buchfinder

13.01.2007 um 08:56 Uhr

Ich hätte gute Lust...

Stimmung: Super - Wochenende!!!
Musik: Barbier von Sevilla - Arie des Barbiers by Rossini

 

Schulsatiren

zu schreiben.

hurra-wir-verbloeden-1

Angesichts der Pisa-Misere und dem Missbrauch der mit der zum Teil verschleierten Behebung dieses erbarmungswürdigen Zustandes deutscher Lehranstalten und Methoden, den Differenzen in den Klassen, in den Lehrerzimmern und den Zuständen unter den Lehrern selbst - und den Direktoren, hätte ich gute Lust,  einige Satiren auf den Weg zu bringen.

Frage an den Sender Jewiwan: Soll ich derartige Satiren auf den Weg bringen?

Antwort: Im Prinzip ja, denn das wäre mit Sicherheit ein fianzieller Erfolg, aber:

Mit ebenso großer Sicherheit würde die Zuträgerin, die die schulische "Umerta*" gebrochen hat, große Schwierigkeiten haben.

 

(*Umerta, dem Gesetz des Totschweigens des Verbrechens unter dem Deckmantel der Ehre.)

30.10.2006 um 07:29 Uhr

5. Frage an den Sender Jeriwan

Stimmung: gut
Musik: Verdi - Gefangenenchor

Sender Jeriwan antwortet 

  
Frage an den Sender Jeriwan:
Sind deutsche Lehrer ‚faule Säcke', wie es der Altkanzler Schröder vor Jahren formuliert hatte?

Antwort des Senders Jeriwan:

Im Prinzip sind deutsche Lehrer keine Faule Säcke, denn mehr als 95 % sind gut ausgebildete, engagierte Lehrkräfte, aber in der Tat gibt es einen Teil der Kräfte - und das wird bei Menschen immer so sein - die ihre ‚Verbeamtung' als Freibrief für >möglichst gesichertes Einkommen für möglichst wenig Arbeit< begreifen, die diese Sicherheit ausnutzen:

Sie machen dann häufig vor oder nach Ferien, vor oder nach dem Wochenende, vor oder nach einer Klassenfahrt, die sie begleiten, krank, um sich entweder auf diese schwere Arbeit, die Jugendlichen bei ihren Sauf- und Kiffgelagen zu beobachten oder die Augen davor zu verschließen, was ebenso schwer ist, vorzubereiten oder davon zu erholen - oder ganz einfach ihrer ‚Leck mich am A****-Mentalität' nachgeben.

Frage an den Sender:

Warum werden diese ‚Loser' dann nicht von den Schulen entfernt?

Sind die Direktoren nicht bestrebt, die Effektivität der Lehrkräfte an ‚ihrer' Schule zu gewährleisten?


Antwort des Senders:

Prinzipiell ja, aber:

Zumeist ist es diesen ‚Losern' - wie Sie sie nennen zu eigen, sich vom übrigen Kollegium ein wenig abzusondern, oder sie werden von denen geschnitten, die das ewige Klagen über irgendwelche Wehwehchen leid sind, mit denen ‚Loser' ihr kommendes Fehlen anzukündigen pflegen; in der Regel aber führt eine Schleimspur genau dieser ‚Kollegen' vom Sekretariat bis zum Direktionszimmer und manchmal auch hinaus bis auf den Gang. Und oft ist es die diese Sorte von Lehrern, die zwar krank geschrieben ist, dann aber mit dem Pkw mit Anhänger beim Baumarkt erwischt wird, wie sie Material zum Ausbau ihres Häusles holen. Die Grenzen sind fließend! Und genau diese Art von Lehrern ist es aber, die den ganzen Lehrerstand in den Dreck zieht; dass sie mit ihrem Fehlen das Kollegium, das ja Vertretungsstunden übernehmen muss, unzulässig und übermäßig belasten, schert sie wenig, denn: Sie sind in der Regel Egoisten!

