Lasse Larsson, Kripo Heringsdorf 4. Kapitel/ 4. Abschnitt
Stimmung: gut
Musik: Klassik-Radio - Filmmusik
Nur für die Leser
anspruchsvoller Krimis gedacht!
Dies ist der Erstentwurf des 4. Kapitels meines zweiten Lasse Larsson-Falles.
Er ist nicht korrigiert, nicht redigiert und sicher auch noch nicht vollständig.
4. Kapitel/4.Abschnitt
„Ja. Bist du Hellseherin?"
„Die Insel hat so viele gute Restaurants zu bieten. Ich denke, du gehst da hin, weil es relativ nahe zu deinem Haus ist."
„Ich gehe zu Seifert, weil er exzellent kocht. Aus keinem anderen Grund. Wirst du kommen?"
„Was sagen die anderen dazu?"
„Nichts. Du bist die Überraschung des Abends!"
Inge Mohaupt lachte.
„Das sieht die wieder ähnlich, Lasse. Du stellst Andresen und Simons vor vollendete Tatsachen."
„Und Monika Landris."
„Wer, bitte?"
„Unsere ausgeliehene Mitarbeiterin. Monika Landris."
„Wieso ausgeliehen?"
„In der Regel macht sie Verkehrskontrollen oder schlichtet Familienstreitigkeiten ..."
„Und nun arbeitet sie für dich? Nachtigall ..."
„Nichts Nachtigall. Sie kann analytisch denken und ich brauche jede Hilfe, die ich bekommen kann."
Inge Mohaupts Neugier war erwacht. Sie wollte sehen, welches weibliche Wesen Lasse Larsson dazu gebracht hatte, sich für sie einzusetzen.
„Gut. Ich werde versuchen, pünktlich da zu sein."
Larsson bedankte sich.
Als er das Gespräch beendet hatte, kam ihm Ferdinand Huebner wieder in den Sinn.
Wir haben bisher keinen brauchbaren Zeugen für die lausige Bluttat an diesem Spieler aus Süddeutschland. Es gab sicher viele Möglichkeiten, sich Feinde zu machen. Eine davon war, Spielschulden nicht zurückzuzahlen und damit irgendeine Geldmafia zu aktivieren. Eine andere Möglichkeit war, dass die Frau, die er betrogen hatte, sich rächte. Manchmal verfliegt die Liebe wie ein Furz, dachte er. Vor allem, wenn man sie in Abhängigkeit bringt, sie dann mit Schulden zurück und wie eine heiße Kartoffel fallen lässt. Er machte sich eine Notiz zum Verhältnis Ferdinand Huebners zu dessen Frau, fügte sie als Wingding auf seinem Piktogramm dazu und machte hinter ihrem Namen ein dickes Fragezeichen.
Gegen Mittag kam eine Mail von der Gerichtsmedizin in Greifswald. Es war ein Vorabbericht, um den Larsson Dr. Beckert gebeten hatte. Und die Frau war nicht nur schnell, sie war auch verdammt gründlich.
Was wären wir ohne die Rechtsmedizin, dachte Larsson.
Ferdinand Huebner war, wie Larsson vermutet hatte, nicht eines natürlichen Todes gestorben. Er war zumindest betäubt, als er den Sturz vom Balkon des siebten Stockes antrat. Obwohl es, angesichts der Zerstörung, die der Körper und vor allem der Gesichts- und Kopfbereich aufwies schwer nachzuweisen war, hatte die Gerichtsmedizinerin festgestellt, dass die Auffindung der Leiche - mit dem Gesicht nach unten, Verschiebung der Gesichtshälfte - und dem Hematom auf dem unzerstörten Hinterkopf, darauf schließen ließ, dass ihn ein Schlag mit einem stumpfen Gegenstand vor dem Sturz getroffen haben muss. Darüber hinaus hatte sie Hautpartikel von einer fremden Person unter seinen Fingernägeln gefunden.
Es war also gekämpft worden. Die Tatsache, dass Huebner nicht um Hilfe rief, als er zum Balkon gebracht und über das Geländer gehievt wurde, zeugte davon, dass er zu dieser Zeit besinnungslos sein musste. Wenn er aber besinnungslos war, dann gab es eine dritte Person im Zimmer. Und diese dritte Person hatte von hinten mit irgendeinem Gegenstand zugeschlagen. Jedenfalls sagte das der Bericht der Rechtsmedizinerin und das war für Larsson durchaus einleuchtend. Maier hatte keinen Gegenstand gefunden, der dafür infrage kam. Der oder die Täter mussten das Corpus Delicti mitgenommen haben.
Lasse Larsson hob den Hörer des Telefons ab und wählte die Direktnummer Dr. Beckerts. Als sie sich meldete, sagte er: „Schnelle Arbeit, Frau Doktor Beckert. Danke. Ich habe noch eine Frage zu dem Schlag auf den Hinterkopf des Mannes. Sie schreiben in Ihrem Bericht, es handle sich um einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand. Was könnte es gewesen sein? Eine Lampe, ein Stuhlbein oder ..."















