buchfinder

19.02.2007 um 13:04 Uhr

Eine Köchin aus Illertissen - benimmt sich anständig!

Stimmung: gut
Musik: "Einigma" Fimmusik by Klassik-Radio

29.01.2007 um 04:05 Uhr

Eine Köchin aus Illertissen -

Ei kokke som badet i tjernet

 

Eine Köchin aus Illertissen
wurd‘ einmal vom Hunde gebissen.
Seither macht sie Strudel
mit Füllung vom Pudel
- und das noch mit gutem Gewissen!

 

Hier geht's zum Buch !!!

Oddvar hat den Pudel in einen Hecht verwandelt:

Ei kokke som badet i tjernet
ble bitt av ei gjedde i knærne.
Hun kjøpte fiskestang
og fisker dagen lang.
Om kvelden byr hun på gjedde svært gjerne.

Und so geht die Geschichte: Eine Köchin badete in einem Teich („tjernet“) und wurde dort von einem Hecht („gjedde“) in die Knie („knærne“) gebissen – autsch! Darauf kaufte sie sich eine Angel („fikestang“) und fischte den ganzen Tag lang. Abends bietet sie ihren Gästen dann sehr gerne Hecht an – wahrscheinlich auch noch „mit gutem Gewissen“!?

Oddvars Anmerkungen zur Aussprache:

tjernet gespr. tjærne
gjedde gespr. jedde
gjerne gepr. jærne

Copyright © by Brigitte Stolle  

Veröffentlichung mit der feundlichen Genehmigung der Autorin.  

 

12.02.2007 um 07:21 Uhr

Ja, wo laufen sie denn? Ja, wo laufen sie denn hin???

Stimmung: gut
Musik: Prokowjew: Tanz der Ritter

Ja, wo laufen sie denn?

Ja, wo laufen sie denn hin???

„Es sicheln und mähen von Ost nach West
Die apokalyptischen Reiter,
Aber ob Hunger, ob Krieg, ob Pest,
Es kribbelt und wibbelt weiter.
*
So banne dein Ich in dich zurück
Und ergib dich und sei heiter;
Was liegt an dir und deinem Glück?
Es kribbelt und wibbelt weiter.“

Das sagte schon Theodor Fontane über die fleißigen Ameisen.

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Und so lag es nahe, dass einem sechsjährigen Kind die kribbelten und wibbelnden Tierchen als interessantes Studienobjekt auf das Schaufelchen liefen – und sofort im roten Kunststoffeimer landeten.
Eine Ameise allein würde sich langweilen, dachte das Kind, vielleicht aber auch an Einsamkeit eingehen.

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Und so begann die Verhaltensforscherin in spe erst eine, dann noch eine und schließlich eine ganze Reihe von Ameisen unterschiedlichster Herkunft zusammen in den Eimer zu sperren, denn: Ameisen krabbeln nicht aus dem Eimer – vielmehr laufen Sie – möglichst immer im Kreis an der Bodenaußenwand des Eimers. In Ermangelung von wahrnehmbaren Gegenständen – legen sie so weite Strecken zurück, unterbrochen nur von den Kämpfen gegen ihresgleichen aus fremden Gefilden, die meist tödlich ausgehen. Man sollte meinen, die kleinen Tierchen haben es den Menschen abgesehen.

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Die Autorin schreibt in einer Vorbemerkung:
Die Sprache der drei Lesestücke ist fast durchweg eine leicht archaische. Bewusst kommen hier grammatikalische Formen zum Tragen, die uns heutigen Menschen zwar bekannt sind, die aber in der täglichen (Umgangs-)Sprache fast nicht mehr vorkommen. Als Beispiele seien der es-Genitiv und der e-Dativ herausgegriffen sowie Wendungen und Begriffe, die ehedem üblich waren, heute eher einen leicht altertümlichen und preziösen Stil hervorbringen, der in modernen Zeiten (im besten Falle) ungewöhnlich wirkt.

Zu dieser mit Archaismen durchsetzten Sprache kommt ein verspielter, etwas verschnörkelter Satzbau, nachgestellte Appositionen, Nebensätze, die - kaum begonnen - gleich wieder aufgebrochen werden und vielfach ein Eigenleben entwickeln. Eine bewusst so gestaltete Verbindung, die auf zeitliche Distanz hinweisen oder ironisch-pathetisch wirken mag - es liegt allein am Leser, diese Entscheidung zu treffen. Die sprachlichen Fossilien dienen außerdem als äußerliche Anzeichen dafür, dass in den Lesestücken der Irrealität Raum gewährt wurde und dass die jeweiligen Handlungsabläufe nicht geradlinig auf einen Schluss zusteuern. Ein Arrangement, das gewöhnungsbedürftig genannt werden darf,
ein Zusammenspiel, das einen gewissen Reiz bietet. Das aber auch Ansprüche an den Leser stellt.

Brigitte Stolle hat hier eine heute selten geschriebene, leider verlorengegangene Form gewählt, die sich herrlich erfrischend liest und einem die Vorstellungkraft – zurück in die Kinderzeit – leicht macht.

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Ich habe mich übrigens mit großer Freude über das Buch hergemacht.

George Tenner                                      12.02.2007

30.01.2007 um 06:38 Uhr

Neues Buch - neues Leben?

Stimmung: gut, da Kassik-Radio mich unterhält...

 

 Neues Buch - neues Leben?

 

Ob es gleich ein neues Leben ist,
ist zweifelhaft und natürlich auf
den einzelnen Menschen ausgerichtet.
Aber ein neues Kind ist ein neues Buch,
das gehätschelt und großgezogen werden muss, allemal!
Viel Erfolg für Ihr neues Buch - Buchfinder!
P.S- Werde darüber berichten, sowie ich es in den Händen habe.
 

