Stimmung: muy bien
Musik: Irgendein ein fetter HipHop irgendwo von draußen
Griaß eich ich war in
letzter Zeit ein bisserl faul was Einträge auf meim Weblog betrifft aber nun
möchte ich kurz die letzten Tage revuepassieren lassen:
Am 31. Jänner 2005 11:45
hob ich von Salisburgo ab Richtung Palma de Mallorca. Dort angekommen wurde ich
Gottseidank noch nicht mit Spanisch konfrontiert. Wir jeder weiß ist die zweite
Amtssprache Mallorcas ja Deutsch und so hatte ich keine Probleme mein Gate nach
Madrid zu finden. Schon bald saß ich im Flieger nach Madrid und war da schon
richtig nervös.
Muss ganz ehrlich sein
hatte damals wirklich keine Ahnung was mich jetzt erwarten würde. Obwohl
Metropole und soweiter habe ich mir bis damals Madrid nie so wirklich
vorstellen können.
Der Flug nach Madrid war
sehr interessant, bin über Valencia geflogen, eine echt phätt große Stadt,
nachher war alles jedoch ein bisschen karg, direkt vor Madrid dann eine kleine
Überraschung Berge Berge und nochmal Berge und dann die Stadt, unglaublich
groß, herrliches Wetter (welches bis jetzt anhält)
Und dann war ich eh schon
am Flughafen, hab auf mein Gepäck gewartet und am Weg nach draussen hat
Alejandra auf mich gewartet (Sie studiert in Wiener Neustadt und ist aus
Madrid), also bin ich ein richtiges Glücksschwein, bin sogar vom Flughafen
abgeholt worden.
Von da gings dann ab zu
meinem Hostel (Hostels sind recht günstige Herbergen), meine ersten Eindrücke
von der Stadt waren schon unglaublich, irrsinnig viel Verkehr, wahnsinnige
Autofahrer (hatte aber nie ein unwohles Gefühl), wunderschöne Große Gebäude und
das was mich eigentlich fasst am meissten fasziniert hat war dieses
unglaubliche Leben auf den Straßen. Ich war zwar schon in vielen Großstädten
aber so ein gewurrle hab ich überhaupt noch nie gesehen!!!!!
Beim Hostel angekommen hab
ich nur kurz mein Zeug reingeschmissen und dann wieder zurück zum Auto.
Alejandra hatte Geburtstag also sind wir zum Fastfood Restaurant VIPS essen
gegangen, sehr Amerikanisch angehaucht muss ich sagen, wie überhaupt die ganze
Stadt (Es gibt hier zB StarBucks, KFC, BK, McD, etc. u. viele andere
Amerikanische Läden und Geschäfte, ich hab sogar an Blockbuster gesehn). Ich
muss sagen es war ein sehr gemütlicher erster Abend in Madrid und dabei hab ich
schon amal meine ersten Spanisch Kenntnisse ausgepackt "Un Cheeseburger
por favor y una cerveza".
Zurück im Hostel
hab i mi
dann gleich mein Zimmer bezogen. Ein minniwinzi Raum mit 2 Stockbetten
reingepfärcht, eines war auch besetzt aber ich konnte nicht erkennen
wer da
jetzt eigentl. drinnen liegt! Lang hab is da ned ausgehalten also bin
ich zur Rezeption
und da hab i dann in einem Hinterzimmer I-net gesurft. Ein
Deutscher der
schon mal in Madrid gelebt hat, hat mir ein paar coole Seiten
gezeigt wo
es so Anzeigen für Wohnungssuchende gab. Da hab i ma
dann auch ein Paar potenzielle Adressen rausgeschrieben.
Am nächsten Tag (Dienstag)
bin ich ziemlich früh aufgestanden und hab einmal die Location gecheckt. Das
Hostel "Barbieri" ist wirklich ziemlich zentral gelegen
inmitten von kleiner Gässchen und vielen Cafes, Bars, Resaurants, etc, wirklich
eine coole Gegend. Habe ich mir noch am Vormittag ein Abono Transporte
gecheckt, es handelt sich dabei um einen Lichtbildausweis, der unbedingt
benötigt wird um sich ein Monatsticket (für sämtliche Verkehrsmittel in Madrid)
zu kaufen, eigentlich ziemlich bürokratisch oder?
