Nur ein paar Memos

31.03.2010 um 14:23 Uhr

Distributed Memories

Es gibt da eine Reihe von Menschen im Netz, die alle irgend einen Ausschnitt meiner Biographie kennen. Und damit meine ich nicht Fragmente meines tabellarischen Lebenslaufes, sondern wirklich die umfassende Reflexion des Erlebten. Ich schrieb sie aus unterschiedlichen Intentionen heraus auf. Mal war es, um mich selbst zu erklären. Ein andermal, um Beispiele zu finden. Dann wieder zur Vermittlung von Erfahrungen. Und sicher auch hin und wieder aus dem Motiv heraus, die eigenen Erinnerungen wieder aufzufrischen.
Nun kam mir folgender Gedanke: Wenn sich all diese Menschen zusammentun würden, könnten sie gemeinsam meine Memoiren verfassen.
Ein ziemlich unsinniger Gedanke - ich geb’s ja zu.
Wie ich darauf komme?
Mir ist dieser Tage bewußt geworden, daß ich immer wieder für andere Menschen mein Leben aufgeschrieben habe, nur für mich selbst nicht. Das heißt, natürlich habe ich das alles auch irgendwie für mich geschrieben, eben nur niemals zusammenhängend. Es gibt da nicht die EINE Datei oder so. Wollte ich tatsächlich irgendwann mein ganzes Leben schriftlich festhalten wollen, so müßte ich entweder bei Null beginnen oder aber tausende Mails und Aufzeichnungen durchgrasen, um diese einzelnen Schnipsel wiederzufinden.
Ja, natürlich ist das egal. Zumal sich der eigene Rückblick im Detail immer wieder ändert. Aber der Techniker in mir reklamiert gerade dieses äußerst ineffektive Vorgehen. Dieser Bestseller könnte schon lange auf dem Markt sein. :)))

26.03.2010 um 10:31 Uhr

Zufall?

Gestern Abend überlagerten sich zwei Bilder vor meinem geistigen Auge - nämlich dieses und dieses.
Und ich frage mich gerade, ob ich mir da eine Ähnlichkeit nur einbilde.
Vielleicht verstärkt sich aber dieser Eindruck deshalb, weil beide Menschen Vergleichbares ausdrücken in ihrer Kunst... auf eine wahnsinnig intensive Weise.

24.03.2010 um 10:23 Uhr

Wenn Du leise sprichst

Wenn Du leise sprichst und voller Wärme, weil Du Dich freust, vom mir zu hören, und weil Du Dich wohl fühlst mit dem, was Dich bewegt, dann bekommt Deine Stimme eine Modulation, die mich von innen her berührt, fast hypnotisiert, und mir Geschichten erzählt - Geschichten weit über das Gesprochene hinaus.
Wenn Du leise sprichst auf diese Weise,  ~~~ kann ich Dich sehen ~~~
(sogar am Telefon)