Pressemitteilung des Verlags (Frühjahr 2007):

'Soeben ist im Verlag EDITION THALEIA ein neues Werk der in Mannheim lebenden Autorin Brigitte Stolle erschienen. Mit dem ihr eigenen verspielten Sprachwitz und einer üppigen Dosis Ironie erzählt Brigitte Stolle drei in mancherlei Hinsicht anarchische Geschichten: In »Ameisentage« entdeckt eine Sechsjährige in sich die Berufung zur Ameisenforscherin. In »Frau W oder die Überwindung der Außenwelt durch ein Viertelpfund Butter« löst eine bislang brave Gattin und Mutter nach einem Augenblick des Innehaltens ein Familienchaos aus – oder sollte es doch eher als glückselige Gleichgültigkeit verstanden werden? Und in »Rückwärts« versucht Frau R mit Pseudodialektik, pseudophilosophischer Beweisführung sowie mit mehr oder weniger passenden Erläuterungen aus der Küchenpraxis ihre geheimnisvolle Vorliebe für das Rückwärtslesen zu begründen und diese einer ganz und gar feindlich gesinnten Umwelt begreiflich zu machen.

 

Wie schon in ihrer vielbeachteten Groteske »Die Köchin« bietet Brigitte Stolle auch in ihrem neuen Buch ein fulminant komisches und hintersinniges Lesevergnügen.

 

Brigitte Stolle, 1959 geboren, lebt und arbeitet in Mannheim. Neben Ausbildungen und Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen hat sie 6 Semester Germanistik, Linguistik und Philosophie in Mannheim studiert. Nach ihrer Erstveröffentlichung »Die Köchin« (Edition Thaleia 2004) erschien 2005 ein Band mit Limericks.'

b.stolle1@gmx.de

24.01.2007 um 07:11 Uhr

Können setzt sich durch - Zeitung würdigt Autorin...

Stimmung: super

Rezension "66 kecke Köchinnen-Limericks"

Mannheimer Morgen Nr. 66 / Montag, 21. März 2005
(RHEIN-NECKAR Seite 25)

Seckenheimerin macht sich Reime auf Kochtöpfe

Von unserem Redaktionsmitglied Michaela Roßner

Seckenheim. Dass der Alltag einer Köchin auch Stoff für eine groteske Erzählung abgeben kann, das hat die Seckenheimer Autorin Brigitte Stolle bereits mit ihrem ersten Buch bewiesen. Der neue Band nun zeigt, dass sich aus der Köchinnen-Materie auch unzählige Limericks machen lassen. Es heißt "66 kecke Köchinnen-Limericks" und ist für 8,90 Euro im Buchhandel erhältlich. Außerdem ruft die Hobby-Schriftstellerin im Internet zum einem Reimwettbewerb auf.

"Köchin X aus dem schönen Buchen/wollt' mal einen Aufstand versuchen/sie zerschlug elf Teller/doch ihr Chef war schneller/und bewarf die Dame mit Kuchen." Das ist ein Beispiel aus dem neuen Bändchen von Brigitte Stolle. Limerick - was war das noch gleich? Ach ja, dem Deutschlehrer sei Dank: In der ersten Zeile kommt eine Ortsangabe, eine Stadt oder ein Landstrich vor. Das Reimschema ist vorgegeben. Und möglichst witzig soll die Pointe geraten.

Entstanden ist die Idee, als die 46-jährige nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches ("Die Köchin", erschienen in der Edition Thaleia St. Ingbert, ISBN 3-924944-67-9) gebeten wurde, Exemplare zu signieren. Die Unterschrift und ein paar gute Wünsche genügten nicht. Und so kam Brigitte Stolle auf die Idee mit den kleinen Gedichten.

Die 66 gedruckten Limericks sind nur eine Auswahl dessen, was seither entstanden ist: Brigitte Stolle hat in den vergangenen Wochen beinahe schon ein Limerick-Fieber entwickelt. Und damit möchte sie nun auch andere infizieren und lädt im Internet zum Dicht-Wettbewerb ein. Regelmäßig wird der "Limerick des Monats" gekürt und der Gewinner bekommt einen Buchpreis. Die Einträge auf der Homepage von Brigitte Stolle zeigen, dass das Reimfieber schon langsam um sich greift. Beispiel gefällig? "Ein dreister Vertreter aus Siegen,/der wollt' nur Frau Lottchen mal lieben,/die war so allein/doch dann schliefen sie ein,/ihr Mann, der kam pünktlich um sieben."

Mit der Beschränkung auf das Köchinnen-Thema in ihrem neuen Buch bleibt sich die Seckenheimerin treu: Sie hat den Kochberuf erlernt und arbeitete fünf Jahre in der Küche eines Männerwohnheimes. Diese "harte Zeit" habe sie nur durchhalten können, weil sie sich nebenher ein Germantistikstudium "gönnte", erzählt die Autorin, die in Mannheim geboren wurde und in Edingen-Neckarhausen aufwuchs.

Die Liebe zur Literatur begleitet die Schriftstellerin schon seit ihrer Kindheit. Viele Gedichte und "angefangene Bücher" haben sich bereits in der Schublade angesammelt. Heute arbeitet Brigitte Stolle als Industriekauffrau bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten - die Nähe zum Küchenduft hat sicher die Inspiration zu so manch witzigem Limerick geliefert.

"66 kecke Köchinnen-Limericks" von Brigitte Stolle ist bei Books on Demand in Norderstedt erschienen und für 8,90 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN: 3-8334-2193-2).

