buchfinder

26.03.2007 um 06:37 Uhr

Zurück...

von: buchfinder   Kategorie: Glück

Stimmung: Gut, da Klassikradio mich unterhält!

 

Buchmesse-3

22.03.2007 um 09:00 Uhr

Guten Appetit zum Kaffee...

von: buchfinder   Kategorie: Glück

Stimmung: Gut, da Klassikradio mich unterhält!

 

  

Buchmesse-2

 

20.03.2007 um 11:44 Uhr

Nur noch drei Tage bis Buffalo...

von: buchfinder   Kategorie: Glück

Stimmung: gut
Musik: Netrebko/Villazon - Puccini: "Wie eiskalt ist dies Händchen..."

pardon - bis zur...

 

 

Buchmesse-1

16.03.2007 um 10:22 Uhr

Was ist Zukunft? Was hat Zukunft?

von: buchfinder   Kategorie: Denkanstoß

Stimmung: gut
Musik: Mozart, Klarinettenkonzert Nr. 4 A-Dur

Was ist Zukunft?

"Die Zukunft ist die Ausrede

derer, die in der Gegenwart

nichts tun wollen!"

sagt der britische Autor Harold Pinter

15.03.2007 um 15:00 Uhr

Mein großer, amerikanischer Kollege...

von: buchfinder   Kategorie: Denkanstoß

Stimmung: gut
Musik: Verdis AIDA - der große Marsch

Mein großer, amerikanischer Kollege...


Kritiker des Way of Life und Beobachter der amerikanischen Gesellschaft
John Steinbeck *1902 #1968 sagte:

„Die Fachleute sind immer böse, wenn einem Laien etwas einfällt, das ihnen nicht eingefallen ist!"

15.03.2007 um 11:00 Uhr

Ein Glück, dass man sich...

von: buchfinder   Kategorie: Glück

Stimmung: Gut, da Klassikradio mich unterhält!

Ein Glück, dass man sich...

so verlieben kann!

„Glück heißt seine Grenzen kennen und sie lieben!"

- sagte der französische Autor
Romain Rolland, *1866 #1944

 

14.03.2007 um 11:00 Uhr

Der Fluch des Eunuchen I.Kapitel/8.Abschnitt

von: buchfinder   Kategorie: Bücher

Stimmung: Gut, da Klassikradio mich unterhält!
Musik: Filmmusik - Vom Winde verweht.