12.03.2010 um 13:11 Uhr

Horoskop vs. Persönlichkeit

Eigentlich mag ich Horoskope nicht. Das liegt zum einen daran, weil mein Glaube und meine Spiritualität eine sehr eigenständige Erscheinung aufweisen und mit landläufiger Esoterik kaum einen Berührungspunkt finden. Und zum anderen ist das wohl auch dem Umstand geschuldet, daß die meisten Horoskope so schlecht und schwammig geschrieben sind. Da läßt sich alles und nichts hinein interpretieren, und wer unbedingt möchte, findet sich in jedem dieser Pamphlete wieder.
Doch es gibt auch Ausnahmen.
Neulich bekam ich eine recht umfangreiche Schrift über ein bestimmtes Tierkreiszeichen in die Hände. Nein, es war nicht mein Sternzeichen. Es sollte eher der zwischenmenschlichen Verständigung dienen. Beim Lesen war ich dann doch einigermaßen überrascht, wie schlüssig und weitestgehend widerspruchsfrei hier das Psychogramm einer charakteristischen Persönlichkeit gezeichnet wurde. Ein Psychologe hätte es zwar anders formuliert, aber er hätte es nicht besser und treffender gekonnt.
Zwei Dinge sind mir dabei aufgefallen...
Mein Bild von diesem Menschen, der sich mir mit diesem Horoskop erklären wollte, hat sich dadurch um keinen Deut verändert. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, diese Schrift wäre eine wohl formulierte Zusammenfassung meiner eigenen Gedanken und Gefühle.
Nun kann ich nicht von mir behaupten ein herausragender Menschenkenner zu sein. Weil aber viele dieser charakterlichen Eigenarten niemals Gesprächsthema zwischen uns waren, muß dieses stimmige Persönlichkeitsbild in mir wohl maßgeblich durch nonverbale Kommunikation gewachsen sein. Vielleicht aber spielt hier auch noch ein anderer Umstand hinein - nämlich der einer zweiten Auffälligkeit beim Lesen des Horoskops.
Es gab da nämlich gleich eine ganze Reihe von Punkten, in denen ich mich selbst wiederfand. (Wie gesagt, es war nicht mein Horoskop.) Darunter waren auch Eigenschaften und Eigenheiten, welche früher noch nicht zu meiner Persönlichkeit gehörten, sondern in die ich gewissermaßen hinein gewachsen bin, auch solche, die im Widerspruch zu meinem eigenen Tierkreiszeichen stehen müßten.
Diese Erfahrung hat mich in meiner Meinung bestärkt, daß gute Horoskope zwar sehr treffende Beschreibungen typischer Persönlichkeitsstrukturen sein können, deren Kopplung an bestimmte Geburtsdaten jedoch eher zufällig ist. Die Persönlichkeit entwickelt sich in Laufe des Lebens immer weiter, und ich selbst habe den Eindruck, in meinem Leben mindestens drei Sternzeichen durchwandert zu haben. Außerdem paßt in meine eigene Philosophie viel besser die Ansicht, daß der Grundstein einer Persönlichkeit eher durch den mentalen Status der Mutter während der Schwangerschaft gelegt wird, als durch das Geburtsdatum an sich.
Dies alles ändert aber nichts daran, daß gut geschriebene Horoskope auch einen sehr positiven Effekt haben können. Wenn sie in leicht verständlichen Worten Persönlichkeitsstrukturen erklären und deren Wechselwirkungen aufzeigen, können sie ein wertvolles Hilfsmittel zur Selbsterkenntnis sein. "Warum bin ich, wie ich bin?", diese Frage haben sich schon viele gestellt. Und wenn die Antwort darauf lautet, "Weil meine Persönlichkeit dem Sternzeichen X entspricht.", dann lasse ich das gerne gelten. Nur sollte man sich zuvor mit allen zwölf auseinandergesetzt haben, und sich auch darüber im Klaren sein, daß es durchaus Mischformen geben kann. Und dann suche man sich das Sternzeichen, das am besten zu einem paßt - egal wann man geboren wurde.
Eines sollte jedoch niemand tun: Sich hinter seinem Sternzeichen verstecken. "Ich kann dieses und jenes nicht, weil das durch meine Geburt und damit durch mein Sternzeichen so festgeschrieben ist." - Diese Erklärung lasse ich niemandem durchgehen. Eben weil Persönlichkeit in gewissen Grenzen formbar ist. Auch aus sich selbst heraus.

10.03.2010 um 14:49 Uhr

Halbweisheit #25

von: Zwischenweltler   Kategorie: Halbweisheiten

Einen Emo aus Hartholz zu schlagen, schafft selbst der beste Bildhauer nicht in ein paar Tagen.
Gleich gar nicht, wenn es ein Selbstporträt werden soll.

08.03.2010 um 15:53 Uhr

Nur so ein Gedanke...

In der spirituellen Welt ist man niemals alleine - dazu braucht es nicht zwingend einen realen Partner.
Im realen Leben jedoch tut man sich meist leichter, wenn man einen Partner an seiner Seite hat.
Ich leite für mich daraus ab, daß mein Partner meine spirituellen Welten nicht unbedingt teilen muß. Es genügt, wenn er sie respektiert.

02.03.2010 um 12:51 Uhr

Zwei Bücher

Ich sitze im Auto, warte auf Dich, ruhig und gelöst. Keine Spur von Ungeduld. Ich war zu früh dran. Ein gutes Buch habe ich dabei - eines mit großer Symbolkraft. Ich lese darin und spüre, wie es meine Stimmung fängt. Eine bestimmte Passage nimmt mich gefangen und läßt meine Gedanken abdriften. Da klopft es an meine Scheibe. Mein Blick verriet vermutlich, wie weltvergessen ich gerade war. *schnitt* Ich greife hinter mich und gebe Dir ein Buch - ein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Es ist vom selben Autor, nur ist dieses eine Zitatesammlung aus seinen eigenen Werken. Du schlägst es in der Mitte auf und liest mir ein erstes Zitat vor. Es war genau jene Stelle, an welcher ich kurz zuvor in dem anderen Buch hängengeblieben war. Plötzlich war da nur noch Gänsehaut...

01.03.2010 um 10:29 Uhr

Energie der Weisheit

von: Zwischenweltler   Kategorie: Zitate

Wenn das männliche Wissen sich mit der weiblichen Energie der Veränderung vereint, wird eine große magische Verbindung geschaffen, die den Namen Weisheit trägt.

Paulo Coelho in "Brida"

01.03.2010 um 10:21 Uhr

Letztes Wochenende...

... darüber könnte ich jetzt seitenweise schreiben.
Doch der Kenner schweigt und genießt. :)