Stichwort "Limerick"

Ein Limerick ist ein scherzhaftes Gedicht nach dem Reimschema aabba. Wichtig: Die erste Zeile enthält stets die handelnde Person und endet oft mit der Ortsangabe. Die a-Zeilen sind stets dreihebig, die b-Zeilen zweihebig. Es wechseln zwei unbetonte und eine betonte Silbe ab. Erzählt wird eine Handlung, die in der letzten Zeile mit einer komischen Pointe zu Ende führt. Beispiel aus dem Buch "66 Köchinnen-Limericks" der Seckenheimerin Brigitte Stolle: "Eine Reis-Köchin aus Westfalen/die bekochte 'nen Kannibalen/sie wollt ihn bekehren/mit Reisbrei bescheren/doch der Arme litt Höllenqualen." Die ersten Limericks tauchten um 1820 in England auf. Vermutet wird, dass die irische Stadt Limerick Namenspate dieser Gedichtform war. In Deutschland machte das Blödel-Duo Schobert und Black den Limerick in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts modern. (miro)

Brigitte Stolle hat einen Band mit
Köchinnen-Limericks veröffentlicht.


Und hier geht's zu meinem Buch !

Copyright © by Brigitte Stolle  

Veröffentlichung mit der feundlichen Genehmigung der Autorin.  

19.01.2007 um 04:54 Uhr

Gruß an eine Freundin...

Stimmung: super
Musik: Klassik-Radio - schon am Morgen Spitze!

Viele Köche am Brei - De herrer kokker

Eine Köchin aus Neckarzimmern
hasst, weil sie die Speisen verschlimmern
viele Köche am Brei.
Sie nennt's Barbarei
und kocht lieber mit Frauenzimmern.

Weil sie sich in Neckarzimmern "mit einem Stöhnen" = "med et stønn" beschwert hatte: "Die Herren Köche sollten in einen Brunnen ("i en brønn") geworfen werden, so wie sie Essen behandeln; sie betreiben eine Barbarei ("barbari")" – nimmt Oddvar die Köchin mit nach Lie, wo sie nur mit Kollegen ihres eigenen Geschlechts kocht. Aber lesen Sie selbst:

"De herrer kokker burde kastes i en brønn,
slik de behandler mat, "sa kokka med et stønn.
"De driver rent barbari,
så nå jobber jeg i Lie
med kolleger av kun mitt eget kjønn."

Hier geht's zum Buch !!!

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Copyright © by Brigitte Stolle  

Veröffentlichung mit der feundlichen Genehmigung der Autorin.  

 

10.01.2007 um 06:28 Uhr

Linsen - ein herrliches Gericht, Zubereitung auf vielerlei Art!

Stimmung: gut
Musik: Filmmusik by Klassik-Radio

 Linsengericht nach Art des Buchzeigers!

Eine Köchin aus Linsengericht
machte einst ein sehr dummes Gesicht
wie Queen Mum wollt‘ sie winken
wie H. Junke trinken
aber beides verbot ihr die Gicht.



Hier geht's zum Buch !!!

Mit Oddvar von Linsengericht
zu Jeppe nach Nes:

Ei kokke som bodde i Nes
satte opp et så svært dumt et fjes.
Som i en twist hun ville vrikke
og som Jeppe gjerne drikke,
men det gjorde gikten til et pes.

"Gesicht" heißt "ansikt" (also "Angesicht"), scherzhaft kann man dafür auch "fjes" verwenden.

"sette opp" = "aufsetzen" (die Köchin aus Nes "setzte ein dummes Gesicht auf").

"Som i en twist hun ville vrikke" = wie bei einem Twist wollte sie (mit den Hüften) wackeln und wie Jeppe gerne trinken ...

aber das ("det") machte die Gicht ("gikten") zu einer großen Anstrengung ("til et pes").

Jeppe ist eine Figur bei Ludvig Holberg – ein Bauer der ein Säufer war.

Ein paar Worte über Ludwig / Ludvig Holberg und seinen Jeppe kann man auf den Lesezeiten-Seiten nachlesen.

 

 

Copyright © by Brigitte Stolle

 

Veröffentlichung mit der feundlichen Genehmigung der Autorin.

 

27.12.2006 um 10:42 Uhr

Wie ist das Mädchen herzig, denn es kommt aus...

Stimmung: super
Musik: Puccini "Wie eiskalt ist dies Händchen"... La Boheme

Wie ist das Mädchen herzig!

 

 

Eine liebe Köchin aus Merzig
ist immer und überall herzig
gegen ihren Willen
muss Häschen sie killen
die herzige Köchin aus Merzig.




[Sogar das Gesicht ist herzförmig!]

Oddvars Übertragung führt unsere herzige Köchin vom saarländischen Merzig ins norwegische Vinterbro. Wörtlich übersetzt trägt dieser Ort, der circa 30 km südwestlich von Oslo liegt, den hübschen Namen „Winterbrücke“:

Ei kokke som bor på Vinterbro
hun er alltid så inderlig god.
Ӂ slakte harepus er blitt
mitt aller verste mareritt ”
sier hun så hjertegod på Vinterbro.


Unsere Köchin wohnt = „bor“ (gesprochen: bur) nun also in Winterbrücke. Sie ist alltid (allzeit, immer) god (wird „gu“ gesprochen und bedeutet natürlich „gut“).

„Å slakte harepus er blitt" = Häschen zu schlachten ist geworden "mitt aller verste mareritt“ = mein allerschlimmster Albtraum, sagt sie („sier hun“, gesprochen: si-er hün) so herzig (hjertegod = herzensgut) in Vinterbro.

hare = Hase
pus (gesprochen püs) ist eine Koseform
daraus ergibt sich „harepus“ = Häschen.

Vielen Dank, lieber Oddvar!

Und hier geht's direkt zum Buch !


 

Copyright © by Brigitte Stolle 2006

Abdruck mit der freundlichen Genehmigung der Autorin.


 

16.12.2006 um 13:35 Uhr

Und Männer sind die besseren Köche – Bocuse hat´s bewiesen!

Stimmung: supergut
Musik: Filmmusik by Klassik-Radio

Und Männer sind die besseren Köche

 

– Bocuse hat´s bewiesen!

