Tagebuch von Melanie

26.02.2007 um 11:00 Uhr

Desillusioniert

Stimmung: loooos - such die Stimmung, Hasso, such!
Musik: Volbeat – Rock the Rebel/Metal the Devil

So nennt man das wohl, wenn man von etwas enttäuscht ist, was man sich irgendwie “schöngedacht” hat im Vorfeld, oder?

Ich sitze hier, bin nach 1 ½ Tagen Freizeit fast noch genauso müde wie Sa. morgen, als ich von der letzten Nachtschicht kam.

War entgegen aller Vorsätze am WE mit auf der Manowar Release Party in der Matrix. Ich. In der Matrix. Auf ner Manowar Release Party. Und dass wo ich total auf Manowar stehe *g*.

Aber ich war nur da, um il Cheffe Tequila mal wieder zu sehen. Und um festzustellen dass solche Etablissements offensichtlich von Kindern bevölkert werden. Ich werde alt!

Ich kannte die Band nicht, die da vorher gespielt hat, die Horden von verschwitzen Kids mit trendigen Wuschelkopffrisuren, die da die Treppe hochpilgerten, hatten was von einer Ausserirdischen-Fraktion.

Jaja, unsereins feiert halt lieber gepflegt zu Hause mittlerweile oder gar nicht mehr. Oder muss Freitags rausgehen! Haha.

Aber ich schweife ab. Der Job ist also mal nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Solls geben. Aber natürlich ärgert es mich ein klein bisschen, bedeutet das doch, dass ich wieder auf Bewerbungsgespräche notgedrungen dackeln werde. Eigentlich hab ich nur ein Ziel gerade: soviel Geld verdienen um mal das Konto auf Null zu bringen. Und damit Luft zu haben für meine Massage-Zusatz-Ausbildung. Menno. Das kann doch nicht so schwer sein.

„Na dann halte doch ein paar Monate durch da!“ sagte mir jemand die Tage. Ja. Sicher. Das könnte ich machen. Nur lässt sich das mit meinem Sturkopf nicht so wirklich vereinbaren, der mir sagt „no way – ich langweile mich doch nicht zu Tode ein paar Monate, mache mir lecker bei 8 Stunden an den Maschinen stehen und sich drüberbeugen den Rücken weiterhin kaputt“. Dumme Sache. Ich habe genügend Leute dort getroffen die sagten „Wieso? Ist doch ein super Job. Gut verdientes Geld.“. Ja. Sicher. Aber. Wo bleibt denn da der Spass?? Die Kreativität? Oder wenn diese schon nicht da ist, so doch ein gewisses Mass an Herausforderung?! Es ist absolut keine Herausforderung den Fehler an der Maschine zu beheben, wenn man einmal das Prinzip von den Dingern verstanden hat. Sicher, es ist gut verdientes Geld. Dennoch: ich hau da völlig gegen meinen Biorhythmus mit so wochenweisen Schichtwechsel. Furchtbar. Und ich fühle mich null gefordert, ausser in so Situationen, wo alle 4 Machinen auf einmal stehen bleiben und der Schichtführer nen dummen Kommentar ablässt oder so. Aber sonst. Nöppes. Finde ich halt pures Zeitabsitzen. Was ok wäre, wenns denn dann wenigstens Spass machen würde.

 

Nun denn, ich beschäftige mich weiterhin mit den Möglichkeiten, in der Persönlichen Assistenz einen Job zu finden. Was mich allerdings geldlich eher null nach vorne bringen würde. Aber ich befürchte das würde ich dann wohl in Kauf nehmen zugunsten eines Jobs der mir Spass macht. Oder 2 Jobs. Obwohl ich ja davon eigentlich weg wollte, aber ich seh schon, das sind dann mal Wunschvorstellungen offenbar. Seufz.

Ich muss gestehen ich sitze dieser Tage relativ ratlos hier und frage mich wohin das so führen soll.

Am ehesten hat mir noch der Redakteurs-Job zugesagt. Ich steh lieber gemütlich jeden Tag mit nem Milchkaffee auf, schmeiss den Rechner an und arbeite dann, mit Pausen unterbrochen, den ganzen Tag an einem Text oder einer Aufgabe. Klar, da muss man sich an dummen Tagen auch mal ein wenig die Kreativität ausm Hirn saugen, aber das ist allemal fordernder als so Maschinen zu bedienen.

 

Ich find mich fast schon schlimm, dass ich ganz offenbar nicht in der Lage bin oder besser, nicht in der Lage sein will, das mal ein paar Monate „auszuhalten“ an den Maschinen. Ich undankbarer Mensch, ich.

