Poison Ivy

01.03.2010 um 07:55 Uhr

wie Katzen um den heißen Brei

von: lady_bright   Kategorie: Träume

Nun, da mir die Karten geraten haben, auf meine Träume zu achten, der von letzter Nacht. Nicht besonders aufregend, aber mal wieder ein K.-Traum.

Es war eine lustige Runde von Freunden, manche kannte ich, manche nicht. Nur zwei Leute beteiligten sich kaum am Gespräch, das waren K. und ich. Wir sprachen auch nicht miteinander,  versuchten, so gut es ging zu vermeiden, daß unsere Blicke sich trafen. Wir beobachteten uns insgeheim, schauten schnell weg, wenn wir uns doch einmal dabei ertappten und versuchten doch immer wieder im Gesicht des anderen zu lesen. Sein Blick, wenn ich ihn auffing, traurig, resigniert.. Ich fühlte mich ganz genau so.

Im zweiten Teil des Traums, stieg ich mit dem Katzenkind auf einen Turm, immer höher und höher, jedoch ohne Angst. Wir schauten mit dem Fernglas aus den großen Fenstern und freuten uns an der Aussicht und der Weite, die sich vor uns auftat. 

Tja, was soll man hier deuten? 

Blicke

- sind Symbol für die bewußte Wahrnehmung, das aufmerksame Betrachten. Wer ist es denn, den Sie sich gerne 'näher anschauen' wollen - oder sollten
Nun, wer ist es..? K. denke ich und die Gefühle, die er immer noch in mir auslöst.

 

Turm

Der Turm im Traum repräsentiert den Schutzmechanismus, den der Träumende sich für gewöhnlich im Laufe seines Lebens errichtet hat. Dies kann sowohl eine innere Einstellung als auch äußere Lebensumstände betreffen.

Dieses hohe Haus umschreibt die Festigkeit, mit der wir Versuchen vor allem in seelisch-geistiger Beziehung zu trotzen. Wichtig ist, wie der Träumende in das Innere des Turms gelangt. Fällt es ihm leicht, dann ist wahrscheinlich auch sein Inneres leicht zu erforschen. Tut er sich mit dem Zugang schwer, könnte dies ein Hinweis auf seine Verschlossenheit sein. Ein Turm ohne Fenster zeigt, daß der Träumende nicht dazu in der Lage ist, seine äußeren guten Eigenschaften oder seine inneren Charakteristika zu sehen und anzunehmen. Ein viereckiger Turm bedeutet die praktische Umsetzung des Lebens, wohingegen ein runder Turm mehr in Richtung geistiger Ebene geht. Wenn im Turm Dunkelheit herrscht, hat der Träumende noch immer Angst vor seinem Unbewußten. Von der Höhe eines Turms aus hat man mehr Überblick. Steigt der Träumende während der Traumhandlung auf einen Turm, ist dies ein Zeichen für sein Streben nach Erkenntnis.

Der Turm war definitiv viereckig, mit großen, viereckigen Fenstern und lichtdurchflutet. Und wir waren nicht allein, es war ein Aussichtsturm und viele Leute wollten hinauf, darum ging der Aufstieg auch recht leicht, nur konnten wir an keinem der Fenster länger verweilen und schauen, wegen der nachkommenden Menschen.

Fernglas / Fernrohr

Es gilt als Symbol für mangelnde Geduld - man möchte alles so rasch wie möglich aus nächster Nähe betrachten können. Und man will nicht abwarten, bis sich jemand oder etwas im eigenen Tempo annährt - man 'holt es sich her': Zoom! Ein Fernrohr kann darauf hinweisen, daß der Träumende über die Dinge sowohl mit einer kurzfristigen als auch mit einer langfristigen Perspektive nachdenken muß. Zieht der Träumende keine langfristige Perspektive in Betracht, dann kann er kurzfristig vielleicht nicht erfolgreich sein. Ein Fernrohr, Fernglas im Traum bedeutet auch, daß der Träumende punktuell dazu in der Lage ist, weit in die Zukunft vorauszuschauen oder es sich wünscht, daß er jedoch Schwierigkeiten hat, sich den großen Überblick zu bewahren. Dahinter können Ängste und übertriebenes Bedürfnis nach Sicherheit stehen.

Oh ja, ich möchte so gern voraussehen können, ob es gelingt, das Glücklichsein mit F. oder ob es da wieder diese bohrende Sehnsucht gibt, die mich in meiner Ehe so gequält hat und die mit K. gestillt wurde.. Und ich wüsste gern, ob K. wieder eine (aktive) Rolle in meinem Leben spielen wird und wie es mir damit geht. Alles Dinge, die ich jetzt noch nicht wissen KANN, ganz egal, wie ich mich anstrenge, wie tief und lange ich nachgrüble..

