Nur ein paar Memos

28.12.2007 um 17:34 Uhr

Summary 2007

Dieses Jahr schreit regelrecht nach Inventur, dachte ich vor ein paar Minuten. Wobei das eine Sache ist, die mir überhaupt nicht paßt. Der Mensch sollte nur in Ausnahmefällen an abrechenbaren Dingen gemessen werden. Das gilt auch für Eigenlob und Selbstkritik.
Doch dieses letzte Jahr war ein ganz besonderes für mich. Es hat mich weitergebracht und es war lang, sehr lang. Wenn ich mir vor Augen führe, daß dieses Blog noch nicht einmal ein ganzes Jahr besteht und es mir dennoch so vorkommt. als wäre es schon eine Ewigkeit, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, daß dieses Jahr vollgepackt war mit Ereignissen und vor allem mit innerer Bewegung. Das "laute" Nachdenken hier im Blog, die Auseinandersetzung mit Euren Kommentaren und die vielen Kontakte, die sich im Hintergrund entwickelt haben, taten mir einfach nur gut.
Ja, diese Kontakte sind etwas ganz Besonderes für mich. Ein Geben und Nehmen - ein Auffangen und Fallenlassen - ein Mitfühlen und Mitfühlenlassen. Die Sicherheit genießen, niemals unverstanden zu bleiben, und gleichzeitig den Anderen Halt zu geben durch die eigene Fürsorge und Empathie. Ein Netzwerk aus menschlicher Wärme - mit Knoten und Schlingen und Querverbindungen und Maschen, von denen man kaum etwas geahnt hat, geschweige denn zu träumen wagte.
Und auch das gehört für mich dazu: Grenzen einreißen, aber auch Grenzen ziehen und respektieren. Zur eigenen Meinung stehen, aber dennoch immer offen sein für Neues und Fremdes. Schwächen verzeihen, aber auch einmal hart sein, wenn man es für richtig hält. Und niemals den Glauben und die Hoffnung verlieren.

Als ich vor knapp zwei Jahren diesen Nick annahm, ahnte ich vielleicht, daß er zum Symbol meiner neuen Philosophie werden könnte. Grenzen verschwimmen und Mauern fallen - vor allem die Mauern im eigenen Denken. Und ich habe gelernt, daß der Weg zwischen Freundschaft und Liebe keine Gratwanderung sein muß, sondern durchaus ein komfortabler Weg sein kann, der sich genießen läßt. In diesem Sinne war das letzte Jahr für mich Zwischenwelt pur. In Träumen leben, mit Träumen leben und für Träume leben - und dabei doch ganz in der realen Welt bleiben. Es funktioniert. Das hätte ich früher nie geglaubt.
Und deshalb möchte ich an dieser Stelle ein ganz, ganz herzliches Dankeschön an all jene richten, die sich von meinen Ideen haben anstecken lassen und mich ihrerseits mit ihren Gedanken inspiriert haben. Ich finde es einfach nur zauberhaft, an diesem Netzwerk mitstricken zu dürfen. Hier fühle ich mich geborgen und jederzeit gut aufgehoben.

Sicher klingt das für den einen oder anderen etwas zu pauschal, was ich jetzt geschrieben habe. Denn ganz gewiß gibt es ein paar Knoten im Netz, die fester sind als andere. Aber wenn ich heute in einer Stimmung bin, in der ich meine ganze kleine Welt umarmen könnte, möchte ich keine Wichtung, keine Prioritäten. Meine Gedanken sind ganz bei Euch!

Ich freue mich jetzt schon auf die Zwischenwelt 2008 und wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

22.12.2007 um 11:36 Uhr

Erwachen..

So wie heute möchte ich jeden Tag aufwachen dürfen: gut ausgeschlafen, mit einem schmusigen Etwas an meiner Seite, einer sehr erfreulichen Nachricht auf dem Handy und mit einem grandiosen Ausblick aus meinem Schlafzimmerfenster...  

 

  

Ich wünsche Euch allen ein zauberhaftes Weihnachtsfest.
Mögen all Eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Und wer mag, darf sich gerne noch einen virtuellen Knuddler und ein Küßchen mitnehmen. ;)

((@))  :-x

21.12.2007 um 10:17 Uhr

Im nachhinein

Im nachhinein war die Wahl der Nichtraucherecke im Café sicherlich ein Fehler. Denn von schreienden Kindern umgeben zu sein, die nicht die eigenen sind, und nebenher noch den Mamas auf die Brüste zu schauen, die ihren Babys die Ökonahrung direkt verabreichen, ist wohl doch nicht das optimale Ambiente für ein erstes Date.
Weil es sich aber quasi um ein Nähbloggerfantreffen gehandelt hat, gab dieses zugegeben nervige Umfeld der Sache einen zusätzlichen charmanten Reiz ...im nachhinein. ;)

09.12.2007 um 21:18 Uhr

So gesehen...

