Nur ein paar Memos

17.04.2009 um 09:01 Uhr

Ich schwanke

Ich schwanke noch, ob ich die Kamera mit in den Urlaub nehmen soll oder doch nicht. Den Foto-Freaks unter Euch wird diese Überlegung sicherlich völlig absurd vorkommen, aber auch hier hat sich mein innerer Blickwinkel in letzter Zeit etwas verschoben.
Irgendwann war ich einmal an den Punkt gekommen, wo meine Selbstbeobachtung eindeutig japanische Signale lieferte. Ich weiß nicht mehr, in welchem Urlaub das war, aber die Kamera hatte ich in diesen Tagen nicht ein einziges Mal aus der Hand gelegt. Genauer genommen erlebte ich diesen gesamten Urlaub durch den Sucher. Immer schön nach der japanischen Devise: "Möglichst oft draufhalten. - Den Urlaub erleben kann man ja dann später anhand der Bilder."
Nun ist es so, daß ich wirklich gerne fotografiere - ein bißchen stimmungsabhängig, aber meistens doch. Nur behindert die Beschäftigung mit der Kamera und die Umstellung der eigenen Betrachtungsweise auf den "Motivsuche-Modus" ganz erheblich die atmosphärische Wahrnehmung fremder Orte.
Ihr kennt das doch sicher. Da gibt es Orte und Situationen, die es wert sind, mit allen Sinnen erfaßt zu werden - Orte, die man regelrecht atmen muß. Die gesamte Stimmung aus Licht, Gerüchen, Klima und Akustik erzeugt dann diese magischen Momente, die man einfach aufsaugen muß. Denn diese Wahrnehmung, dieses Gesamterlebnis ist es, was wirklich erinnernswert ist - nicht das plane Abbild davon auf einem Foto.
Kurz gesagt: Es gibt Reisen, da stört die Kamera einfach. Sie lenkt ab und zerstört die Stimmung. Und es gibt Orte, die sich ohnehin nicht als Pixel abbilden lassen - Orte, deren Reiz nicht in ihrer Ansicht liegt sondern in ihrer spirituellen Atmosphäre.
Und weil ich vorhabe, in den kommenden drei Wochen ganz viele dieser Orte zu besuchen, werde ich die Kamera wohl besser gleich zuhause lassen.

Ich bin dann mal weg... :)

16.04.2009 um 08:39 Uhr

Zitat der Woche

"Männer werden alle halb so heiß und dominant gegessen, wie sie sich selber gern kochen."
© AfkaC

14.04.2009 um 09:03 Uhr

"Familie ohne Ironie" oder "Aus jedem Topf ein Löffelchen"

So, da können wir uns drehen und winden, wie wir wollen, Ostern ist für dieses Jahr vorbei. Gut war's, oder? Zumindest das Wetter. Nein, kein "oder". Gut war's!!! Ich, der ansonsten schnell mal den Horror vor vier Tagen Familie am Stück bekommt, kann mich beim besten Willen nicht beklagen. Es war toll. Die Großsippe war klasse, und trotz arg strapaziertem Sitzefleisches waren die zwölf Stunden Brunch nicht langweilig. Die Freunde am Tag darauf waren zurückhaltend und liebenswürdig ohne viele Worte. Der Abschied fiel leicht, obwohl oder weil es angenehme Stunden waren. Einmal mehr war die passende Dosierung wichtigstes Wohlfühlkriterium. Deshalb halten sich nun auch sowohl Muskelkater wie auch Sonnenbrand in Grenzen. Und neben zerwühlten Betten und dem Geschmack leckeren Essens und noch leckerer Getränke bleibt die Erinnerung an ein Osterfest der besseren Art, bei dem auch ein gutes Buch und zwei gute Filme eine nicht unwesentliche Nebenrolle spielten.

Jetzt heißt es, noch vier Tage arbeiten - dann ist endlich Urlaub. Ich hab zwar noch keine Ahnung, wie ich das alles über die Bühne bringen soll, was noch so anliegt, aber nach der Methode "Augen zu und durch" wird's schon irgendwie gehen. Ausgeruht werden kann später. :)

03.04.2009 um 13:51 Uhr

Völlig versponnen :)

Es sind einmal mehr die Probleme formaler Logik, die mich heute auffressen...
Gerade eben erntete ich auf meine Aussage hin, daß ich mit dem Gedanken spielte, das Bloggen aufzugeben, die geradezu zärtliche Zeile: "Sie spinnen wohl, Herr Z.?"
Nun ist mir nicht ganz klar, ob ich spinnen muß, um aufzuhören, oder ob ich spinnen muß, wollte ich weiterhin bloggen.
Am besten, ich entscheide mich heute einmal mehr für den Weg des geringsten Widerstandes und beschließe, auch weiterhin zu spinnen und zu bloggen.

Ein traumhaftes Frühsommerwochenende für all meine Lieben! ;)