 

 

 

 

  

   

Warum ich dieses Buch empfehle? 

Dafür gibt es zwei Gründe:

Erstens ich bin selbst ein begeisterter Koch – Vorliebe Fisch!

Und zweitens bin ich ein Autor, der sich mit Satiren beschäftigt und selbst welche schreibt.

Diese Köchin berichtet über ernste Dinge die Küche betreffend in einer herrlich satirisch-frischen, belebenden Art, die einen schmunzeln lässt!

     

Zitat aus:

                        Die Köchin

von Brigitte Stolle  

 (Die Köchin in Feierabendtrinklaune) setzt sich aufrecht hin und nimmt ein Schlückchen Wein. Bekommt plötzlich - wie immer ohne direkte Veranlassung - große Lust, sich ein bisschen über ihre Kollegen zu ärgern.

 

Das kann ich Ihnen sagen, Gleichberechtigung hin oder her. Heute ist es ja besser. Aber früher! Als ich angefangen hab vor über zwanzig Jahren ... Köchinnen gabs da kaum. Im Altenheim ja, im Krankenhaus ja, in Kantinen und so.
Aber in der Gastronomie? Und erst in der Top-Gastronomie?
Ich hab mich damals bei einem großen Hotel beworben. Um einen Ausbildungsplatz. Wissen Sie, was mir der Maître an den Kopf geworfen hat? Frauen brächten Unruhe und Verwirrung unter die Köche. Da wär ordentliches Arbeiten nicht mehr möglich. Das Vorurteil war fest, Veränderung kaum möglich. Echter Männerberuf, damals. Alles Bocuse-Nachfolger! Angeber! Möchtegerns! Künstler! Karotten mit dem Tourniermesser zu winzigen Gebilden schnitzen und drei davon auf einen schwarzen Teller legen. Auf keinen Fall zwischendurch mal einen Topf abspülen! Arbeitsplatz verd reckt? Wo ist die Küchenhilfe, die faule Sau?

Regt sich auf und trinkt deshalb vom Wein.

Dabei - seien wir doch mal ehrlich: Woher haben die Köche denn ihre Rezepte?


(Kunstpause)


Von ihren Omas! Seit Urzeiten die gleiche raffinierte Vorgehensweise: Rezepte abkupfern, heimlich beiseite schaffen, bis zur Unkenntlichkeit verändern, was sag ich, verstümmeln!, damit niemand was merkt, damit der Diebstahl nicht auffällt. Und dann damit angeben. Den großen Max spielen. Auftritte inszenieren. Den Prahlhans geben. Die Rezeptlieferantin sitzt derweil bewundernd vor dem Fernsehen und staunt ihren Enkel an. Merkt vor lauter Stolz nichts vom Betrug. Ach der Bub! Ein richtiger Künstler! Wer hätte das auch gedacht?

Regt sich bei einem Schluck Wein wieder ab und gibt sich angenehmeren Vorstellungen hin.

Haben Sie auch schon mal in Italien gegessen? Bestimmt! Aber ich mein jetzt nicht dort, wo Künstler-Köche Schnickschnack aus Nahrungsmitteln machen.


(Wiederholt trotzig:)


Ja, Schnickschnack und Heckmeck! Sondern in einem kleineren Ort auf dem Land! Vielleicht Toskana! Da wo die Mamma in der Küche steht und Pasta herstellt. Oder die Nonna. Leckere Saucen gibts dazu. Zum Beispiel Walnuss-Sauce. Geschmacklich ein Gedicht! Pecorino drüber. Als Vorspeise Brennnesselsalat und geröstetes Brot, verschwenderisch getränkt mit dickflüssigem, goldgelbem Olivenöl. Zum Nachtisch taucht man hausgemachte Mandelkekse in seinen Kaffee. Einfache Gerichte mit einfachen Namen, gute Qualität, rote Landweine, gediegene Portionen, angenehme Umgebung. Äußerlichkeiten und Show-Einlagen unwichtig. Handwerkliches Können zählt. Das Modewort dafür ist: ehrlich. Das haben Sie bestimmt schon im Fernsehen gehört.

Saug-, Schlürf und Schmatzgeräusche am Weinglas. Dann - den Blick träumerisch in die Ferne gerichtet - mit ehrfurchtsvoller Stimme:

Ein schöner Wein! Ein ehrlicher Wein! Ein prächtiger, trefflicher, braver und rechtschaffener Wein! Na ja, das ist auch so ein albernes Getue! Auf jeden Fall fühlt man sich richtig glücklich und zufrieden bei Mamma und Nonna. Und überhaupt nicht reingelegt!

Trinkt einen Schluck Wein, weil sie sich noch ein bisschen weiterärgern will.

Trotzdem kriegt man immer wieder zu hören von den Leuten: Männer, das sind die besseren Köche.
Beweis: Alle Spitzenköche sind männlich. Männer hätten die besseren Geschmacksnerven, den besseren Geruchssinn. Wissenschaftlich erwiesen soll das sogar sein! Die Wissenschaft wird ja immer gern bemüht, wenn man Recht behalten will. Frechheit! Mittlerweile ist es ein bisschen besser geworden.Aber nur ein winzig kleines bisschen. Es gibt inzwischen auch ein paar Köchinnen in der Gastronomie. Aber bei den unflätigen Schweinereien, die die Kerls in den Küchen tagtäglich ablassen, braucht man Nerven wie Drahtseile oder man geht vor die Hunde. Ehrlich, mehr Frauen - da wär das Geschäft nicht mehr ganz so brutal, und das Essen wär besser. Hundert Prozent! Das sag ich Ihnen!


Copyright © by Brigitte Stolle - Abdruck mit der freundlichen Genehmigung der Autorin.