I. Kapitel/8.Abschnitt


Edirne im Sommer 1444

„Lass diese Floskeln. Wir sind allein, und du brauchst dich ihrer nicht zu bedienen."
„Ich gebe zu, es wäre mir lieber, Eure Hoheit würde die Macht nicht aus der Hand geben. Aber ich achte den Wunsch der Majestät, sich in ruhigere Gefilde zu begeben und zu beobachten, was für einen Großherrn sein Sohn noch zu Lebzeiten seines Vaters abgibt."
„Ich weiß in ihm einen gut aussehenden zwölfjährigen Jüngling von kräftigem Körperbau." Der Sultan schaute Çandarlı Halil eindringlich an, ehe er fortfuhr: „Sein Benehmen, und da werdet ihr mir zustimmen müssen, ist trotz seiner Jugend würdevoll und kühl zurückhaltend."
„Wie könnte ich der Majestät da widersprechen?", stimmte Çandarlı Halil wider besseren Wissens zu und dachte an das unmögliche Benehmen Mehmets, wenn er, was Muslimen streng verboten war, dem Wein zugesprochen hatte.
„Akşemseddin hat seine Verstandeskraft geschult. Ist er auch ein Mann aus dem fernen Göynük - als geachteter Derwisch und Kurator des Konventes des Byramide-Ordens ist er von seltener Bildung. Und diese Bildung lässt er meinem Mehmet angedeihen."
„Es war die weise Entscheidung meines erhabenen Padischahs, seinen Sohn von einem solch überragenden Wissenschaftler erziehen zu lassen.", antwortete Çandarlı Halil. „Seine Energie und seine Entschlossenheit verschaffen ihm Achtung. Und seid gewiss, Majestät, niemand, der ihn kennt, kann sich der Hoffnung hingeben, dieser gebieterische junge Mann werde sich jemals von den Aufgaben ablenken lassen, deren Durchführung er sich vorgenommen hat."
„Ihr spielt auf die Eroberung Konstantiniyes an." Der Sultan gab das Tempo vor. Er ließ die Pferde nun antraben.
„Ich gebe nur zu bedenken, Majestät, dass schon Euer würdevoller Vater, Sultan Mehmed I. - Celebi, ein Mann eines dauerhaften Friedensschlusses war, so wie Ihr den Frieden höher schätzt als den Krieg. Sein Regierungsantritt war von Friedenswillen gekennzeichnet. Die Oberhoheit der Osmanen über die islamischen und christlichen Fürsten in Anatolien und auf dem Balkan aber war niemals in Frage gestellt. Der Friedensvertrag mit den Venezianern brachte Vorteile beim Handel, und das Land pflegte gute Beziehungen zum byzantinischen Kaiser."
„Da hast du recht, mein Großwesir.", sagte der Sultan. „Das Reich braucht Frieden!"
Sie trabten eine Weile schweigend nebeneinander her.
Der Sultan dachte daran, dass Mehmet ein schwer zu kontrollierender Heißsporn war. Zwar war er für sein Alter aufgeweckt, und es stand durchaus zu erwarten, dass er sich zu einem erfolgreicher Herrscher entwickelte. Aber auch wenn er sich zurückzöge, würde er ihn durch die Männer seines Vertrauens zu lenken versuchen.
Çandarlı Halil wiederum dachte daran, wie schwer es ein Großwesir doch habe, einen Padischah dahin zu bringen, wo er für das Reich am Nützlichsten war - bei der Durchsetzung landespolitischer Aufgaben, die nicht von der Ulema beeinflusst waren. Nicht, dass er nicht dem einen Gott - Allah - zugetan war, aber er verfügte über die Gabe zu trennen, zwischen dem Dienst an Allah und der Notwendigkeit staatlicher Ordnung. Er wusste nicht, ob sein Urgroßvater Çandarlı Kara Halil Hayreddin Pascha, der aus Çandar, einem Dorf nahe Ankara kam, und der der fünfte Großwesir des Reiches überhaupt war, diese Trennung vorgenommen hatte. Auch seinem Vater, der an neunter Stelle in der Großwesirfolge stand, war diese Trennung sicher noch fremd gewesen. Von seinem Vorgänger Koca Mehmed Nizamüddin Pascha wusste er, dass dieser nicht zwischen dem osmanischen Staat und dem Dienst an Allah unterschieden hatte. Für ihn war der osmanische Staat gleichzusetzen mit dem Padischah, dem Kalifen - chalifa rasul Allah‚ ‚Nachfolger des Gesandten Gottes' - Stellvertreter Allahs auf Erden.
Çandarlı Halil fragte sich, ob die Trennung, so wie er sie vornahm, bigott sei. Die Antwort erschreckte ihn, und er hätte sich, wäre er allein gewesen, gen Mekka geneigt, um Erleuchtung im Gebet zu finden. Auf dem Rücken des Pferdes aber und in Begleitung der Majestät war es unmöglich, diesem Drang nachzugeben.

Copypyright aller Inhalte © George Tenner
Vervielfältigen von Texten nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers.
Zitieren nur mit Quellenangabe.

12.03.2007 um 10:00 Uhr

Der Fluch des Eunuchen I.Kapitel/7.Abschnitt

von: buchfinder   Kategorie: Bücher

Stimmung: Gut, da Klassikradio mich unterhält!