Gerade eben durch eine wunderbare alte Musik wieder ins Bewußtein getreten:

Freedom is just another word for nothing left to lose.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich diesem Satz der hochverehrten Janis Joplin zu nähern. Doch Fakt erscheint mir: Freiheit ist nicht alles.

05.12.2007 um 21:40 Uhr

Ambivalenz

Ich leide...

Ich leider unter meiner Haßliebe...

Ich leider unter meiner Haßliebe zu blogigo.de

Jetzt mußte ich entdecken, daß auch die Weiterleitung von Kommentaren und Gästebucheinträgen nicht mehr funktioniert.

Zurück in die Steinzeit. :-/

05.12.2007 um 18:21 Uhr

Hörbücher

Ich muß zugeben, zu Hörbüchern habe ich ein gespaltenes Verhältnis... oder besser, eher gar kein Verhältnis. Der Grund ist einfach: Ein Hörbuch ist nicht in der Lage, sich meinem persönlichen Rhythmus anzupassen. Mag sein, daß das bei bestimmten Genres gar nicht nötig ist. Bei einem Krimi z.B. reicht es, einfach der Handlung zu folgen und sich am Ende überraschen zu lassen. Bei guten Texten hingegen - solchen, die die Phantasie anregen, Emotionen erzeugen oder mit den eigenen Gedanken interferieren - muß ich das Tempo selbst bestimmen können. Und das geht nun mal am besten beim Lesen. So kann es vorkommen, daß ich für nur eine Seite eines guten Buches schon mal eine ganze Stunde brauche, anschließend das Buch für eine Weile weglege, um später eine weitere Stunde mit derselben Seite zu verbringen.
Ein gutes Buch ist meines Erachtens - auch wenn es paradox erscheint - ein interaktives Medium. Es löst beim Lesen Gedanken aus, die mit dem persönlichen Kontext des Lesers zusammenfließen und immer wieder neue Impulse und Emotionen erzeugen.
Wer kennt das nicht? Beim zweiten und dritten Mal liest sich ein gutes Buch immer wieder anders, und das obwohl sich nicht ein einziger Buchstabe verändert hat. Nein, die Buchstaben ändern sich nicht, aber der Kontext des Leser. Neue Erfahrungen und Beziehungen, aktuelle Emotionen und das ganz spezielle Gefühl des Momentes lassen einen bekannten Text immer wieder neu erscheinen.
Die Interaktion mit dem Buch spielt sich im Kopf des Leser ab, nicht im Medium selbst. Doch dazu braucht es - wie gesagt - das frei gewählte Tempo. Ein Hörbuch kann so etwas einfach nicht leisten.

Aber ein Hörbuch kann etwas anderes. Ein Hörbuch kann zu Musik werden. Wenn Stimme und Rhythmus des Vorlesers dieses gewisse Etwas haben, kann ein Hörbuch den Sinn der Geschichte kräftig verstärken oder aber weit abseits der Handlung für völlig neue Emotionen sorgen.
Wie war das damals, als wir noch ganz kleine Kinder waren und uns Mama jeden Abend ein Märchen vorlas? War es wirklich das Märchen, was uns beschäftigte und uns still und zufrieden eine kuschlige Ecke suchen ließ? Nein, das Märchen kannten wir schon seit dem zweiten Vorlesen auswendig. Mutters Stimme war es, die uns Vertrautheit und Geborgenheit vermittelte und gleichzeitig am Klang die Stimmung des Tages verriet. Es war die Musik der vertrauten Lesestimme, ihr Klang, ihr Rhythmus - nicht das Märchen, das sie intonierte.
Und so empfinde ich das auch bei Hörbüchern. Die Geschichte kann noch so grandios sein, vorgetragen von einer Stimme, die mir nicht paßt, werde ich sie gewiß nicht bis zu Ende hören.
Bei einer Stimme meines Herzens hingegen könnte es sein, daß der Text zur Nebensache wird und allein die Akustik meine Gedanken und Phantasien treibt.

Läßt sich das noch steigern? Aber gewiß doch...
Wenn sich jetzt eine Stimme, die mein Ohr umschmeichelt, mit einem Text paart, der immer wieder neu entdeckt werden will, dann kann es schon mal passieren, daß mir die Realität völlig abhanden kommt. Die Arme weit... und losgeflogen...

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PS1: Ich sollte künftig darauf achten, so etwas nicht im vorfeierabendlichen Büro zu tun.

PS2: Danke für die Ouvertüre! Ich glaube, jetzt geht es wieder. ;)

 

03.12.2007 um 12:21 Uhr

Nebensatz

Der schönste Nebensatz des Wochenendes:
"...wenn unter den besten Freunden auch Verwandte sind oder unter den Verwandten beste Freunde..."

Und, liebes Schwesterherz, T. war schon immer mein Lieblingsneffe. Als ob das neu für Dich wäre.. tztztz...

Das waren geniale drei Tage. Danke!
Ich freue mich auf Donnerstag in sechzehn Jahren.