Nur ein paar Memos

30.01.2009 um 18:56 Uhr

Rundschreiben :)

Das Einfache liegt oft so nah, und doch sieht man es nicht.
Eine Binsenweisheit, deren Wahrheitsgehalt mich immer mal wieder überrollt.

Ich schulde so manchem von Euch noch eine Mail oder eine PN, und nichts würde ich gerade lieber tun, als all diese Briefe jetzt zu schreiben. Doch das ist reines Wunschdenken. Die Zeit reicht nie und nimmer dafür. Deshalb kam mir gerade der Gedanke (ein geradezu revolutionärer Gedanke!), ich könnte ja einfach mal wieder bloggen und so Euch allen zeigen, daß ich niemanden vergessen habe.

Nun denn! Was gibt es zu berichten?
Einerseits nicht viel Neues. Andererseits aber auch Dinge, die mich dringend daran erinnern, die Selbstbeobachtung nicht ganz fallen zu lassen...
Ich arbeite mal wieder zuviel. Das ist ein alter Hut, der zwischenzeitlich schon mal vergessen war. Neu ist, daß ich sehr bewußt wahrnehme, wie gerne ich zuviel arbeite. Wobei sogar auch das nur die halbe Wahrheit ist. Ich bekomme mal wieder keine klaren Sätze heraus, was letztlich beweist, daß mein Hirn gerade wieder strukturlastige Aufgaben wälzt. :)
Das Gute daran ist gleichzeitig das Gefährliche: Es ist kreative Arbeit. Arbeit, die mich fordert, die mich anregt, die mich das eigene Potential spüren läßt. Aber eben auch Arbeit, die mich fesselt, die jede Menge Zeit braucht und - schlimmer noch - mich die Zeit vergessen läßt.
In der Summe ist es aber gut für mich. Nicht zuletzt deswegen, weil ich heute sehr wohl die Warnsignale sehe. Es ist keine Flucht in die Arbeit, es ist wirklich die Lust an der Arbeit - ein Unterschied, der rückblickend kaum gewaltiger sein könnte. Ich kompensiere nichts mehr damit und ich brauche auch keine kleinen Helferlein, um diesen Zustand zu ertragen.
Was mir jedoch einmal mehr Sorgen bereitet, ist die Frage der Balance. In den letzten Jahre haben so viele Dinge eine gewisse Präsenz in meinem Leben gewonnen, die ich nicht mehr missen möchte. Nicht zuletzt zählt auch der intensive Austausch mit meinen Freunden dazu. Und gerade hierbei wurde es wieder eng in letzter Zeit. Das wiederum hat mich zum folgenden kleinen Gedankenchaos geführt:

Ich finde es wunderschön, wenn Menschen verständnisvoll sind, und ich setze es mir selbst zum Maßstab, als verständnisvoll zu gelten. Deshalb wundert es mich auch nicht, daß der überwiegende Teil meiner Freunde keinesfalls sauer ist, wenn ich mich arbeitsbedingt relativ rar mache. Was ich anderen entgegenbringe, kann ich schließlich auch selbst erwarten. Soweit so gut. Irgendwo in mir drin jedoch - und jetzt muß ich einmal kritisch in die eigene Motivationskiste leuchten - wünsche ich mir heimlich, es wäre anders. Denn allzu oft ist es noch immer bei mir so, daß ich denke: Ha, X hat nicht angerufen, Y hat nicht gemailt und von Z gibt’s keine SMS, also kann ich getrost noch bissl arbeiten.
Sicherlich ist das nachvollziehbar, und zweifelsohne hat jeder Mensch Tage, an denen er weniger kommunikativ ist. Doch diesem Schema nachzugehen, ist nicht gut für die Balance. Und in dem Moment, wo man beginnt, etwas intensiver darüber nachzudenken, wird es gleich richtig bekloppt. Da taucht dann nämlich die Frage auf, ob es wirklich nur Rücksicht ist, ober ob da womöglich sogar nachlassendes Interesse im Spiel ist. Was dann passiert, ist ziemlich klar. Die Gedanken und Gefühle fließen nicht mehr - sie beginnen zu schwappen...
Was wollte ich jetzt eigentlich damit sagen? Ach ja... Der Spruch, "Wer am lautesten jammert, bekommt die meiste Zuwendung", zählt zwar bei mir nicht, aber ich hätte nichts dagegen, wenn der eine oder andere einmal sagte: "Hey, wie wär's wenn Du Deine scheiß Arbeit mal für 'ne Weile liegen läßt und statt dessen 'n Kaffee mit mir trinkst oder mal zum Telefon greifst?"
Klar, am einfachsten wäre natürlich, wenn ich selber wieder etwas aktiver würde, aber wie das immer so ist... die Motivation hat sich irgendwo versteckt.

Ungeachtet dessen werde ich jetzt mein wohlverdientes Wochenende antreten, und ich nehme mir ganz sehr vor, in den nächsten 48 Stunden nicht einen Gedanken an die Arbeit zu verschwenden. :)

In diesem Sinne wünsche ich auch Euch ein wunderschönes Wochenende.
Und immer schön "flüssig" bleiben!

20.01.2009 um 20:56 Uhr

Heuchelei

Im Fenster unserer Apotheke prangte eine Tafel:
"Wir wünschen unserer gesamten Kundschaft ein gesundes Jahr 2009!"

Kein Wunder, wenn es sogar Pferde gibt, die angesichts einer solchen Heuchelei an invertierter Peristaltik leiden.  :(
 

14.01.2009 um 17:48 Uhr

Halbweisheit #17

von: Zwischenweltler   Kategorie: Halbweisheiten

Die Seele trägt zwar im deutschen Sprachraum den weiblichen Artikel - was auch gut und stimmig ist -, aber je länger man darüber nachdenkt, wird man zu dem Schluß kommen, daß sie weder Geschlecht noch Alter besitzt.

09.01.2009 um 21:10 Uhr

Nur fliegen ist schöner

Es ist zwar sonst nicht meine Art, Musik zu bloggen, aber wer Lust hat, sollte mal auf meine "Stimmung des Abends" klicken... und dann bitte voll aufdrehen. ;)

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende für Euch!

07.01.2009 um 08:03 Uhr

Begriff der Woche

Globale Erwärmung

07.01.2009 um 08:03 Uhr

Witz der Woche

Blogigo: Verarscht uns ohne Ende... und keine lacht darüber. :(