Stimmung: gut
Musik: Verdi - Gefangenenchor
Sender Jeriwan antwortet
Frage an den Sender Jeriwan:
Sind deutsche Lehrer ‚faule Säcke', wie es der Altkanzler Schröder vor Jahren formuliert hatte?
Antwort des Senders Jeriwan:
Im Prinzip sind deutsche Lehrer keine Faule Säcke, denn mehr als 95 % sind gut ausgebildete, engagierte Lehrkräfte, aber in der Tat gibt es einen Teil der Kräfte - und das wird bei Menschen immer so sein - die ihre ‚Verbeamtung' als Freibrief für >möglichst gesichertes Einkommen für möglichst wenig Arbeit< begreifen, die diese Sicherheit ausnutzen:
Sie machen dann häufig vor oder nach Ferien, vor oder nach dem Wochenende, vor oder nach einer Klassenfahrt, die sie begleiten, krank, um sich entweder auf diese schwere Arbeit, die Jugendlichen bei ihren Sauf- und Kiffgelagen zu beobachten oder die Augen davor zu verschließen, was ebenso schwer ist, vorzubereiten oder davon zu erholen - oder ganz einfach ihrer ‚Leck mich am A****-Mentalität' nachgeben.
Frage an den Sender:
Warum werden diese ‚Loser' dann nicht von den Schulen entfernt?
Sind die Direktoren nicht bestrebt, die Effektivität der Lehrkräfte an ‚ihrer' Schule zu gewährleisten?
Antwort des Senders:
Prinzipiell ja, aber:
Zumeist ist es diesen ‚Losern' - wie Sie sie nennen zu eigen, sich vom übrigen Kollegium ein wenig abzusondern, oder sie werden von denen geschnitten, die das ewige Klagen über irgendwelche Wehwehchen leid sind, mit denen ‚Loser' ihr kommendes Fehlen anzukündigen pflegen; in der Regel aber führt eine Schleimspur genau dieser ‚Kollegen' vom Sekretariat bis zum Direktionszimmer und manchmal auch hinaus bis auf den Gang. Und oft ist es die diese Sorte von Lehrern, die zwar krank geschrieben ist, dann aber mit dem Pkw mit Anhänger beim Baumarkt erwischt wird, wie sie Material zum Ausbau ihres Häusles holen. Die Grenzen sind fließend! Und genau diese Art von Lehrern ist es aber, die den ganzen Lehrerstand in den Dreck zieht; dass sie mit ihrem Fehlen das Kollegium, das ja Vertretungsstunden übernehmen muss, unzulässig und übermäßig belasten, schert sie wenig, denn: Sie sind in der Regel Egoisten!
Frage an den Sender:
Es ist also an dem Direktor, derartige Unbilden abzustellen?
Antwort des Senders:
Im Prinzip ja, aber es gibt durchaus zwingende Gründe, weshalb ein Direktor davon absieht. Frage an den Sender:
Gründe?
Antwort des Senders:
Nun, ein Direktor wird Frau X oder Herrn Y unter anderem wegen der Schleimspur zu ihm gut leiden können; Direktoren lieben es in der Regel, wenn man ihnen frönt, zu Munde redet, in Versammlungen Neuerungen preist, die dann andere Kollegen abarbeiten müssen, da man sich rechtzeitig in Sicherheit gebacht hat, und die niemals widersprechen.
Deshalb drückt man schon einmal ein Auge zu, manchmal beide und - so man hat - die Hühneraugen auch noch!
Frage an den Sender:
Müssen Direktoren Schüler unterrichten oder sind sie reine Verwaltungsbeamte der Lehrerschaft?
Antwort des Senders:
Im Prinzip sollen Direktoren 11 Stunden vor Klassen stehen, damit sie den Bezug zur Wirklichkeit nicht verlieren, aber: natürlich gibt es immer Gründe für Abminderungsstunden. Krankheit, Zusammenkünfte bei vorgesetzten Dienststellen der Schulbehörde... Das geht so weit, dass manche Direktoren nur 4 Stunden unterrichten. Aber sie unterrichten!
Frage an den Sender:
Und Rektaren, die gar nicht unterrichteten?
Antwort des Senders:
Rektoren nicht Rektaren! Es ist ein Unterschied zwischen Rektor und rektal! Ich werte es als einen Versprecher! Rektoren, die gar nicht unterrichten, müssen schon einen besonderen, gut fundierten Grund haben, dass sie nicht vor eine Klasse treten, denn sonst gehören auch sie zur Gruppe der ‚Loser'.
Aber derartige Vorkommnisse sind in Deutschland unmöglich!