Nun wenn anderen das genügt ist das ja wunderbar, aber das muss ja nicht heissen dass mir das auch so geht. Auch noch Ansprüche stellen. Ein Job muss Spass machen, wo gibt’s denn so was? ;-)

 

 

Ich möchte Euch übrigens an dieser Stelle die neue Volbeat „Rock the Rebel / Metal the Devil“ dringend ans Herz legen! Wenn ich diese superbe, vor sich hinrockende Scheibe nicht gehabt hätte am Wochenende, wäre ich vermutlich depressiv geworden und hätt mich in irgendeine Sofaecke geschmissen und mich geweigert, da wieder hervorzukommen.

Grosses Kino, Rock´n Roll! Eine Gute-Laune-Scheibe mit ner Menge Speed inne Backen, ohne dennoch anstrengend zu wirken. Beste Investition der letzten Wochen, ganz klar. Wer auf die Keith Caputo Stimme steht (halt so ein wenig nölig) zu der River Runs Red Zeit von Life of Agony, der wird diese Scheibe lieben!

 

 

Wird Zeit dass ich wieder Internet hier bekomme, wir hatten das ganze WE über kein Zwischennetz hier zu vermelden, weil die Umstellung auf DSL 6000 offensichtlich doch ein klein bisschen komplizierter ist als angenommen. Aber die Telebim ist da ja mörderaufgeschlossen: „Ja, gerne, Herr xy (Name vom Vor-Vor-Mitbewohner hier einsetzen), wir schicken Ihnen am Montag sofort die Zugangsdaten noch mal zu, kein Problem.“ Tja, schön dass sich Doofheit endlich mal auszahlt. Was können wir denn dafür wenn hier jemand das Telefon damals nicht abgemeldet hat. Lol.

Ich hoffe inständig dass die Netzwerkkundigen hier in der Hütte das heute gebacken bekommen. Brauche ein paar Infos ausm Netz.

Und überhaupt.

 

 

So ich geh mir mal ein Tomatensüppchen warm machen und dabei der Mitbewohnerin ausweichen. Sie ist ein wenig eingeschnappt seit ich mich erdreistet habe, ihr einen Zettel ins Bad an die Tür zu kleben mit der höflichen Bitte doch an das Fenster zumachen zu denken. Da sie aber a) völlig beratungsresistent ist was korrektes Lüften angeht und b) völlig kritikunfähig dazu, ist jegliche mündliche Ansprache bisher im Sande verlaufen.

 

Oh Gott ich will hier raus! Kann ich nicht wieder in den Wald? Ist ja schlimm hier mit was für Sachen man sich tagtäglich aueinandersetzen muss!

 

 

22.02.2007 um 20:34 Uhr

Die Auferstehung!

Stimmung: müde
Musik: Pantera – Cowboys from Hell

Da simmer wieder, werte Gemeinde.

Ich fand gestern abend, übel gelaunt wie ich war, dass es mal wieder an der Zeit ist sich den Mist von der Seele zu schreiben. Vielleicht nur, um Freaks „alles wird gut“ zu hören, generell ein bisschen whimpig um Mitleid unterschwellig zu betteln und ansonsten mit einer gehörigen Portion WSV-Stimmung (= Alles muss raus!) euch auf die Nüsse zu gehen.

 

 

Was geht ab hier? Die Tendenzen um Weihnachten herum waren ja durchaus positiv und sehr schick anzusehen: ich habe meinen alten Job gekündigt bei Randstad, und bin nun seit dem 1.2. bei einer Elektrik Firma in der Produktion angestellt. Das war auch echt ganz gut so, zumindest mein Weggang von der Zeitarbeitsfirma war durchaus lobenswert. Herrschaften, was gingen die mir auf die Gebärmutter in den letzten Monaten meines Daseins! Schlimm. Das lag nun weniger an der Zeitarbeitsfirma an sich, sondern war eher speziell auf diese bestimmt, durch und durch in allen Belangen inkompetente Filiale bezogen. Da hätt ich echt gerne kotzen mögen.

Von daher wars schon richtig und gut den Job zu wechseln. Meinetwegen auch in die Produktion. Was ich aber nicht bedacht habe, sind leider folgende unübersehbare Nachteile. Also für mich Nachteile, ganz subjektiv also. Ich stehe 8 Std. Man muss sich das so vorstellen: 18 Maschinen in einer Reihe, Schichtgruppen á 5 Leute, jeder hat also so ca. 4 Maschinen immer zu betreuen.. Wenns schlecht läuft, dann dreht man der einen Maschine den Rücken zu und schon steht sie wieder, weil sich irgendwo was verhakelt hat. Oder der umgekehrte Fall: sie laufen ok oder man muss sie abstellen weil einfach das Material fehlt oder sie repariert werden muss. In dem Fall schaukelt man sich schon die Eier sprichwörtlich.

