Desillusioniert
Stimmung: loooos - such die Stimmung, Hasso, such!
Musik: Volbeat – Rock the Rebel/Metal the Devil
So nennt man das wohl, wenn man von etwas enttäuscht ist, was man sich irgendwie “schöngedacht” hat im Vorfeld, oder?
Ich sitze hier, bin nach 1 ½ Tagen Freizeit fast noch genauso müde wie Sa. morgen, als ich von der letzten Nachtschicht kam.
War entgegen aller Vorsätze am WE mit auf der Manowar Release Party in der Matrix. Ich. In der Matrix. Auf ner Manowar Release Party. Und dass wo ich total auf Manowar stehe *g*.
Aber ich war nur da, um il Cheffe Tequila mal wieder zu sehen. Und um festzustellen dass solche Etablissements offensichtlich von Kindern bevölkert werden. Ich werde alt!
Ich kannte die Band nicht, die da vorher gespielt hat, die Horden von verschwitzen Kids mit trendigen Wuschelkopffrisuren, die da die Treppe hochpilgerten, hatten was von einer Ausserirdischen-Fraktion.
Jaja, unsereins feiert halt lieber gepflegt zu Hause mittlerweile oder gar nicht mehr. Oder muss Freitags rausgehen! Haha.
Aber ich schweife ab. Der Job ist also mal nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Solls geben. Aber natürlich ärgert es mich ein klein bisschen, bedeutet das doch, dass ich wieder auf Bewerbungsgespräche notgedrungen dackeln werde. Eigentlich hab ich nur ein Ziel gerade: soviel Geld verdienen um mal das Konto auf Null zu bringen. Und damit Luft zu haben für meine Massage-Zusatz-Ausbildung. Menno. Das kann doch nicht so schwer sein.
„Na dann halte doch ein paar Monate durch da!“ sagte mir jemand die Tage. Ja. Sicher. Das könnte ich machen. Nur lässt sich das mit meinem Sturkopf nicht so wirklich vereinbaren, der mir sagt „no way – ich langweile mich doch nicht zu Tode ein paar Monate, mache mir lecker bei 8 Stunden an den Maschinen stehen und sich drüberbeugen den Rücken weiterhin kaputt“. Dumme Sache. Ich habe genügend Leute dort getroffen die sagten „Wieso? Ist doch ein super Job. Gut verdientes Geld.“. Ja. Sicher. Aber. Wo bleibt denn da der Spass?? Die Kreativität? Oder wenn diese schon nicht da ist, so doch ein gewisses Mass an Herausforderung?! Es ist absolut keine Herausforderung den Fehler an der Maschine zu beheben, wenn man einmal das Prinzip von den Dingern verstanden hat. Sicher, es ist gut verdientes Geld. Dennoch: ich hau da völlig gegen meinen Biorhythmus mit so wochenweisen Schichtwechsel. Furchtbar. Und ich fühle mich null gefordert, ausser in so Situationen, wo alle 4 Machinen auf einmal stehen bleiben und der Schichtführer nen dummen Kommentar ablässt oder so. Aber sonst. Nöppes. Finde ich halt pures Zeitabsitzen. Was ok wäre, wenns denn dann wenigstens Spass machen würde.
Nun denn, ich beschäftige mich weiterhin mit den Möglichkeiten, in der Persönlichen Assistenz einen Job zu finden. Was mich allerdings geldlich eher null nach vorne bringen würde. Aber ich befürchte das würde ich dann wohl in Kauf nehmen zugunsten eines Jobs der mir Spass macht. Oder 2 Jobs. Obwohl ich ja davon eigentlich weg wollte, aber ich seh schon, das sind dann mal Wunschvorstellungen offenbar. Seufz.
Ich muss gestehen ich sitze dieser Tage relativ ratlos hier und frage mich wohin das so führen soll.
Am ehesten hat mir noch der Redakteurs-Job zugesagt. Ich steh lieber gemütlich jeden Tag mit nem Milchkaffee auf, schmeiss den Rechner an und arbeite dann, mit Pausen unterbrochen, den ganzen Tag an einem Text oder einer Aufgabe. Klar, da muss man sich an dummen Tagen auch mal ein wenig die Kreativität ausm Hirn saugen, aber das ist allemal fordernder als so Maschinen zu bedienen.
Ich find mich fast schon schlimm, dass ich ganz offenbar nicht in der Lage bin oder besser, nicht in der Lage sein will, das mal ein paar Monate „auszuhalten“ an den Maschinen. Ich undankbarer Mensch, ich.
Nun wenn anderen das genügt ist das ja wunderbar, aber das muss ja nicht heissen dass mir das auch so geht. Auch noch Ansprüche stellen. Ein Job muss Spass machen, wo gibt’s denn so was? ;-)
Ich möchte Euch übrigens an dieser Stelle die neue Volbeat „Rock the Rebel / Metal the Devil“ dringend ans Herz legen! Wenn ich diese superbe, vor sich hinrockende Scheibe nicht gehabt hätte am Wochenende, wäre ich vermutlich depressiv geworden und hätt mich in irgendeine Sofaecke geschmissen und mich geweigert, da wieder hervorzukommen.
Grosses Kino, Rock´n Roll! Eine Gute-Laune-Scheibe mit ner Menge Speed inne Backen, ohne dennoch anstrengend zu wirken. Beste Investition der letzten Wochen, ganz klar. Wer auf die Keith Caputo Stimme steht (halt so ein wenig nölig) zu der River Runs Red Zeit von Life of Agony, der wird diese Scheibe lieben!
Wird Zeit dass ich wieder Internet hier bekomme, wir hatten das ganze WE über kein Zwischennetz hier zu vermelden, weil die Umstellung auf DSL 6000 offensichtlich doch ein klein bisschen komplizierter ist als angenommen. Aber die Telebim ist da ja mörderaufgeschlossen: „Ja, gerne, Herr xy (Name vom Vor-Vor-Mitbewohner hier einsetzen), wir schicken Ihnen am Montag sofort die Zugangsdaten noch mal zu, kein Problem.“ Tja, schön dass sich Doofheit endlich mal auszahlt. Was können wir denn dafür wenn hier jemand das Telefon damals nicht abgemeldet hat. Lol.
Ich hoffe inständig dass die Netzwerkkundigen hier in der Hütte das heute gebacken bekommen. Brauche ein paar Infos ausm Netz.
Und überhaupt.
So ich geh mir mal ein Tomatensüppchen warm machen und dabei der Mitbewohnerin ausweichen. Sie ist ein wenig eingeschnappt seit ich mich erdreistet habe, ihr einen Zettel ins Bad an die Tür zu kleben mit der höflichen Bitte doch an das Fenster zumachen zu denken. Da sie aber a) völlig beratungsresistent ist was korrektes Lüften angeht und b) völlig kritikunfähig dazu, ist jegliche mündliche Ansprache bisher im Sande verlaufen.
Oh Gott ich will hier raus! Kann ich nicht wieder in den Wald? Ist ja schlimm hier mit was für Sachen man sich tagtäglich aueinandersetzen muss!