 

Wer sich für Kulinarisches und gleichzeitig auch für Literatur interessiert, dem sei mein Buch "Die Köchin" empfohlen. Hier lesen Sie jede Menge Wissenswertes rund ums Essen und Trinken – zahlreiche Fachbegriffe und vieles andere mehr runden das Thema ab. Aber Achtung: Es handelt sich hier nicht um ein Fachbuch, sondern um einen Roman !

Interessierte können sich auf meiner Homepage oder direkt beim Verlag informieren.

Aus dem Klappentext:

"Die Autorin lässt ihre Kunstfigur – eine schlecht
gelaunte Köchin in den besten Jahren – bei zwei
Flaschen Wein aus dem Nähkästchen plaudern.
Dabei werden interessante Einblicke hinter die
Kulissen der gehobenen Gastronomieküche geboten.
Von A – wie lebend gehäuteter Aal – bis Z –
wie Gerichte für Zahnlose: jedes Schleckermaul
darf sich angesprochen fühlen! Absurde Einfälle,
aufdringliche Spitzfindigkeiten und boshafte
Seitenhiebe gegen alles und jeden steigern
sich proportional zur konsumierten Weinmenge,
wobei insbesondere aus der Abneigung gegen
gewisse männliche Hobbyköche wenig Hehl
gemacht wird. Die Leserschaft erfährt, wie
Hummer um die Ecke gebracht werden, alte
Mousse au chocolat pfiffig entsorgt und die
ewig betrunkene Gästeplage veralbert wird,
welche Rolle die französische Sprache und
der Alkohol in der Profiküche spielen. Der
wahre Charakter von Konfuzius wird ebenso
abgehandelt wie die mannigfaltigen und
bislang weniger bekannten Gründe, sich
einen Schluck Wein zu Gemüte zu führen.
Unappetitliche Einzelheiten über Wurstwaren
und Kakerlaken runden das Ganze liebevoll ab."

Bon appétit!

Der fiktive Text in Form eines Prosa-Monologs
bewegt sich trotz – oder gerade wegen – seiner grotesken Grundtendenz erschreckend nahe an der Wirklichkeit.

Brigitte Stolle

DIE KÖCHIN

Groteske
121 Seiten. Broschur. 12 Euro
ISBN 3-924944-67-9

Geeignet für Leser- und Leserinnen
mit starken Geschmacksnerven !!!

11.12.2006 um 06:42 Uhr

Norwegische Betrachtung schon am Montag ...

Stimmung: morgens immer gut...
Musik: Jan Sibelius

Norwegische Betrachtung schon am Montag ...

Eine Köchin aus Buxtehude
jobbte in einer Frittenbude.
Sie jobbte zwei Stunden,
dann war sie verschwunden.
Sie ist etwas sprunghaft, die Trude!

Brigitte Stolle, Copyright 2005

aus: 66 kecke Köchinnen-Limericks
von
Brigitte Stolle

Und hier geht's zum Buch !

 


 

Oddvar aus Oslo hat diesen Limerick
wie folgt ins Norwegische übertragen:


 

Ei kokke som bor ved Jølster Bru
fikk seg jobb i ei trang pølsebu.
Hun følte seg svært bundet,
og snart var hun forsvunnet
den ustabile frøken Østerud.



Vokabelangaben für Interessierte:

Jølster Bru = Jølster Brücke
ei trang pølsebu = eine enge Würstlbude
Hun følte seg svært bundet (gespr. bunnet)
= Sie fühlte sich sehr gebunden.
snart = bald
Østerud gespr. Østeru

Einen schönen Wochenbeginn für alle!

Copyright © by Brigitte Stolle

Veröffentlichung mit der freundlichen Genehmigung der Autorin

 

05.12.2006 um 06:37 Uhr

Die Bundeswehr in Düren braucht eine neue Köchin...

Stimmung: morgens immer gut...
Musik: Klassik-Radio, ein Genuss - natürlich schon am Morgen!

Buchfinder1 

Eine weitere Leseprobe aus Brigitte Stolles Büchlein

"66 kecke Köchinnen-Limericks"


Die Bundeswehr-Köchin in Düren
Träumt immer davon, Krieg zu führen
Ihr bleibt nur, die Bohnen
Der Gulaschkanonen
In Kochuniform umzurühren.

Oddvar aus Oslo hat den Limerick
genial wie immer
ins Norwegische übertragen.
Vielen Dank dafür!

Ei kokke i Forsvaret fra Wormen
drømmer om å føre krig og lede stormen,
men i feltkjøkkenet blir
og hver soldat hun gir
ei øse gulasj i kokkeuniformen.

Oddvar hat auch dieses Mal die Erläuterungen nicht vergessen!


Forsvaret“ entspricht der „Bundeswehr“
Å forsvare = verteidigen
lede stormen = den Sturm leiten
feltkjøkkenet = Feldküche
Hver soldat = jedem Soldaten
(Den lustigen Ausdruck Gulaschkanone
für Feldküche gibt es im Norwegischen leider nicht!)
ei øse = eine Kelle


 ***
Veröffentlichung mit der freundlchen Genehmigung der Autorin.

02.12.2006 um 11:32 Uhr

Lesen gefährdet die Dummheit ...

Stimmung: gut, wie imer morgens!
Musik: Edward Grieg - Morgendämmerung

 

 Buchfinder1

Lesetipp

Die Autorin lässt ihre Kunstfigur – eine schlecht gelaunte Köchin in den besten Jahren – bei zwei Flaschen Wein aus dem Nähkästchen plaudern. Dabei werden interessante Einblicke hinter die Kulissen der gehobenen Gastronomieküche geboten. Von A – wie lebend gehäuteter Aal – bis Z – wie Gerichte für Zahnlose: jedes Schleckermaul darf sich angesprochen fühlen! Absurde Einfälle, aufdringliche Spitzfindigkeiten und boshafte Seitenhiebe gegen alles und jeden steigern sich proportional zur konsumierten Weinmenge, wobei insbesondere aus der Abneigung gegen gewisse männliche Hobbyköche wenig Hehl gemacht wird. Die Leserschaft erfährt, wie Hummer um die Ecke gebracht werden, alte Mousse au chocolat pfiffig entsorgt und die ewig betrunkene Gästeplage veralbert wird, welche Rolle die französische Sprache und der Alkohol in der Profiküche spielen. Der wahre Charakter von Konfuzius wird ebenso abgehandelt wie die mannigfaltigen und bislang weniger bekannten Gründe, sich einen Schluck Wein zu Gemüte zu führen. Unappetitliche Einzelheiten über Wurstwaren und Kakerlaken runden das Ganze liebevoll ab. – Bon appétit!

