Wer immer sich hinter dem Pseudonym AHMED IBN FAHDLAN verbirgt, für mich drängt sich der Eindruck auf, es handelt sich um die perfekt gestaltete Seite einer schiitischen Institution – der Botschaft eines durch die Schia geprägten Landes etwa oder der Indoktrination einer islamistischen Bewegung, denn ein Mann allein ist kaum in der Lage, täglich mindestens einen dieser langen Artikel ins Netz zu stellen, geschweige denn selbst ordentlich zu recherchieren.
Um dem sachlich etwas entgegenstellen zu können, bedarf es freilich einer tieferen Recherche, die schon bei dem Wirken Mohammeds – *570 #632 – anfängt.

Das kann nicht jeder Leser; aber jeder Leser wäre durchaus in der Lage, sich ganz bequem über den Roman „MOHAMMED“ von Johannes Tralow ein Bild über die Entstehung dieser großen Religion zu machen.
Hier nur einige Eckpunkte:
Mohammed, der in seiner Jugend durch seine Tätigkeit erst als Begleiter und Führer der Karawanen der Handelsherrin Kadidscha, die später seine Frau wurde, ein für die damalige Zeit weit gereister Mann war, erkannte, dass die Vielgötterei (wie die Stadtgötter Mekkas Hubal und al Lat beispielsweise) einem einheitlichen Staatswesen abträglich sei.
Auf der Suche nach Abhilfe erlebte Mohammed auf dem Berge Hira um 610 seine Berufung und empfing von da an Offenbarungen, deren Kern die Einzigkeit des Schöpfergottes und das Jüngste Gericht bilden.
Nach anfänglicher Verkündigung nur im Vertrautenkreis trat er als Gesandter Gottes in Mekka auf. Wegen der starken
Widerstände entschloss er sich, mit seinen Anhängern 622 zur
Hedschra, d. h. zur Auswanderung nach Medina, wo er als Prophet anerkannt und ihm die politische Führung des Gemeinwesens übertragen wurde. Hier entwickelte er seine Lehre weiter, bildete besonders die rechtliche Seite aus und setzte die Riten fest, die seine Gemeinde nach und nach immer mehr von den Christen und Juden, vor allem vom Heidentum abhob.
630 konnte er schließlich als Sieger in Mekka einziehen, dessen Heiligtum, der große, schwarze Stein, die Kaaba, zur Wallfahrtsstätte des Islam erhoben wurde.
Zur Zeit seines Todes bekannte sich fast die ganze arabische Halbinsel zur neuen Lehre. Mohammed verstand sich selbst als ›Siegel‹, d. h., als letzter in der Reihe der Propheten, der beauftragt war, den Menschen arabischer Zunge in ihrer eigenen Sprache die (später im Koran niedergelegten) göttlichen Offenbarungen zu bringen.
Widerstände und Spaltersekten, wie sie bei den Christen vorkamen, wusste er in den eigenen Reihen geschickt zu verhindern. (Siehe u.a. Abu Lahab / bei google einzusehen.)
Widerstände bei der Bekehrung zum Islam löste er in seinen jungen Jahren zum Teil blutig. Bis zur Emigration nach Medina hatte Mohammed geglaubt, dass ihn die "Schriftbesitzer" - wie er Juden und Christen nannte - als Propheten der Araber anerkennen würden. In kultischen Dingen richtete er sich sogar nach deren Vorbild.
So beteten die Muslime lange Zeit in Richtung Jerusalem gewandt und nicht nach Mekka.
In Medina kam es aber zum Bruch. Denn die hiesige jüdische Gemeinde verspottete ihn, anstatt seine Prophetenschaft anzuerkennen. Um seine Autorität zu wahren, ging Mohammed mit aller Härte gegen seine Widersacher vor. 600 Männer des Stammes Quraiza ließ er töten, deren Frauen und Kinder wurden versklavt. Die anderen in Medina ansässigen jüdischen Stämme durften wenigstens emigrieren.
