Nur ein paar Memos

28.05.2010 um 17:23 Uhr

Schublade

Heute wurde ich in eine Schublade gesteckt... eine, die ich sogar annehmen kann.
Ich wäre ein Statusverweigerer mit feinsinnigem Humor und dem Drang mit Klischees zu spielen.
Das mit dem Spielen kann ich zwar nicht so ganz nachvollziehen, denn ich sehe mich eher als Verachter von Klischees (und man spielt schließlich nicht mit Dingen, die man verachtet), den Statusverweigerer räume ich aber gerne ein. Und was den Humor betrifft, möge sich bitte jeder selbst ein Bild davon machen. Solange mich niemand als humorlos bezeichnet... ;-)

Kann mal bitte jemand den Regen übers Wochenende abstellen. Sonst muß ich noch lernen, mit ‘ner Sense umzugehen. Mein Rasenmäher schafft das halbmeterhohe Gras jedenfalls nur noch unter Androhung der Selbstzerstörung.

In diesem Sinne: Entspannt Euch schön!

21.05.2010 um 09:13 Uhr

Statistik vs. Logik

Keine Angst, ich werde nicht mit Zahlen um mich werfen. Ich hatte nur gestern eine Begegnung, die mich mal wieder über die Unsinnigkeit bestimmter Statistiken nachdenken ließ, und auch darüber, wie schnell der Volksmund irgendwelche aufgeschnappte Zahlen als allgemeingültig annimmt.
Das Zustandekommen meines gestrigen Gesprächs tut nichts zur Sache, jedenfalls sagte da ein Freund: "...aber es gilt doch als erwiesen, daß Männer dreimal so häufig fremdgehen wie Frauen."

HALLO! Schreit es da in mir. Wie geht das? Sind die alle bi und schlafen mit Ihresgleichen? Oder favorisieren die fremdgehenden Frauen den Gangbang mit mindesten drei Männern gleichzeitig?
Oder gehen gebundene Männer ausschließlich mit Singlefrauen fremd? (...welch netter moralischer Schachzug)
Nein, mein Lieber, nach meiner Logik kommt auf nahezu jeden fremdgehenden Heteromann auch eine fremdgehende Frau. Deine Behauptung KANN gar nicht stimmen!
Da meint er: "Und was, wenn sich dieses Statistik nicht auf die Häufigkeit des Fremdgehens bezog, sondern auf die Anzahl der Menschen, die es überhaupt tun?"
Ja, dann könnte es zumindest theoretisch stimmen, jedoch hätte das einen sehr suspekten Beigeschmack. Denn das wiederum hieße, daß Männer ihrer Affäre dreimal treuer blieben als Frauen. Respektive: Jeder männliche Fremdgeher würde dreimal mit derselben Frau pennen, während die Fremdgeherin bei jedem Seitensprung den Mann auswechselt.
Frei interpretiert müßte man dann sagen, daß Männer eher nach einer soliden Zweitbeziehung suchen, während Frauen, wenn sie dem Verlangen denn nachgeben, gleich richtig zum Flittchen werden.

Völliger Unsinn, nicht war? Und dennoch möchte ich wetten, es dauert keine drei Tage bis irgendwer mit der nächsten dämlichen Statistik anrückt... :)))

Schöne Feiertage für Euch! Und bleibt solide! ;-)

18.05.2010 um 20:01 Uhr

Hurra...

...es lebt noch! :)

 Mal sehen, wie lange.

17.05.2010 um 11:17 Uhr

Wenn der Orgasmus ausbleibt

Die Überschrift mag übertrieben reißerisch wirken, sie hat jedoch durchaus ihren Sinn. ;-)
Wer eine gesunde Beziehung pflegt und in ihr immer wieder Inspiration sucht und findet, wird sich auch gerne mal auf ein paar Experimente einlassen. Da kann es schon mal passieren, daß der erhoffte Orgasmus ausbleibt. Doch das gerät zur Nebensächlichkeit, wenn ansonsten der Einklang ungestört ist und die neu gemachten Erfahrungen den Horizont einmal mehr an Breite gewinnen lassen.
Und wer nun glaubt, dies beträfe nur sexuelle Beziehungen, der irrt. So etwas kann auch in musikalischen oder geistigen Beziehungen passieren - nicht zuletzt in der Innenbeziehung zu sich selbst.