Und mach das mal in einer Nachtschicht zwischen 22h und 6h morgens, so wie bei mir diese Woche der Fall. Gehste tot. Entweder du pennst halb im stehen ein oder du rennst die ganze zeit. Beides ist nicht zwingend rückenfreundlich. Ein weiterer Nachteil. Der Lärm. Ich hätte es ja nie geglaubt, aber diese permanenten Maschinengeräusche sind nichts für mich auf Dauer. Da helfen auch keine Stöpsel in den Ohren. Ich mag seit 2 Wochen nur noch wenig bis gar keine Mucke mehr hören. Ich! Kein Metal! Das geht mal gar nicht, das ist komplett inakzeptabel.

Und der schlimmste Nachteil des neuen Jobs: er macht keinen Spass! Es ist pures robotten, man bekommt zwar gutes Geld nach der Probezeit, aber es ist keine grosse Kunst. Wenn man das Prinzip, wie diese Maschinen laufen, einmal verstanden hat, dann ist das schon nach 2 Wochen keine Herausforderung mehr die wieder ans Laufen zu bekommen.

Ein bisschen wie „Zeit absitzen“.

Wie sagte Matz letztens so schön. Vielleicht bis du doch mehr der Kopfarbeiter? Ja, vielleicht. Ein bisschen Abwechslung muss schon sein.

Das ist das Dumme: am meisten ärgert es mich, dass mir der neue Job nicht so gefällt, wie ich es gerne hätte. Kann man sich so was schon im Vorfeld „schöndenken“? Hm… vielleicht. Es ist schon ok, von der Zeitarbeitsfirma weg zu sein, mehr Geld zu verdienen. Aber das ist kein Job der mich über Jahre hinweg glücklich machen wird. Darf man heutzutage den Anspruch noch haben? Ich meine dass einen ein Job glücklich machen soll? Ich finde ja. Klar, erstmal gilt es in diesem Lande, überhaupt erstmal eine Arbeit zu haben! Aber ich bin doch bitte die Hauptzeit eines Tages, einer Woche etc. dort anwesend. Da ist ein Minimum an Begeisterung für das, was ich da mache, schon recht förderlich.

 

Mal sehen, vielleicht such ich mir echt eine Stelle im Assistenz-Bereich, wer weiss. Aber da ist es die Schwierigkeit, dass dort selten bis gar nicht Vollzeitstellen vergeben werden. Von der Argumentation her logisch: wie soll das zu bewerkstelligen sein wenn der oder diejenige mal krank wird? Oder Urlaub hat? Also Teilzeit. Und das bedeutet 2 Jobs in dem Bereich oder mehr um auf ein „normales“ Gehalt zu kommen. Seufz. Eigentlich etwas von dem ich wegwollte. Mehrere Stellen. Aber gut, so kommen wir ja auch nicht weiter.

Das Ausland scheidet mal grade aus, ich möchte bitte hier erst mal mein Konto sanieren und dann die Massagezusatzausbildung machen.

 

Hm, alles gar nicht so einfach.

Ich mach mal das Beste draus, arbeite da erst mal vor mich hin (werde am WE wahrscheinlich nur schlafen).

 

 

 

Vielleicht finde ich ja wieder einen Job als Redakteurin oder so. Das wär super. Hat mir gut gefallen die Arbeit!

 

 

So, ich werde jetzt gleich mich premieremässig auf den Roller schwingen und zur Nachtschicht düsen! Puh.

 

 

 

Sinnige oder unsinnige Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Jobsituation dürfen hier gerne laut gedacht werden!

 

 

 

Alaaf!

27.03.2006 um 17:29 Uhr

IN FLAMES!

Stimmung: verschnupft
Musik: nix, dröhnt zu sehr heute im schädel

Also Freunde so geht das ja hier net weiter, ich komm ja zu nix mehr vor lauter jobben.
Schlimm.
Dennoch möchte ich Euch auf keinen Fall mein review übers IN FLAMES Konzi letzten Montag vorenthalten...
Die leicht gekürzte Version (halt ohne hochpersönlichen Kram) könnt ihr bei

www.metalstorm.de

nachlesen.

So, Mattes, falls du das jemals lesen solltest: warum warste nicht mit?? Tsetse...


Here we go:


Gehirnwäsche!


Alter Schwede (passt ja hier mal formidabel)!

Was war das denn??

Tatort: Palladium, Kölle, 20.03.06

Täter: In Flames (+ Sepultura, + Dagoba)

 

Da dachte ich nun: na, schenkste mal dem Freund Thorsten ne In Flames Karte nachträglich zum Geburtstag, setzt Deinen WG-Geburtstagsgutschein vom letzten Jahr gewinnbringend ebenfalls in so ein hübsches Tix um.