*** *** ***
Inzwischen bekennt sich 1/7 der Menschheit zum Islam.
90% davon sind Sunniten – 10% Schiiten.
Wer sich mit der Teilung des Islam befasst, die nach Mohammeds Tod stattfand, dem drängt sich eine Frage auf:
Würde Mohammed diese Teilung gutheißen? Oder würde er – angesichts des Kampfes, den beide Richtungen gegeneinander z.B. im Irak ausfechten – unzählige Tote gab es wechselweise in den Moscheen und auf den Straßen –
(Z.B hat ein Autobombenanschlag auf einen belebten Markt im schiitischen Armenquartier Medinat as- Sadr mindestens 66 Tote und mehr als 85 Verletzte gefordert. Es war der schwerste
Bombenanschlag seit dem 7. April, als drei Selbstmordattentäter in einer schiitischen Moschee mehr als 60 Gläubige in den Tod gerissen hatten. Zu der Tat hat sich laut einer im Internet verbreiteten Erklärung eine Gruppe namens «Unterstützer der Sunniten» bekannt. Die bis anhin nicht bekannte Gruppe erklärte das Massaker zu einem
Vergeltungsakt für die Taten von schiitischen Milizen. Dabei beschuldigten die Verfasser besonders Muktada as-Sadr und seine Mahdi- Armee der Folter und zahlreicher Morde an Sunniten.)
– die These von einer Spaltersekte stärken?
Wir wissen es nicht! Und es ist auch nicht an uns, dies abschließend zu beurteilen und festzuhalten.
Aber zu allen Zeiten wurden im Namen Gottes Verbrechen begangen. Bei den Christen lässt sich das am besten an den sieben Kreuzzügen, den der Bauern und der Kinder nicht mitgerechnet, festmachen.
Katholiken und Protestanten kämpften und kämpfen – in Nordirland gegeneinander.
Unzählige Menschen verbluteten in all den Schlachten, die „im Namen Gottes“ geführt wurden.
Doch sei die Frage gestattet – für welchen Gott?
Es gibt für alle Menschen
nur den einen Gott, der bei den Christen „Gott“, bei den Juden „Jahwe“, bei den Menschen arabischer Zunge „Allah“ genannt wird.
Und verehren nicht alle das Grab Abrahams? Warum tun das Juden und Muslime gleichermaßen?
Abraham ist der
Stammvater Israels; im Islam gilt er, zusammen mit Ismael, als
Gründer der Kaaba in Mekka und wird als Gottesgesandter und erster Muslim verehrt.
Wie widersinnig, dass sich zwei semitische Völker bis aufs Messer bekämpfen und möglicherweise drohend über einem „Dritten Weltkrieg“ entscheiden.
Der Staat Israel muss neben einem gleichberechtigten Palästinenserstaat leben und vor allem unbedroht leben dürfen – so, wie ein Palästinenserstaat unbedroht neben Israel leben können muss.
Es war schon einmal ganz dicht dran an einem Erfolg in dieser Richtung – und wurde mit dem Mord eines israelischen Falken an Rabin zunichte gemacht.
Die Falken beider Seiten sind es, die das Blut fließen lassen!!!

Müssen nicht – im Interesse eines Fortbestandes der Welt und mit ihr der Menschheit – die Nasrallas und Ahmedinedschads aller Coulleurs und jeden Landes zum friedlichen Miteinander aufgerufen, ja gezwungen werden? Und zwar durch alle friedliebenden Menschen auf diesem Erdball?
Und darf die Angst vor unangemessener Vergeltung durch Islamisten so weit gehen, dass beispielsweise nur ganz selten und meist ohne Festlegung des Absenders gegen die fortwährende Indoktrinierung des Blogs Hagheghat-e Eslam Stellung bezogen wird?
Normalerweise würde gerade ein solches Weblog zu einem angeregten Meinungsaustausch ermuntern!