I. Kapitel/7.Abschnitt


Edirne im Sommer 1444


Da bei der Geschwindigkeit eine Unterhaltung unmöglich war, dachte die kaiserliche Majestät einen Augenblick an das Haus der Glückseligkeit allgemein und an die Worte Bilâls insbesondere. Das Paradies allerdings lag unter den Füßen der valide sultan, der Sultaninmutter. Es war also beileibe nicht so einfach, den streng überwachten Beischlaf-Terminplan der zu überlisten. Spontanität war nahezu ausgeschlossen, und es bedurfte schon einer ausgefeilten Konspiration mit dem Kislar Ağa, außerhalb dieses Planes die eine oder andere Konkubine zu beglücken. Am liebsten aber beobachtete der Sultan seine Herzensdamen hinter vergitterten Gucklöchern. Denn sobald er auftauchte, war jeder unbefangene Liebreiz dahin - die silberbeschlagenen Nagelschuhe, die der Sultan bei Betreten seines Harems tragen musste, alarmierten die Dienerinnen, auf dass sie rechtzeitig in ihren Unterkünften verschwinden, und die Herzensdamen, auf dass sie sich penetrant in den Vordergrund schieben konnten.
Kurz vor der Einmündung der Tunça in die Maritza zügelte der Sultan sein Pferd. Die Tiere schäumten bereits. Bei dieser Hitze war das kein Wunder.
„Die Maritza führt noch genug Wasser für die Schiffe", hob der Sultan an. „Wir hätten die Lagerhallen auf dieser Seite des Flusses bauen sollen. Die Tunça hingegen ist jetzt zu flach, sodass wir das Getreide auf Ochsenkarren laden müssen, um es in die Speicher zu bringen."
„Gewiss, mein Padischah. Die Lagerhallen reichen ohnehin nicht mehr aus. Edirne wächst zu schnell. Bauen wir auf dieser Seite neue Hallen."
Die beiden Männer waren nun abgestiegen. Sie führten die Pferde ein wenig, um sie zu beruhigen. Als ihr Atem nicht mehr ganz so stoßhaft ging, liefen sie hinunter zum Fluss und ließen sie saufen.
„Du hast Recht damit, dass die Stute ebenbürtig zu Bayaad
ist.", sagte der Sultan.
„Es wäre mir eine besondere Freude, wenn Eure kaiserliche Majestät das Pferd als Zeichen meiner Hochachtung als Geschenk annehmen würde." Çandarlı Halil deutete eine Verbeugung an. Er war sich im Klaren, dass die Feststellung der Ebenbürtigkeit der beiden Rösser einen ausführlicheren Dank vorausgenommen hatte.
Nichts anderes hatte Murat erwartet. Längst hatte er die periodischen Darreichungen seines Großwesirs fest in seine Berechnungen eingezogen.
„Und den Sattel?" fragte er.
„Den habe ich diesem Pferd extra anmessen lassen. Für die besondere Ausgefallenheit wurden rote Rubine und blaue Saphire aus den Minen des fernen Myanmar verarbeitet. Ich hoffe, auch der Reitsitz findet die Zustimmung meines Padischahs."
Sie führten die Pferde wieder über die Uferböschung hinauf auf den ausgetretenen staubigen Weg, den sie gekommen waren, und saßen auf. Die Pferde waren jetzt ruhiger geworden, und sie ritten im Schritt eine Zeit nebeneinander.
„Du hältst nichts von meiner Entscheidung, Mehmet auf den Thron zu setzen", stellte Murat übergangslos fest.
Çandarlı Halil kannte seinen Sultan zu genau, um zu widersprechen. Es hätte auch nichts genützt, war sich die Majestät allemal treu geblieben, die Meinung des Padischahs und Kalifen durchzusetzen.
„Nie könnte ich so vermessen sein", hörte sich der Großwesir sagen, „mich der erhabenen Weisheit meines Padischahs zu verschließen."

 

08.03.2007 um 07:15 Uhr

Der Fluch des Eunuchen, I.Kapitel/6.Abschnitt

von: buchfinder   Kategorie: Bücher

Stimmung: gut, da Kassik-Radio mich unterhält...

