Auftanken
Gestern war ein Tag, wie ich ihn liebe.: Entspannt frühstücken; erwartungsfroh zum Bahnhof fahren, um dort dann wegen der notorischen Wecker-Ignoranz einer gewissen Person doch nur ein Buch zu kaufen; mit einem inneren Grinsen in die Firma gehen und dort recht lässig ein paar Dinge klären; dann ein zweites Mal zum Bahnhof - diesmal mit Erfolg; eine geliebte Person in die Arme schließen; einen Nachmittag lang schwatzen, philosophieren und blödeln; Kellner und Köche ärgern - alles mit einem Augenzwinkern; am Abend auf ein Konzert der wirklich geilen Art gehen; Musik, die neu für mich war, und dennoch sehr bekannt klang; satte Bässe im Bauch; forttragen lassen vom Sound; forttragen lassen von den Emotionen (diesmal mußten die Brücken gar keine großen Distanzen überwinden); so ganz nebenbei noch einen Passiv-Blogger kennenlernen, den ich - weil auf Anhieb total sympathisch - dazu überreden versuche, sich unserer Blogigo-Familie anzuschließen; wohlfühlen auf ganzer Breite.....
Nicht aufhören, Tag! Bitte nicht enden!
Er endet doch, wie jeder Tag enden muß. Dieser hinterläßt jedoch nicht den Eindruck, er wäre zu kurz gewesen, oder er hätte etwas versprochen, was er nicht hielt. Es war ein Tag, der einfach stimmig war - voller Vertrautheit und gleichzeitig voller Überraschungen. Es war ein Tag zum Auftanken, zum Loslassen, zum Anfassen - ein Tag der mich dankbar stimmt.
Und weil ich mich heute um Dimensionen besser fühle als in den letzten Monaten, erhebe ich meinen inneren Zeigefinger und schwöre mir selbst, daß es künftig wieder mehr dieser Tage geben muß.
