Stefan - Sanitär ~ Spenglerei ~ Heizung
Tagesbericht 1
Da es für mich nicht das erste Mal ist, dass ich bei der Firma Peterer schnuppern gehe, kannte ich alle Angestellten bereits. Es sind insgesamt 10; 2 im Büro, 8 Handwerker und der Chef.
Heute war im mit dem Spengler Markus Landolt am Arbeiten. Nachdem wir das Auto beladen hatten, fuhren wir los zur Baustelle. Diese war ein Schulhaus in Wolfhausen. Wir mussten dort einen Handlauf und rundherum Wasserdichtungen montieren. Markus hatte letzte Woche bereits die Abdeckungen montiert, so mussten wir nur noch den Handlauf anbringen. Nur noch ist leicht gesagt, denn dieser war dermassen krumm, dass wir eine ganze Stunde dafür benötigten bis er gerichtet war. Nun mussten wir am Boden des Handlaufes bezeichnen, wo wir bohren und nachher die Schrauben befestigen mussten. Dann passierte mir ein dummer Fehler, ich zog die Schrauben mit einer "Rätsche" an und plötzlich ist sie mir ausgerutscht und fiel mir direkt in den Rinnen-Kanal. Ich hörte nur noch, wie es einen dumpfen Schlag gab und die "Rätsche" war zuunterst angelangt. Wenn wir das nächste Mal auf die Baustelle gehen, werden wir versuchen, das Werkzeug wieder rauszufischen. Der Chef meinte, es sei nicht so schlimm, es habe schon viel schlimmere Sachen gegeben.
Morgen gehen wir nach Laupen und nehmen die nächste Baustelle in Angriff. Dann muss ich den "Zmittag" mitnehmen, wel wir über Mittag dort bleiben.
Tagesbericht 2
Am Morgen mussten wir zuerst die Abflussrohre zuschneiden und montieren. Am Nachmittag waren wir auf dem Dach und auf einem Autounterstand. Auf dem Dach war es sehr heiss, und man musste immer wieder eine Pause einlegen und sich im Schatten abkühlen. Doch gegen 16 Uhr war die Sonne logischerweise weitergewandert und spendete und gar keinen Schatten mehr. Wir wurden nicht ganz fertig mit den Montagen, weil wir zu wenig Material dabei hatten.
Tagesbericht 3
Am Nachmittag gab es einen kleinen Notfall, bei einem Haus sind die Ziegel in die Rinne gerutscht. Sofort mussten wir hingehen und sie wieder neu befestigen.
Danach ging es zurück zum Schulhaus. Dort durfte ich den Handlauf selbstständig montieren, und Markus bastelte an Abdeckungen herum bis sie passten.
Tagesbericht 4
Da ich Markus nicht helfen konnte, habe ich dem Gärtner Hand geboten. Ich habe ihm den Kies hin und hertransportiert. Als ich damit fertig war, ging ich wieder Markus zuschauen. Und bald danach konnte ich Lötnähte mit Wasser putzen, damit nichts rostet. Als diese Arbeit fertig war, konnte ich mit der Trennschreibe das Geländer abschmirgeln, denn auf der Farbe hält der Zinn zum Löten nicht. Dabei schmirgelte ich nicht nur das Geländer ab, sondern auch ein bisschen meinen Zeigefinger.
Beim Aufräumen ist uns aufgefallen, dass die eine Kit-Fuge nicht mehr ganz stabil war und man sie ersetzen musste, was ich dann auch tat.
Tagesbericht 5
Heute am letzten Tag hatte ich am Morgen schon ein bisschen Mühe bis ich richtig wach war. Aber als ich auf dem Töffli Richtung Wolfhausen fuhr, verflog die Müdigkeit.
Wir mussten die Ablaufrohre mit den Sockelrohren verbinden. Danach musste die Rinne beim Vordach eines Hauses in Rüti ersetzt werden. Nachdem wir die alte Rinne gemessen hatte, gingen wir ins Geschäft und erstellten nach den Massen eine neue aus Kupfer.
Spengler-Sanitärinstallateure und -installateurinnen arbeiten meist im Baugewerbe. Aus Blechen und Kunststoffen fertigen sie Dach- und Fassadenverkleidungen, Rinnen und Rohre, Blitzschutzanlagen und Abdeckungen. Elegant eingerichtete Badezimmer und zweckmässige Duschanlagen in Sportzentren sind ebenso Arbeiten der Berufsleute wie Gefässe für Haushalt- und Industriezwecke oder kunstgewerbliche Gegenstände.
Spengler-Sanitärinstallateurinnen kennen viele verschiedene handwerkliche Techniken. In der Werkstätte bearbeiten sie die Bleche mit Handwerkzeugen und mit Maschinen. Die gefertigten Werkstücke montieren sie am Bauwerk. Meist stellen sie ein Produkt von der Zeichnung bis zur Endmontage her und nicht selten können sie gewisse gestalterische Fähigkeiten einbringen.
Die Aufgabe von Spengler-Sanitärinstallateuren ist es, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in einem Gebäude sicherzustellen. Dafür bereiten sie geeignete Rohrkombinationen aus Metall oder Kunststoffen vor, montieren und verbinden sie absolut dicht, damit später keine Wasserschäden entstehen, und bauen sie mit Verteilern zusammen.
Besonders sorgfältig montieren die Fachleute die sichtbaren Keramik-, Kunststoff- oder Chromstahlteile. Das können Badewannen, Waschtische, Duschbecken oder Armaturen wie Wasserhahne, Mischbatterien usw. sein.
Bei Störungen an Gas- und Wasserinstallationen sind Spengler-Sanitärinstallateurinnen mit dem Servicewagen zur Stelle und beheben die Schwierigkeiten fachgerecht. Der Servicewagen ist als fahrende Werkstatt mit Ersatzteilen und Werkzeugen ausgerüstet.
Spengler-Sanitärinstallateure und -installateurinnen arbeiten oft allein oder in einem kleinen Team, ihr Arbeitsplatz wechselt meist von Baustelle zu Baustelle.