Auf jeden Fall hab ich mir
das ganze ziemlich leicht vorgestellt und bin lässig in die Metro spaziert um
mir den Ausweis zu besorgen, cool bin ich auch noch geblieben als ich dort in
der Schlange gestanden bin und gewartet hab, doch als ich dann mein Sätzchen
aufgesagt hab und die Frau am Schalter den Kopf geschüttelt hat und auf mich
eingequasselt hab bin ich doch ein bisschen nervös geworden, aber eines muss
man schon sagen, wenn man versucht das spanische Volk auf spanisch anzureden
ist dieses Volk zugleich auch das hilfsbereiteste. Denn eine Frau ist gleich aus ihrem Büro
herausgetreten und hat mir versucht zu erklären wo ich denn diesen Ausweis
herbekomme, die um mich herum stehenden Leute haben alle ihre Ausweise gezückt
und dann hab ich das Wort „Tabaco“ aufgeschnappt und dann war mir sofort eines
klar à Hier unten in der Metrostation,
bin ich nicht richtig!!!!!!
Nun denn bin ich halt in
die Richtung gegangen wo die nette Spanische Dame hingefuchtelt hat, auf der
suche nach dem „Tabaco“. Ha und nach nocheinmaligen Nachfragen bei einem
spanischen Passanten hab ich es dann auch gefunden! Es handelte sich um eine
Winzige hmm wie soll ich sagen Hütte eher eine Box, natürlich eine Traffik (das
hab i ma e dacht), aber ich hab noch nie so eine kleine Trafik gesehen. Auf
jeden Fall saß darin ein besonders nette alte spanische Dame (die hat genau
reingepasst), nach halbstündigen hin und her hatte ich dann auch endlich meinen
Ausweis in der Hand.
Tja nach diesem grandiosen
ersten Erfolg, füllte ich mich besonders großartig und bin ein paar Stunden
durch die Stadt geschlendert. Ich hatte noch ca. 2 Stunden Zeit bis zum
Treffpunkt mit Nico und meine nächsten Eindrücke von der Stadt waren schon
gewaltig. So viel Leben, lauter nette coole Leute, is jedoch schwer zu
beschreiben wenn man es nicht selbst sieht, ich würd sagen es ist einfach der
spanische Flair, der diese Stadt so toll macht.
Auf jeden Fall hab ich
mich dann mit dem Nico getroffen, dieser ist Franzose und wird die nächsten
paar Monate auch an der Universidad de Antonio Nebrija studieren, ein echt
netter Kerl, ich hatte in zuvor in Ö. per e-mail kennen gelernt und wir hatten
uns da ausgemacht, dass wir gemeinsam auf Wohnungssuche gehen würden. Diese
begann auch mehr oder weniger im selben Moment, Nico hatte da schon ein bisserl
Erfahrung, denn er war schon 3 Tage vor mir in Madrid gewesen, auf jeden Fall
hatte er ein paar Adressen bzw. Telefonnummern und ich auch. Von
Straßentelefonzellen aus haben wir uns Termine bei diversen Wohnungen
ausgemacht und diese den ganzen Tag auch abgklappert. Der N. war auf jeden Fall
schon ein bisschen genervt weil er die letzten paar Tage nie wirkli glück mit
Wohnungen gehabt hat, auf jeden Fall dieser Tag sollte für uns beide zum
Glückstag werden, gleich die erste Wohnung die wir besichtigten war ein
Knaller, jedoch leider nur ein Platz frei, daraufhin hab ich noch bei einer Nr.
angerufen, welche ich mir schon in Ö. gecheckt hatte und die Frau am anderen
Ende der Leitung hat mir auch gleich mitgeteilt, dass Sie noch ein Zimmer hat ……………
Tja heute ist Freitag und
da sitz bzw. lieg ich nun in meinem Bett innerhalb von meinen vier Wänden, im
Nordwesten von Madrid und genieß die schöne Aussicht auf Rote
Ziegelsteinsiedlungsbauten. Meine Wohnung hat sich als perfekt herausgestellt,
mit einem kleinen Balkon, einem großen Wohnzimmer, Küche und voll eingerichtet.
Wohne mit Alberto y Manuele zwei Spaniern zusammen, beider sind voll nett, der
einzige Hacken an der Gschicht ist das M. nur spanisch spricht und A. nur
gebrochen Englisch, aber das kann ja im Hinblick auf meine Spanischkenntnisse
nur von Vorteil sein oder? Jedenfalls hatten wir gestern den ersten lustigen
Abend. Hmmm was redet man eigentl. mit einander wenn solche Sprachbarrieren
vorhanden sind? Die Antwort auf die Frage ist ganz einfach: Es ist total
Wurscht? Denn der Abend hat bis 3 in der Früh gedauert und am Ende hatte Manuele
den passenden Kommentar parat:
„Es gibt eigentlich nur
eine Sprache, und bei dieser ist es egal aus welchem Land man kommt!“