Schnell mal nen töften Film gebastelt (ich liebe diese Digikamera-Zusatzfunktion), abgeschickt, sich freuender Mensch ein paar Tage später.

Hatte extra an dem Montag frei genommen (Dienstag wäre auch nicht schlecht gewesen, mal so am Rande bemerkt).

Um 16 Uhr war der Herr denn auch pünktlich fertig (Wahnsinn, hab ich noch nie bei diesem Workaholic erlebt), wir hatten also noch massig Zeit, das bedeutete vorbereitende Maßnahmen ergreifen: Döner futtern. Ich hab mal masochistisch zugeguckt, da grade sone Art Fastenzeit *örks* am Start ist.

Ab nach Köln, ich lernte in Rekordgeschwindigkeit die Tiptronic Bedienung eines Halbautomatik-Smart, den linken Fuss festgetackert in Gedanken hübsch am Bodenblech. Lustige windanfällige Knautschkugel das.

Aber: Parkplatz üüüberhaupt kein Problem. Und wer schon mal in diesem Industriegebiet im Dreieck zwischen Harald Schmidt Late Night Studios, E-Werk und Palladium an der Schanzenstr. parken musste, weiss das dankbar zu würdigen!

Viel zu früh, in der Schlange gottseidank mal  Benny und Stephan aus dem hübschen Sauerlandstädtchen Brilon gesichtet, uns schlendernd dazugesellt, prima, keiner meckert.

Die Zeit wollte ja gar nicht vergehen, ehemalige Ex-Freundinnen zu sichten 3 Meter die einem den Tod damals wünschten, halfen da auch eher weniger bei den befreundeten Kollegen.

Die Temperatur zog irgendwie minütlich an, ich war dankbar um meinen Kapu, den ich auch nicht hergab, der Freund sichtete derweil mal den Jägermeister/Bier Verkäufer. Direkt mal von jedem was eingesackt, man(n) trägt ja auch nur heldenhaft nen Longsleeve *bibber*, da muss man halt auf Betriebstemperatur kommen.
„Sagte der Typ nicht gerade, 3 Jägermeister für 5 Eus?“ „Ja, genau, Thorsten.“ „Wo ist der Mann?! Ich glaub ich brauch das jetzt, mir ist immer noch kalt!“ *grins* Ja nee, is klar.

Innendrin nach dem Einlass dann mal ein erneuter Versuch offenbar der Palladium Mannschaft in der Disziplin „Wie viele Leute passen eigentlich gequetscht in den Vorraum rein?“, man erprobte sich darin via Handykommunikation sich an der Theke, an der es schändlicherweise und zum Entsetzen einer gewissen Person keinen Sambuca gab (Buuuh!), dem Frikostand am Eingang oder der Garderobe im Untergeschoß zu treffen. Schöner Sport.

Der Gedanke dass evtl. nachher alle Shirts ausverkauft wären veranlaßte die Jungs sich zum Merch-Stand durchprügeln („Ich soll doch meiner Freundin ein S-Girlie mitbringen“). Dort angekommen, war ich beruhigt: bei DEN Preisen (T-Shirt 25 Euro/ LS 30 Euro) würde das wohl kaum der Fall sein. Schnell dem inneren Schweinehund ein Schnippchen geschlagen á la ich-ess-doch-eh-grad-weniger-das-bedeutet-ja-auch-mehr-übriggebliebenes-Essensgeld, und mal fix ein Tour-Longsleeve eingesackt, bevor ich länger über diese Preise nachdenken konnte. Schade aber auch dass es offensichtlich vorbei ist mit den moderaten Shirt Preisen heuer. Schnell mit Bennys T-Shirt, in professioneller Bundeswehr-Manier aufgerollt da platzsparend, in die kleine Tasche gestopft, ein Dank geht hinaus an den weltallerbesten Bruder, der mir diese hochwichtige Technik mal beigebracht hat!

Verspätet öffneten sich dann gnädig die Hallentore und ich verlor den Anblick all der Kiddie-Gesichter endlich dankbar in der schummerigen Dunkelheit. Werd ich alt oder machte das die Vorband aus, dass man hier so viele Baggy-Pants Träger sichten durfte? Gruselig und definitiv NICHT Metal!