Müsste das nicht einen Ahmed Ibn Fahdlan, so es ihn überhaupt gibt, nachdenklich werden lassen?
So gesehen haben wir sicher alle einiges aus der Geschichte zu lernen und umzusetzen!
Und die Vorhaltung als Kurzkommentar auf meinem Blog – „wegen zweier Soldaten“ – würde Israel so ein Blutbad anrichten – will ich gern zurückgeben und fragen; heißt es nicht: Der Klügere gibt nach? Also hätte nicht Nasralla sich als der Klügere erweisen und damit ein Blutbad verhindern können, indem er die beiden gekidnappten Soldaten vor dem Beginn der israelischen Offensive zurückgegeben hätte?
Aber das lag wohl nicht im Interesse der Herren, die ihre Katjuschas auf Israel gerichtet, als ständige Nagelstiche abgefeuert haben und nun die A-Bombe anstreben.
Möge Gott, möge Allah geben, dass nun endlich Vernunft über die Menschen kommt, die dabei sind, ihren Lebensraum zu zerstören.
Der Heilige Koran sagt: "Unterdrückt nicht und lasst Euch nicht unterdrücken!".
„Und dieser Vers beginnt nicht außerhalb der eigenen Haustür sondern im eigenen Herzen. Kein Muslim soll die Liebe in seinem eigenen Herzen unterdrücken durch Hass und durch Unbeherrschtheit. Kein Muslim soll die Verantwortung für die Stellvertreterschaft Gottes auf Erden in sich unterdrücken, indem er unmenschlich wird! Kein Muslim darf zulassen, dass sein Herz von außen unterdrückt wird, indem er den Dreck, mit dem er inzwischen tagtäglich beworfen wird, bis zu seinem Herzen durchdringen lässt. Das Herz eines Gläubigen ist der Ort, an dem Gott seinen Thron errichtet! Mit welchem Recht kann man diesen Ort entweihen?
Liebe Geschwister im Islam, ihr wisst, dass wir mit diesem Aufruf um etwas bitten, was nicht leicht ist. Und es wird morgen noch schwerer! Aber bekämpft Hass mit Liebe, bekämpft Schmutz mit reiner Erde, löscht das Feuer mit Wasser, bekämpft die Schweigsamkeit der Ängstlichen mit der liebevollen Stimme, die das ausspricht, was die Ängstlichen gerne aussprechen würden und bekämpft die Hasspredigten gegen den Islam und die Muslime mit Predigten voller Wahrheit genauso, wie die Hassprediger, die sich unter Muslime einschleichen. Sie wollen Dunkelheit verbreiten, aber das Licht eines Gläubigen ist so hell, dass es nicht möglich ist, es zu verdunkeln!
Wir beanspruchen die Religion der Wahrheit und Wahrhaftigkeit zu vertreten. All dieser Anspruch ist absolut wertlos, wenn es nicht vorgelebt wird. In einfachen Zeiten Wahrhaftigkeit vorzuleben können viele. In hasserfüllten Zeiten mit Hass zu reagieren ist auch nicht schwer. Aber in Hasserfüllten Zeiten die Wahrheit in Liebe vorzuleben, das können nur diejenigen, die sich selbst dazu erzogen haben.
Lassen Sie uns niemals ermüden, die Liebe in unseren Herzen zu kultivieren!
Wenn wir die Wahrheit vertreten, dann wird die Wahrheit mit uns sein, und wenn wir es nicht tun, dann haben wir es ohnehin nicht verdient, den Lohn derer zu bekommen, die in geduldiger Standhaftigkeit nie verzagt haben und immer auf ihren Schöpfer gebaut haben!"
Islamistische Terroristen wähnen sich im ,Heiligen Krieg’; ihre Taten brächten sie ins Paradies.
Das ist „unislamisch“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Elyas. „Sie werden als erste gerichtet.”
"Muslime, die im so genannten Heiligen Krieg gegen Ungläubige sterben, kommen ins Paradies, so heißt es nach Terroranschlägen immer wieder. Stimmt das?"
