Nur ein paar Memos

29.07.2009 um 20:47 Uhr

Sommerloch

Mich hat irgendwie der Blues erwischt (nein, keine Schweinegrippe).
Also wundert Euch nicht, wenn der Z. bissl sonderbar ist oder sich rar macht.
Bin bald wieder fit, hoffe ich...

 

16.07.2009 um 14:25 Uhr

Entschuldigung

Diese Bitte um Entschuldigung richtet sich an alle meine Leser, die noch immer mit fossilen Browsern unterwegs sind.
Bisher hatte ich versucht beim Layout meines Blogs einen Kompromiß zwischen alten und modernen Browsern zu finden. Dieser Spagat wird jedoch immer schwieriger und obendrein unsinniger. Also, liebe Leser, die Ihr noch mit IE6 & Co surft, seid mir bitte nicht böse, wenn bei Euch künftig Bilder und Menüleisten verrutschen. Ich weiß, daß so mancher vielleicht auf seine alte Technik angewiesen ist. Alte Hardware, alte Software... und schon wird man zum Außenseiter. Das ist nicht meine Absicht.
Ich denke jedoch, daß nicht die Optik über die Qualität eines Blogs entscheidet sondern der Inhalt.

In diesem Sinne: Bleibt mir treu!  :)
 

15.07.2009 um 15:13 Uhr

Körperliche Solidarität

Untertiltel: Freundschaft plus  einmal anders

Ich mag sie sehr, diese Kuschelfreundschaften. Freundschaften, in denen man dem Bedürfnis nach gegenseitiger Nähe auch körperlichen Entfaltungsraum läßt. Nur eines bleibt wirklich ausgeschlossen: Sex.
Wie oft haben wir hier schon über Freundschaften diskutiert: was sie ausmacht, was sie wert sind, wovon sie leben und was sie erhält oder zerstört. Der körperliche Aspekt blieb dabei jedoch meistens außen vor. Warum? Vermutlich weil wir dabei an unseren eigenen moralischen Grenzen kratzen.
Wir kennen sie alle, diese Sehnsucht nach Nähe, Vertrautheit und Geborgenheit. Und wer in der glücklichen Lage ist, einen Freund zu haben, der diese Bedürfnisse stillt, wird früher oder später eine Form der Zärtlichkeit in seinen Gedanken und Gefühlen finden, die zunächst verunsichert.
Wie wird er reagieren, dieser Freund, wenn ich mich ihm körperlich nähere? Wird er meine Intention teilen oder sie gar völlig mißverstehen? Wird er glauben, ich wolle Sex? Oder im Falle gleichgeschlechtlicher Freundschaften gar denken, ich wäre homosexuell?
Nur wenige schaffen es, diese moralische Barriere miteinander zu überwinden. Von der öffentlichen Akzeptanz wage ich gar nicht erst zu sprechen. Dabei geht doch so viel Potential verloren, wenn man auf die zärtliche Berührung, die Streicheleinheit und das echte Gehaltenwerden verzichtet.
Ich weiß, Frauen untereinander tun sich damit leichter, während sich Männer, ihrer naturgegebenen latenten Homophobie wegen, extrem schwer damit tun. Aber wie handhaben das all diese gemischten Freundschaften? Immerhin antwortete fast die Hälfte aller Teilnehmer meiner letzten Umfrage, ihr bester Freund wäre vom anderen Geschlecht.
Ist es sinnvoll, einen Rahmen abzustecken, Grenzen zu ziehen und ganz offen darüber zu sprechen?
Ich habe das einmal getan, und das war ganz entschieden gut so. Es schafft Vertrauen und hilft, die Gefühle zu ordnen. Ob das jedoch zwingend notwendig ist, wage ich nicht zu entscheiden. Ich könnte mir gut vorstellen, daß man sich, wenn die Vertrauensbasis stimmt, situationsabhängig auf seine Intuition verlassen kann., ohne große Worte darüber zu verlieren. Und ganz sicher gibt es keinen wesentlichen Unterschied dazwischen, ob die ersten "Abtastversuche" zwischen Freunden stattfinden oder zwischen potentiellen Partnern - es hat in jedem Fall seinen Reiz. ;)

Nun meine Fragen: Wie handhabt Ihr das? Stoßt Ihr da an Eure moralischen Schranken? Sprecht Ihr ab, was geht und was nicht? Wie teilt Ihr Eure Bedürfnisse mit, wenn der Andere noch verunsichert ist? Wie offen geht Ihr damit um?