Die erste Vorband hab ich mir noch nicht mal vom Namen her gemerkt, später als Dagoba identifiziert. Kommentar meiner Jungs: „Äh, war der Sänger von Sepultura nicht ein Farbiger?“ Haha, das triffts, Sepultura auf schlecht. Sound kacke. Interessierte mich nicht, wir hatten uns eh an der Theke festgepattext, Thorsten beim Versuch beobachtend, möglichst viel Bier im Vorfeld zu trinken, weil später hat man keine Gelegenheit mehr dazu. Erkenntnis des Abends: Ey, wenn man sonst nur Sambuca säuft wie Wasser, dann knallt Bier auf einmal ganz schön *fg*. Ach ;-)…

Sepultura waren irgendwann an der Reihe, die interessierten mich auch nur mäßig, da ich mich ehrlich gesagt mit allem nach der „Roots“ nicht mehr beschäftigt habe. Kamen aber ganz gut an, für mich als Anhänger alter Scheibchen wie „Arise“ und „Chaos A.D.“ waren natürlich Wiedererkennungswerte gegeben bei Songs wie „Beneath the remains“, „Arise“, „Roots“ und „Dead Embryonic Cells“. Shouter Derek Green ist ein tougher Frontmann, versteht es die Massen zu animieren, der Mob tobte schon da bereitwillig.

Dann aber mal Schluss mit lustig!
Was dann bei In Flames folgte, toppt alle In Flames Konzis locker die ich sehen durfte.

Hat jemand schon mal so eine Lichtshow gesehen??

Direkt nach dem Intro von „Your Bedtime Story Is Scaring Everyone” knallten der Fünfer aus Göteborg einem ne Show um die Nase, dass einem Hören und Sehen verging, letzteres im wahrsten Sinne des Wortes!

Das ist neben Machine Head und Amon Amarth (die selbst strunzenbesoffen noch halbwegs perfekt irgendwie spielen, wahrscheinlich spielen sie NUR strunzenbesoffen gut, hehe) die einzige Band, bei der ich so eine musikalisch-technische Live-Perfektheit fast schon erwarte. Nur dass sie diesmal so ca. ¼ des Eintrittspreises in eine Lichtshow und Pyros sondergleichen investierten und in die Massen hauten, dass einem der Mund offen stehen blieb. Sowas hab ich bei In Flames noch nicht erlebt, die pack ich sonst eher in die Sparte „es zählt allein die Mucke“. Nicht so auf dieser Tour.

Man stelle sich folgendes vor: so ca. 8 paarweise senkrecht angeordnete (Stroboskop?) Lichtstäbe die in sich auch noch mal dreigeteilt waren, das Ganze in einer langen Reihe entlang des kompletten hinteren Teils der Stage, und die gleiche Anordnung noch mal an der Decke.

Farben, die je nach Song komplett einem direkt in die Netzhaut des Auges ballerten: Rot, Blau, Neongrün, Weiß, Gelb, Orange. Oder so. Dazu Pyros ohne Ende, bin ich von denen gar net gewöhnt, so nen visuellen Overkill!

Die Setliste hätte ich im Lebtag nicht mehr so hübsch auf die Reihe bekommen, Dank deshalb an die Rock Hard Forums User, die da offensichtlich ein besseres Gedächtnis haben. Da blieb aber auch kein Auge trocken diesmal, bis auf „Clay Man“ fehlte echt nix, meine Faves „Only For The Weak“ und „Episode 666“ fehlten auch nicht.

Da ich bekennender Gutfinder auch der letzten Scheiben vor der kürzlich releasten „Come Clarity“ bin, fand ich natürlich die Songs von der Reroute To Remain-Scheibe klasse („System“, „Trigger“, „Drifter“, „Cloud Connected“, gut, letzteres leider durch Dauerrotation bei den Musiksendern damals etwas massenverscherbelt).

Nur der Zugabenblock, wenns denn einer war, so klar war das irgendwie nicht getrennt fand ich, war sehr dürftig, das Triplett „The Quiet Place / Touch Of Red / My Sweet Shadow“ (komplett vom Album „Soundtrack To Your Escape“, dem schwächsten IF Album imho) hätten se sich klemmen können, aber gut, die einen mögens, die anderen halt nicht.

Da ich persönlich das neue Album „Come Clarity“ die totale Abfahrt finde, freute ich mich selbstverständlich über die immer mal wieder dazwischen eingeworfenen Songs „Take This Life“, „Leeches“, „Come Clarity“ (an dessen live Darbietung könnten sie evtl. noch etwas schrauben, ansonsten auf Platte ein sagenhafter Song) und „Crawl Through Knives“  (Hammer Song, Hammer Melodiebögen, mir fehlte nur dieses aggressiv geshoutete „With Flames…“, wurde leider eher clean gesungen).

Wir hatten uns nach ca. 2 Songs zu dritt oben auf die Balustrade zwecks besserer Sicht verzogen, eine weise Entscheidung, die Phase im-Mob-stehen-und-zwei-Kiddis-steil-abgehen-sehen-direkt-vor-mir-so-dass-se-einem-fast-unters-Kinn-ballern“ hatte ich zum Glück schon, die brauchte ich diesmal nicht zwingend.

