Nur ein paar Memos

31.01.2008 um 12:15 Uhr

Übrigens...

...die Signal-Selektion funktioniert wieder.
;-)

31.01.2008 um 10:30 Uhr

444

Vierhundertvierundvierzig Kilometer für einen Kinobesuch zu fahren, klingt im Multimedia-Zeitalter ziemlich verrückt. Aber ich bin ein bißchen verrückt. Das zeichnet mich offenbar aus.
Und auch wenn sich uns der Spargel verweigert hat, war dieser Abend jeden dieser Kilometer wert. Das Gefühl, mit dem passenden Menschen am passenden Ort zu sein, ist einfach erfüllend. Und das beschränkt sich keinesfalls aufs Kino, möchte ich ausdrücklich betonen.

Falls jemand von Euch gerne mal einen etwas anderen Film schauen möchte, dem sei "My Blueberry Nights" dringend ans Herz gelegt. Über die Story läßt sich streiten, die Bilder jedoch sind einmalig faszinierend... und die Botschaft viele Gedanken wert.

30.01.2008 um 12:30 Uhr

Auf die Plätze, fertig, los!!!

So, noch ein paar Minütchen, dann lasse ich hier einfach alles fallen und liegen... möge sich doch der Geier drum kümmern... dann setze ich mich ins Auto und fahre ins Kino. ;-)
*froi*

29.01.2008 um 13:00 Uhr

Statement

Liebe Fan-Gemeinde, ich bin immer wieder begeistert, mit welcher Intensität Ihr Euch in die Gedanken kniet, die ich eigentlich nur als lose Fragmente hier niederschreibe, um mich gelegentlich daran zu erinnern. Das zeigt mir, daß diese Themen von weitaus allgemeinerer Relevanz sind, als ich in aller Regel voraussetze.
Natürlich sind viele meiner Einträge auf der Basis konkreter persönlicher Konflikte entstanden, es kommt aber auch vor, daß ich mich manchmal von einem Buch, einem aufgeschnappten Zitat oder den Problemen eines Freundes in Gedankenwelten entführe lasse, die meine "Baustellen" nicht unmittelbar berühren.
Weshalb ich das so betone?
Viele von Euch kennen mich gut, manche sehr gut sogar. Aber dem einen oder anderen könnte es so vorkommen, ich wäre permanent in inneren Konflikten zerrissen. Doch das ist definitiv nicht so. Im Gegenteil. Noch nie war ich meiner inneren Mitte so nah wie derzeit.
Das ändert jedoch nichts daran, daß ich es wahnsinnig genieße, mit Euch gemeinsam über all diese Themen zu diskutieren. Manchmal macht es mich auch betroffen, wenn ich erkennen muß, wie tief die jeweilige Thematik auch in das Leben derer greift, die hier lesen. Über allem aber steht die Freude am Austausch. Darauf möchte ich weder jetzt noch künftig verzichten müssen.

Diese Zeilen wollte ich ursprünglich als abschließenden Kommentar unter meinen letzten Eintrag setzen, aber im Zuge der jüngsten Probleme mit der Blogigo-Software möchte ich an dieser Stelle die Initiative von picture_it unterstützen. Man sollte nicht das Schlimmste erwarten - immerhin wird offensichtlich am System "gearbeitet" (oder herumgedoktert) - aber falls hier doch irgendwann einmal die Lichter ganz ausgingen, wäre es echt schade, gingen damit auch die Verbindungen zu jenen verloren, die sich bisher noch nicht aus der Anonymität gewagt haben.
Deshalb meine Bitte an alle, die hier bei mir lesen: Sendet Eure Email-Adresse oder einen Link auf eine alternative Seite an picture_it. Wir wollen uns doch nicht verlieren?!!

25.01.2008 um 10:13 Uhr

Speed-Limit?

"Nicht was der Zeit widersteht, ist dauerhaft, sondern was sich klugerweise mit ihr ändert."

.. dieses namenloses Zitat fand ich kürzlich bei Anyi.
Da steckt verdammt viel Wahrheit drin. Und beim Nachdenken darüber stieß ich wieder auf die Frage, was passiert, wenn sich in einer Partnerschaft beide Seiten unterschiedlich entwickeln.

In freier Interpretation heißt es dazu bei Paulo Coelho:

Wenn sich zwei Liebende unterschiedlich schnell entwickeln, steht man vor der Wahl: Entweder hört man auf zu lieben oder man wartet auf den Partner.