14.07.2009 um 23:39 Uhr

Liebe...

...ich fühl mich gerade so erfüllt davon.  :)

10.07.2009 um 11:35 Uhr

Bits und Bytes und dies und das...

Viele von Euch werden es sicher bemerkt haben, daß ich in den letzten Monaten nicht so ganz bei der Sache war hier. Mittendrin in einem Großprojekt waren meine Gedanken sehr von rationalen Vorgängen geprägt. Bits und Bytes bildeten das kreative Zentrum, eingepackt in einer Schale aus Kommunikation und Management. Zig Firmen - jede mit einer eigenen Philosophie und Herangehensweise - waren zu koordinieren und unter einen Hut zu bringen. Und mittendrin meine Jungs, die sich einmal mehr von ihrer genialen Seite gezeigt haben. (Danke Jungs! Wir sind eine wirklich starke Familie.) Nun neigt sich das Projekt seinem Ende zu, und erst jetzt, da sie langsam von meinen Schultern weicht, spüre ich die Last, die ich da trug.
Es ist es wahnsinnig gutes Gefühl, zurückzuschauen und zu sehen, was man da alles bewegt hat, und wie die Fäden, die man zog, nun zusammenlaufen. Gleichzeitig ist der Kopf voller Ideen, was man beim nächsten Mal anders und noch besser machen kann. Der Nachtwolf schrieb jüngst einen Eintrag über ein vergleichbares Erlebnis. Ich fühle mich jetzt genauso, deshalb will ich das hier nicht weiter ausbauen.
Es war nicht das erste Projekt dieser Größenordnung für mich, und doch war dieses hier anders. Trotz 70-Stunden-Woche fällt es mir relativ leicht, abzuschalten, meinen Emotionen zu lauschen und Ruhe zu finden. Das war früher nie so. Da zogen Strukturen und Lösungsansätze durch meine Träume, alles Zwischenmenschliche wurde zur Nebensache und mein Beistand für die Familie fiel eher halbherzig aus.... Je länger ich darüber nachdenke, um so klarer wird mir, daß nicht dieses letzte Großprojekt einen neuen Charakter hatte, sonder daß ich mich verändert habe. Damals war ich ein Freak - ein kreativer Freak. Heute bin ich... ja was eigentlich? Immer noch kreativ, überaus kreativ sogar, aber doch anders. Gibt es ein Gegenteil von "Freak"? (Sagt jetzt bitte nicht Stino! ;) ) Gibt es einen Begriff für Menschen, die sich maßgeblich auf ihre innere Gelassenheit stützen? Ja, ich glaube, das ist des Pudels Kern. Ich bin gelassener geworden und beweglicher. Beweglicher in dem Sinne, daß ich Probleme schneller und tiefer an mich heranlassen kann, ohne reflexartig die Schutzmauer hochzufahren. Mit dieser Abwehrhaltung vor problematischen Situationen, die ich früher immer wieder zeigte, hatte ich so manche leicht zu entflechtende Sache erst zum echten Problem gemacht. Heute weiß ich: Je ungehemmter man auf die Probleme zugeht, um so schneller wird man sie wieder los. Und sie hinterlassen keine bösen Spuren dabei - nur weitere Erfahrungen.

Ursprünglich wollte ich heute das Thema "Brückenbau" noch einmal aufgreifen, denn es gibt da ein paar Aspekte, die mich immer wieder beschäftigen. Doch heute dominiert mich dieses schwerelose Gefühl der abfallenden Last, und das wollte ich einfach mal festhalten.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!