Von oben konnte man wenigstens sich von diesen Hammer Lichteffekten bestrahlen lassen und hat gesehen, dass Anders Frieden neben einem weißen Hemd mit Krawatte ne stylische 7/8 Hose (oder lasse mer es ne ¾ Hose sein, wir sind ja nicht so) und – OBACHT – rot-weiss-geringelte (!!!) Kniestrümpfe trug. Äh, ja, *grins*, wems Spass macht! Hauptsache die Mucke stimmt, und da gibt es bei In Flames wirklich so gut wie niemals was zu meckern bei nem Live-Konzert. Wenn man den mehrfachen beeindruckten Ansagen von Anders glauben darf, war das ihre „biggest venue show“ ever oder so.

Aber beeindruckend wars auf jeden Fall, ganz klar.

Beendet wurde das ganze Event dann noch mit nem Goldschnipsel-Glitterpapier-Regen aus insgesamt 4 Kanönchen, 2 am Bühnenrand links und rechts, 2 im Volk beim Mischpult inner Mitte. Wieder konnten sich meine Jungs ne Bemerkung nicht verkneifen hinterher: „Verdammt, da muss ein schwedischer Kindergarten aber echt lange für geschnibbelt haben! Stellt Euch mal vor die Pusten Blattgold in die Massen und keiner merkts. Was das für ne Arbeit machen muss, die Fetzen wieder einzusammeln!“

Erster Kommentar nach dem Konzi, als wir uns alle hinten an der Rückwand der Halle wiedertrafen: „Hat hier noch jemand das Gefühl, dass das eigentlich ne Art gaaaanz subtiler Gehirnwäsche war??“ Ich musste dem nach kurzem Überlegen zustimmen, da ich noch immer Farbblitze vorm imaginären Auge hatte und völlig unfähig war auch nur im Ansatz sowas wie ne Setlist zusammen zu bekommen spontan.

Vielleicht bin ich ja da auch schwer empfänglich für *lach*, denn offensichtlich scheints ja Leute gegeben zu haben, die die Setlist hinbekommen haben. Spielzeit waren gefühlte 2 Stunden, tatsächlich aber wohl eher sowas wie 1:20 oder max. 1:30 Std.

Draussen dann noch die obligatorischen „Wolle T-Shööört kaufe?“ Wolldecken-auf-Straße-Vertreter.

 

Fazit: superbe Show, Publikum ging steil, eine Menge visuelles Futter, Mucke und Show tadellos bis auf den ein wenig glanzlosen Zugabenblock, aber gut, das konnte ich locker verschmerzen. Und (wichtig!) man merkt der Band immer noch den Spass an der Sache an, routiniert zwar, aber niemals desinteressiert oder gelangweilt wirkend! So muss das sein!

  

Total durch den Wind für den Rest der Woche gewesen, 3 Stunden Schlaf wochentags sind einfach völlig desaströs mittlerweile für mich, ich glaub ich werd zu alt für sone Scheiße :-D!

 


Setlist (kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit, da eh geklaut):

 
 
Intro: Your Bedtime Story Is Scaring Everyone
Pinball Map
Leeches
System
Trigger
Insipid 2000
Behind Space
Colony
Crawl Through Knives
Black & White
Take This Life
Come Clarity
Scream
Cloud Connected
Drifter
Moonshield
Episode 666
Only For The Weak
Vacuum

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The Quiet Place
Touch Of Red
My Sweet Shadow

26.02.2006 um 17:01 Uhr

Ob Sie glauben, etwas erreichen zu können oder glauben, etwas nicht erreichen zu können, Sie haben immer Recht!

Stimmung: is Sonntag!
Musik: Danko Jones – Sleep is the enemy, Silke Bischoff – To protect and to serve, In Flames – Come Clarity

Das isses! Sehr hübscher Ausspruch auf ner Internetseite gerade.

Selbstverständlich könnte ich euch jetzt damit zunölen, dass ich schlechte Laune habe, naja, schlecht isse eigentlich nicht, aber ich laufe auch nicht grinsend umher. Halt „geht so“ bis „verpiss dich“.

Ich hatte Urlaub. Jawohl. Ganz toll, ganz supernotwendig.

Geschlafen, elend viel geschlafen, unter 9 Stunden pro Nacht ging da nix.

Den Magen auskuriert, der übel sich bemerkbar gemacht hatte die letzte Woche vor meinem Urlaub.

Nicht das geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Aber auch egal, weil ich irgendwann ziemlich fix beschlossen hatte, dass ich ja nun wirklich endlos bescheuert bin, wenn ich nicht EINMAL im Leben klug handel und den Urlaub als das nutze was er ist: Energie wieder auftanken. Ich glaube ich hatte seit über 2 Jahren keine 14 Tage mehr am Stück Urlaub. 