Der fiktive Text in Form eines Prosa-Monologs bewegt sich trotz – oder gerade wegen – seiner grotesken Grundtendenz erschreckend nahe an der Wirklichkeit.

  • Brigitte Stolle
  • Die Köchin
  • Groteske
  • 121 Seiten. Broschur. 12 Euro
  • ISBN 3-924944-67-9

Und hier geht's zum Buch!

Einige Rezensionen:

  • (...) wahrscheinlich wird sich der geneigte Leser bei seinem nächsten Besuch in der gehobenen Gastronomie mit einer leichten Gänsehaut an dieses Buch erinnern.

    Mannheimer Morgen

  • Etwas für Gourmets mit starken Geschmacksnerven!

    meier. das stadtmagazin

    • Brigitte Stolle, 1959 geboren, lebt und arbeitet in Mannheim. Neben Ausbildungen und Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen (u.a. als Industriekauffrau, Köchin, Verwaltungsangestellte) hat sie 6 Semester Germanistik, Linguistik und Philosophie in Mannheim studiert.

    28.11.2006 um 15:13 Uhr

    Wer will schon eine Veganerin...

    Stimmung: gut
    Musik: Puccini ... Oh du süßestes Mädchen...

    Wer will schon eine Veganerin als Köchin??? 

     

    Eine Köchin aus Lorsch in Hessen
    Die wollte kein Würstchen mehr essen
    Denn drin steckt vom Schweine
    Der Kopf und die Beine
    Jetzt ist sie auf Möhren versessen.


    Brigitte Stolle © 2005

    aus: 66 kecke Köchinnen-Limericks


    von Brigitte Stolle

     

    Abdruck  mit freundlicher Genehmigung der Autorin.


     

    19.11.2006 um 06:50 Uhr

    Eine Köchin aus Oschersleben

    Stimmung: gut
    Musik: Ennio Morricone

    Eine Köchin aus Oschersleben

     

    Eine Köchin aus Oschersleben
    geht am Abend gern einen heben.
    Doch am nächsten Morgen:
    Nur Kummer und Sorgen,
    dazu heftiges Übergeben.

      

     

     

     

    Hier geht's zum Buch !!!

    Näheres hier !

     

     

     

     

    14.11.2006 um 16:29 Uhr

    Una festa sui prati, una bella compagnia…

    Stimmung: saumäßig gut
    Musik: Celentano - Una festa sui prati...

    Una festa sui prati, una bella compagnia...

    heißer klingt der Celentano aus dem Radio, wie immer; eine unverwechselbare Stimme mit

    jenem Pathos, das sie in ihrem dringenden Wunsch nach Entspannung unterstützt.
    Nur ein wenig Alkohol zur Beruhigung der Nerven. Was geht der Frau durch den Kopf?
    In diesem Augenblick beschäftigt sie nur eine Frage: Weiß- oder Rotwein. Denn eines ist sicher, trinken wird sie in jedem Fall.

    „Die wird heute Nacht nicht mehr kalt! Ich sag immer, besser wär, Rotwein zu kaufen. Der schmeckt schließlich auch nicht schlecht. Und geht auch bei Zim-mertemperatur! Aber nicht gerade im Sommer. Letztes Jahr in Spanien... fast 40 Grad! Da hab ich mal mittags in der Gluthitze zum Essen Rotwein getrunken. Halber Liter - war im Menüpreis inbegriffen. Schwer und heiß. Der hatte noch nie einen Kühlschrank von innen gesehen. Da war man nach einem Schluck schon halb unterm Tisch. Aber bei der Schwitzerei in der Küche steht mir der Sinn immer nach Weißwein. An klare, helle Farben denkt man dabei. Und die fühlen sich in der Phantasie so schön kühl und erfrischend an. Da kommt jeden Tag so eine richtige Vorfreude auf: Nur noch drei Stunden, dann nach Hause und kühlen, erfrischenden Weißwein trinken! Nur noch zwei Stunden und dann Weißwein, kühl und frisch! So geht das den ganzen Abend. Nur so hält man durch. Aber warm schmeckt Weißwein richtig Ekel erregend widerlich."

    Die einen Köche, namentlich die, die es als Hobby betreiben, so wie Tenner beispielsweise, reden sich ein, aus Geselligkeit zu trinken, aber sie trinken beim Kochen und danach auch noch. Im Nu ist eine halbe Flasche Weißer beim Zubereiten der Fischmahlzeit ausgetrunken.
    Ein weiteres Beispiel für Wein am Arbeitsplatz ist Biolek; den schaue ich schon lange nicht mehr, gleich mit wem er kocht, weil ich festgestellt habe, dass er halbvolle Kostelöffel wieder in den Topf gleiten lässt. Das erzeugt Abscheu und Ekel bei mir - aber wahrscheinlich ist auch das in den Küchen üblich.

