Weblog der Klasse B3b

20.03.2005 um 15:37 Uhr

Wenn es den Jäger nicht gäbe ... (Andy)

von: chimera

Als ich schon drei Hasen geschossen hatte, sah ich das Rotkäppchen mit dem 2.50 m grossen, bösen Wolf schwatzen. Darum folgte ich dem Rotkäppchen, weil ich ahnte, dass das nicht gut rauskommen konnte. Am Ende der Verfolgung stand ich vor einem kleinen Häuschen  - und was sah ich dort: Der riesige Wolf mit seinen langen Zähnen.

Aber keine Spur von Rotkäppchen und ihrer Grossmutter, der das Häuschen gehört.

Zuerst bekam ich Angst, doch dann wusste ich plötzlich, dass sie in Lebensgefahr sind.  Das gab mir Mut und ich stürzte mich mit einer Schere, die auf dem Tisch lag, auf den Wolf.

Nachdem ich mich lange durch sein zähes Fleisch durchgekämpft hatte, kam ein kleines rotes Käppchen zum Vorschein. Ich zerrte mit aller Kraft daran, bis ich nicht nur das Käppchen sondern auch das kleine Mädchen und die Grossmutter wieder aus dem Bauch herausgeholt hatte.

Dann suchte ich ein paar riesige Steine, die ich fast nicht tragen konnte und warf sie dem Wolf in den Bauch. Nachher nähte ich denn Bauch zu und, als ich mein Werk so anschaute, sagte ich zu mir: "Ich werde sicher einmal Chirurg."

Als der Wolf aufwachte, wollte er zuerst auch noch mich fressen. Doch bevor er sich auf mich stürzen konnte, ballerte ich ihm zwei Schüsse in seinen Schädel. Und so rettete ich Rotkäppchen und ihre Grossmutter ein weiteres Mal.

Als ich den blutverspritzten Kadaver des Wolfs im Bett der Grossmutter liegen sah, merkte ich, dass ich ziemlich erschöpft war. Und ich dankte, dass ich noch lebte. Das war sicher der härteste Kampf meines Lebens.

So ging ich nach Hause und trank noch eine halbe Flasche Whisky, um mein Adrenalin zu senken.

 

 


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