Schweden letztes Jahr mit dem Festival zähl ich nicht dazu, ich kam erholungsbedürftiger nach diesen 8 Tagen wieder als ich losgefahren bin, haha.

Also habe ich innerhalb von 8 Stunden endlich endlich mal wieder ein spannendes Buch gelesen, mir verboten, mich innerlich zum arbeiten zu zwingen beim Zweitjob, wenn ich denn doch so gar net kreativ drauf bin, Behördengänge erledigt.

Die Suche nach einem neuen Beruf beschäftigt mich gerade sehr.

Das ist hier nicht einfach. Mir ist aufgefallen, dass die Regelmäßigkeit des Arbeitens, teilweise ja in 2 Jobs gleichzeitig, mich schon wieder monatelang vollkommen in ihren Bann gezogen hatte. Völlig unsichtbar, völlig unbemerkt. Da lieg ich nun morgens um 9 im Bett (das war immer so meine Aufwachzeit, da ich gerne abends arbeite, wäre sowas wohl mein natürlicher Biorhythmus oder so), denke darüber nach, wie  man das alles so in Angriff nehmen könnte.

In der ersten Woche ging nix, da habe ich mich glaub ich hier verbarrikadiert, bin alle 2 Tage wie üblich mit Stephi innen Fitness Keller gelatscht, einkaufen nur wenns unbedingt notwendig war. Das Wetter tat sein übriges dazu, hier sah es jeden Tag dem Weltuntergang ein wenig ähnlicher. Kein Bedarf nach draussen ins beschissene Wetter zu steppen, nicht im Ansatz.

In der 2. Woche dann endlich mal mich aufgerafft.

Menno, was soll ich sagen? Ich war ja nun schon seit ca. 4 Jahren nicht mehr bei der Agency, die haben sich aber verändert seit der Umstrukturierung. Klar, Beamte bleiben Beamte, da wird man als arbeitssuchend eingestuft auch wenn man „nur“ nen Termin zum Quatschen haben möchte. Meinetwegen, ich bin ja nich so.

Das Service Team ruft einen an (!!) um Eckdaten zu erfragen, parallel dazu gibt’s nen hübschen Fragebogen, einen Termin habe ich auch schnell bekommen (wenn man erwähnt, dass man noch diese Woche Urlaub hat und theoretisch IMMER auftauchen könnte…), da sitzt einem nen schnuckeliger Berater, ups: Agent!, gegenüber, der nen Tomb Raider Plakat an die Innenseite seiner Tür gepappt hat. Und ich hatte doch tatsächlich das erste Mal im Leben das Gefühl, dass sich da wirklich jemand interessiert, bemüht mir zu helfen (auch wenn er im Endeffekt recht wenig beitragen konnte). Seine Einschätzung meiner Situation war imho schon ziemlich realistisch. Ihm glaubte man doch auch ernsthaft den Satz „Wenn Sie noch Fragen oder sonst irgendwas haben, rufen Sie mich doch bitte an.“

Ok, niederschmetternder dann der Besuch beim Bafög Amt.

Typ: ca. 30 Jahre auf seinem Stuhl, was er auch dann mal betonte: „Wissen Sie ich mach das ja auch nicht erst seit gestern, ich bearbeite solche Anträge seit 30 Jahren“.

Ok, ich fass mal zusammen: auch wenn es sich im neuen Bafög.de ganz anders liest… es geht um den Ausnahmeparagraphen 10 in dem Gesetz. Bafög wird an sich nur gewährt bis 30 Jahre. Das ist der casus knacktus bei mir. Ich lieg drüber. Auch wenn meine Eltern meine Ausbildung damals komplett aus eigener Tasche bezahlt haben, egal, ich erfülle alleine mit der Tatsache, dass ich bereits eine abgeschlossene Ausbildung habe, den Paragraphen sieben! So, jetzt wisst ihr bescheid. Der Paragraph 10, der die Ausnahmen für Antragsteller über 30 regelt, gilt für mich nicht, es sei denn ich gebäre mal eben schnell ein Kind aufn Teppich *grins* (<= wohl kaum!) oder möchte einen theologischen Beruf ergreifen (waaahaaail von dem kann man ausgehen, dass er eher in „reiferem Alter“ ergriffen wird! Aahhhh ja!).

Muss ich noch betonen dass ich vor Enttäuschung fast losgeheult hätte im Zug nach Hause? Ich meine wie ungerecht ist das denn bitteschön? Muss mir dann auch noch sagen lassen von dem Sesselfurzer „ja warum haben Sie sich denn nicht 3 Jahre eher für sowas entschieden?“

Hallo? Geht’s noch? Weil ich vielleicht vor 3 Jahren ü-ber-haupt noch nicht an sowas gedacht habe?? Gibt es irgendwo im Universum ein Gesetz, das vorschreibt, dass mann/frau mit 29 ½ seine komplette Lebensplanung für sich klar haben muss?? Hab ich das übersehen? Ja Verzeihung, ich scheine da wohl ein wenig anders zu ticken ich bin in meinem Leben immer etwas später dran als andere.