Frage an den Sender:

Es ist also an dem Direktor, derartige Unbilden abzustellen?


Antwort des Senders:

Im Prinzip ja, aber es gibt durchaus zwingende Gründe, weshalb ein Direktor davon absieht. Frage an den Sender:
Gründe?


Antwort des Senders:

Nun, ein Direktor wird Frau X oder Herrn Y unter anderem wegen der Schleimspur zu ihm gut leiden können; Direktoren lieben es in der Regel, wenn man ihnen frönt, zu Munde redet, in Versammlungen Neuerungen preist, die dann andere Kollegen abarbeiten müssen, da man sich rechtzeitig in Sicherheit gebacht hat, und die niemals widersprechen.

Deshalb drückt man schon einmal ein Auge zu, manchmal beide und - so man hat - die Hühneraugen auch noch!

Frage an den Sender:

Müssen Direktoren Schüler unterrichten oder sind sie reine Verwaltungsbeamte der Lehrerschaft?

Antwort des Senders:

Im Prinzip sollen Direktoren 11 Stunden vor Klassen stehen, damit sie den Bezug zur Wirklichkeit nicht verlieren, aber: natürlich gibt es immer Gründe für Abminderungsstunden. Krankheit, Zusammenkünfte bei vorgesetzten Dienststellen der Schulbehörde... Das geht so weit, dass manche Direktoren nur 4 Stunden unterrichten. Aber sie unterrichten!


Frage an den Sender:

Und Rektaren, die gar nicht unterrichteten?

 Antwort des Senders:

Rektoren nicht Rektaren! Es ist ein Unterschied zwischen Rektor und rektal! Ich werte es als einen Versprecher! Rektoren, die gar nicht unterrichten, müssen schon einen besonderen, gut fundierten Grund haben, dass sie nicht vor eine Klasse treten, denn sonst gehören auch sie zur Gruppe der ‚Loser'.

Aber derartige Vorkommnisse sind in Deutschland unmöglich!

20.10.2006 um 07:12 Uhr

Frage an den Sender Jeriwan

von: buchfinder   Kategorie: Sender Jeriwan antwortet   Stichwörter: Pisa, kein, Ende

Stimmung: Nachdenklich...
Musik: Tanz der Ritter...

 
Frage an den Sender Jeriwan:



„Die Pisastudie legt die verheerende Situation in der Bildungspolitik Deutschlands offen.Aller Beteuerungen der Politiker zum Trotz, man werde dieser Misere begegnen, scheint sich an der >>Schulfront<< nichts zu tun.Glauben der Sender, dass die hier die richtigen Weichen gestellt werden?“


Antwort des Senders Jeriwan:

„Im Prinzip gibt man das vor. Die Berliner Schulen beispielsweise sollen bei Unterrichtsausfällen künftig schneller auf Vertretungslehrer zurückgreifen können. Darauf verstän­digten sich laut einem Medienbericht SPD und Linkspartei während der Gespräche in ihrer Verhandlungsgruppe zur Bildungspolitik. Dauerkranke Lehrer und solche, die den Beamtenstatus ausnutzen und auf >>dauerkrank<< machen, sollen zudem in einer gesonderten Statistik aufgeführt werden und nicht mehr in der Quote für die Lehrerausstattung an den Schulen berücksichtigt werden. Nach den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sollen Schulen kranke Lehrer über einen Vertretungspool ersetzen können.“


Frage:

„Hat Wowereit den Mund nicht ein bisschen zu voll genommen? Etwa so, wie bei der Wahl, vor der er versprach, kostenlose Kindergärten einzurichten?“


Antwort des Senders:

„Naja, Wowereit warnte gleichzeitig vor falschen Hoffnungen. Eine hundertprozentige Unterrichtsgarantie könne es nicht geben. Wie die Realisierung eines Vertretungspools aussehen könnte, ist ebenso wie die Finanzierung noch offen. Ende kommender Woche sollen SPD und Linkspartei PDS ein bildungspolitisches >>Gesamtpaket<< verabschieden.“


