Patric - Mein "Leben" als Polymechaniker
Erster Tag
Um 6.30 komme ich in der Werkstatt der Firma Merki AG an. Herr Waldvogel erwartet mich schon. Zuerst zeigt er mir, wo ich meine Sachen versorgen kann, dann zeigt er mir die Werkstatt. Herr Waldvogel zeigt mir dann noch Prospekte über Polamechaniker, die muss ich gleich durchlesen. Danach gehe ich die Arbeiter befragen, was sie im Moment machen und was die Maschine so kann. Dann erklärt man mir, was CNC oder der Unterschied zwischen Fräsen und Drehenist. CNC heisst Computer Numeric Controll; beim Drehen dreht sich das Objekt und das Werkzeug steht; beim Fräsen bleibt das Objekt stehen und das Werkzeug dreht sich.
Danach muss ich einen Hammer bauen, die Kanten feilen und dem Hammer die Form geben.
Es ist 17 Uhr, es ist Feierabend.
Zweiter Tag
Um 6.40 beginne ich zu arbeiten. Der Hammer vom Vortag ist ja noch nicht fertig. Ich muss noch ein ovales Loch fräsen und das ganze Metall fein schleifen. Heute brauche ich nicht viele Arbeitsmittel nur eine Feile, Schleifpapier und die Fräse der Bohrmaschine.
Der Hammer wurde noch vor Feierabend fertig.
Dritter Tag
Heute brauchte ich eine Säge, Drehbank, Feile, ein Schleifpapier und einen Brenner. Zuerst musste ich sechs Metallstangen abschneiden mit der Säge, dann musste ich sie zurechtdrehen, bis es ganz genau stimmte, bis auf einen Zehntel genau. Dann musste ich eine Rundung mit der Feile machen und noch mit Schleifpapier fein schleifen. Zum Schluss wurden die Metallstangen mit dem Brenner noch gehärtet.
Polymechaniker/innen fertigen Werkstücke und Vorrichtungen für die Produktion. Sie bedienen Dreh- und Fräsmaschinen, richten CNC-Maschinen ein und überwachen den Produktionsprozess. Sie nehmen Maschinen und Anlagen in Betrieb und führen Unterhaltsarbeiten aus.
Polymechaniker fertigen Werkstücke sowie Vorrichtungen und Werkzeuge für die Produktion. Aus verschiedenen Werkstoffen, vorwiegend aber aus Metallen, stellen sie einzelne Bauteile oder ganze Produktionsanlagen her. Als Grundlage dienen ihnen Konstruktionszeichnungen, die in der Regel von Konstrukteurinnen erstellt werden. Für einfachere Bauteile erarbeiten Polymechaniker die technischen Unterlagen selbst. Anhand dieser Daten programmieren sie die computergesteuerten CNC-Maschinen. Sie führen Testläufe durch, prüfen das Resultat und korrigieren wenn nötig die Einstellungen. Am Ende der Produktion kontrollieren sie die Werkstücke gemäss den festgelegten Qualitätsanforderungen auf Form, Abmessungen, Aussehen usw.
Die CNC-Maschinen setzen Polymechanikerinnen vor allem für die Herstellung von Serien ein. Bei der Einzelteilfertigung oder dem Prototypenbau arbeiten sie auf konventionellen Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen.
Polymechaniker besprechen neue Aufträge im Team. Es kommt vor, dass sie selber Konstruktionslösungen entwickeln. Dabei überlegen sie sich, wie Aufgaben möglichst kostengünstig gelöst werden können. Sie wirken auch beim Planen von Produktionsprozessen mit.
Polymechanikerinnen sind für die Montage und Inbetriebnahme von Geräten, Apparaten, Maschinen und Anlagen zuständig. Mechanische, pneumatische, hydraulische und elektrische Teile bauen sie in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten zu einem funktionierenden Ganzen zusammen. Bei der Inbetriebnahme von speziell für Kunden hergestellten Anlagen führen sie Tests durch, nehmen Einstellarbeiten daran vor und führen die Mitarbeitenden in die Bedienung ein. Auch Wartungs- und Reparaturarbeiten führen sie in der Regel auswärts, am Standort der Maschinen und Anlagen, aus.
Polymechaniker beachten die Sicherheitsvorschriften und tragen so zur Arbeitssicherheit bei, z.B. indem sie Schutzbrillen tragen. Hinsichtlich Umweltschutz tragen sie Verantwortung für die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen wie Altöl, Kühlwasser und Metallspänen.