Seltsam nur, dass sie es im Internet anders darstellen! Hm, habe ich da was falsch gelesen? Noch mal vielleicht ne mail schicken an jemanden von „das-neue-bafög.de“. 

Aber. Ich wäre ja nicht ich, wenn ich mich von sonem Vollhorst länger als einen Tag demotivieren lassen würde.

Gut, weiterforschen ist die Devise. Noch mal nen Termin in 1 ½ Wochen bei der Agency klargemacht. Weitergeforscht: in diversen Foren, auf offiziellen Ämterseiten im Netz, das Netz ist da eh ne hilfreiche Sache, Nachbarin hat mir zudem teilweise recht nützliche Broschüren von der Didacta-Messe mitgebracht!

Aber es ist zum kotzen: da will man ne neue Ausbildung machen, ist willig etwas neues zu lernen und bekommt in diesem Entwicklungsland in Sachen Bildung nirgendwo nen Kredit vom Staat? Nur weil man über 30 ist? Welche Knalltüte hat denn das Gesetz gemacht?

Ich meine ich sehe den Sinn dahinter schon irgendwo ein: nämlich dass diese Bafög Mittel in erster Linie Jüngeren zur Verfügung stehen sollten, die sonst keine Möglichkeiten hätten, überhaupt etwas zu lernen, etwa weil die Eltern als Finanzierer aus diversen Gründen ausfallen. Das ist mir schon klar. Nur wo bitte gibt es das Ganze für die über 30 Jährigen? Wo? Genau: nirgends. Heißt dann wohl: ich poppe nen Millionär, lass mir nen Kind machen, gewinne im Mittwochs Lotto oder finde was archäologisch ganz wahnsinnig bedeutendes, was die gesamte Wissenschaftswelt auf den Kopf stellt, mir Tonnen von Tantiemen einbringt von meiner Biographie, die sich millionenfach auf dem Planeten verkauft selbstverständlich.

Öhhhh *überleg*… nö. Kein Bock.

Aber ich bin ja nicht umsonst die lebende Umsetzung des Spruches:

 

„Umwege erhöhen die Ortskenntnis!“

Lao Tse

 

 

 


P.S.: Meine Altersresidenz wird der Klosterkräutergarten, ganz klar. Ich raffs nicht. Entweder ich  brauche ganz dringend nen Kurs "Rhetorik für Anfänger" oder alle Männer sind Nixblicker, desinteressiert und Egotörtchen. >:-/

31.01.2006 um 21:09 Uhr

Wie gewonnen, so zerronnen.

Stimmung: also nicht so richtig...
Musik: Alice in Chains - Facelift

So.

Schönschönschön.

 

 

 

Gerade das seit ca. 1 Stunde (geschätzter Mittelwert) auf dem Konto befindliche Zweitjobgehalt direktamente tutto kompletto an den lieben Kotz-Ex-Vermieter für die NK Nachzahlung der Monate Oktober bis Dezember 2004 überwiesen.

Waren ja auch nur knappe 350 Tacken.

 

[mantra on]

 

Es ist nur verdammtes Geld, Mella.

 

Es ist nur verdammtes Geld, Mella!

 

Es ist nur verdammtes Geld, Mella!!

 

[mantra off]

 

 

 

So.
Feinfeinfein.

Hätten wir das auch. Alles klar.

Ich häkel mir dann mein Essen. Mal wieder. 2 Wochen lang. Kein Problem.

Die Telefonrechnung bezahlt sich von selbst. Selbstverständlich.

Kennt ihr nicht solche Telefonrechnungen? Jahaaaah. Das is ne töfte Angelegenheit, sag ich Euch. Also ich schließ nur noch Verträge ab, wo sich die Rechnungen wahlweise in Luft auflösen oder als selbstbezahlende Rechnung fungieren. Funktioniert ta-del-los!

 

 

 

 

 

Ich will sofort bitte in irgendne warme Höhle und da gar nicht mehr rauskommen.

Keine Geräusche. Keine Menschenmassen.

3 Arbeitstage noch die drängelnden Kiddies noch vor dem ersten Kaffee (den ich grade wegen Magenproblemen gegen Magen-Darm-Tee eintauschen muss auch noch) ertragen im Bus um 7 Uhr morgens, dann endlich Urlaub.

Dann stell ich den Wecker erst auf  8. Hurra.