Im ersten Moment erscheint das logisch, beim zweiten Hinschauen jedoch sind mir diese Alternativen zu rigide.
Wie sollte dieses Warten aussehen? Kann ein Mensch, der sich in innerer Bewegung befindet, überhaupt einfach so und aus freien Stücken stehenbleiben? Und falls das geht, wie kann er als Ziel für den Anderen stehenbleiben, ohne dabei seinen eigenen Glanz zu verlieren und damit auch seine Zielfunktion einzubüßen?

Meines Erachtens sollte es da eine weitere Alternative geben.
"Rücksichtsvolles Vorausschreiten" würde ich sie gerne nennen wollen. Selbst weitergehen und den Anderen dabei doch an der Hand behalten... mitziehen... begeistern.
Oder ist das ein Irrglaube? Muß eine Beziehung an einer solchen Asymmetrie scheitern?

18.01.2008 um 13:45 Uhr

Geschichten, die das Leben schreibt

Gestern fragte mich eine sehr liebe Freundin am Telefon sinngemäß, weshalb ich es immer so geduldig ertragen würde, wenn man mir ein Ohr abkaut. Und obwohl ich spontan die richtige Antwort nannte, hat mich diese Frage dann doch noch etwas weiter beschäftigt.

Zunächst einmal kann von "geduldig ertragen" überhaupt keine Rede sein. Denn was ich da zu hören bekomme, ist ja kein leeres Geschwafel zum Zeit totschlagen, sondern es sind die wahren Geschichten, die das Leben schreibt. Mal ergreifend, mal motivierend, mal einfach nur lustig, dann wieder besinnlich, selten bedrückend, aber immer wieder unterhaltsam.
Und diese Geschichten sind um so vieles besser als die meiste Literatur, weil sie zu hundert Prozent authentisch sind. Ein Buch oder ein Film - und seien sie noch so raffiniert konstruiert - können niemals so unmittelbar ansprechen. Die handelnden Personen darin bleiben auch dann synthetisch, wenn wir uns mit ihnen identifizieren können.
Anders bei den erzählten Stories des täglichen Lebens. Viel greifbarer ist da alles, und wenn man den einen oder anderen Akteur auch noch persönlich kennt, ist man mittendrin statt nur dabei. Ganz zu schweigen davon, daß man immer mal die Gelegenheit bekommt, offen oder verdeckt in die Handlungen einzugreifen. ;-)
Ich liebe diese Geschichten - mehr noch: ich bin süchtig danach. Vermutlich ist das meine ganz persönliche Art des Voyeurismus.

Also, liebe Geschichtenerzählerinnen und Geschichtenerzähler, werdet mir ja nicht müde und erzählt immer schön weiter. Falls ich mich tatsächlich einmal zugetextet fühlen sollte, weiß ich durchaus Mittel, mich zu wehren.

14.01.2008 um 13:21 Uhr

Unfair

Es ist unfair, sich am Elend anderer zu messen. Und es ist auch überhaupt nicht meine Art, mein Selbstwertgefühl auf diesem Weg aufzubauen. Dazu bin ich viel zu mitfühlend. Außerdem gab es schließlich auch in meinem Leben Phasen, in denen ich wie ein Käfer auf dem Rücken lag und ziemlich hilflos mit den Beinen strampelte.
Zur eigenen Standortbestimmung sind solche Vergleiche jedoch legitim und hilfreich. Helfen sie doch, die verbliebene Restunzufriedenheit im eigenen Leben zu relativieren. Man spürt zwar auch so, daß man vorwärts gekommen ist, aber mit einem Vergleichsmaßstab wird gleich viel deutlicher, was man da in letzter Zeit geschafft hat.