I. Kapitel/6.Abschnitt


Edirne im Sommer 1444

An einem mit Goldfäden verzierten Führstrick hielt einer der Stallsklaven Çandarlı Halils die unruhig tänzelnde Stute. Bayaad almaas hatte ihren Kopf aufgeworfen und witterte die Umgebung. Die aufgestülpten Nüstern zeugten von der wachen Aufgeregtheit. Der kleine, zierliche Körper, der kurze Rücken und die kräftigen, trockenen Beine erweckten augenblicklich das Vertrauen des Padischahs in die Ausdauer des Tieres. Der Hals der Stute war rehartig geformt. Der feine, kleine Gazellenkopf verjüngte sich zu den Nüstern hin. Araber gelten als die schönsten und edelsten Pferde, denn mit ihren Hechtköpfen und den großen, geformten Nüstern sind sie der Stolz jedes arabischen Mannes. Kaiserliche Majestäten waren da nicht ausgenommen.
Ein Stück weiter tobte Zamzamah - Wirbel aus Feuer -, der schwarze Hengst Çandarlı Halils. In seiner Aufregung, die der weiße Diamant unzweifelhaft bei ihm auslöste, hatte er seinen Schlauch ausgefahren und stieß ein wildes Schnauben aus. Es benötigte zweier Stallbediensteter ihn zu halten, als er aufstieg und mit den Vorderhänden nach den Männern trat, um loszukommen.
Çandarlı Halil redete beruhigend auf ihn ein. Die Worte seines Herrn schienen den schwarzen Teufel zu beruhigen. Er spitzte die Ohren und stieg nicht mehr. Çandarlı Halil trat an ihn heran und klopfte ihm beruhigend den Hals.
„Es wäre mir zu aufwändig, ein solch unbändiges Pferd in einer Schlacht zu reiten", gab der Sultan zu bedenken. „Ein Prachtstück ist er aber allemal!"
Dann fiel sein Blick auf den Sattel, der Bayaad almaas aufgelegt war. Er selbst besaß mehrere sehr unterschiedliche Sättel. Die Reitsitze für den Krieg unterschieden sich von denen, die er zur Repräsentation benutzte. Einen so reich mit gehämmerten Goldplatinen und Edelsteinen besetzten Sattel hatte aber selbst sein Stall nicht aufzubieten.
„Was für einen wundervollen Sitz hast du da auflegen lassen?", fragte der Sultan, wohl wissend, dass die Geschenke seines Großwesirs immer etwas Besonders darstellten. Und so war es auch dieses Mal. Çandarlı Halil hatte vom besten Sattler Edirnes einen Sattel auf Maß anfertigen lassen. Nichts, auch nicht der leiseste Druck, sollte diesem edlen Tier im Weg sein, beste Leistungen zu erbringen, um dem Sultan zu zeigen, dass es seinen Namen nicht zu Unrecht trug.
„Es ist mehr als recht, meinem Padischah nur vom Besten zu geben, was der Markt hergibt." Çandarlı Halil legte die Hand aufs Herz und verbeugte sich artig.
Was für eine Ratte, dachte Bilâl misstrauisch, der den Redewendungen des Großwesirs aufmerksam gefolgt war. Ihm war diese Art der Anbiederung zu viel des Guten.
Neben dem Hengst des Großwesirs standen einige der Eunuchen der persönlichen Wache des Herrschers und schauten interessiert auf das Schauspiel, das ihnen die beiden feurigen Rösser boten.
Der Akağa Taylan kam auf sie zu und befahl sechs Männern, vorsorglich ihre Pferde zu satteln. Falls der Padischah, und damit rechnete der Akağa, der seinen Herrn durchaus kannte, spontan einen Ausritt anordnete.
„Habt ihr nicht Lust, mein Padischah, diesen Sattel auszuprobieren?", fuhr der Großwesir fort.
„Den Sattel?", Murat lachte schallend auf. „Die Stute will ich ausprobieren!"
Als er aufsaß, kamen, wie von Akağa Taylan angeordnet, die Soldaten der Hohen Pforte auf ihren Pferden. Auch Çandarlı Halil bestieg nun seinen schwarzen Hengst.
Am Ausgangstor machten die Kapikulu den Weg frei, um die Kavalkade durchzulassen. Doch der Sultan hob die Hand und der Trupp hielt an. Er winkte den Ağa zu sich heran und befahl der Truppe, zu den Ställen zurückzukehren.
Dann nickte er Çandarlı Halil zu, und die beiden passierten die Sicherungskette des Palastes. Bis zum Konak des Großwesirs, der nur wenige Steinwürfe vom Palast des Sultans entfernt war und an Prächtigkeit der kaiserlichen Unterkunft in nichts nachstand, ritten sie im Schritt. Doch dann erhöhte die kaiserliche Majestät den Schenkeldruck um eine Kleinigkeit, und Bayaad almaas zog sofort gewaltig an. Der Hengst Çandarlı Halils fühlte sich herausgefordert, und so preschten die beiden Pferde, eine dicke Staubwolke hinter sich herziehend, nach Osten in Richtung der Flüsse Tunça und Maritza.

