it's for you

25.09.2005 um 21:51 Uhr

wendung

von: ca02

es ging mir gestern sauschlecht und habe hilfe gebraucht. es war wieeinalarmschrei meines unterbewusstseins an meinen körper. ich fing anzuzittern, hatte einen inneren druck in meinem kopf, zappelte,warunruhig.ich war nicht mehr ich, konnte gar nicht mehr aufhörenunruhigzu sein, konnte mir nicht sagen was ich zu tun hatte, verlordiekontrolle über mein handeln und mein denken. war es nur einemischungaus machtlosigkeit und unbestätigtsein ? ich verzweifelte undwusstenicht was passieren würde, wenn ich nichts dagegen unternehme.ichmerkte es wird schlimmer und ich wurde noch unruhiger, geriet ineineart kreislauf der mich bei jeder umdrehung weiter runter zog. du bist nicht nur meine hoffnung, sondern auch der einzige mensch dem ich vertraue. also schreibe ich dir in diesem zustand eine sms. ichweissnicht was ich sonst getan hätte, mich einfach besoffen bis ich eingenebelt gewesen wäre vielleicht. es dauerte, und ich fing wieder an dir noch eine sms zu schreiben, und noch eine. *klingelklingel*...ja! ich war soooo glücklich deine beruhigende stimme zu hören ! ich höre mich selbst noch reden reden und reden und stelle fest dass es zwei dinge gibt die meine gefühlswelt so richtig durcheinander bringen, wahrscheinlich schaukelt die eine ursache die andere hoch und so verstärkt sich alles. ich habe natürlich ein problemmit meinen freunden die nicht für mich da sind, ein problem mit meinen eltern die nicht für mich da sind und dann fehlst du mir auch noch undich habe überhaupt keine perspektive mehr, ich glaube dass ich alles falsch mache, fühle mich ungeliebt, wertlos und überflüssig. du fragtest mich nach meinen träumen, ich erzählte dir von meinem traum...und wieder liefen mir die tränen, aber diesmal waren es noch viel mehr, denn genau die stimme die zu mir sagte 'es wird alles gut' besänftigte jetzt mein gefühlschaos. zwischen uns wird alles anders werden, sagst du. jaja ich weiss. es ist mirdoch schon längst klar dass wir jetzt keine beziehung mehr haben. wir reden über freundschaften und ich stelle fest dass ich niemandem vertraue und deshalb glaube, keine freunde zu haben. von allen menschen die ich einmal hatte war ich enttäuscht, weil sie mir nicht das gegeben haben was ich glaubte bekommen zu müssen. ich denke dass ist eines meiner grössten probleme im umgang mit menschen - ich bin vorschnell enttäuscht. ich brauche diese freundschaft zu dir aber genauso wie du denn ich habe genausowenig vertrauen in dich wie du in mich. und die dinge die wir in den letzten zwei monaten versucht haben zusammen zu tun sind alle gescheitert. auch das gemeinsame essen letzte woche. aber plötzlich habe ich das gefühl dass wir jetzt viel offener und weniger verkrampft über dinge reden können über die wir vorher nicht geredet haben. das kommt daher, wie du sagst,dass du die ganze zeit unter druck gestanden hast weil ich dich unbedingt immer nur zurückhaben wollte und du nicht die zeit für dich hattest, obwohl du mir erklärt hast dass du diese zeit haben wolltest. es klingelt an deiner tür... na sowas ! mittendrin kommt jetzt der bote mitdemblumenstrauss – du freust dich und ich mich auch, insbesonderedeshalbweil ich ja ein schlechtes gewissen hatte dich damit nochweiter unterdruck zu setzen. du brauchst jetzt zwei hände um dieblumen auszupackenund wir machen eine pause. nach einigen minutenüberfällt mich die angstdass du nicht mehr anrufst und ich denke schonwieder ich binwahnsinnig, jedenfalls bin ich nicht mehr der mensch derich mal war. zumglückreden wir bald weiter, du hast eine weile gebraucht allesauszupackenund zu arrangieren. die blumen seien schön, sagst du.....wir redenweiter und ich rede über das alleingelassenwerden das michinnerlichzusätzlich zum keinefreundinmehrhaben sehr getroffen hat undich michnach einer weile als folge meiner ohnmacht und meinerselbstvorwürfenicht mehr wiedererkannt habe. du erklärst mir das mitderselbsterkenntnis. der schmerz kommt daher, weil man sich selbsterkenntund dabei sieht dass man nicht der istder man glaubt zu sein,sich dabeisehr unsicher ist über sich selbst und angst davor hat, nochmehr fehleran sich zu erkennen. ja letztlich bin ich an mir selbstverzweifelt weilich gemerkt habe dass ich ohne dich nicht mehrzurechtkam und sonstniemand da war der mich aufgefangen hat. wirredenweiter und ich erzähle mehr über meine eltern, weil da ist etwaswas dunie verstanden hast. ich erzähle über wut, schläge undkoalitionen, übermutterliebe und respekt. über macht, eifersucht,wissen und über fehler.alles in allem schon sehr bewegend aber niegeklärt. du findest das aberalles sehr wichtig - schliesslich bist duja gerade froh den kontakt zudeinen getrennten eltern zu haben und daswar nie sehr einfach. ich bintiefbewegt als du mir sagtest dass du mirdabei helfen willst, und dassdu auch mitkommst zu meinen eltern.....und wenn wir in den bäumenkleine hundekotbeutelchen verteilen, wie dusagst ... wie süss....wie schön !!!! auchduredest sehr viel offener über dich als du es bislang getanhast.insbesondere über deine pulsgeschichte, es war ein versuch bis andenrand zu gehen, du wusstest es war dumm und du hast dichhinterherfurchtbar schlecht gefühlt, schlechter noch als vorher.immerhin hattees ja einen guten ausgang und ich bin heute glücklichdass wir unsdanach nochkennengelernt haben, wäre es schlechtausgegangen hätten wiruns nie kennengelernt ! daraus kann man etwaslernen. bislang hattestdu darüber so noch nie gesprochen mit mir. ichhabe mich auch niegetraut danach zu fragen - ich dachte vielleicht seies dir unangenehmoder peinlich. und dachtest du vielleicht ich würde esnicht verstehenund mich nur über soviel doofheit aufregen ? dubistmit mir so geduldig, du hast mir so lange zugehört, über stunden.nochnie hatte ich das gefühl jemand so viel aus meinem lebenanvertrauen zukönnen.es hat mich wirklich sehr bewegt das bei dirzukönnen, zuerzählen und dabei zu heulen. ich erkenne nun selbst, dassichvielleichtdoch vieles schöngeredet und verdrängt habe was ichbesser hätte klärensollen. vielleicht war ich von meiner seite deshalbauch nicht in derlage in unserer beziehung für mir offenheit zusorgen. heute erkenne ichdass dir das gefehlt hat, du kanntest so vieloffenheit, war ichwirklich verschlossen? ich kannte es nicht. nichtbei meinen eltern,nicht bei meiner ex. aber das war ja dann auch einerder auslöser fürmeine trennung von ihr.