So geschehen am letzten Wochenende beim Besuch von Bekannten, die wir relativ selten zu Gesicht bekommen.
Festgefahren in Arbeit; mit Problemen, die sie sich selbst geschaffen haben; die Familie vernachlässigt; das Kind nicht mehr unter Kontrolle... und bei jedem Satz, der an der Wunde reibt, den Tränen nahe - sie und er gleichermaßen. Ein Wechselspiel aus krampfhafter Fassade und eingestandener Resignation. Traurig für mich, so etwas sehen zu müssen...
Dabei wäre es recht einfach, die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Sie müßten "nur" ihre Lebensphilosophie und ihr Wertesystem ein Stück weit umkrempeln. NUR. Ja, das ist so leicht gesagt. Denn ich merke, wie nahezu jeder Satz, den ich aus eigener Erfahrung dazu anbringe, an ihnen abperlt, wie ein Wassertropfen auf dem Lotusblatt.
Vergeblich suche ich in mir den Initalgedanken, der mich damals die alten Wege verlassen ließ. Ich bekomme ihn einfach nicht rekonstruiert. Und je mehr ich darüber nachdenke, um so klarer wird mir, daß zwar auch die Eigendynamik meiner Gedanken den Weg bestimmt hat, dieser Weg jedoch ungleich stärker von den Menschen beeinflußt wurde, die ich an seinem Rande traf.
Einmal mehr bleibt so die Erkenntnis, daß sich persönliche Erfahrungen nicht übertragen lassen und meine Gedanken bestenfalls Anregung zur Selbsthilfe sein können.

Was mich auf der anderen Seite ganz außerordentlich freut: Meine Frau beginnt endlich das Positive an unserer Situation zu reflektieren. Und wenn auch verdeckt, so spüre ich doch ihre Dankbarkeit dafür, daß ich sie beharrlich gegängelt habe, doch endlich ihren alten Job aufzugeben und eine neue Herausforderung zu wagen.
Es wird ein spannendes Jahr, dessen bin ich mir sicher.

11.01.2008 um 12:11 Uhr

Nachwuchs

Meine Frau hat was Kleines bekommen - sie hat es "Wolf" genannt - und freitags wird jetzt immer getauscht. :-)

(Jetzt bin ich aber auf Eure Kommentare gespannt. *g* )

07.01.2008 um 09:58 Uhr

Angekommen

So fühlt es sich gerade an. Angekommen.. im neuen Jahr und noch anderswo. Rundum glücklich? Irgendwie schon, denn den leidlichen Perfektionismus wollten wir ja abstellen. ;-)

Als ich mich vor knapp sechs Jahren auf den Weg machte, begann eine Suche nach etwas Ungewissem - die Suche nach einem Elementarereignis: einer Erkenntnis, einer Begegnung, einer Entscheidung.. irgend etwas Gravierendes, was einem Aha-Effekt gleich, mein Leben umkrempeln würde.
Ein solches Großereignis blieb aus - zum Glück, möchte ich fast sagen. Statt dessen gab es jede Menge Impulse, die in ihrer Summe wohl tiefgreifendere Auswirkungen hatten, als ich im Moment überblicken kann. Und als ich über den Jahreswechsel so ein bißchen darüber nachdachte, konnte ich feststellen, daß sich meine Suche im Grunde erübrigt hatte. Ich war angekommen. Nicht an einem Ort, nicht in einem statischen Zustand, sondern auf meinem Weg. Ja, nach einiger Irrfahrt durch unwegsames Gelände habe ich jetzt wieder einen festen Weg unter mir. Eine klare Richtung, eine stabile Philosophie. Aber trotzdem immer offen für Neues.
Seit ein, zwei Jahren gelang es mir auch zunehmend, diesen meinen Weg nach außen zu tragen und andere Menschen mit meinen Ideen und Einstellungen anzustecken. Nur bei einem ganz bestimmten Menschen, der mir mit Abstand der wichtigste im Leben ist, schien mir das nicht zu gelingen.
So der Stand der Dinge Ende 2007.
In den letzten Tagen ist hier einiges in Bewegung geraten. Die Feuernase erwacht aus dem Tiefschlaf. Und im Gegensatz zu früher, habe ich keine Angst mehr davor. Im Gegenteil, ich freue mich darüber, alleine weil sich die Gesamtkonstellation geändert hat und noch immer in Bewegung ist.

Angekommen zu sein, darf jedoch nicht Stillstand bedeuten. Bestenfalls eine kleine Weile zum Verschnaufen könnte ich mir gönnen (falls ich es überhaupt wollte). Also werde ich mich Stück für Stück meiner neuen Aufgabe widmen, was auch zur Folgen haben wird, daß sich meine Aktivitäten im Netz künftig etwas anders gestalten werden. Wie genau, kann ich noch nicht sagen. Fest steht jedoch, daß ich aus driftigen Gründen meine Blogs etwas ausmiste. Also bitte wundert Euch nicht. Es hat alles seine Richtigkeit, und ich gehe Euch nicht verloren.

In diesem Sinne freue ich mich auf ein bewegtes und bewegendes 2008 mit Euch.