buchfinder

03.12.2006 um 10:38 Uhr

Es ist nicht leicht, ein ***** zu sein...

von: buchfinder   Kategorie: Denkanstoß

Stimmung: saugut
Musik: Filmusik von Klassik-Radio

 

 

USA schalten sich in Ermittlungen im Fall Litwinenko ein

 

Wie die britische Zeitung "Sunday Mirror" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, hält der britische Inlandsgeheimdienst MI5 einen Mann fest, der "bedeutende" Informationen über die Vergiftung Litwinenkos haben könnte. Der Mann sei vergangene Woche im Osten Englands in Gewahrsam genommen worden. "Der MI5 nimmt keine Menschen fest", sagte ein Sicherheitsvertreter dem Blatt. "Wenn Menschen vom Sicherheitsdienst festgehalten werden, dann weil sie zu uns kommen, um uns Informationen zu geben."Die USA haben sich angeblich in die Ermittlungen um den Tod des russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko eingeschaltet.

Die britische Zeitung "The Observer" berichtet, Beamte der US-Bundespolizei FBI hätten gemeinsam mit britischen Polizisten den früheren KGB-Agenten Juri Schwets in Washington befragt. Schwets habe eigenen Angaben zufolge Informationen über die Ereignisse um Litwinenko. Entgegen Zeitungsberichten über eine tödliche Verstrahlung geht es dem mit Polonium 210 kontaminierten italienischen Litwinenko-Kontaktmann Mario Scaramella offenbar gut.

Ex-KGB-Agent Schwets soll den Beamten in Washington ein Dokument aus Litwinenkos Besitz gegeben, in dem Enthüllungen über die Zerschlagung des russischen Ölkonzerns Yukos durch Moskau enthalten seien, berichtete das Blatt unter Berufung auf einen Geschäftspartner von Schwets. Schwets habe Kontakt zu dem im Londoner Exil lebenden russischen Oligarchen und Putin-Gegner Boris Beresowski gehabt, der Litwinenko gut kannte.

Wie die britische Zeitung "Sunday Mirror" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, hält der britische Inlandsgeheimdienst MI5 einen Mann fest, der "bedeutende" Informationen über die Vergiftung Litwinenkos haben könnte. Der Mann sei vergangene Woche im Osten Englands in Gewahrsam genommen worden. "Der MI5 nimmt keine Menschen fest", sagte ein Sicherheitsvertreter dem Blatt. "Wenn Menschen vom Sicherheitsdienst festgehalten werden, dann weil sie zu uns kommen, um uns Informationen zu geben."

"Trotz einer großen Angst (...) fühle ich mich derzeit gut, ich habe keine Symptome", schrieb Scaramella in einem Brief an seinen Anwalt, den dieser der Nachrichtenagentur Ansa übermittelte. Die in seinem Urin gefundene Menge Polonium 210 sei "bedeutend geringer" als die bei dem verstorbenen russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko nachgewiesene Dosis.

Auch das behandelnde Krankenhaus in London widersprach britischen Zeitungsberichten, wonach sich Scaramella in Lebensgefahr befand. Scaramella gehe es gut; vorläufige Tests hätten "keine Beweise für eine radioaktive Vergiftung" gebracht, sagte ein Kliniksprecher. Das italienische Gesundheitsministerium teilte mit, Scaramella könne bereits am Montag aus der Klinik entlassen werden. Er war am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Scaramella hatte Litwinenko am 1. November in London getroffen. Am selben Tag begannen die Vergiftungserscheinungen bei dem Russen, der rund drei Wochen später starb.


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