Caselino

21.12.2010 um 10:19 Uhr

Im Pariser Drouot: 4,8 Millionen Euro für eine Vase

von: caselino   Stichwörter: Pariser, Drouot, Yongzheng, Periode, Segen, Reichtum, Ehre

„Segen von Reichtum und Ehre“ versprechen die botanischen Motive auf einer chinesischen Vase der Yongzheng-Periode. Das reizte offenbar auch einen chinesischen Bieter. Er bewilligte in Paris 4,8 Millionen Euro für das Gefäß mit kaiserlicher Marke.

Eine chinesische Vase der Yongzheng-Periode (1723 bis 1735) ist vom Pariser Auktionshaus Piasa im Drouot für 4,8 Millionen Euro an einen chinesischen Privatsammler zugeschlagen worden. Die Porzellanvase in der Form "Tianqiuping" (das bedeutet Himmelskugel) und in mehrfarbigem Dekor der Famille Rose trägt die Sechs-Zeichen-Marke des Kaisers.

Die blühenden Pfingstrosen, die Apfelbaum- und Magnolienzweige sollen für das "edle Haus den Segen von Reichtum und Ehre" bedeuten. Zahlreiche chinesische Bieter waren im Saal präsent. Die Vase, über deren Provenienz nichts bekannt ist, war auf eine bis 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Christie's hat in Paris mit einem zylindrischen Pinselbecher (Bitong) aus spinatgrüner Jade der Qing-Dynastie des 18./19. Jahrhunderts einen Auktionsrekord in Höhe von 2,9 Millionen Euro (Taxe 150.000/200.000) erzielt. Der mit reichem Schnitzwerk verzierte Becher stammte aus dem Besitz einer nordfranzösischen Adelsfamilie, deren Vorfahr im 19. Jahrhundert in China als Brückenbauingenieur tätig war. Der Becher ging ebenfalls an einen asiatischen Sammler.
 
Text: F.A.Z.


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