Copyright aller Inhalte © George Tenner
Vervielfältigen von Texten nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers.
Zitieren nur mit Quellenangabe.

 

07.03.2007 um 09:48 Uhr

Die Tinte ist trocken!

von: buchfinder   Kategorie: Glück

Stimmung: saumäßig gut, kein Wunder...
Musik: Filmmusik von Nino Rota

Der Vetrag ist unterschrieben!

 

 

Pressemitteilung:  

 

vom 05.03.2007 

 

Der renomierte, mittelständische Schardt-Verlag in Oldenburg hat die deutschen Rechte zur Publikation des Romans  

 

Jagd auf den Inselmörder 

 

von Autor George Tenner erworben. Der Roman ist grenzübergreifend auf Usedom angesiedelt.  

Der  Schardt-Verlag wurde 1998 gegründet und bietet ein umfangreiches Verlagsprogramm:

 

Romane und Erzählungen
Humor und Satire
Erotik und Esoterik
Gedichte und Besinnliches
Autobiographien und Memoiren
Ratgeber und Verschenkbücher
Reisebücher
Sachbücher
Kinder- und Jugendbücher,

vor allem aber Kriminalromane mit Lokalkolorit. 

 

Der Roman erscheint Ende Juni 2007.  

 

Klappentext



Als Ilsa Buschmann im Juli 2002, wie an jedem Morgen nach der Er­mordung ihrer Enkelin, am Auffindungsort der Leiche sitzt, wird wieder ein Toter an Land gespült. Bei der Betrachtung des Toten stellt sie fest, dass er die gleiche grau­same Kennzeichnung trägt, wie ihre Enkelin Lena – beide Ohren sind ab­geschnitten. Und beide Leichen waren so gesichert, dass ein Abtreiben auf die offene See unmöglich war. Obwohl die Ermittlung nach dem Mörder des Mädchens bisher ergeb­nislosverlaufen war, fasst die alte Frau jetzt Hoffnung, dass die Suche nach der menschlichen Bestie wieder aufgenommen wird.  Hauptkommissar Lasse Larsson, der sich, erbschaftsbedingt, nach der Trennung von seiner Lebensgefährtin, aus Berlin nach Anklam in Meck-lenburg-Vorpommern versetzen ließ, übernimmt die Ermittlung im Falle der männlichen Wasserleiche.  Schnell stößt er auf eine Verbindung zu dem zwei Jahre zuvor ermor­deten Mädchen. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwieriger, als er sich das vorgestellt hatte. Kam der Täter aus der Region? War es der Mann mit dem Schifferklavier? Larsson kommt auf die Beziehungen eini­ger Verdächtigter zur > Rechten Szene<. Und da ist noch etwas, das ihn irritiert: Es fällt ein Name: Ilsa Buschmann …  

 

Zitate aus dem Verlagsgutachten 

 

