Weblog der Klasse B3b

19.03.2005 um 19:41 Uhr

Rotkäppchen (anonym)

von: chimera

Am nächsten Tag, als Rotkäppchen wieder zur Schule ging, erzählte es allen die Geschichte mit dem Wolf. Alle sassen um sie herum in einem Kreis und hörten gespannt zu.

Alles fing so an, dass meine Mutter mir erzählte, dass meine Grossmutter krank ist. Ich solle ihr doch einen Besuch abstatten und Kuchen mit Wein vorbeibringen. Natürlich wollte ich mich sofort auf den Weg machen. Bevor ich aber loslief, rief meine Mutter: "Rotkäppchen, geh nicht in den Wald sondern bleibe immer auf dem Weg!" Ich versprach es ihr und hielt auch Wort, bis auf einmal ein Wolf daherspazierte. Er fragte mich, was ich hier draussen alleine tun würde. Ich antwortete: ,,Ich gehe meine kranke Grossmutter besuchen, die im Haus unter den drei grossen Bäumen wohnt. Ich bringe ihr Wein und Kuchen mit." Der Wolf schlug mir vor, ich könnte ihr zusätzlich zu dem Kuchen und Wein einen Blumenstrauss mitbringen. Obwohl meine Mutter es mir strengstens verboten hatte in den Wald zu gehen, ging ich immer und immer tiefer in den Wald. Und ich pflückte hier und da mal ein Blümchen.

Irgendwann kam ich vor dem Haus meiner Grossmutter an und ging hinein. Ich fragte Grossmutter: "Aber Grossmutter, warum hast du denn so grosse Augen?" "Damit ich dich besser sehen kann!", antwortete sie mir. ,,Aber Grossmutter, warum hast du denn so grosse Ohren?" "Damit ich dich besser hören kann!", antwortete sie erneut. Ich fragte weiter: ,,Aber Grossmutter, warum hast du so grosse Hände?" "Damit ich dich besser packen kann!“ "Aber Grossmutter“, fragte ich zum letzten Mal, "warum hast du einen so grossen Mund?" Und sie rief: "Damit ich dich besser fressen kann!!“. Und bevor ich etwas sagen konnte, war ich bereits in ihrem Bauch – und wenn traf ich da? Genau: meine Grossmutter. Der verkleidete Wolf hatte uns gefressen. Wir hatten solche Angst, dass wir nie wieder raus kämen. Doch da kam jemand und befreite uns aus dem Bauch. Es war ein Jäger, der das Haus mit offener Türe gesehen hatte und dann den Bauch des Wolfes aufgeschnitten hatte. Als wir befreit waren, tranken wir gemütlich den Wein und assen ein Stück Kuchen.


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