    „Wissen Sie, Köche hängen fast alle an der Flasche. Stress und Mühsal den ganzen Tag. Wenigstens in der Gastronomie. Im Altersheim solls ja vergleichsweise beschaulich zugehen. Hab ich mal gehört. Meine Kollegen - Frauen arbeiten kaum bei uns -‚ also meine Kollegen, die saufen den lieben langen Tag. Ungelogen. Na ja, einige von denen auf jeden Fall. Ich halt mich da raus. Ich trink lieber ein Gläschen abends zu Hause. Zum Erfrischen und Abkühlen! Zur Entspannung und Meditation! Fürdie kontemplativeVersenkung. Und für die Bettschwere! Aber die andern wohnen ja im Hotel. In den kleinen Zimmern ganz oben. Da passt kaum ein Tisch rein. Da will man nicht seine Freizeit verbringen, klar. Also hockt man irgendwo rum und säuft Bier. Die Miete für die Bruchbuden kriegt man vom Lohn abgezogen."

    Zwischen Slapstick und Satire, zwischen Beobachtungs-gabe und den als Köchin selbst erlebten Begebenheiten, ist Brigitte Stolle in der Linie zu den Satirikern des Humanismus Johann Fischart und Cervantes Saavedra - in Abwandlung für unsere Zeit - anzusiedeln.

    Und hier geht es zu den Büchern!

    Brigitte Stolles „Köchin" ist nicht nur eine Lektüre für „Köche"!

    Sie ist eine herrliche Bereicherung für Leser, die den Humor lieben!

    Als Imkerin bleibt sie der Lebensmittelszene erhalten und man darf schon auf ein neues Buch über die Bienen gespannt sein - so hoffe ich jedenfalls!

     

     

     

    08.11.2006 um 11:19 Uhr

    Bitte - noch etwas Sauce...

    Stimmung: saumäßig gut
    Musik: Musik von John Barry

    Wer etwas von Satire versteht - hier wird genau beschrieben, wie in einer großen Küche, die >braune Brühe< hergestellt wird, die die Grundlag der Soßen bildet... Und das ist Satire pur!

    Wer auf das Buch drückt... 

     

    Zitat:
    „Und wie schnell man sich bei der Arbeit einsaut. Diese Woche war ich dran mit der Demi-Glace, der braunen Grundsauce. Unter Köchen auch als große braune Brühe bekannt! Grundlage für Saucen aller Art. Das läuft bei uns im Hotel im Rotationsverfahren ab.Jeder kommt mal an die Reihe. Auch der Pätissier, der am meisten lamentiert deswegen. Knochen auf dem Hackklotz klein hacken, mit Parüren und Speckresten ansetzen und anbraten, Mirepoix mitrösten, Tomatenmark dazu, ablöschen, glacieren, angießen, glacieren, mehrmals wiederholen, dann aufgießen, binden, mehrere Stunden köcheln lassen, immer wieder abschäumen und degraissieren, würzen, passieren. Muss alles nebenher erledigt werden.Also neben der eigentlichen Arbeit.Trotzdem ist höchste Konzentration erforderlich. Und ständige Saucenpflege notwendig. Damit was Gescheites dabei rauskommt am Ende und die Gäste zufrieden sind. Aber wie gesagt, man kann noch so aufpassen, hinterher ist man immer bekleckert und besabbert..."

    „Das ist große braune Brühe! Und schwitzen tut man ganz fürchterlich in so einer Küche! Das kann sich ein Außenstehender überhaupt nicht vorstellen. Höchstens jemand, der eine Wüstendurchquerung hinter sich hat. Heiß wie in der Sauna! Herdplatten, Friteusen, Kessel, Convektomaten, Kippbratpfannen, Salamander - alles läuft auf Hochtouren, wenns rund geht. Stichflammen bis an die Decke. Dampf, Hektik, Stress, Gerenne, Geschrei. Und Durst! Allein heute Abend hab ich vier Flaschen Mineralwasser abgepumpt.
    Daswird alles durch die Hautwiederausgeschwitzt. Den Gang zur Toilette spart man sich. Genau genommen wär dafür auch keine Zeit. Der Schweiß rinnt in Strömen über den Rücken. Klatschnasse Klamotten. Der Blutdruck steigt. Der Kopf klopft. Gesichtsäderchen platzen. Pickel werden so richtig schön ausgebrütet."

    Und wer auf die Autorin drückt... erlebt eine Überraschung!!!

    31.10.2006 um 09:40 Uhr

    Juhuuuu! Juhuuuu! Juhuuuu!

    Stimmung: gut
    Musik: Mozart - Entführung aus dem Serail - Overtüre

    Juhuuuu! Gestern angekommen!

    Dass ich ein leidenschaftlicher Koch der gehobenen Küche bin, ist meinen Lesern nicht verborgen geblieben, denn: In jedem meiner Bücher gibt es ein Rezept, das man sich rausschreiben und – sofern man seinen Gaumen etwas verwöhnen will – nachkochen kann.

    Umso erfreuter war ich als ich gestern in meinem Briefkasten das Buch

    DIE KÖCHIN

    von meiner Kollegin Brigitte Stolle fand.

    Hier nun die Rückseite des Einbandes. Allein die Ankündigung: Von A – wie lebend gehäuteter Aal  bis Z – wie Gerichte für Zahnlose – jedes Schleckermaul darf sich angesprochen fühlen!  - lässt auf eine lustige, satirische Betrachtung der  „kochenden Welt“ schließen, in der gerade solche Köche, wie ich einer bin, (richtig Kochen können nur Männer, weil sie viel kreativer sind!!!) ihr Fett wegkriegen.

    Ich darf mich auf eine spannende Lektüre freuen und werde weiter darüber berichten.

    27.10.2006 um 11:55 Uhr

    Ich habe eine Schwäche...

    von: buchfinder   Kategorie: Brigitte Stolle, Schriftstellerin   Stichwörter: Vita, einer, fleißigen, Autorin

    Stimmung: optimal
    Musik: gleich - die Nachrichten...

    Ich habe eine Schwäche für Kollegen, die

     durch Fleiß und Können zu

    überzeugen Wissen!