… Der Kriminalroman „Jagd auf den Inselmörder“ ist auf viel­fältige Weise zu lesen. Er enthält klassische Krimi-Elemente, wie die schon zu Beginn gefundene Leiche, läßt aber auch die großzügigen Verwirrungen unter den Figuren nicht vermissen, wie sie in der psychologischen Variante benutzt werden. Diese sind hier derartig dicht gestrickt, daß selbst der Kommissar, der sonst unangetastet bleibt, ein Teil der verwandschaftlichen Ver­hältnisse wird – sogar als Halbbruder des Täters. Dies ist zwar sehr ungewöhnlich, doch durch die charakteristische Zeichnung jeder einzelnen relevanten Figur durchaus glaubhaft umgesetzt. Erzählt wird hauptsächlich aus der Perspektive des Kommissars, einige Male nur gezielt aus der Sicht des Täters. Dies verschafft dem Leser einen Informationsvorteil gegenüber dem Kommis­sar, was schnell dazu verleitet, falsche Schlüsse zu ziehen. Die folgenden Überraschungsmomente garantieren anhaltendes Le­severgnügen. … Aktuelle Konflikte wie den in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt auftretenden Rechtsradikalismus und dessen Unter­schätzung sowie die Gewalttaten in Satanistenkreisen werden aufgegriffen und sanft in die Handlung eingebettet, unterstützt durch echte Fälle, wodurch das Geschehen nicht nur besonders authentisch wirkt, sondern ein wirklicher Bezug zum Leser auf­gebaut wird. Besonders hervorzuheben ist in diesem Sinne nicht zuletzt na­türlich auch das starke Lokalkolorit: Die beliebte Insel Usedom als Schauplatz ist eng mit der Handlung verknüpft und detailliert beschrieben. Allein aus diesem Grund darf man hier mit einem breiten Leserkreis rechnen.  

 

Aus dem Vorwort von Thomas Feltes 

                  

• „… In George Tenner´s Roman Jagd auf den Inselmörder geht es nicht vordergründig um Sex, Crime and Violence, wie dies tagtäglich in den Boulevard-Medien und den Zeitungen mit den großen Buchstaben der Fall ist. …

• Tenner´s Kriminalromane sind logisch aufgebaut, spielen in einem interessanten, aber nicht zu exotischen Umfeld, die Be­schreibungen der Örtlichkeiten und Situationen sind detailgenau und nachvollziehbar. Dies alles erfolgt, ohne dass der Span­nungsfaden reißt. Ganz im Gegenteil: Mit immer neuen Aspek­ten überrascht der Autor den Leser und zieht ihn immer mehr hinein in das Geschehen, bis es sich schließlich vor seinem geis­tigen Auge entwickelt und er das Gefühl hat, mitten im Gesche­hen zu stehen.“

                       Prof. Dr. Thomas Feltes ist

Jurist und Sozialwissenschaftler, seit 2002 Inhaber des Lehr­stuhls für Kriminologie und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und 

Herausgeber der  . 

•   Reihe "Empirische Polizeiforschung" im Felix-                        Verlag, Holzkir­chen www.Felix-Verlag.de , .                     

•  Zeitschrift "Neue Praxis" (Luchterhand-Verlag) ,             

•  Zeitschrift   "DieKriminalpolizei"  www.die-kriminalpolizei.de  

(VdP-Verlag) ,                                             

•   Zeitschrift "Police Research & Management" 

www.newpolicebookshop.co.uk

 

 • Hier der Direktlink zur Homepage Prof. Dr. Feltes  


 http://www.thomasfeltes.de/


 

02.03.2007 um 08:52 Uhr

Der Fluch des Eunuchen I. Kapitel/5.Abschnitt

von: buchfinder   Kategorie: Bücher

Stimmung: Super - Wochenende!!!
Musik: Bach: Schafe können sicher weiden...

I. Kapitel/5.Abschnitt


Edirne im Sommer 1444

Bilâl verbeugte sich ehrfurchtsvoll. „Wenn Eure Majestät das wünscht, wird es geschehen."
„Nur eines noch", wandte Çandarlı Halil ein. „Mein erhabener Padischah sollte erwägen, auf den Thron zurückzukehren, wenn Gefahr im Verzug ist und die Generalität sich überfordert zeigt."