Frage:

„Dann war die ganze Rede nur heiße Luft?“


Antwort des Senders:

„Die Schulleiterverbände jedenfalls forderten Neueinstellungen, um den Fachlehrermangel zu beheben. Weitere Forderungen waren ein umfangreiches Sanierungs- und „Investitionsprogramm sowie eine rechtzeitige Personalzuweisung bis spätestens zum 1. Juni eines Jahres. Laut dem Vorsitzenden der Vereinigung der Oberstudiendirektoren, Harald Mier, liegt die Lehrerversorgung in diesem Schuljahr zwar bei 105 Prozent. Das sei jedoch eine >>Mogelpackung<<, da vier Prozent dauerkranke Pädagogen bislang nur in die Statistik hineingerechnet würden.“

08.10.2006 um 15:58 Uhr

Buchfinders 3. Frage

Stimmung: Supergut

 

Buchfinders 3. Frage an den Sender Jeriwan:

  

„Hat die Intendantin der Deutschen Oper zu Berlin, Kerstin Harms, mit der Absetzung der Mozartoper Idomeneo richtig gehandelt?“

 Antwort des Senders Jeriwan:

„Im Prinzip ja, denn: Nach dem Anruf des Innensenators Körting war es sogar – im Hinblick auf das Leben der Angestellten und Besucher des Opernhauses – ihre Pflicht, Unheil und Bedrohung gegen Leib und Leben abzuwenden.

 

Tatsächlich aber hätten wir mit einem Zitat der Kammersängerin Edda Moser geantwortet, das wir noch ein wenig verändert haben: >Die Inszenierung von Hans Neuenfels der am 29. Januar 1781 in München uraufgeführten Oper mit dem Text von Gianbattista Varesco, die rein gar nichts mehr mit Mozart zu tun hat,  ist nicht nur „bescheiden“ – sie hätte die Intendantin veranlassen müssen, Neuenfels des Hauses zu verweisen.<

Dem können wir nichts mehr hinzufügen.

 

08.10.2006 um 15:56 Uhr

Buchfinders 2. Frage

Stimmung: Supergut

 

Buchfinders 2. Frage an den Sender Jeriwan:

 

Kann Bush den Krieg im Irak gewinnen?

 Antwort des Senders Jeriwan:

„Im Prinzip bildet der Mann sich ein, ein siegreicher Feldherr zu sein. Diesem Irrtum sind schon so manche >selbst ernannten< Feldherren erlegen gewesen. Unseres Wissens gab es auch in Ihrem Lebensraum einen solchen Mann. Aber einen Krieg kann man ebenso wenig gewinnen wie ein Erdbeben! Vor allem einen solch komplizierten nicht. Denn: Hier geht es nicht Land gegen Land. Hier spielen sowohl die christlichen Werte gegen die muslimischen eine Rolle, als auch der Gegensatz innerhalb des Islams – Sunna gegen Schia; aber so weit hat der Feldherr nicht gedacht. Und das hat vielen Menschen das Leben gekostet!“

 

08.10.2006 um 15:53 Uhr

Buchfinders 1. Frage

Stimmung: In der Regel - immer gut!
Musik: Klassik pur...

 

Buchfinders 1. Frage an den Sender Jeriwan: 

„Kann ich als Frager Ärger mit meinen Lesern kriegen?“

 Antwort des Senders Jeriwan:

„Im Prinzip schon, denn: Die Fragen werden sicher zu Meinungsverschiedenheiten führen, die hoffentlich Diskussionen hervorrufen.

Wir im Sender sind aber der Auffassung, dass ohne Streitgespräche eine Demokratie nicht leben kann.

Deshalb raten wir Ihnen, Ihre Fragen unbeirrt zu stellen!“