Weblog der Klasse B3b

11.06.2004 um 22:14 Uhr

Livia & Janine

von: chimera

Hofstetter Drogerie Parfumerie, Stäfa
der Ort für Gesundheit, Schönheit und Wellness

Worauf er am meisten Wert lege bei der Auswahl seiner Lehrlinge, fragte ich Herrn Hofstetter. Die Antworten möchte ich hier aufführen:

  • Interesse: sich für Produkte interessieren, Zusammenhänge sehen, Arbeitsabläufe nachvollziehen, mitdenken
  • Pünktlichkeit
  • gute Umgangsformen: zuvorkommendes, freundliches Verhalten gegenüber KundInnen; grüssen & verabschieden; sich entschuldigen & danke sagen
  • und natürlich schulische Leistungen: die Berufsschule ist wichtig, der Lehrling muss regelmässig lernen und wo nötig nachfragen.

Drogisten und Drogistinnen beraten im Drogeriefachgeschäft ihre Kundschaft vorwiegend in Gesundheits- und Schönheitsfragen. Sie verkaufen ein breites und anspruchsvolles Warensortiment. Teilweise stellen sie selbst pharmazeutische oder kosmetische Produkte her.

Das grosse und vielfältige Angebot eines Drogeriefachgeschäftes umfasst ca. 15’000 Artikel: Medikamente und Naturheilmittel, Kosmetika und Parfüms, Diät und Vollwertprodukte, Artikel des täglichen Bedarfs für die Sachpflege und vieles mehr. Neben dem persönlichen Kontakt mit einem grossen Kundenkreis tragen sowohl die umfangreiche Produktepalette als auch der lebhafte Betrieb zur Attraktivität des Drogistenberufes bei.

Drogisten und Drogistinnen wissen nicht nur über die Herstellung und Anwendung der Produkte Bescheid, sondern sie beraten und betreuen ihre Kundschaft mit grossem Fachwissen. Sie sind umfassend orientiert über die Wirkung der verschiedenen Heilmittel, über Körperpflegeprodukte, die optimale Produktekombination für ein perfektes Make-up oder über die richtige Pflege für das Baby. Auf Wunsch geben sie Tipps über gesunde Ernährung, die Anwendung des passenden Reinigungsmittel oder ein wirksames Produkt gegen Ungeziefer. Menschenkenntnis, gute Sprachgewandtheit und auch Fremdsprachen bilden dazu wichtige Voraussetzungen.

Neben Beratung und Verkauf gibt es für Drogisten auch kaufmännische Aufgaben zu erledigen: Bestellungen aufgeben, eingehende Waren kontrollieren und die sachgemässe Lagerung der Kräuter und feuergefährlichen Produkte sowie das Umfüllen, Verpacken und Beschriften.

Zusätzlich führen sie weitere Arbeiten im administrativen Bereich aus: Rechnungswesen, Organisation und die Mitgestaltung des Verkaufssortiments. Zum Ressort Verkaufsförderung gehören die kreative und verkaufsanregende Gestaltung der Schaufenster und Verkaufsräume.

Meistens verfügen Drogerien über ein eigenes Labor, wo Warenprüfungen gemacht und Hausspezialitäten wie Salben oder Teemischungen hergestellt werden. Dazu sind Drogerien mit verschiedenen Laborutensilien ausgerüstet. Der Umgang mit ätzenden, feuergefährlichen, explosiven und giftigen Stoffen erfordert äusserste Sorgfalt und Genauigkeit, denn schon ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben. Der Arbeitsalltag der Drogisten und Drogistinnen in einer Drogerie ist abwechslungsreich und bedingt Selbständigkeit und aktives Mitdenken.

Bericht von Livia:
Als Drogistin zu arbeiten hat mir eigentlich noch sehr Spass gemacht. Ausser dass sie sich nicht so viel Zeit für mich genommen haben für mich. Ich durfte das Geld von Freitag und Samstag auf die Post und Bank bringen; Geld holen, um die Kassen aufzufüllen; schauen wie sie bedienen, verkaufen und Sachen wie Medikamente einordnen und Znüni einkaufen gehen :-).
Was mir sehr gefallen hat, ist, dass sie eine grosse Auswahl haben. Z.B. ein Abteilung mit verschiedenen Parfums, Schminkzeugs, also Kosmetik, Baby Artikel sowie Zahnpasta, Zahnspülung usw. Ich konnte noch eine Teemischung und Zitronensäure machen. Auch durfte ich Medikamente anschreiben ...
Es waren zwei schöne Tage und ich könnte mir vorstellen dort zu arbeiten. Aber ich müsste einen besseren Schulabschluss haben, am besten einen Sek A Abschluss. Ich habe viel erfahren und auch etwas gelernt.
PS: Netter Chef, nette Angestellte. War gut!

