleine niedliche (und schweineteure) Nordmanntanne ist auf der Terrasse angekettet, bis sie in ihren Baumständer darf (Papa hat angekündigt ER wolle das Teil aufstellen. Musste ich ihm versprechen, da er rumjammerte, dass er seit über 30 Jahren zum ersten Mal nicht selbst den Baum gekauft hat - und damit im übertragenen männlich-mentalem Sinne nicht mehr das Mammut in die Höhle schleift oder so...), ich verfalle beim Gedanken an den heiligen Abend in leichte Panik und Hysterie.
Im Grunde also alles fein -
ich entzünde jetzt schon mal im Gedenken an all die unschuldig im Kampf um Weihnachten gefallenen (und gefallen werdenden..oder so...) Schwiegertöchter/Kinder/Enkel/Männer/Frauen/Mütter/Väter/ Geschwister
eine Kerze. *feierlich guckt*

Aber Weihnachten ist für mich nicht nur Weihnachten. Etwas befremdet vernimmt z.B. meine Mom, dass ich des öfteren von Yul spreche, dem Lichtfest und sie auf in skandinavischen Ländern noch vorhandene Rituale verweise.
Vielleicht hat es ja der eine oder andere Geneigte Leser auch mitbekommen: Estern war die Wintersonnenwende, ab heute werden die Nächte wieder kürzer und die Tage wieder länger. Ein wichtiges Datum in früherein, bäurischen Gesellschaften.. Aber eigentlich wollte ich hier keine Abhandlung über Gesellschaftsformen halten *g*.

Interessanterweise wurde gestern - unter erfreulich großem Medienecho und ohne heidnische Verteufelung (jedenfalls soweit ich es mit bekam)  pünktlich zu Yul/ der Wintersonnende  in Sachsen-Anhalt der Nachbau eines 7000 Jahre alten Sonnenobservatoriums eröffnet.
Wer mehr dazu lesen möchte:
*klick mich*

Zum Abschluss und unter Beigabe von etlichen guten Festtagswünschen und -segen, möchte ich euch noch an einem kleinen Text zu Yul teilhaben lassen. Ein dickes Danke geht an dieser Stelle nochmal an Morla, die so nett war den Text zu verfassen.
Der Artikel wird ab Anfang des Jahres auf www.hexen-portal.org zu finden sein und darf ohne Quellenangabe nicht weiter verwendet werden.

blessed be,  bitchwitch.

Jul / Wintersonnenwende

Es existiert die Theorie, dass Jule von „wheel“, dem englischen Wort für Rad abstammt - also einen angelsächsischen wortstamm hat - und eine Wendung auf dem spiralförmigen Pfad der Jahreszeiten markiert. Andere Stimmen wiederum sind der Meinung, dass die Wurzeln des Wortes Yul sehr viel weiter zurückliegen, sogar bis in die Eiszeit zurück reichen und somit sehr viel älter ist als das englische Wort für Rad.

Das Weihnachtsfest ist wohl das meist gefeierte, aber leider auch das am meisten zum Konsumgenus heruntergekommene Fest.
In dieser Nacht hält die Welt den Atem an - und wir mit ihr. Wir betrachten nun die Früchte unserer Arbeit und Wandlung und nehmen Abschied von dem, was alt ist und nicht mehr zu uns gehört.
Dies wird in der Dunkelheit zurückbleiben. Wie der Keim in der Erde, der beschützt und umsorgt auf die Wärme der Sonne wartet, so verharren auch wir.

Am Tag der längsten Nacht, der Wintersonnenwende, wurde das Sternenkind, Mabon, der Sohn der Göttin geboren, welcher als Sonnengott die Rückkehr des Lichtes verkörpert. Allerdings reihen sich noch viele weitere Namen von Lichtbringern und Söhnen der Sonne in diese Kette mit ein.
Der bekannteste unter ihnen ist wohl das Jesuskind, doch auch Mithras und Horus, und viele weitere Hoffnungsbringer für die Welt sind an diesem Tag geboren.

Ungefähr 4 oder 5 Nächte lang, beginnend mit der längsten Nacht, wurden Rituale abgehalten, Feuer angezündet, Gebete gesprochen und Opfergaben aus grünen Blättern dargebracht, bis die Nächte langsam wieder kürzer wurden und die Weisen feststellen konnten, ob der Zauber seine Wirkung gezeigt hatte und zur Rückkehr des Lichtes geführt hatte.

Dann feierte man das große Festes der Wiederkehr des Lichtes. Dies ist wohl auch der Grund, wieso Weihnachten nicht direkt am Tag der Wintersonnenwende gefeiert wird.
Doch wie wenig werden die Worte Jesu, der sagte: „Ich bin das Licht der Welt“ verstanden.

Der Dichter, Arzt und Priester Angelus Silesius (1624-1677) drückt es in seinem Werk ´Cehrubinischer Wandersmann´ folgendermaßen aus: „Wird Christus tausendmal zu Betlehem geboren und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“

Quellen und benutze Literatur:
Marian Green: „Das geheime Wissen der Hexen“ Knaur Verlag
Marian Green: „Ritualmagie“ Aurum Verlag
Bran o. Hodappen & Iris Rinkenbach „Weiße Naturmagie“ Peter Erd Verlag

31.10.2005 um 20:15 Uhr

SAMHAIN - HAPPY HALLOWEEN

von: bitchwitch   Kategorie: Jahreskreisfeste


was auch immer ihr heute abend feiert.. ich wünsche euch viel spaß & erfolg  dabei.
mögen eure wünsche im laufe des neuen jahresades in erfüllung gehen.

*schiebt jetzt ihr samhain-brot in den backofen*

blessed be,
bitchwitch.