Elyas: „Erstens bezeichnen wir keinen Krieg, kein Gewaltmittel als heilig. Und dann ist es auch kein Krieg. Das sind Terrorakte, die Einzelne aus eigener Entscheidung gegen Zivilisten, gegen Unbeteiligte verüben. Der Islam erlaubt den Krieg nur als Selbstverteidigung. Nur wenn man dabei fällt, ist einem das Paradies versprochen. Aber nicht, wenn man andere Leute ermordet, Zivilisten und Unbeteiligte angreift.“
"Was passiert denn nach Überzeugung des Islam mit solchen Terroristen?"
"Das genaue Gegenteil von Paradies. Das erste, worüber am Jüngsten Tag geurteilt wird, sind die Bluttaten. Wer einen anderen Menschen verletzt oder getötet hat, wird zu allererst gerichtet. Es gibt Aussagen im Islam, wonach Gott alles vergibt - bis auf die Verletzung der Rechte der Menschen untereinander. Es gehört zu den Merkmalen der Muslime im Koran, dass sie nicht den Menschen töten, den Gott als unverletzbar erklärt hat.
Auf die Frage: „Wie erklären Sie sich denn dann, dass das Gegenteil stets durch die Medien und die Köpfe von Islamisten geistert?“ sagte Elyas: „Die Leute, die so etwas tun, wollen das natürlich als hoch angesehene Tat verkaufen. Deshalb bezeichnen sie das, was sie tun, als Krieg und ihr Sterben als Märtyrertod. Viele Nichtmuslime glauben dann, dass es im Islam genauso ist. Aber das stimmt auf keinen Fall. Überall in der islamischen Welt wird dies von den Autoritäten einhellig verurteilt und als unislamisch bezeichnet!“
„Da müsste also für mehr Aufklärung gesorgt werden?“
„Auf jeden Fall. Es täte uns allen gut, wenn die Medien, wenn die Politiker die Aussagen der Terroristen nicht als bare Münze akzeptieren und weitergeben und es mit uns als unislamisch bezeichnen würden. Es dient nur den Terroristen, wenn die westliche Welt diese Taten als islamisch ansieht.“
„Der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, hat moderate Muslime dazu aufgefordert, sich von radikalen Vertretern ihrer Religion klar abzugrenzen.“
„Da hat er vollkommen Recht. Wir waren die ersten, die zwei Stunden nach den Anschlägen vom 11. September die Taten verurteilt haben. Wir haben das immer gemacht, auch in Bezug auf Terrorakte auf Bali, auf den Philippinen, auf die Geiselnahme in Ägypten. Man kann das nicht oft genug und nicht laut genug sagen. Eines noch: Diese Terroristen sind keine Vertreter unserer Religion!“
„Befürchten Sie, dass die Vorurteile gegen den Islam mit dem Islamismus in einen Topf geworfen und sich verstärken werden?“
„Diese Gefahr besteht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass doch eine deutliche Unterscheidung zwischen Muslimen und Terroristen gezogen wird. Es bleibt immer etwas an dem Islam und den Muslimen hängen. Einzelne Muslime sind beschimpft worden, aber das waren Einzelfälle, die mit Sicherheit nicht für die gesamte Gesellschaft sprechen.“
„Wie können Sie diese Unterscheidung in Zukunft vielleicht noch deutlicher machen?“
„Indem wir uns immer wieder melden. Wir werden auch weiterhin die Imame und die Gemeindeleiter ermutigen, die Tore der Moscheen offen zu halten und sich auch den Medien, der Gesellschaft, den Nachbarn zu öffnen, so dass der Einzelne die Aufklärungsarbeit unterstützt.“
Das, Ahmed Ibn Fahdlan, sollten alle Menschen, auch die arabischer Zunge, bedenken.
In diesem Sinne allen Menschen dieser Erde alles Gute.