Nur ein paar Memos

30.06.2010 um 23:03 Uhr

Strahlemann

Es gibt Tage, die sind nicht perfekt aber auf eine Weise einzigartig, daß man sie gerne festhalten möchte...
Ich bin fernab der Heimat, von all meinen Lieben getrennt, nur ein netter Kollege begleitet mich und wundert sich über meinen Gesichtsausdruck am heutigen Abend. Meine Mundwinkel scheinen bis zu den Ohrläppchen zu reichen. Und das an einem Tag, an dem mich ein wichtiger Kunde versetzt hat, ich einen nicht unerheblichen Betrag an Geld verlor und zusätzliche Arbeit aufgebürdet bekommen habe.
Aber gleichzeitig bin ich heute zweifach Onkel geworden (nicht im Sinne der Erbfolge... oder doch? *lach*), mir wurden Regenbogen ins Herz gemalt und ein Bad aus Liebe bereitet.
Klingt das kitschig? Egal! Ich bin heute einfach nur glücklich.

Danke, Ihr Lieben, die Ihr schuld daran seid ~~~((@))~~~  <-- !!

14.06.2010 um 10:35 Uhr

Halbweisheit #28

von: Zwischenweltler   Kategorie: Halbweisheiten

Die leisen Menschen haben ein Handicap:
Sie werden meist nur von denen erkannt, die auch gut mit dem Herzen sehen können.

14.06.2010 um 10:21 Uhr

Ein Wochenende zwische Nostalgie und Aufbruch

Die letzten Tage waren einfach nur schön - voller Stille und Innensicht, nahezu kitschiger Harmonie und Erinnerungen. Erinnerungen an die fernere und jüngere Vergangenheit, aber auch die Erinnerung daran, daß Jetzt in die Hand zu nehmen und Veränderungen ohne Angst entgegenzugehen.
Da waren Orte, die ich liebe. Orte, die gleichzeitig Beständigkeit und Wandlung ausstrahlen, die mit ihrer Naturbelassenheit erfreuen und in ihrer Einfachheit zu einer langsameren Gangart anregen.
Da waren aber auch Menschen, die ich liebe und deren Entwicklung ich mit ebenso kritischem wie wohlwollendem Auge beobachte. Solche, die sich gefunden haben, und auch solche, die sich immer noch suchen.
Und über allem war da immer wieder Musik. Ruhigere Musik, Balladen - Musik, die Geschichten erzählt. Eine dieser Balladen geht mir gerade nicht mehr aus dem Ohr...

Lift - "Sommernacht"

Wenn die Abendbilder schwinden,
Nebel zieh'n mit lauen Winden,
sinkt hinab Tagesmacht,
steigt aus den Wiesen die Nacht.
Wälder hüllen sich in Schweigen,
und die stolzen Farben neigen
tief ihr Haupt, geh'n zur Ruh'.
Nacht zieht den Vorhang zu.
Und sie hält für Nachbars Garten,
wo die süßen Früchte warten,
Mut genug, Dunkelheit
und hundert Schlüssel bereit.

Sommernacht, diese Nacht,
gibt jedem Traum seine Zeit.
Und sie leiht uns ihr Kleid
zu jeder Heimlichkeit.

Und ich streife wie im Fieber
über deine heißen Glieder.
Leib in Leib, Hand in Hand.
Bis wir zu Asche gebrannt.
Fällt der Mond in ihren Teich,
wird in ihrem Schattenreich
jede Frau katzengrau.
Königin bis in den Tau.

Sommernacht, diese Nacht,
gibt jedem Traum seine Zeit.
Und sie leiht uns ihr Kleid
zu jeder Heimlichkeit.

Und sie gibt
dem, der liebt,
Zeit und Geborgenheit.

Text: Joachim Krause Henry Pacholski

08.06.2010 um 15:41 Uhr

Trost des Fleißigen

von: Zwischenweltler   Kategorie: Zitate

Der Mensch wurde nicht alleine dazu geschaffen,
seine Erkenntnisse zu mehren,
sondern auch dazu, den Boden zu pflügen,
auf den Regen zu warten,
sein Getreide anzubauen,
zu ernten und Brot zu backen.

