Stimmung: wo wohl?!?!
Musik: meine wirre gedankenwelt reicht schon...
Chaos schrieb:
Bitte,
hass' mich.
Ich flehe dich an,
schlag mir ins Gesicht!
Erniedrige mich,
nimm mich,
verletz' mich,
dring ich mich ein,
hoer nicht auf mein "Nein",
so soll es sein,
so ist es wie ich es moechte,
der letzte Funken Selbstvertrauen
ging schon vor Jahren in die Brueche.
Ich gehe auf die Knie
und winsel dich an
Bitte,
tu mir weh!
Reiss mir das Herz aus der Seele
die ich sowieso
einen jeden Tag quaele...
Schau mich an
ich habe es nie anders gelernt
Liebe
Lust
Vertrauen
verbinde ich nunmal mit Schmerz!
Ich will immer und immer wieder
diese Qualen erleiden
den Schrecken spueren
das Leid in meinem Koerper fuehlen
die Schmerzen
die meinen Unterleib zerwuehlen
das Wuergen im Hals mit jedem Schlag
Ich will mich erniedrigen
weil ich es eben nur so mag...
Und dann...
...meldet sich jemand ganz leise und zoegerlich
mit zarter, zerbrechlicher stimme:
"Hier, hier bin ich.
Ich bin klein,
ganz klein.
Ohne dich kann ich nicht sein.
Ohne mich kannst du nicht sein.
Nur wir beiden sind hier.
Auch wenn du mich noch so gerne ignorierst...
Auch wenn du immer so tust
als waerst du allein
Bin ich es doch
die die Qual traegt
bei uns daheim.
Du vergisst das.
Die Lasten kann ich nicht mehr lange tragen
wenn soll ich denn noch um Hilfe fragen?
Du verwehrst jede Art von helfender Hand,
nimmst im Grunde doch wieder die Zuegel in die Hand.
Ich kann nichts tun,
nichts tun,
nur schauen und staunen.
Nur weinen und raunen.
Doch hoeren tust du mich nicht.
Hoerst du nicht?!?!
Ich will das nicht!
Ich will keine Schmerzen mehr ertragen!
Ich habe genug von all' den endlosen Plagen!
Bitte,
nimm meine Hand.
Und siehst du ihn?
Den, den du magst?
So bitte,
nimm auch seine Hand.
Und versuch doch einmal
nur ein einziges Mal...
Ein Gefuehl zu spueren,
dass gut tut.
Nur fuer diesen Moment.
Fuer Ewigkeiten
gibt es keine Garantie..."
Die Stimme verstummt,
verschwindet
hinter geschlossenen Tueren...
Ich kann ihren zarten Atem noch in der Luft spueren...
Doch dann...
Greift ER von hinten an mich heran
zieht mich zurueck in seinen Bann...
Und wieder schreie ich:
BITTE
BENUTZ' MICH!
MISSBRAUCH MICH!
VERLETZ' MICH!
Es ist nunmal das,
was ich kenn'...