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Clack schreibt am 01.03.2010 um 08:48 Uhr:Es gibt ja viel Literatur über Tarot, Traumdeutung und auch über Kaffeesatzlesen. Eine gemeinsamer Nenner ist all diesen Dingen zu Eigen, nämlich sie Alle dienen dazu Inneres nach aussen sichtbar zu machen. Ich vergleiche es für mich wie einen Art Momentaufnahme meines Innersten.
    Mir ist dieses im Kreise drehen mit ähnlichen Fragestellungen wie du sie hier beschreibst noch sehr nahe in Erinnerung.Irgendwann dann mal, nach der x-ten Drehung um die eigene Achse beschloss ich für mich loszulassen von diesen "ergebnisoffenen Rotationen". Heute mehr denn je bin ich für mich überzeugt davon, dass dies nützliche Hilfsmittel sind die mir zeigen wo ich stehe, was mich beschäftigt usw. - aber die Lösung muss ich selber suchen oder leben....
    Interessant ist für mich heute festzustellen, das vieles so Anders kam, als ich vermeinte es herauszulesen und das Leben im hier und jetzt so erfüllend ist, dass das "eventuelle Morgen" an Bedeutung verliert.
  2. lady_bright schreibt am 01.03.2010 um 09:08 Uhr:Nun ja, diese Rotationen funktionieren ja (leider) auch ohne Hilfsmittel zur Bestandsaufnahme. ;) Es ist gar nicht leicht, da rauszukommen. Was mich sehr beschäftigt und was es mir immer wieder extrem schwer macht, in diesem Bereich klare Entscheidungen zu treffen, ist, daß meine Entscheidung ganz direkt das Leben und das Fühlen mindestens eines anderen Menschen beeinflussen wird.
  3. Clack schreibt am 01.03.2010 um 09:32 Uhr:Ja das haben Entscheidungen so an sich, dass sie auch auf andere Menschen Auswirkung haben.
    Ich kenne das, was DU mit K. beschreibst aus eigenem Erleben. Eine intensive Bindung aus einem Zeitraum der emotional intensiv Besetzt war, fast wäre man geneigt es einen "fatale" Beziehung zu nennen, in jedem Fall war es eine die in einem Durchgang nicht gelöst werden konnte und einige Rückfälle oder nennen wir es charmanter "Versuche" brauchte.
    Die wichtigste Grundlage für deine Entscheidung sollte aber in jedem Fall dein Wohlbefinden sein ....
  4. 1mishou schreibt am 01.03.2010 um 23:44 Uhr:weißt was? Ich glaube F. ist zu früh in dein Leben getreten, oder zu spät, wie man es nimmt! Ich glaub K. solltest du wirklich vergessen, so hart wie es klingt, aber der WILL dich nicht. Hat er dich denn je gewollt? Kannst du das denn mit Sicherheit sagen? Aber F. ist nicht K. und du darfst ihn nicht vergleichen mit K.
    Ich denke was dich auslaugt ist diese innere Zerissenheit in deinen Gefühlen, in deinem Bauch. Die Gewissheit, dass du F. zwar sehr magst, er dich aber nicht vom Hocker reisst. Vielleicht musst du dir das eingestehen und danach ein wenig länger solo bleiben und sicher zu sein, dass du bereit bist, nicht mehr zu vergleichen!
  5. lady_bright schreibt am 02.03.2010 um 07:44 Uhr:Ach K... ja, der wollte mich, so ähnlich, wie ich F. will. Ich WÜNSCHTE mir, ich könnte zu F. Ja sagen, ohne Wenn und Aber. Leider kann ichs nicht. K. konnte es auch nicht zu mir sagen, aber daß er es sich gewünscht hat, das weiß ich.
    Und ja genau das ist es, was mir so zusetzt, dieses nicht klar sein können im Fühlen und Handeln..
  6. 1mishou schreibt am 07.04.2010 um 15:04 Uhr:und? Ist es jetzt klar? :-)
  7. lady_bright schreibt am 07.04.2010 um 15:11 Uhr:Ja. :) Es fühlt sich richtig gut an. Ich glaube eine Sache hat es mir so schwer gemacht, mich zu öffnen - die Möglichkeit loszulassen, daß es irgendwann doch K. sein könnte. Ich musste diese Tür ein für alle Mal schließen und das konnte ich zu dem Zeitpunkt hier noch nicht. Jetzt hab ich es getan, vielmehr ist es einfach passiert, die Beziehungstür zu K. ist nun zu.
  8. 1mishou schreibt am 07.04.2010 um 15:20 Uhr::-)
    Endlich! Man fühlt sich so unendlich frei! Es ist wirklich so, dass wenn ein anderer Mann kommt, man die Tür zum vorigen deswegen nicht richtig zu macht, sondern vielleicht noch ein Spalt offen ist. Da besteht immer die Gefahr, des Unsicheren und des Ausnutzens. Du hast es schon richtig gemacht. Hast erst F. von dir gestossen um dann zu merken, das da ein riesengroßes Loch ist in dir. Ein anderes Loch als das, das K. hinterlassen hat!

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