     

    Deshalb hier die Vita von Brigitte Stolle

     

     

    Meine Kollegin, Brigitte Stolle, ist am 4. März 1959 in Mannheim geboren, wo sie noch heute lebt und arbeitet.

    Brigitte

    Nach einem Studium der Germanistik und Linguistik hat sie verschiedene Ausbildungen gemacht und mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten ihren Lebensunterhalt verdient (u. a. als Industriekauffrau, Köchin, Verwaltungsangestellte).

    Neben Artikeln in Zeitschriften sind bisher zwei Bücher von ihr erschienen.

    "DIE KÖCHIN - eine Groteske in Form eines Prosamonologes" sowie "66 kecke Köchinnen-Limericks".  

    In ihrer kanppen Freizeit beschäftigt sich die Autorin vor allem mit Lesen, Schreiben und Imkern.

     


    "Die Köchin" 


    Die Autorin lässt ihre Kunstfigur - eine schlecht gelaunte Köchin in den besten Jahren - bei zwei Flaschen Wein aus dem Nähkästchen plaudern. Dabei werden interessante Einblicke hinter die Kulissen der gehobenen Gastronomieküche geboten. Von A - wie lebend gehäuteter Aal - bis Z - wie Gerichte für Zahnlose: jedes Schleckermaul darf sich angesprochen fühlen! Absurde Einfälle, aufdringliche Spitzfindigkeiten und boshafte Seitenhiebe gegen alles und jeden steigern sich proportional zur konsumierten Weinmenge, wobei insbesondere aus der Abneigung gegen gewisse männliche Hobbyköche wenig Hehl gemacht wird. Die Leserschaft erfährt, wie Hummer um die Ecke gebracht werden, alte Mousse au chocolat pfiffig entsorgt und die ewig betrunkene Gästeplage veralbert wird, welche Rolle die französische Sprache und der Alkohol in der Profiküche spielen. Der wahre Charakter von Konfuzius wird ebenso abgehandelt wie die mannigfaltigen und bislang weniger bekannten Gründe, sich einen Schluck Wein zu Gemüte zu führen. Unappetitliche Einzelheiten über Wurstwaren und Kakerlaken runden das Ganze liebevoll ab. - Bon appétit!

    Der fiktive Text in Form eines Prosa-Monologs bewegt sich trotz - oder gerade wegen - seiner grotesken Grundtendenz erschreckend nahe an der Wirklichkeit.

    Klappentext zu dem Buch:

    "66 kecke Köchinnen-Limericks":

    Limericks sind Fünfzeiler mit ganz speziellem Versmaß. Informieren Sie sich in diesem Buch über Aufbau und Inhalt dieser literarischen Kleinform.

    "66 kecke Köchinnen-Limericks": Skurril, lustig, komisch, originell, frech. Spaß beim Lesen ist garantiert! Amüsieren Sie sich über eine Köchin mit Nabel-Piercing, über allergische Reaktionen auf Linsen, über das traurige Ende eines Sittlichkeitstäters, über das dank allerlei Faxen seinem Schicksal entgehende Schwein. Erfreuen Sie sich an den gelungenen Illustrationen. Begeben Sie sich auf Deutschlandreise und entdecken Sie wunderschöne Ortsnamen wie Rüssel, Kotzen oder Schlatt unter Krähen. Erweitern Sie Ihren kulinarischen Horizont mit stinkendem Handkäse, ekliger Grütze oder Strudel mit Füllung vom Pudel. Lassen Sie sich anstecken vom Limerick-Fieber und reimen Sie mit!

    Zur Zeit arbeitet Brigitte Stolle an einem Roman. Da ihr nur nachts Zeit zum Schreiben bleibt, geht eben alles ein bisschen langsamer voran, getreu dem Motto:

    "Schnelligkeit ist notwendig, um Flöhe zu fangen, aber nicht, um Bücher zu schreiben!"

    Ich hoffe sehr, sie wird uns noch mit vielen Geschichten erfreuen.

    George Tenner

    20.10.2006 um 12:05 Uhr

    Limericks aus der Küche - einer der beliebten Blogs der Autorin

    von: buchfinder   Kategorie: Brigitte Stolle, Schriftstellerin   Stichwörter: Küche, Gerüche, und, mehr

    Stimmung: optimal
    Musik: Beethoven Sinfonie Nr. 5 in S-dur - mein Lieblingskonzert

     

    Brigitte Stolle 

    ist als Buchzeiger erfolgreich mit drei Weblogs!

    Limericks

    Brigitte

     

    Eine Knödelköchin in Rieden
    hat jedweden Stress stets vermieden.
    Wenn die Gäste nerven
    und mit Knödeln werfen,
    bleibt sie ganz gelassen beim Sieden.

        

     Hier geht's zum Buch !!!

     

    Es ist mir eine ganz besondere Freude, diese fleißige Autorin in den nächsten Tagen auf meinem Weblog vorstellen zu dürfen.

    19.10.2006 um 07:27 Uhr

    Brigitte Stolle, eine besondere Autorin für Sie entdeckt!

    Stimmung: gut und ausgeglichen...
    Musik: Placido Domingo - Zarzuelas...

    Hier wird in Kürze meine Schriftsteller-Kollegin vorgestellt:

    Brigitte Stolle

    Brigitte

    O-Ton Stolle:

    "Schnelligkeit ist notwendig,
    um Flöhe zu fangen,
    aber nicht, um Bücher zu schreiben!"


    Tenner möchte hinzufügen:

    "Witz und Leichtigkeit zu erzeugen, ist nicht immer einfach -
    doch Brigitte Stolle unterhält mit Humor und Tricks -
    nicht nur in der Küche!

    Urteil: Gut geschriebene Unterhaltung - lesenswert."


    Und hier gelangen Sie auf Brigitte Stolles Homepage:

    ">http://www.brigitte-stolle.dr-hb-4u.de/">