11.06.2004 um 21:52 Uhr

Nicole

von: chimera

Nicole hat die letzte Woche im Alterszentrum Platten verbracht. Als ich sie besuchte, war sie gerade am Suppe zubereiten. Ich war mir bisher nicht bewusst, was für Arbeit geleistet werden muss, damit eine passierte Suppe eufgetragen werden kann.
Man stelle sich folgende Situation vor: Ein Herd in einer Grossküche, darauf zwei grosse Kochtöpfe. Einer voll mit gekochtem Gemüse, der andere praktisch leer, obenauf ein Sieb. Nicole steht auf einem Stuhl vor dem Herd, schöpft das Gemüse ins Sieb und drückt es mit der Suppenkelle durch das Sieb. ... Noch nie was von Passevite gehört? *g*

Das Küchenteam macht einen engagierten Eindruck. Nur Frauen, noch sehr jung, hoch motiviert, mit hohen Zielen und einer grossen Identifikation mit ihrem Betrieb. Seit drei Jahren kochen sie, verwenden fast ausschliesslich frisches Gemüse, probieren neue Wege und Rezepte aus, fördern die Fähigkeiten der einzelnen Teammitglieder.
Köche und Köchinnen der Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie mit Berufsprüfung besitzen umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten, um in ihrem Beruf höheren Ansprüchen gerecht zu werden und Führungsaufgaben zu übernehmen. Insbesondere verfügen sie über vertiefte praktische und theoretische Kenntnisse im gesamten küchentechnischen Handwerk, erweitertes Wissen einer ausgewogenen Ernährung und Diätetik / Ernährungstherapie sowie Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz in allen Gebieten, welche die qualifizierten Ansprüche einer Küche der Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie erfordern.

Das Spezifische des Kochberufs, nämlich mit der Zubereitung der Mahlzeiten Freude zu bereiten, kommt im Spital und Heim besonders zur Geltung. Die besondere Kunst der Köche/Köchinnen der Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie besteht darin, die Speisen sowohl gesund als auch schmackhaft und appetitlich zuzubereiten, denn dies hat auch einen wesentlichen Einfluss auf die körperliche und seelische Verfassung der Konsumierenden. Sie überwachen die richtige Lagerung der Lebensmittelvorräte, beachten die Grundzüge des Lebensmittelgesetzes und dessen Anwendung in der Küche im Hinblick auf Hygiene, Reinigung, Ökologie usw.
Die Berufsleute kennen die Bedeutung und Funktion des Finanz- und Rechnungswesens, organisiere die Warenbeschaffung bzw. -bewirtschaftung und nehmen Preis- und Qualitätsvergleiche vor. Sie haben gute Kenntnisse der Kostenerfassung und -rechnung, insbesondere in Bezug auf Patienten-, Pensionär- und Personalverpflegung. Ausserdem erstellen sie die Menüberechnung mit Kalkulationen und interpretieren anhand von Statistiken und wichtigen Kennzahlen die Wirtschaftlichkeit ihres Unternehmens. Im Hinblick auf die betriebliche Organisation erarbeiten sie zudem die zweckmässigen Massnahmen zur Betriebssicherheit, überprüfen die Effizienz der Arbeitsabläufe und der Betriebssicherheit.
Damit eine Küchenteam reibungslos funktioniert, alle Beteiligten ihre Aufgaben kennen und fachgerecht ausführen, ist eine gute Koordination zwischen en einzelnen Nahtstellen in der Küche notwendig. Für diesen Bereich sind Köche/Köchinnen der Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie BP in erster Linie verantwortlich. Da sie als Vorgesetzte auch für die Führung des Personals zuständig sind, ist es wichtig, die verschiedenen Mitarbeitenden optimal zu motivieren, zu fördern und sie gemäss ihren Kenntnissen und Fähigkeiten effizient einzusetzen.