Ich muß zugeben, daß es mir im Vorfeld dieses Abends in der Mitte der letzten Woche nicht gelang, mich völlig von Erwartungshaltungen zu befreien. Das alte Lied. Irgendeine Form der Erwartung trägt man immer in sich, und wer das leugnet belügt sich selbst. Insofern bin ich enttäuscht worden, denn der Orgasmus blieb auch bei mir dieses Mal aus. Dafür wurde ich mit einer Menge kleinerer und größerer Erlebnisse und Erkenntnisse entschädigt, die in Summe viel wertvoller sind als dieser eine kleine Tod. Nachhaltiger sind sie allemal.

Die letzten Tage haben noch nicht ausgereicht, diese vielen Gedanken und Gefühle, die da innerhalb von 24 Stunden aufgelaufen sind, einzuordnen und abzugleichen. Das Schöne daran: Auch wenn sie im ersten Moment für etwas Verwirrung sorgten, so bin ich mir dennoch sicher, daß eine noch größere Klarheit das Ergebnis sein wird. Selbst Emotionales und Rationales stehen sich nicht mehr im Wege. Sie ergänzen sich zu einem Ganzen, und dieser Einklang gibt inneren Frieden. Jedenfalls fühlt es sich gerade sehr gut an.
Das Leben bleibt aufregend, wenn man es zuläßt. ;-)

10.05.2010 um 10:09 Uhr

Von kleinen Jungs und Bibern

(Für Wari)

Allen Eltern mit gesundem männlichen Nachwuchs ist ein bestimmtes Naturgesetz bekannt. Und denen, die es bis dato noch nicht kennen, sei gesagt: Früher oder später werdet Ihr es kennenlernen. Mit Sicherheit!
Und dieses Gesetz lautet wie folgt:

Jeder normale Junge im Alter zwischen zwei und zwanzig Jahren wird angesichts eines Bachlaufes oder eines anderen fließenden Kleingewässers dem Verlangen erliegen, sich augenblicklich in einen Biber zu verwandeln, um als solcher mit größter Energie an die Errichtung von Staudämmen, Biberburgen und Wasserfällen zu gehen, sowie hydrodynamische Experimente aller Art auszuführen. Ist mehr als ein Junge anwesend, wird die gezeigte Bauaktivität durch die Gruppendynamik potenziert und es entstehen echte Großbauwerke. Von Erwachsenen landläufig als hemmend eingestufte Randerscheinungen, wie Verschmutzungen des Gewässers oder eisige Temperaturen, bleiben dabei generell unbeachtet und erhöhen nur den Reiz. Prinzipiell macht dieses Gesetz auch vor Mädchen nicht halt.

Kinder, welche sich dieser Gesetzmäßigkeit entziehen, respektive die Beteiligung an solchen Bauvorhaben ablehnen, sind dringendst dem kinderpsychologischen Dienst, zumindest jedoch einem Allgemeinmediziner vorzustellen.

Teil 2 dieses Gesetzes entstammt dem BGB und lautet: Eltern haften für ihre Kinder.
Also seht zu, wie Ihr das wieder richtet. :)))

Liebe Wari, ich mußte so köstlich über Deine Mail lachen, daß ich es mir nicht verkneifen konnte, meine Antwort ins Blog zu stellen. Du nimmst mir das hoffentlich nicht übel. ;-)

07.05.2010 um 09:35 Uhr

Halbweisheit #27

von: Zwischenweltler   Kategorie: Halbweisheiten

Demut ist eine wahre Tugend. Aber sie darf nicht dazu verleiten, negative Zustände zu respektieren, bei denen es in unserer Macht steht, sie tatsächlich zu ändern.

04.05.2010 um 12:03 Uhr

Einer von UNS

Letztes Wochenende traf ich einen jungen Mann, den ich schon seit Jahren kenne. Nun stellten wir gemeinsam fest, daß wir bisher nie wirklich miteinander geredet hatten. Das Umfeld paßte an diesem Abend und ein paar Bier lösten die Zunge. So kam es, daß er mir ein Stück seiner spirituellen Welt zeigte, und ich ihm ein Stück von meiner. Der Abend endete auf meiner Seite mit einer Erkenntnis: Er ist definitiv einer von UNS.
Nun muß ich ihn nur noch zum Lesen bewegen. ;-)