Weblog der Klasse B3b

03.07.2004 um 10:38 Uhr

Janine - Drogistin

von: chimera

Am Dienstagmorgen kurz vor acht Uhr stand ich vor der Drogerie Würmli, in Hombrechtikon. Punkt acht ging das Licht an und Herr Würmli trat von seinem Lager in den Laden und verschwand hinter einer seiner Kassen. Anscheinend hat er mich nicht gesehen, dachte ich, deshalb marschierte ich vom Nebeneingang zum Haupteingang und machte mit einem lauten Klopfen an der glas Schiebetüre auf mich aufmerksam. überrascht starrte mich Herr Würmli an und begrüsste mich verwundert darüber, dass bereits um acht Uhr eine Kundin, die es anscheinend sehr dringend haben musste, an die Tür hämmerte. Mit einem netten Lächeln informierte ich ihn darüber, das ich mit ihm für die nächsten beiden Tage eine Schnupperlehre vereinbart habe. Schwierig zu beurteilen für wen von uns beiden die Situation unangenehmer wahr, jedenfalls entschuldigte sich Herr Würmli bei mir und begrüsste mich herzlich. Nachdem mir die ganze Drogerie ausführlich gezeigt wurde, konnte ich mich gerade nützlich machen und die frisch gelieferte Ware zu etikettieren. Mir wurden die vielen verschiedenen Arbeiten gezeigt, welche man in der Lehre als Drogistin ausführen kann. Ich durfte Ware auspacken, bei den Bestellungen mithelfen, Öle und Tee mischen und sogar eine Innendekoration, die Perskindol und den "Hopp Schwiz" Tee näher vorstellt gestallten. Herr Würmli und seine Lehrtochter informierten mich aber auch über die Nachteile und unahngenehmen Seiten die man als Drogistin auch haben wird! Denn in der Lehre muss man unglaublich viel lernen, um die Kunden zu beraten oder eigene, natürliche Heilmittel zu mischen. Dadurch ist die Freizeit ziemlich eingeschränkt und auch der Lohn hält sich in Grenzen. Ich war sehr froh um die Möglichkeit, den Beruf Drogistin einmal selbst zu erleben und mich in den Alttag einer Lehrtochter hinein versetzten zu können. Es hat mir sehr gut gefallen, allerdings möchte ich, bevor ich mich für einen Beruf entscheide noch andere Berufe kennen lernen.

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