Livia & Janine
der Ort für Gesundheit, Schönheit und Wellness
Worauf er am meisten Wert lege bei der Auswahl seiner Lehrlinge, fragte ich Herrn Hofstetter. Die Antworten möchte ich hier aufführen:
- Interesse: sich für Produkte interessieren, Zusammenhänge sehen, Arbeitsabläufe nachvollziehen, mitdenken
- Pünktlichkeit
- gute Umgangsformen: zuvorkommendes, freundliches Verhalten gegenüber KundInnen; grüssen & verabschieden; sich entschuldigen & danke sagen
- und natürlich schulische Leistungen: die Berufsschule ist wichtig, der Lehrling muss regelmässig lernen und wo nötig nachfragen.
Drogisten und Drogistinnen beraten im Drogeriefachgeschäft ihre Kundschaft vorwiegend in Gesundheits- und Schönheitsfragen. Sie verkaufen ein breites und anspruchsvolles Warensortiment. Teilweise stellen sie selbst pharmazeutische oder kosmetische Produkte her.
Das grosse und vielfältige Angebot eines Drogeriefachgeschäftes umfasst ca. 15’000 Artikel: Medikamente und Naturheilmittel, Kosmetika und Parfüms, Diät und Vollwertprodukte, Artikel des täglichen Bedarfs für die Sachpflege und vieles mehr. Neben dem persönlichen Kontakt mit einem grossen Kundenkreis tragen sowohl die umfangreiche Produktepalette als auch der lebhafte Betrieb zur Attraktivität des Drogistenberufes bei.
Drogisten und Drogistinnen wissen nicht nur über die Herstellung und Anwendung der Produkte Bescheid, sondern sie beraten und betreuen ihre Kundschaft mit grossem Fachwissen. Sie sind umfassend orientiert über die Wirkung der verschiedenen Heilmittel, über Körperpflegeprodukte, die optimale Produktekombination für ein perfektes Make-up oder über die richtige Pflege für das Baby. Auf Wunsch geben sie Tipps über gesunde Ernährung, die Anwendung des passenden Reinigungsmittel oder ein wirksames Produkt gegen Ungeziefer. Menschenkenntnis, gute Sprachgewandtheit und auch Fremdsprachen bilden dazu wichtige Voraussetzungen.
Neben Beratung und Verkauf gibt es für Drogisten auch kaufmännische Aufgaben zu erledigen: Bestellungen aufgeben, eingehende Waren kontrollieren und die sachgemässe Lagerung der Kräuter und feuergefährlichen Produkte sowie das Umfüllen, Verpacken und Beschriften.
Zusätzlich führen sie weitere Arbeiten im administrativen Bereich aus: Rechnungswesen, Organisation und die Mitgestaltung des Verkaufssortiments. Zum Ressort Verkaufsförderung gehören die kreative und verkaufsanregende Gestaltung der Schaufenster und Verkaufsräume.
Meistens verfügen Drogerien über ein eigenes Labor, wo Warenprüfungen gemacht und Hausspezialitäten wie Salben oder Teemischungen hergestellt werden. Dazu sind Drogerien mit verschiedenen Laborutensilien ausgerüstet. Der Umgang mit ätzenden, feuergefährlichen, explosiven und giftigen Stoffen erfordert äusserste Sorgfalt und Genauigkeit, denn schon ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben. Der Arbeitsalltag der Drogisten und Drogistinnen in einer Drogerie ist abwechslungsreich und bedingt Selbständigkeit und aktives Mitdenken.
Bericht von Livia:
Als Drogistin zu arbeiten hat mir eigentlich noch sehr Spass gemacht. Ausser dass sie sich nicht so viel Zeit für mich genommen haben für mich. Ich durfte das Geld von Freitag und Samstag auf die Post und Bank bringen; Geld holen, um die Kassen aufzufüllen; schauen wie sie bedienen, verkaufen und Sachen wie Medikamente einordnen und Znüni einkaufen gehen :-).
Was mir sehr gefallen hat, ist, dass sie eine grosse Auswahl haben. Z.B. ein Abteilung mit verschiedenen Parfums, Schminkzeugs, also Kosmetik, Baby Artikel sowie Zahnpasta, Zahnspülung usw. Ich konnte noch eine Teemischung und Zitronensäure machen. Auch durfte ich Medikamente anschreiben ...
Es waren zwei schöne Tage und ich könnte mir vorstellen dort zu arbeiten. Aber ich müsste einen besseren Schulabschluss haben, am besten einen Sek A Abschluss. Ich habe viel erfahren und auch etwas gelernt.
PS: Netter Chef, nette Angestellte. War gut!