© Paulo Coelho, in "Elf Minuten"

07.06.2010 um 10:57 Uhr

Die Magie der Flammen

Wir hatten lange nicht gemeinsam am Feuer gesessen - nur wir zwei und die erste richtig laue Nacht des Jahres. Es tat gut, so gemeinsam zu fühlen und zu reden. Eine solche Tiefe war uns zwar nicht fremd, doch sie war selten geworden in den letzten Jahren. Und das Schöne daran war, daß wir beide spüren konnten, welche Entwicklungen sich da in jüngster Zeit vollzogen haben. Du hast es geschafft, ein paar alte Muster abzulegen, und es hat Dir gefallen, wie ich mit Freude darauf eingegangen bin. Es waren die Schritte aufeinander zu, die wohl eher unbewußt begannen, sich nun aber ganz bewußt in unseren Reflexionen trafen. Nebeneinander und miteinander in die gleiche Richtung schauen. Die Flammen als Fokus unserer Gedanken und Gefühle. Wir vereinigten uns im heißesten aller Elemente und die Wärme zog bis tief in unsere Herzen.

Später dann, als Du wohlig leise schniefend in meinem Arm eingeschlafen warst, fühlte ich mich so weit und offen, da mußte ich meine liebevollen Gedanken auch an all die Anderen richten, die mir so viel bedeuten. Wer von Euch also selbst am Feuer gesessen hat in dieser Nacht und dabei womöglich das eine oder andere ungewöhnliche Auflodern der Flammen beobachten konnte, oder wenn ein Stern plötzlich aufblitzte (ja genau, der zweite von links), oder wenn die große Birke sich trotz Windstille kurz zu wiegen begann, dann haben sich auch unsere Gedanken irgendwo da draußen im Universum getroffen.

07.06.2010 um 08:57 Uhr

Musikalisches Déjà-vu

Das hier fand ich am Wochenende rein zufällig...

...wobei, nein, an Zufälle glaube ich diesbezüglich nicht mehr. Diese Musik hat sich mir förmlich in die Arme gestürzt und mir "Hör mich! Hör mich!" ins Ohr geflüstert.

02.06.2010 um 09:31 Uhr

Schmerzensgeld

Das Wetter in Deutschland ist ja im Moment eher uneinheitlich. In meiner Ecke jedoch müßte man glatt Schmerzensgeld dafür bekommen.
Gestern meinte ein Kollege, es wäre doch schon erstaunlich, welche Macht die Pharmakonzerne hätten. Inzwischen würden die schon das Wetter beeinflussen, nur um ihre Antidepressiva verkaufen zu können.
Gut, so schlimm ist bei mir nicht, daß ich zur Pille greifen müßte, aber dieses feuchte und kalte Dauergrau schlägt sich mir gehörig aufs Gemüt. Ich hoffe nur, die Vorhersage fürs Wochenende stimmt wenigstens. Sonst mache ich meine Whisky-Sammlung platt.

Und dann gibt es noch einen Fall für Schmerzensgeld - nur weiß ich nicht, von wem ich das einfordern sollte. Ich hab da nämlich mal wieder einen Musiktip bekommen. Oder besser gesagt, einen Konzerttip. Einen von der Sorte und aus der Quelle, wo überzogene Erwartungen von vorn herein ausgeschlossen sind. Kennt Ihr das eigentlich? Da sind zwei Menschen, deren Musikgeschmack nicht gerade Deckungsgleich ist, aber den Bereich des gemeinsamen Geschmackes erkennen sie mit nahezu traumwandlerischer Sicherheit. Da könnte man die Huhn-oder-Ei-Frage stellen: Mögen sie sich so sehr, weil sie denselben Musikgeschmack haben, oder hören sie dieselbe Musik, weil sie sich mögen? ;-)
Jedenfalls ist da am Freitag dieses Konzert (das hatte sich zwar gut unter dem Deckmantel einer Gothic-Club Jubiläumsfete versteckt, aber ich hab’s doch gefunden) und würde da sooo gerne hingehen. Nur leider, leider, leider kann ich nicht. Nun bin ich mindestens so enttäuscht, wie der Tipgeber selbst, und habe hin- und hergesponnen, wie ich es doch noch einrichten könnte.
Letztendlich komme ich aber zu einer Erkenntnis, die mich in jüngerer Zeit häufiger trifft: Es soll wohl so sein.
Und wer weiß, vielleicht ist es ja sogar ein Zeichen dafür, daß ich diese Band nicht ohne den Tipgeber besuchen sollte.
;-)