So ein schlauer Fuchs, dachte Bilâl. Er nötigt den Sultan, ohne seinen Kopf in die Schlinge zu stecken.
Murat erkannte die Bedenken seines Großwesirs als nicht unbegründet wenn auch nahezu unmöglich. Und so dachte er, es sei weise, sich für den Fall einer drohenden militärischen Niederlage oder des Abfallens eines Landes, das sich bereits zu Allah bekannt hatte, ein Rückkehrrecht offen zu halten. Träte diese Situation ein, brauchte er dann bei einer erneuten Regierungsübernahme einen Gesichtsverlust nicht zu fürchten.
„Wie könnte ich je einem solchen Ruf widerstehen?", fragte der Sultan salbungsvoll. „Aber die Bedenken sind unbegründet." Er nahm noch einen letzten tiefen Zug aus seinem Nargileh, gab dem obersten Tabakbewahrer die Wasserpfeife und deutete fordernd auf seine Tasse, woraufhin der oberste Kaffeekoch bemüht war, dem Padischah unverzüglich das erwünschte schwarze Gold zu präsentieren.
„Ihr sagtet, die Stute, wie nennt Ihr sie gleich, stehe zur Besichtigung bereit?", begann der Sultan seine Rede.
„Bayaad almaas - Weißer Diamant, mein erhabener Padishah!" Çandarlı Halil wusste nun das Gespräch um die Thronfolge beendet.
„Bayaad almaas - ein schöner Name für ein Pferd. Bleibt zu hoffen, dass der Name nicht mehr verspricht, als das Ross zu halten vermag", sagte der Sultan.
„Ich kann es gleich bringen lassen und Eure Majestät können sich davon überzeugen, dass es sich um ein Juwel handelt." Çandarlı Halil winkte den Akağa Taylan zu sich heran und befahl ihm, in sein Haus zu schicken. Seine Dienerschaft solle Bayaad almaas und seinen Hengst bringen. Er beugte sich etwas vor und flüsterte: „Gesattelt. Man weiß Bescheid!"
Der Eunuch Taylan verschwand so leise und unspektakulär, wie er gekommen war.
Der Kislar Ağa Bilâl, der schon eine ganze Zeit geschwiegen hatte, versuchte, sich nun in Erinnerung zu bringen. Er verstand die Abneigung der kaiserlichen Majestät gegen die fortwährenden Kriege allzu gut. Ihm kamen ähnliche Gedanken wie dem Großwesir zuvor. Die erfolglose Belagerung der Festung Belgrad und der Krieg in Kleinasien hatten eine Vielzahl Menschenleben gefordert. Die Armeen des Sultans waren geschwächt. Die abendländischen Staaten jetzt weiter zu provozieren, hieße, sie zu einem neuen Krieg herauszufordern. In der augenblicklichen Lage könnte es den Bestand der okzidentalen Ländereien des osmanischen Reiches kosten. Und in seinem Bestreben, dem Großwesir in dessen Unterstützung des kaiserlichen Wunsches nach Frieden in nichts nachzustehen, sagte er:
„Wenn mein erlauchter Padischah sich mit einem Proberitt ein wenig die Zeit vertreiben würde, könnte Eure Majestät - in Erwartung der bevorstehenden Nacht - jene der Frauen bestimmen, die er im ehrwürdigen Haus der Glückseligkeit zu treffen wünscht. Ich könnte die Vorbereitungen veranlassen."
Die Rede Bilâls wurde jäh unterbrochen, als der Akağa Taylan die Ankunft der Pferde meldete.
„Später, mein Bilâl", sagte der Sultan. „Jetzt erwarten mich weit wichtigere Dinge, als die Entscheidung für eine unterhaltsame Vergnügung, die zu bestimmen ich auch kurzfristig in der Lage bin."
Der Sultan stand auf und ging, im Gefolge Çandarlı Halil, Bilâl, den Akağa Taylan und zwei andere weiße Eunuchen, die zum Schutz des Herrschers abgestellt waren, hinaus auf den weiträumigen Innenhof des Palastes. Was er sah, ließ ihn für einen Augenblick in Verzückung geraten.
„Bei Allah", rief der Sultan, „welch wundervolles Ross!"